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Der Wert in der marxistischen Ökonomie

Title: Der Wert in der marxistischen Ökonomie

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Einleitung

Wie in anderen philosophischen Systementwürfen sowie der Alltagssprache auch, hat der Begriff „Wert“ im Marxismus verschiedene Bedeutungen. In der folgenden Arbeit soll der ethische Wert nicht behandelt werden, sondern nur der Begriff des Werts im Sinne der politischen Ökonomie. Dabei steht die Lehre von Karl Marx im Mittelpunkt, ohne auf ihre Interpretationen durch marxistische Theoretiker einzugehen. Trotzkismus1, Stalinismus2, Maoismus, Kritische Theorie... haben ihre eigene Interpretation der Werttheorie – beispielsweise steht im Mittelpunkt der ökonomischen Analyse heutiger stalinistischer Parteien der tendenzielle Fall der Profitrate, der andernorts angeblich vernachlässigt wird.

Die marxistische Terminologie wird der Einfachheit halber hier unkommentiert übernommen, auch wenn sicherlich einige Begriffe die heutigen Verhältnisse nicht mehr angemessen widerspiegeln, z.B. der des Proletariats, gegen den sich schon die Philosophen der Frankfurter Schule wandten, indem sie meinten, dass wenn dieses überhaupt existiere, es zumindest keine Bedeutung mehr für die Veränderung der bestehenden Verhältnisse habe, da es nahezu perfekt in den kapitalistischen Verwertungsprozess integriert ist und diesen auch gegen Angriffe schützt. Dies kann zurückzuführen sein auf die von Marx so benannte „Arbeiteraristokratie“, nach der ein Unternehmen Extralöhne ausgibt, um eine Hierarchie im Betrieb aufzubauen, also eine Spaltung der Arbeiter zu provozieren.

Im folgenden wird zuerst skizziert, wie Ökonomen vor Marx über den Wert gedacht haben. Danach wird dargestellt, wie sich nach Marx der Wert bildet, was den Hauptteil der Arbeit ausmacht. In dem darauf folgenden Abschnitt wird gezeigt, dass die Überwindung des Wertes zur Errichtung einer freien Gesellschaft vorerst Utopie bleibt. Zum Schluss soll kurz angedacht werden, ob Kunst eine Ware ist und ob Künstler Werte produzieren.

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1 Einer der bedeutendsten marxistischen Ökonomen des 20. Jahrhunderts –Ernest Mandel- bezeichnete sich als Trotzkist.

2 Unter Stalinismus soll nicht verstanden werden eine politische Struktur im Sinne der Totalitarismustheorie, sondern eine Orientierung an der Politik der UdSSR bis zum XX. Parteitag der KpdSU.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorläufer der marxistischen Wertanalyse

3. Der Wert in der marxistischen Ökonomie

4. Die Aufhebung des Werts in der realpolitischen Praxis

5. Kunst als Ware

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des Werts innerhalb der marxistischen politischen Ökonomie, setzt diesen in den historischen Kontext ökonomischer Vorläufer und analysiert die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Werttheorie in der politischen Praxis sowie ihre Anwendung auf die Produktion von Kunstwerken.

  • Historische Entwicklung der Wertanalyse von Aristoteles bis Ricardo
  • Struktur und Funktion des Wertbegriffs im Marxismus
  • Die Dialektik von Mehrwert, konstantem und variablem Kapital
  • Reale Umsetzung und Grenzen der Wertaufhebung in sozialistischen Staaten
  • Die ökonomische Einordnung von Kunst als Ware

Auszug aus dem Buch

3. Der Wert in der marxistischen Ökonomie

Der Wert wird im Marxismus angesehen als Ausdruck der geleisteten gesellschaftlich- durchschnittlichen Arbeit für ein Produkt, das auf dem freien Markt zur Ware wird, und ist somit ein materielles gesellschaftliches Verhältnis, das es auch im Sozialismus noch geben wird, da der Sozialismus als Übergangsepoche Elemente von Kapitalismus und Kommunismus enthält. Der Wert wird im Sozialismus dann aber bewusst eingesetzt. Die Mystik des Wertgesetzes – Marx nannte dies den Warenfetischismus - entfällt. Im Kapitalismus ist das Wesen der Werte noch verdeckt. Da das Bewusstsein nach dem dialektischen Materialismus, der philosophischen Basis des Marxismus, vom Sein abhängig ist, kann als psychologische Folge dieser Mystifizierung genannt werden: Aus dem Unwissen über die Genese der Werte und den Charakter der Waren entsteht notwendigerweise ein falsches Bewusstsein, die bürgerliche Ideologie.

