Religionskritik bei Feuerbach, Marx und Freud

"Homo homini deus est". Der Mensch ist dem Menschen Gott


Hausarbeit, 2018

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Exkurs: Über den Begriff der Religion

2. Ludwig Feuerbach
2.1 Feuerbach: Grundlegendes zur Religionskritik
2.2 Feuerbach: über die Entstehung und das Wesen der Religion
2.3 Feuerbach: Zur Funktion der Religion - über die ״Projektion“
2.4 Feuerbach: Quo vadis? - Zielsetzung der Religionskritik Feuerbachs

3. Karl Marx - Kritik an Feuerbach

4. Sigmund Freud
4.1 Freud: Grundlagen der Psychoanalyse
4.2 Freud: Zur Funktion der Religion - über die Illusion
4.3 Freud: Quo vadis? - Zielsetzung der Religionskritik Sigmund Freuds

5. Schlussbetrachtung - Was bleibt?

Literaturverzeichnis

Einleitung

״Für Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.“1

Der Gedanke, die Welt als nicht von Gott eingerichtet zu betrachten, ist historisch noch relativ jung. Die Religion, als das erste ״Aufblitzen“ menschlicher Vernunft um das Sein und das den Menschen Umgebende zu erklären, prägte über Jahrtausende das menschliche Zusammenleben. Der Fall alter und der Aufstieg neuer Götter, lag in ihrer geschichtlichen Dynamik. In ihren Grundfesten erschüt­tert wurde die Religion über die Jahrtausende hinweg aber nicht. Erst mit dem Einsetzen der Auf­klärung die sich zum Ziel setzte, den Menschen als seinen eigenen Herren einzusetzen, begann die Skepsis gegenüber dem Transzendenten, in welcher Form es auch immer auftrat, sich radikaler zu artikulieren. Die Kritik der Religion entwickelte sich dabei von anfänglichen Reformversuchen in­nerhalb der religiösen Gemeinschaft und des Staates, über die Degradierung des Menschen vom ״göttlichen Geschöpf‘ zu einer Laune der Natur (Darwin), von der These, Religion sei letztlich nur falsche Projektion (Feuerbach) bis hin zur Annahme, dass Religion als ״Opium des Volkes“ (Marx) fungiert und als solches verworfen und abgeschafft gehört. Spätestens mit Friedrich Nietzsche Stand gegen Ende des 19. Jahrhunderts endgültig fest: ״Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn ge- tötet!“2

Ist Religion dementsprechend nur Produkt einer menschlichen Laune? Hat sie eine Funktion und wenn ja welche? Und vor allen Dingen: Was ist Religion? Sowohl Feuerbach/Marx3 als auch Freud lieferten Antworten auf diese Fragen die im Verlauf der Arbeit skizziert und dargestellt werden sol­len. Sie alle teilten die Annahme, dass Religion ausschließlich durch nicht-religiöse Faktoren be­stimmt ist, Religion also ein rein menschliches Produkt ist und somit vollständig und ohne die Zu­hilfenahme einer Selbstreferenz der Religion, d.h. ohne Theologie oder Ähnliches, erklärt werden kann. Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht also darin, die Religionskritik der oben genannten Kri­tiker zu rekonstruieren und jene zentrale Argumentation nach zu zeichnen, die zu dem Schluss füh­ren, dass Religion eine reine ״Erfindung“ des Menschen und damit ein Produkt seiner Psyche sei um so letztlich die These zu belegen, dass sich alle behandelten Autoren an bestimmten Punkten ih­rer Religionskritik treffen.

Die einzelnen Kapitel werden aufeinander aufbauen und die Arbeit grundsätzliche in zwei Haupttei­le gegliedert werden: In einen ersten Teil, der die Positionen Feuerbachs und Marx behandelt und in einen zweiten, der sich der Religionskritik Freuds widmen wird. In einem letzten Kapitel werden beide Positionen nach Möglichkeit zusammengeführt und verglichen, um so Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und schließlich auf die Ausgangsthese einzugehen. Dem Hauptteil vorweg gestellt wird ein Exkurs zu den gängigen wissenschaftlichen Definitionen der Religion, mit dem Ziel, die behandelten Autoren nach Möglichkeit religionswissenschaftlich einordnen zu kön­nen.

