Frauengeschichte in Bildern. Frauen als Objekt der Begierde und Verehrung


Hausarbeit, 2018

38 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Entwicklung der Frauengeschichte

3. Frauen als Objekt der Begierde und Verehrung

4. Neue Frauenbilder

5. Fazit

Literaturverzeichnis:

Eigenständigkeitserklärung

Anhang:

Anmerkung: Der Asterisk wird verwendet, um die Vielfalt der Geschlechter aufzuzeigen und eine gendergerechte Sprache zu verwenden.

1. Vorwort

"Frauen in der bildenden Kunst: Adieu, Heilige und Huren!"[1]

So lautete ein Artikel von Almuth Spiegler zum Weltfrauentag 2011 in der Freien Presse. Der Weltfrauentag findet jährlich am 8. März statt, um auf die Ungleichstellung der Frau hinzuweisen und wurde von sozialistischen Frauenrechtler*innen wie Clara Zetkin initialisiert und später von den Vereinten Nationen festgesetzt.

Frauen standen schon sehr früh im Fokus der darstellenden Künste. Durch die Jahrhunderte wurden sie in den unterschiedlichsten Epochen und Stilrichtungen gemalt, kunstvoll dargestellt und abgebildet. Doch waren es nicht die Frauen selbst, die diese Werke erstellten.

Frauen war der Zugang zur Kunst und die Möglichkeit, sich selbst darzustellen lange verwehrt geblieben. Die Kunst wurde von Männern dominiert und Frauenbilder stammten zum allergrößten Teil aus deren Perspektive. Nur sehr wenige Frauenportraits wurden von Frauen gemalt, oft unter Pseudonymen. Aktbilder stammten durchweg von Männern, denn Frauen war „...der Anblick von Nacktheit verboten, nur Männern blieb er vor-enthalten, und noch zu Beginn dieses Jahrhunderts gab es in den puritanischen Vereinigten Staaten von Amerika Museums-Besuchstage für Frauen, an denen nackte Figuren verhüllt wurden. Künstlerinnen war das Aktzeichnen nicht gestattet; weder ihre eigene – die weibliche – noch die männliche Anatomie durften sie studieren.“[2]

Somit verkamen die Frauen, die so viel mehr sind wie Mutter, Heilige und Sexual-partnerin, zu einem Objekt der Begierde und Verehrung von Männern. „[Oder] erweist sich etwa als wahr, was patriarchalisches Kulturverständnis besagt, daß nämlich die Frau tatsächlich das schlechthin sinnliche Wesen sei, in ihrer Erscheinung Sexualität und Erotik verkörpere, für Frauen und Männer gleichzeitig verbindlich?“[3]

Diesen patriarchalischen Blickwinkel in der Kunstgeschichte möchte ich aufzeigen und dabei auch neue Frauenbilder betrachten.

Dazu widme ich mich den künstlerischen Darstellungen von Frauen, sowie Auseinander-setzungen mit diesen. Der Forschungsstand zu Darstellungen von Frauen beziehungs-weise ihrer Geschichte in der Kunst ist überschaubar gering und kann hier nicht auf-gezeigt werden. Mit der Repräsentation von Frauen in der Kunst setzen sich beispiellos dieGuerilla Girlsauseinander, ein Kollektiv von Frauen, die gegen Sexismus in der Kunst agieren.

Anlass zu der Arbeit gab mir mein Referat über Frauengeschichte in Bildern, im SeminarBilder als historische Quellen, sowie mein persönliches Interesse an Frauen- und Geschlechterforschung.

