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Genuszuweisung im Deutschen. Heißt es nun der, die oder das?

Titel: Genuszuweisung im Deutschen. Heißt es nun der, die oder das?

Seminararbeit , 2016 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anja Elfert (Autor:in)

Lernmaterialien - Deutsch
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Viele Menschen tun sich noch immer schwer mit der Wahl des richtigen grammatischen Geschlechts. Heißt es nun der, die oder das?
Diese Frage ist nicht immer ganz einfach zu beantworten, da es keine allgemein festgelegten Regeln zur Genuszuweisung gibt. Bei einigen Substantiven erscheint die Herkunft des Genus nicht direkt ersichtlich, in vielen Fällen lässt es sich aber anhand einiger Kriterien erklären.
Mit diesen Kriterien soll sich diese Arbeit befassen, um einen Überblick über die Möglichkeiten der Bestimmung des Genus zu geben. Die verschiedenen Arten von Kriterien und dessen Aussagekraft sollen vorgestellt und erläutert werden.
Die Recherche stützt sich auf verschiedenste Literatur sowohl aus aktuellen als auch aus längst vergangenen Jahrzehnten, um ein möglichst umfangreiches Wissen über die verschiedenen Methoden zu erlangen.
Zu Beginn der Arbeit soll zunächst ein grober Überblick über die betroffene Wortart, das Substantiv, gegeben werden, um die grammatische Einordnung des Substantivs genauer zu bestimmen. Darauf aufbauend wird dann eine Unterscheidung zwischen natürlichem Geschlecht, auch als Sexus bekannt, und grammatischem Geschlecht, dem Genus, getroffen, da diese fälschlicherweise häufig miteinander gleichgesetzt werden. Dabei sollen eventuelle Zusammenhänge, aber auch Unterscheidungen der beiden Geschlechterarten festgestellt werden. Im Anschluss sollen dann die semantischen und formalen Kriterien der Genuszuweisung genauer erklärt und mit Beispielen belegt werden. Darauffolgend beschäftigt sich die Arbeit dann mit den Substantiven, die ein doppeltes Genus aufweisen. Zu guter Letzt sollen anhand des Beispiels Nutella, bei dem das Genus nicht immer ganz klar ist, noch einmal alle vorgestellten Prinzipien angewendet und so dem Leser nähergebracht werden.
Unbeachtet bleibt in dieser Arbeit die Untersuchung des grammatischen Geschlechts von Fremdwörtern, da dies einen weiteren sehr komplexen Themenbereich der Genusbestimmung darstellt, dem eine Arbeit in diesem Umfang nicht gerecht werden könnte. Außerdem konzentriert sich diese Arbeit lediglich auf die Genusbestimmung im Deutschen, weshalb auf einen Vergleich mit anderen europäischen Sprachen bewusst verzichtet wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Substantive

3 Regeln der Genuszuweisung im Deutschen

3.1 Natürliches Geschlecht

3.2 Grammatisches Geschlecht

3.2.1 Formale Kriterien

3.2.1.1 Morphologische Kriterien

3.2.1.1.1 Komposition

3.2.1.1.2 Derivation

3.2.1.1.3 Konversion

3.2.1.1.4 Kürzung

3.2.1.2 Lautliche Kriterien

3.2.2 Semantische Kriterien

3.2.2.1 Maskulinum

3.2.2.2 Femininum

3.2.2.3 Neutrum

3.3 Doppeltes Genus

3.3.1 Substantive mit gleicher Bedeutung

3.3.2 Substantive mit unterschiedlicher Bedeutung

4 Der/die/das Nutella

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Regeln und Kriterien der Genuszuweisung im Deutschen, um aufzuzeigen, wie Substantiven ihr grammatisches Geschlecht zugewiesen wird und warum dies für Lernende oft eine Herausforderung darstellt.

  • Differenzierung zwischen natürlichem und grammatischem Geschlecht
  • Analyse formaler Kriterien (morphologisch und lautlich)
  • Untersuchung semantischer Kriterien und des Leitwortprinzips
  • Betrachtung von Substantiven mit doppeltem Genus
  • Anwendung der theoretischen Prinzipien am Fallbeispiel "Nutella"

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1.1 Komposition

Unter einer Komposition versteht man in der Sprachwissenschaft "das Zusammensetzen eines Wortes aus mehreren freien Morphemen (als Art oder Vorgang der Wortbildung)" (Dudenredaktion (Hrsg.) 2007, S. 546).