1. Exkurs: Über den Begriff der Religion

Das 19. und frühe 20. Jahrhundert, also die primäre Schaffensphase der in der Arbeit behandelten Autoren, brachte eine Vielzahl an Religionsdefinitionen hervor. James H. Leuba, der als Pionier der Religionspsychologie gilt, hielt auf der Suche nach einem universalen Religionsbegriff in seinem Werk ״The Psychological Origin and Nature of Religion“ (London 1921) nicht weniger als 48 Defi­nitionen fest, die er anschließend allesamt verwarf. Diese Fülle an verschiedenen Definitionen von der Anthropologie, über die Philosophie bis hin zur Psychologie des 19. und 20. Jahrhunderts wur­den inzwischen in der neueren Religionswissenschaft durch zwei Oberbegriffe ״abgelöst“, respekti­ve können einem der folgenden Oberbegriffe untergeordnet werden, wobei auch diese nicht über die Unschärfe der Definition dessen, was Religion denn eigentlich sei, hinwegtäuschen können:

I. Substanzialistischer/Essenzialistischer Religionsbegriff

Der substanzialistische Religionsbegriff geht in seinem Kern von einem (gemeinsamen) Wesen der Religion aus, das sich durch die jeweiligen inhaltlichen Merkmale von Religionen erfassen lässt. Demnach ist Religion ein Phänomen, ״ das das Heilige, das Transzendente, das Absolute, das Numi- nose oder das Allumfassende zum Wesen hat“.4 Dargestellt werden kann der substanzialistische Re­ligionsbegriff u.a. mit der vom evangelischen Theologen Gustav Mensching (1959) stammenden Beschreibung ״Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen“.5 Der substanzialistische Religionsbegriff geht dabei von einer apriorischen Existenz des Transzendenten aus, die zur Religion und deren Auslegung durch den Menschen führt. Ein Forschungsfeld, das sich explizit der substanzialistischen Definition be­dient, ist die Religionsphänomenologie. Hinsichtlich des substanzialistischen Religionsbegriff wur­de immer wieder die Kritik angebracht, dass nicht alle ״Religionen“ so etwas wie Gott oder ein übernatürliches Wesen zum Gegenstand haben (Buddhismus)6 und dass der essenzialistische Begriff die Gegenstandsdefinition dessen, was definiert werden soll, als Inhalt übernimmt (d.h. die Innen- perspektíve einer Religion).

II Funktionalistischer Religionsbegriff

Der aus den Kulturwissenschaften stammende funktionalistische Religionsbegriff definiert Religion zunächst über dessen soziale Funktion und sieht diese in Wechselwirkung von Individuum und Ge- Seilschaft. Typisch für den funktionalistischen Begriff ist ein Verständnis der Religion als Mittel der Angst- oder Kontingenzbewältigung, als ein weltanschauliches Phänomen zur Deutung von (Le- bens)-Erfahrung, Natur, Leid und Tod, sowie als ein gemeinschaftsbildendes Mittel (Feste, Bräuche, Liturgie). Dementsprechend besitzt der funktionalistische- im Gegensatz zum substanzialistischen Religionsbegriff eine sehr große Reichweite und kann, hier liegt wiederum die Kritik an diesem, auch auf andere gesellschaftliche Phänomene und Teilbereiche angewandt werden.

Im Verlauf der Arbeit wird ersichtlich werden, dass auch wenn die oben skizzierten Definitionen zu Lebzeiten der hier behandelten Autoren nicht gebräuchlich waren, sowohl Freud als auch Feuer­bach/Marx in ihren Religionstheorien primär einen funktionalistischen Begriff von Religion ver­wenden und sie die Religion als einen Verblendungszusammenhang7 betrachten, welchem eine indi­viduelle, soziale und gesellschaftliche Funktion zu kommt, die jedoch keineswegs positiv ist. Dementsprechend wird Religion als solche von den Autoren nicht affirmiert, sondern von Freud und Marx als eine ״Illusion/Neurose“ und teils als Ideologie begriffen, die es abzuschaffen gilt, während Feuerbach zumindest eine partikulare Zurückweisung der Religion, nur unter der Beibehaltung eini­ger ״sinnvoller“ Elemente der Theologie, fordert.