2. Frauen als Objekt der Begierde und Verehrung

Wenn man über Frauendarstellungen schreibt, kommt man nicht umhin, bei der "ersten Frau" anzufangen: Eva. Sie wird in der Bibel, Thora und dem Koran als die erste Frau auf der Erde beschrieben, allen drei Religionen gilt sie als Heilige Urmutter und ihre "Erschaffung" ist ein viel verwendetes Motiv in der Kunst. Michelangelo malte 1508-1512Die Erschaffung der Eva(Abbildung 1); dieses Werk ist heute in der sixtinischen Kapelle zu sehen. Eva ist zentral gesetzt, sie ist nackt und steigt von Gott geleitet empor, sie erwacht zum Leben. Adam liegt schlafend neben ihr, es wird angedeutet dass Eva an seiner linken Seite lag. Eva wird von der Seite gezeigt, ihre Arme verdecken die Brüste, und durch den Ausfallschritt wird die Vulva verdeckt. Der Körper würde heute als trainiert bezeichnet, sie erscheint als starke Frau und als Bindeglied zwischen Gott und Adam. Sie ist die mächtige Urmutter. Durch die zentrale Stellung und die nackte Pose, umgeben von 2 männlichen Figuren und nackten Engeln um das Bild herum wird hier die Frau zum Objekt der Verehrung gemacht. Offensichtlich wird die Begierde an der Darstellung derEvavon Lucas Cranach des Älteren (Abb. 2). Eva präsentiert den angebissenen Apfel dem Adam mit der rechten, die linke hängt lässig herab. Die Blickrichtung ist nach oben, ein verführerischer Augenaufschlag. Dazu die Lippen geschlossen, den Kopf leicht geneigt. Die nackte Pose mit den hervorstehenden Brustwarzen ist eine Pose der Hingabe, die harten Brustwarzen ein Zeichen der Erregung. Sie wird zum Lustobjekt degradiert. "Und wer könnte je entscheiden, ob der Hauch von Perversität, den Cranach der Ältere den Körpern junger Mädchen verlieh, deren anmutige Umrisse er zeichnete, ihm von seinen eigenen Phantasien oder vielmehr von denen des Kurfürsten von Sachsen aufgenötigt wurde, dessen Begierden er schmeichelte?"[4]

An diesen Bildern wird deutlich, wie das biblische Motiv Anlass gab zur Aktmalerei. "Die Bibel – von Eva über Susanna bis zu Delilah –, die antiken Götterliebschaften und schließlich die Haremsszenen eines fiktiven Orients boten dafür vielerlei Vorwände."[5]

Doch ist Eva zwar mythologisch gesehen die erste Frau, aber nicht in der historischen Chronologie. Die ersten Darstellungen von Frauen sind die Venusdarstellungen von Willendorf und Laussel (Abb. 3+4). Die diluvialen Frauenplastiken sind von ca. 33.000 und 20.000 v. Chr.

Hier stehen die Frauen als Göttinen im Fokus der Verehrung. Sie symbolisieren Fruchtbarkeit und damit auch Weiblichkeit durch den großen Bauch, breite Hüften und die großen Brüste. Zudem trägt dieVenus von Lausselin der rechten Hand ein Füllhorn, was ebenfalls Fruchtbarkeit symbolisiert. Sie gelten als Idealbilder weiblicher Schönheit und genossen göttliche Ehren. "Als Zeugen weit zurückliegender Menschheitsepochen dürfen sie als eindeutige Symbole der großen Mutterverehrung gelten, als Belege für die Bedeutung des Fruchtbarkeitszaubers oder Amulette der Jagdhilfe, und besitzen somit großen kulturhistorischen Wert."[6]

In der Antike setzte sich die Darstellung von Frauen als Göttin fort, erst im Mittelalter wandelte sich die Darstellung von Frauen. Die Verehrung nahm aber nicht ab, sie wandelte sich aber von der Göttin hin zur Mutter Gottes. Durch die Verbreitung der christlichen Lehre beziehungsweise der katholischen Kirche fand die Marienverehrung und Darstellung als Madonna einen hohen künstlerischen Zulauf.