Im Kommunismus soll es dann keine Werte mehr geben. Einige Marxisten hofften schon in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts auf die sofortige Abschaffung der Werte in der Sowjetunion. Damit sollte auch das Geld als Warenäquivalent überflüssig werden. Ernst Bloch beispielsweise erhoffte sich die Abschaffung des Geldsystems durch die Oktoberrevolution.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Wertbegriffs innerhalb der politischen Ökonomie nach Karl Marx ein und grenzt das Thema von anderen philosophischen Interpretationen ab.

2. Vorläufer der marxistischen Wertanalyse: Dieses Kapitel skizziert die ökonomischen Theorien von Denkern wie Aristoteles, Malthus, Mill, Smith und Ricardo, auf deren Vorarbeiten Marx seine eigene Werttheorie aufbaute.

3. Der Wert in der marxistischen Ökonomie: Hier wird der marxistische Wertbegriff, der Warenfetischismus sowie die Unterscheidung zwischen Tausch- und Gebrauchswert und die Entstehung von Mehrwert detailliert erläutert.

4. Die Aufhebung des Werts in der realpolitischen Praxis: Dieses Kapitel diskutiert die Schwierigkeiten bei der Abschaffung der Wertverhältnisse in realsozialistischen Staaten und reflektiert die langfristige Perspektive auf den Kommunismus.

5. Kunst als Ware: Die Analyse untersucht, inwiefern Kunstwerke unter die marxistische Definition von Ware fallen und welche ökonomischen Besonderheiten bei der Produktion durch Künstler bestehen.

Schlüsselwörter

Marxismus, Werttheorie, politische Ökonomie, Mehrwert, Gebrauchswert, Tauschwert, Warenfetischismus, Kapital, Proletariat, gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit, Sozialismus, Kommunismus, Dialektik, Ökonomie, Kunstproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wertbegriff aus marxistischer Perspektive und untersucht dessen Bedeutung, theoretische Herleitung sowie die Schwierigkeiten seiner praktischen Umsetzung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Werttheorie, der marxistischen Analyse des Werts, der Rolle des Kapitals und der ökonomischen Stellung von Kunstwerken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Wert in der marxistischen Ökonomie entsteht, wie das Wertgesetz funktioniert und warum dessen Überwindung in der politischen Praxis bisher eine Herausforderung bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, basierend auf der kritischen Auseinandersetzung mit den Schriften von Karl Marx sowie relevanten ökonomischen Vorläufern und Interpreten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der marxistische Wertbegriff, die Funktion des Wertgesetzes, die Unterscheidung zwischen konstantem und variablem Kapital sowie die Anwendung dieser Theorien auf den Bereich der Kunst betrachtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Marxismus, Werttheorie, Mehrwert, Warenfetischismus und Kapital definieren.

Wie unterscheidet Marx zwischen konkreter und abstrakter Arbeit?

Marx identifiziert einen Doppelcharakter: Konkrete Arbeit produziert Warenwerte im physiologischen Sinne, während abstrakte, zweckbestimmte Arbeit die Gebrauchswerte hervorbringt.

Warum bleibt die Überwindung des Wertes in der Praxis schwierig?

Laut der Arbeit erfordert die Abschaffung des Wertes die vollständige Beseitigung des Marktes und eine selbstbestimmte Produktion, was bisher in sozialistischen Systemen aufgrund von Übergangsphasen und dem Fortbestehen von Warenbeziehungen nicht vollständig realisiert werden konnte.

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Details

Title
Der Wert in der marxistischen Ökonomie
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Course
Theorien des Werts
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V42515
ISBN (eBook)
9783638405294
Language
German
Tags
Wert Theorien Werts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2003, Der Wert in der marxistischen Ökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42515
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