2. Ludwig Feuerbach

2.1 Feuerbach: Grundlegendes zur Religionskritik

Die Religionskritik Feuerbachs ist, ganz allgemein gesprochen, als der Versuch zu betrachten die Religion selbst auf ihre menschlichen Ursprünge zurückzuführen; das Transzendente (übernatürli­che) also zurück in das Weltliche (Natürliche) zu bringen. In seiner religionskritischen Hauptschrift - das ״Wesen des Christenthums“ (erste Fassung 1841, letzte Fassung 1848) - setzt sich Feuerbach zum Ziel aufzuzeigen, ״daß die Religion das scheinbare, oberflächliche Wesen der Natur und Menschheit für ihr wahres, inneres Wesen nimmt und daher das wahre, esoterische Wesen als ein anderes, als ein besonderes Wesen vorstellt, [...]“.8 Anders als aber etwa für Marx und Freud, dies wird im Verlaufe dieser Arbeit noch ersichtlich werden, sieht Feuerbach in der Religion nicht aus­schließlich das größte aller Übel oder den Massenwahn, sondern findet in der Theologie Elemente wieder, die es in die Anthropologie zurückzuführen gilt und die als solche auch zu bewahren sind. So schreibt er in der Vorrede zur zweiten Fassung von ״Das Wesen den Christenthums“:

״der Vorwurf, dass nach meiner Schrift die Religion Unsinn, Nichts, pure Illusion sei, [...] nur dann Grund [hätte], wenn ihr zufolge auch das, worauf ich die Religion zurückführe, was ich als ihren wahren Gegenstand und Inhalt nachweise, der Mensch, die Anthropologie Unsinn, Nichts, pure Illusion wäre.“9

Die Kemthese Feuerbachs lautet indes, dass die Gottesvorstellung auf eine unbewusste Vorstellung des Menschen zurückgeht, die er in ״Das Wesen des Christenthums“ (1841), ״Das Wesen der Reli­gion“ (1846) und einigen weiterführenden Vorlesungen10 als das bestimmt, was heute allgemein hin als ״Projektion“ bezeichnet wird. Während Feuerbach jedoch in ״Das Wesen des Christenthums“ noch behauptet, diese ״Projektion“ sei bloß eine unbewusste Vorstellung des Menschen über sich selbst, und eine an G.F.W. Hegel angelegte Bewusstseinstheorie als Fundament gebraucht, koni- giert er diese Sichtweise in ״Das Wesen der Religion“ dahingehend, als dass er Gott nunmehr als menschliche Abstraktion der Natur begreift. Auch in seinem Geschichtsverständnis blieb er sein Le­ben lang Hegel treu. Die gesamte Weltgeschichte ereignet sich auch bei Feuerbach im großen dia­lektischen Dreischritt von These-Antithese-Synthese. Zu Beginn steht die ״Unterwerfung“ des Menschen durch die Natur, als totales Abhängigkeitsverhältnis (These), dann die Entstehung der Religion als der Versuch der Menschen sich die Natur untertan zu machen (Antithese) und letztlich das Projekt der Synthese, dem sich auch Feuerbach verpflichtet sieht, aus ״Gottesfreunden“ wieder ״Menschenfreunde“ zu machen und die Theologie, unter Beibehaltung ihrer positiven Elemente, auf die Anthropologie zurückzuführen, um so die tiefe Kluft zwischen Mensch und Gott, zwischen Diesseits und Jenseits zu schließen:

״Wie Gott nichts anderes ist als daß Wesen des Menschen, gereinigt von dem, was dem menschlichen Individuum , sei es nun im Gefühl oder Denken als Schranke, als Übel erscheint: So ist das Jenseits nichts anderes als das Diesseits, befreit von Dem was als Schranke, als Übel erscheint. So bestimmt und deutlich die Schranke als Schranke, das Übel als Übel von dem In­dividuum gewußt wird, ebenso bestimmt und deutlich wird von ihm das Jenseits, wo diese Schranken wegfallen, gewußt.“11

2.2 Feuerbach: über die Entstehung und das Wesen der Religion

Grundsätzlich erklärt Feuerbach die Entstehung der Religion über zwei theoretische Zugänge: 1. über die sog. genetisch-kritische Erklärung und 2. über seine Theorie des Abhängigkeitsgefühl. Ers- tere ist vor allen Dingen in ״Das Wesen des Christenthums“ zu finden und wird dann durch letztere in ״Das Wesen der Religion“ ergänzt.