Im Laufe der Zeit sind viele verschiedene Madonnenfiguren entstanden. Doch ihnen allen ist eines gemeinsam: "Die Jungfrau Maria tritt uns hier als eine majestätische Erscheinung mit steinernem Blick entgegen, zu der man aufschauen muss. In ihr eingelassen sieht man das Kind: den Christus als Weltenherrscher. Himmliche und irdische Hierachie verschmelzen miteinander."[7]Betrachtet man beispielsweise dasMadonna-Mosaik(Abb. 5) aus dem 6.Jahrhundert in San Appolinare, Ravenna oder dieMadonna(Abb. 6) aus dem 15. Jahrhundert aus der Galerie Sabanda in Turin, eine der zahlreichen Madonnenbilder von Sandro Botticelli, so sieht man deutliche Ähnlichkeiten. Bei beiden sitzt das Kind auf dem Schoß, beide Figuren haben in den Bildern einen Heiligenschein, was die Verehrung nur noch verdeutlicht. Sie schauen den Betrachter von oben herab an, die Botticelli-Madonna sogar mit leicht seitlichem Blick, der abwesend wirkt. Dennoch ist seine Madonna eine vollkommene Frau mit makelloser Haut, langen blonden Haaren, sie soll hier mit Schönheit und Liebe den Betrachter zum Glauben und Jenseits führen. Ebenfalls soll dieMadonna von Loreto(Abb. 7) von Caravaggio die Menschen zu Gott führen, die zwar ebenfalls mit Heiligenschein und Jesuskind auf dem Arm dargestellt wird, aber von schmutzigen, armen Menschen aufgesucht wird. Hier wird die*der Betrachtende als Sünder*in direkt ins Bild implementiert und der Künstler macht die Verehrung im Bild schon fest. "So tritt die Jungfrau Maria als eine herrliche, zum Leben erweckte antike Statue aus einer gewöhnlichen Tür heraus und bietet den Pilgern das segnende Gotteskind dar, das dem einfachsten menschlichen Wesen die Erlösung von Unglück, Elend und Unterdrückung verheißt."[8]

Der Gegenpol zu Maria war Maria Magdalena, die die beliebteste Heilige im Mittelalter war. Sie wurde von der Kirche als Sünderin und Hure instrumentalisiert, der aber vergeben wurde, um mehr Verständnis und Akzeptanz beim einfachen Volk zu finden "[...] als die idealisierte Mutter Jesus mit ihrer unbegreiflichen und kryptischen unbefleckten Empfängnis. Während die Jungfrau Maria als Stilisierung absoluter Reinheit, Keuschheit und Makellosigkeit fungierte, verkörperte Maria Magdalena die Sünde der Weiblichkeit, Sexualität und Körperlichkeit."[9]

Damit dies gelingen konnte, musste ein Lapsus der katholischen Kirche in Person Papst Gregor I. herhalten. Er setzte sie mit Maria von Bethanien und der unbekannten Prostituierten aus den Evangelien gleich. Die Figur der Maria Magdalena wurde zu einem einzigartigen christlichem Oxymoron: "Dadurch wurde Maria Magdalena zur Heiligen Hure gemacht."[10]Sie wird in der Kunstgeschichte vielfach dargestellt, fast immer mit langem wallendem Haar, nackten Brüsten und einer hingebungsvollen Pose. Sei es bei der HolzplastikMaria Magdalenavon Gregor Erhart (Abb. 8), Tizians GemäldeBüßende Maria Magdalena(Abb. 9) oder Jules Lefebvres ÖlgemäldeMaria Magdalena in der Höhle(Abb. 10), man findet diese Komponenten fast immer.Sie wird zwar als Heilige verehrt, aber auch als Lustobjekt der Männer durch ihre Sinnlichkeit. Schon allein ihr Beruf als leichtes Mädchen objektiviert sie dazu.