Nach der allgemeinen Regel gilt also, dass das letzte Wort des Kompositums das Genus bestimmt (vgl. Gallmann 2009, S. 163). Am Beispiel des Küchentisches kann dies ganz einfach verdeutlicht werden. Das Wort Küchentisch ist ein Kompositum aus den beiden Substantiven Küche und Tisch. Das Wort Küche hat ein feminines Genus und das Wort Tisch ein maskulines. Da das Wort Tisch der letzte Bestandteil des Kompositums ist, bestimmt es das Genus des gesamten zusammengesetzten Wortes. Somit ist das Wort Küchentisch zum maskulinen Genus zu zählen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Schwierigkeiten bei der Genuszuweisung im Deutschen und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise vor.

2 Substantive: Dieses Kapitel definiert Substantive als flektierbare Wortart mit festem Genus und erklärt deren grammatische Einordnung.

3 Regeln der Genuszuweisung im Deutschen: Dieses Kapitel bildet das theoretische Herzstück und kategorisiert die Bestimmung des Genus nach natürlichen, formalen (morphologischen und lautlichen) sowie semantischen Kriterien.

4 Der/die/das Nutella: Dieses Kapitel wendet die zuvor erarbeiteten theoretischen Prinzipien auf das bekannte Zweifelsbeispiel "Nutella" an, um zu prüfen, ob sich dessen Genus begründen lässt.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Genuszuweisungen im Deutschen stark ausnahmelastig sind und oft eher dem Auswendiglernen unterliegen als strikten Regeln.

Schlüsselwörter

Genus, Substantiv, Genuszuweisung, Maskulinum, Femininum, Neutrum, Natürliches Geschlecht, Grammatisches Geschlecht, Komposition, Derivation, Konversion, Leitwortprinzip, Nutella, Sprachwissenschaft, Flexion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Regeln und Kriterien, die im deutschen Sprachsystem für die Zuweisung des grammatischen Geschlechts (Genus) bei Substantiven maßgeblich sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Unterscheidung von natürlichem und grammatischem Geschlecht, morphologische und lautliche Regeln, semantische Kategorisierungen sowie den Umgang mit Substantiven, die mehr als ein Genus aufweisen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen Überblick über die Möglichkeiten der Genusbestimmung zu geben und zu prüfen, inwieweit sich das Genus bei verschiedenen Substantivgruppen systematisch erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse von grammatischen Regelwerken sowie sprachwissenschaftlichen Phänomenen, illustriert durch gezielte Beispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Substantivs, die Differenzierung von Sexus und Genus sowie die detaillierte Darstellung formaler und semantischer Bestimmungskriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Genuszuweisung, Morphologie, Leitwortprinzip, Maskulinum, Femininum, Neutrum und grammatische Kategorien geprägt.

Warum ist die Bestimmung des Genus laut der Arbeit so schwierig?

Es gibt im Deutschen keine universell geltenden Regeln, da das System durch eine Vielzahl von Ausnahmen und historische Entwicklungen geprägt ist, die eine reine Systematisierung erschweren.

Was zeigt die Analyse am Beispiel "Nutella"?

Die Analyse verdeutlicht, dass selbst bei modernen Markennamen die theoretischen Prinzipien wie das Leitwortprinzip oder morphologische Suffixanalysen oft zu keinem eindeutigen Ergebnis führen, was die Vielschichtigkeit des Genus-Problems unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Genuszuweisung im Deutschen. Heißt es nun der, die oder das?
Hochschule
Universität Vechta; früher Hochschule Vechta
Note
2,0
Autor
Anja Elfert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V425589
ISBN (eBook)
9783668703568
ISBN (Buch)
9783668703575
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Genuszuweisung Grammatik Wortarten Deutsch Germanistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Elfert (Autor:in), 2016, Genuszuweisung im Deutschen. Heißt es nun der, die oder das?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425589
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Leseprobe aus  21  Seiten
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