In der Einleitung zu ״Das Wesen des Christenthums“ benennt Feuerbach den zentralen Unterschied zwischen Mensch und Tier als den ausschlaggebenden Faktor für die Entstehung der Religion und stellt mit seiner genetisch-kritischen Erklärung12 einen ersten Ansatz zur Erklärung der Genese der ersten ״Gottesvorstellung“ vor. Während der Mensch sich selber Gegenstand ist, sich also reflektiv zu sich verhält, hat das Tier diese Fähigkeit nicht. Das Tier ist laut Feuerbach zwar zum Selbstge­fühl fähig, besitzt aber anders als der Mensch kein Bewusstsein und ist sich nicht selber Gegen­stand. Während das Tier also nur eine äußere Natur besitzt, die ohne Reflexion auskommt, besitzt der Mensch sowohl eine äußere als auch innere Natur.13 Dieses Reflexion auf sich selbst, die aus­schließlich dem Menschen zu eigen ist, ist die Voraussetzung für jede Gottesvorstellung. Damit stellt Feuerbach das Bewusstsein des Menschen über ihn selbst bzw. über die Gattung Mensch, als eigentlichen Inhalt der Religion fest (״Das Bewußtsein Gottes ist das Selbstbewußtsein des Men­sehen, die Erkenntnis Gottes die Selbsterkenntnis des Menschen.“14 ). Das Wesen des Menschen ist durch dieses Bewusstsein, welches ein Bewusstsein über das Unendliche (Vernunft, Wille und Lie­be) ist15, bestimmt und offenbart gleichzeitig die ״Wahrheit“ und die ״Unwahrheit“ der Religion. Einerseits liegt der Religion die elementare Wahrheit inne, dass der Mensch sich zu seinem (unend- lichen) Wesen verhält; somit markiert die Religion, wenn auch verschlüsselt, das eigentliche Wesen des Menschen. Andererseits hegt in der Religion auch jene Unwahrheit, die sich letztlich in der Entzweiung des Menschen äußert: Der Mensch macht sein eigenes, unendliches Wesen zu einem Selbständigen (Gott) und glaubt es sei verschieden von ihm.

Jedoch ist dem Menschen nicht bewusst, dass eben diese Gottesvorstellung letztlich auf ihn selbst zurückfällt - und gerade dies macht das ״merkwürdige“ Wesen der Religion aus: die unbewusste Entäußerung des menschlichen Wesens.

In ״Das Wesen der Religion“ erweitert er diesen Gedanken um das ״Abhängigkeitsverhältnis“ in dem der Mensch zur Natur steht und in welchem sich die Religion laut Feuerbach manifestiert:

״Das Abhängigkeitsgefühl des Menschen ist der Grund der Religion; der Gegenstand dieses Abhängigkeitsgefühls, das, wovon der Mensch abhängig ist und abhängig sich fühlt, ist aber ur­sprünglich nichts anderes, als die Natur. Die Natur ist der erste, ursprüngliche Gegenstand der Religion, wie die Geschichte aller Religionen und Völker sattsam beweist.“16

Feuerbach setzt nun das ״Wesen des Menschen“ nicht mehr als Prämisse voraus, sondern sieht die­ses auf Ebene der Natur verankert. In der Natur selbst hegt der Grund und die Ursache für den Men­sehen. Laut Feuerbach verehrt der Mensch, der selber Natur ist, letztlich nichts anderes als sein ei­genes Wesen , indem er die Welt um sich herum ״beseelt“. Nur durch den Menschen wird Natur zu etwas persönlichem, zu etwas ״bewusstem“. Der Mensch spürt seine Abhängigkeit von der Natur (Luft, Wasser, Nahrung) und erhebt diese Dependenz zum Bewusstsein. Seinen Zenit findet dieses Abhängigkeitsverhältnis im ״Naturereignis“ des Todes, denn auf diesen hat der Mensch weder Ein­fluss noch kann er ihn ״fassen“ . Die Religion ist also nichts anderes als ein vermeintlicher Akt der Befreiung aus den Fängen der Natur und wird zum Mittel gegen diese Abhängigkeit.