Schon in den mittelalterlichen Darstellungen von dem Werben der Ritter um ihre Angebetenen stellt diese als deren Objekt der Begierde in den Mittelpunkt. ImCodex Manasse(Abb. 11-13) werden die Frauen durch Lieder oder Gedichte umschmeichelt, oder der Mann versucht sich körperlich dem Ziel seiner Begierde anzunähern. In dem GemäldeDas Urteil des Parisvon Lucas Cranach d.Ä. (Abb. 14) stehen 3 nackte junge Frauen vor 2 bekleideten Männern. Sie sind in einem Lustgarten, über ihnen schwebt ein kleiner Engel mit Pfeil und Bogen. Hier wird auf Amor angespielt, der seine Liebespfeile verschießt. Alles deutet auf den bevorstehenden Liebesakt hin, so sieht man an dem linken Innenbein des sitzenden Mannes etwas, was wie ein erigierter Penis aussieht. Er blickt wie sein älterer Gefährte die jungen Frauen erwartungsvoll an. Die erste kommt auf sie zu, die anderen beiden schauen noch umher.

Bei Fragonard (Abb. 15) wird der Zuschauer scheinbar ausgeschlossen und zum heimlichen Voyeur degradiert. Niemand soll den Liebesakt stören,der Riegelwird vorgeschoben. Der Maler "[...] erfindet auf seine Art eine Welt, die den Betrachter auszuschließen scheint: eine Welt heftiger Gefühlsregungen, die von der Lichtführung und der Malweise unterstrichen werden. Das Gemälde übersetzt die Verzückung und Ekstase in ein Bild."[11]Der Mann schiebt den Riegel vor, er will ungestört sein und ist der aktive Part in dieser Szene. Die Frau hängt in seinem Arm in der Luft, sie ist wehrlos gegen ihn und Ziel der Begierde. Sichtlich erkennbar ist dies an der Blickrichtung des Mannes, der die Frau scheinbar küssen will sowie an seiner gespannten Körperhaltung, die Füße leicht angehoben und den rechten Arm ausgestreckt. Der drohende Sündenfall wird durch den Apfel symbolisiert, der geschickt im Zimmer auf einem Tisch drapiert wurde und "[...] durch den schrägen, die Körper streifenden Lichteinfall deutlich hervorgehoben ist"[12].

Auch in den Bildern der Hexenverfolgung zeigt sich die Darstellung von Frauen als Sexualobjekt, hier in Verbindung mit mystischen Fantasiefiguren. Der Höhepunkt der Hexpenprozesse war im 16. Jahrhundert, tausende Frauen wurden verfolgt und von Männern verhört und gerichtet. "Zur Teufelsbraut und Hexe wurde, wer seine Seele dem Satan verschrieb. Die Frauen unterzeichneten dazu keinen Pakt mit dem eigenen Blut, sondern ließen sich vom Teufel zum sexuellen Akt überreden. Folterprotokolle beschreiben angebliche sexuellen Begegnungen, erkennbar zusammengestrickt aus früheren Erlebnissen und sexuellen Fantasien der vermeintlichen Hexen – oder ihrer Peiniger. [...] Die Protokolle zeugen davon, wie Stadtherren und Folterknechte nach immer mehr pornografischen Details gierten."[13]

Es zeigt sich, dass die sexuellen Fantasien der Männer eine große Rolle spielten bei der Hexenverfolgung. So muss auch eine der vielen Hexendarstellungen von Hans Baldung Grien,Junge Hexe mit Drachen(Abb. 16) verstanden werden. "Noch weit mehr libidinöse Phantasie bezeugt das lange Zeit sekretierte Karlsruher Blatt (Koch 1941, Nr. 65), datiert 1515, wo sich die junge Hexe einem Drachen andächtig mit ihrer Kehrseite hingibt, wobei nicht sicher zu entscheiden ist, ob zu einem Cunnilingus oder zu einer rectalen Provokation des Untiers, in dessen vaginal- oder rüsselartiges Schwanzende die Schöne mit einem Schilfrohr herzhaft eindringt. Auch hier fehlt jegliches magische Equipment, es geht allein um den weiblichen Körper und dessen Aktus. Andere mögen diese Zeichnung sexologisch sezieren, uns reicht es hier festzustellen, dass derartige Sexualphantasien ohne den umlaufenden Hexenwahn im Bilde gar nicht denkbar gewesen wären."[14]