Aus dieser Abhängigkeit entstand eine ״Urreligion“, welche er als ״Naturreligion“ umschreibt. Die­se frühe Form der Religion wird dann durch den Polytheismus, der die ״Naturbewältigung“ über die Kreation einer Vielzahl, sich aber im Wesen ähnlicher Götter, vollzieht, abgelöst. Letztlich ent­steht der Monotheismus, der die Kräfte der Natur in nur einem einzigen Gott bündelt.

Die Grundpfeiler der feuerbachschen Religionstheorie können demnach auf die Kurzformel ״Natur + Mensch “ heruntergebrochen werden. Religion als auch Theologie lassen sich, so Feuerbach, auf die Anthropologie (und Physiologie) zurückführen. In einer seiner Vorlesungen über das Wesen der

[...]


1 Marx, Karl, Engels, Friedrich: MEW. Bd. I. Berlin. 1978. s. 378.

2 Nietzsche, Friedrich: Werke in drei Bänden. München 1954. Band 2. s. 126.

3 Anm. d. A: Aufgrund der Tatsache, dass sich Karl Marx in einem Großteil seiner Überlegungen zur Religion auf Feuerbach stützt bzw. seine Annahmen teilt und übernimmt, wird im Verlauf der Arbeit häufiger von ״Feuerbach/Marx“, nicht als Einheit, aber als Zusammenhang die Rede sein. Marx betrachtete seine Religionskritik als eine explizite Weiterentwicklung der Feuerbachs - und kann dementsprechend nur mit dieser zusammen gedacht werden.

4 Kosick, Ingo: Die Definition von Religion. Unter: http://www.religion-ethik.de/religion/definition-was-ist- religion.html (Abgemfen: 16.02.2018).

5 Mensching, Gustav: Die Religion. Erscheinungsformen, Strukturtypen und Lebensgesetze. München 1959. S.18.

6 Anm. d. A.: Mit Blick auf den Buddhismus wird daher häufig nicht mehr von Gott O.Ä gesprochen, sondem von einem Fokus der Religion auf etwas abstrakt Heiliges.

7 Anm. d. A.: Im Verlauf der Arbeit wird ersichüich werden, dass sich sowohl Freud als auch Feuerbach/Marx, trotz unterschiedlicher Herangehensweisen, in der Projektionsthese treffen - die in erster Linie als ein gesamtgesellschaftlicher Verblendungszusammenhang betrachtet wird.

8 Feuerbach, Ludwig: Das Wesen des Christenthums. Berlin 2013. S.16.

9 Ebd.

10 Anm. d. A.: Zu nennen wäre an dieser Stelle vor allen Dingen die Vorlesung ״über das Wesen der Religion“ aus dem Jahr 1849.

11 Feuerbach, Ludwig: Das Wesen des Christenthums. Berlin 2013. S.180L

12 Anm. d. A.: Gleichzeitig ist die genetisch-kritische Erklärung Feuerbachs als fundamentale Kritik an Hegel zu lesen. Diesem wirft Feuerbach einen mangelnden Bezug seiner Theorie auf die sinnliche(-lebensweltliche) Erfahrung vor; Hegel beging den Fehler, so Feuerbach, den theologischen Kern seines Systems seiner Philosophie vorauszusetzen und ihn als Wahrheitsbegriff voranzustellen ohne diesen erst zu entwickeln. Dieser Umstand würde es, laut Feuerbach, unmöglich machen die Theologie aufzulösen bzw. in Anthropologie zurückzuführen. Eine ähnliche Kritik wird heute häufig am substanzialistischen Religionsbegriff geübt, der den Inhalt dessen was definiert werden soll (Religion) übernimmt und voraussetzt.

13 Vgl. Feuerbach, Ludwig: Das Wesen des Christenthums. Berlin 2013. S.24.

14 Ebd. S.34.

15 Ebd. S.24.

16 Feuerbach, Ludwig: Das Wesen des Religion. Leipzig 1849. S.4.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Religionskritik bei Feuerbach, Marx und Freud
Untertitel
"Homo homini deus est". Der Mensch ist dem Menschen Gott
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Jüdische Studien)
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V425830
ISBN (eBook)
9783668710993
ISBN (Buch)
9783668711006
Dateigröße
620 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Freud, Feuerbach, Marx, Aufklärung, Religion, Religionskrititk
Arbeit zitieren
Christian Schwinge (Autor:in), 2018, Religionskritik bei Feuerbach, Marx und Freud, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425830

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