Die Frau wird hier völlig reduziert, sie steht wehrlos im Zentrum der Fantasien. Ebenfalls im Zentrum der Fantasie steht bei Francois Boucher seinRuhendes Mädchen. (Abb. 17) Im Alter von 14 Jahren wird hier Marie-Louise O’Murphy nackt portraitiert, eine der Mätressen Ludwigs XV. Sie liegt nackt auf dem Bauch auf einem Sofa, die Beine auseinander gezogen, eine einladende Geste. Sie wird hier schon als Frau bezeichnet, denn "Erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts erscheint das kleine Mädchen als Bildmotiv."[15]Vorher hatten Kinder keine Kindheit und Jugend in dem Sinne, sie waren früher erwachsen. In Balthus WerkDas Zimmer(Abb. 18) taucht ein neues Motiv auf, eine neue Fantasie: Der Lolitakomplex, im 20. Jahrhundert von Vladimir Nabokovs RomanLolitaerstmalig beschrieben, wird hier schon in Szene gesetzt. Die Präsentation des jungen Mädchenkörpers vor einem "[...] Doppel seiner selbst, einer Art weiblichen Gnom, [...]" führt so zu einem Bild im Bild. Die Phantasie des männlichen Künstlers setzt den jungen, nackten Körper hier dem Sonnenlicht aus, um das Lustobjekt ins Zentrum des Blickes zu setzen. Durch den herabhängenden Arm sind die Brüste sichtbar, der ganze Körper wird durch die offene Beinhaltung einladend präsentiert.

Das sexuelle Begehren des Mannes wird auch in den Bildern aus dem 18. und 19. JahrhundertDie nackte Maja(Abb. 19),Odaliske mit Sklavin(Abb. 20) undPygmalion und Galatea(Abb. 21) deutlich.

"Eine nackte Frau auf einem Sofa, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, die Beine leicht angewinkelt und zur Seite gedreht: Eine Pose, die vieles den Blicken preisgibt. [...]. Der Divan, auf dem sie liegt, grün mit großen weißen Kissen, ist seitlich und aperspektivisch dargestellt. Die ganze Aufmerksamkeit aber richtet sich auf die leicht lächelnde Schönheit, deren Gestalt fast die gesamte Bildfläche einnimmt und deren direkter Blick den Betrachter in ihren Bann zieht."[16]

"Frauen, Tanz, Erotik und Wollust vereinen sich an einem Ort, dem die Aufmerksamkeit jedes Reisenden galt, auch wenn er diesen Ort nicht betreten durfte: der Harem. Er tritt in den Reiseberichten im direkten Zusammenhang mit Macht, Lust und Begierde und als Ort zur Befriedigung geselliger und körperlicher Lust in den Vordergrund."[17]Zu dieser Orientfantasie gehört unabdingbar die Dimension des Weiblichen, eine exotische Szenerie für den männlichen Betrachter. Bei Ingres ist es eine Odaliske, eine weiße Konkubine des orientalischen Mannes, die im Zentrum der Begierde steht.

3. Neue Frauenbilder

Mit der französischen Revolution wandelte sich das Bild in der Kunstszene. Ich

4. Fazit

Die Frage, wer eine Frau ist und wie sie dargestellt wird, hat sich mittlerweile sehr gewandelt. Heute können und wollen Frauen sich selber vermarkten und selbstbestimmt handeln. Eine Frau ist, wer sich selbst so definiert, denn trans*Frauen sind genauso Frauen wie Lesben oder intergeschlechtliche Frauen. Dieser Erkenntnisgewinn geht auf die Identitätspolitik(en) der 2. Frauenbewegung, insbesondere des Queerfeminismus zurück.

Dennoch sind Frauen weiter diskriminiert. Frauen sind zwar oft in Kunstklassen vertreten, aber nicht als Künstlerin bei Kunstauktionen. Dies geht auf den Gläserne-Decke-Effekt zurück, wonach Frauen keine Spitzenpositionen erreichen und an einer Gläsernen Decke scheitern.

[...]


[1]Spiegler, Almuth: Frauen in der bildenden Kunst: Adieu, Heilige und Huren! In: Die Freie Presse, 6.3.2011. https://diepresse.com/home/kultur/kunst/639616/Frauen-in-der-bildenden-Kunst_Adieu-Heilige-und-Huren (abgerufen am 11.03.2018).

[2]Breitling, Gisela: Der verborgene Eros. Die Kunst von Frauen, in: Feministische Studien e.V. (Hg.): Feministische Studien : Zeitschrift für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung 2, Weinheim 1983. S.88.

[3]Ebd.

[4]Duby, Georges: Frauenbilder, in: Ders. (Hg.): Geschichte der Frauen im Bild, Frankfurt a.M. 1995. S. 22.

[5]Dittmar, Peter: Mit Michelangelo begann die Pornografie-Debatte. https://www.welt.de/geschichte/article139547799/Mit-Michelangelo-begann-die-Pornografie-Debatte.html (abgerufen am 23.03.2018).

[6]Reimann, Georg J.: Die Frau in der Kunst. Leipzig 1968, S.5.

[7]Cornette. Joel: Vom Himmel zur Erde, in: Georges Duby (Hg.): Geschichte der Frauen im Bild, Frankfurt a.M. 1995. S. 106.

[8]Ebd. S. 108.

[9]Bondarenko, Tetyana: Maria Magdalena: Von der Hure zur Heiligen. Mediale Figurkonstruktion, in: Monique Jucqois-Delpierre (Hg.): Female Figures in art and media. Frauenfiguren in Kunst und Medien. Figures de femmes dans l'art et les médias. Frankfurt a.M. 2010. S. 129.

[10]Ebd. S. 127.

[11]Cornette. Joel: Vom Himmel zur Erde, in: Georges Duby (Hg.): Geschichte der Frauen im Bild, Frankfurt a.M. 1995. S. 113.

[12]Ebd.

[13]Schmeller, Johanna: Was der Sex zum Hexenwahn beitrug. https://www.welt.de/geschichte/article865923/Was-der-Sex-zum-Hexenwahn-beitrug.html (abgerufen am 26.03.2018).

[14]Hinz, Berthold: Hans Baldung Grien (1485-1545) oder: Der Versuch, Baldungs Hexenbilder verständlich zu machen. https://www.historicum.net/themen/hexenforschung/lexikon/alphabetisch/a-g/artikel/hans-baldung-gr/ (abgerufen am 26.03.2018).

[15]Higonnet, Anne: Schöpfer und Geschöpf, in: Georges Duby (Hg.): Geschichte der Frauen im Bild, Frankfurt a.M. 1995. S. 148.

[16]Von Bormann, Beatrice: Der Künstler als Kuppler. Goyas nackte und bekleidete Maya. http://www.deutschlandfunk.de/der-kuenstler-als-kuppler.700.de.html?dram:article_id=79470 (abgerufen am 26.03.2018).

[17]Tafazoli, Hamid: Odalisken und Liebessklavinnen. Der männliche Blick auf Frauen in textueller Kulturvermittlung, in: John Wiley & Sons Ltd (Hg.): Orbis Litterarum, Band 69, Ausgabe 5, S. 355-389. https://doi.org/10.1111/oli.12038 (abgerufen am 26.03.2018).

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Frauengeschichte in Bildern. Frauen als Objekt der Begierde und Verehrung
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
38
Katalognummer
V425015
ISBN (eBook)
9783668701229
ISBN (Buch)
9783668701236
Dateigröße
6738 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
frauengeschichte, bildern, frauen, objekt, begierde, verehrung
Arbeit zitieren
Jenny Wilken (Autor), 2018, Frauengeschichte in Bildern. Frauen als Objekt der Begierde und Verehrung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425015

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