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Noch veganer? Sollte unsere Gesellschaft einen veganen Lebensstil anstreben?

Titel: Noch veganer? Sollte unsere Gesellschaft einen veganen Lebensstil anstreben?

Essay , 2016 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna Höltzer (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Gegenwart
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Essay verfolgt das Ziel, zu diskutieren, ob eine vegan lebende Gesellschaft erstrebenswert ist. Um im Rahmen dieser Arbeit ausführlich auf die Argumente einzugehen zu können, sollen im Folgenden nur Gründe vorgebracht werden, die gegen einen veganen Lebensstil sprechen.

Hip, moralisch, gesund: Vegan zu leben bedeutet schon lange nicht mehr, sich zu rechtfertigen oder zu verstecken. War Veganismus vor ein paar Jahren für die meisten Deutschen noch ein Fremdwort, haben wohl heutzutage die meisten schon einmal vegan gegessen. Im Supermarkt kann man als vegan gekennzeichnete Produkte kaufen, vegane Restaurants gibt es nun an fast jeder Ecke. Der vermeintlich gesündere (?) Lebensstil ist – überspitzt ausgedrückt - zu einer Lebenseinstellung einer ganzen Generation geworden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Essay untersucht kritisch die Frage, ob ein veganer Lebensstil für die gesamte Gesellschaft ein erstrebenswertes Ziel darstellt. Dabei steht nicht die Befürwortung, sondern die systematische Erörterung von Gegenargumenten im Vordergrund, um die praktische Umsetzbarkeit sowie ethische und ökonomische Herausforderungen einer veganen Lebensweise zu beleuchten.

  • Begriffsdefinition und Abgrenzung von Vegetarismus
  • Sozialisationsprozesse und Gewohnheitsverhalten
  • Ökonomische und infrastrukturelle Hürden
  • Gesundheitsaspekte und Nährstoffversorgung
  • Philosophische und ethische Dilemmata des Tierschutzes

Auszug aus dem Buch

2. Hauptteil

Um die Vor-und Nachteile von einem veganen Lebensstil wissenschaftlich erörtern zu können, muss zuerst einmal geklärt werden, was unter Veganismus zu verstehen ist. Denn schon bei der Begriffsdefinition ist die Mehrheit der Menschen falsch informiert. Oft wird geglaubt, dass die vegane Lebensart den begrifflichen Ursprung im Vegetarismus hat. Im Volksmund ist vegan eine konsequentere Form des Vegetarismus- so denken viele, kommt der Begriff Veganismus von Vegetarismus. Allerdings unterscheiden sich die beiden Begriffe (und auch Lebensstile) ganz deutlich voneinander. So kann Vegetarismus aus dem Lateinischen von „Vegetus“ abgeleitet werden, was so viel heißt wie frisch, lebendig. „Lebendig“ bezieht sich beim Vegetarismus auf die Einstellung, dass Tiere leben sollen. Vegetarier verzichten demnach auf Fleisch, um das Leben des Tieres zu erhalten. Veganismus hingegen leitet sich aus dem englischen Wort vegetable (Gemüse) ab, was die Hauptnahrungsquelle vegan lebender Personen bezeichnet und demnach hat der Veganismus im Vergleich zum Vegetarismus nichts mit Lebendigem zu tun. Denn Vegan lehnt jegliche Involvierung tierischer Produkte ab, sodass auch auf Eier oder Milchprodukte verzichtet wird (vgl. Clements 2008: 11).

Nachdem nun die Begrifflichkeiten geklärt sind, kann sich nun der Erörterung gewidmet werden. Am Anfang dieser Diskussion steht für viele Menschen oft die Frage der Effizienz. Das Individuum muss abwägen zwischen den Kosten1 und den Nutzen der jeweiligen Lebensweisen. Umgangssprachlich wird gesagt, der Mensch sei ein „Gewohnheitstier“, was so viel bedeutet wie, dass der Mensch Veränderungen scheut. Die meisten Lebensgewohnheiten und Eigenschaften einer Person sind stark geprägt durch die Sozialisation in der Kindheit (vgl. Zimmermann 2013: 13). Die Mehrheit der Deutschen sind mit Fleisch und tierischen Produkten auf dem Speiseplan aufgewachsen; vegan sozialisierte Personen sollten eher eine Seltenheit darstellen2. Diesen Prozess der „Fleisch-Sozialisation3“ hat sicherlich die Mehrheit der deutschen Gesellschaft so oder ähnlich erlebt. Der Verzehr von Salami, das Benutzten von Seife, auf Tierbasis produzierte Medikamente gehören für den Großteil der Deutschen zum Leben dazu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Veganismus ein, beleuchtet dessen gesellschaftliche Relevanz im 21. Jahrhundert und definiert die Zielsetzung des Essays, Argumente gegen einen veganen Lebensstil zu diskutieren.

2. Hauptteil: Der Hauptteil klärt zunächst die Begrifflichkeiten und analysiert anschließend kritisch verschiedene Argumente gegen eine vegane Ernährung, unter anderem Aspekte wie Gewohnheit, Kosten, Gesundheit, Moral und natürliche Lebenszyklen.

3. Fazit: Das Fazit fasst die vorangegangene Erörterung zusammen und stellt fest, dass der veganen Lebensweise sowohl praktische als auch philosophische Hindernisse entgegenstehen, während es gleichzeitig für einen bewussteren Konsum tierischer Produkte plädiert.

Schlüsselwörter

Veganismus, Vegetarismus, Fleischkonsum, Ernährung, Tierethik, Sozialisation, Lebensstil, Nachhaltigkeit, Gesundheit, Nahrungsmittel, Konsum, Agrarwirtschaft, Ökonomie, Ressourcenverbrauch, Lebensweise

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung und Erörterung der Argumente gegen einen gesellschaftlichen, veganen Lebensstil.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Veganismus und Vegetarismus, soziale Prägung durch Ernährung, ökonomische Auswirkungen, gesundheitliche Aspekte sowie ethische Fragestellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Diskussion der Frage, ob eine vegan lebende Gesellschaft als erstrebenswert anzusehen ist, wobei der Fokus gezielt auf Gegenargumenten liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Das Essay nutzt eine argumentationslogische Analyse, basierend auf der Typologie von Hermann et al. (2011), um verschiedene Einwände gegen den Veganismus systematisch zu kategorisieren.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Begriffsdefinition, dem Gewohnheitsaspekt der Fleischsozialisation, ökonomischen Kosten, der Nährstoffversorgung sowie der moralischen Perspektive auf Tier- und Pflanzenleben.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Veganismus, Fleischkonsum, Tierethik, Sozialisation, Nachhaltigkeit und kritische Konsumreflexion.

Wie unterscheidet der Autor zwischen der Eignung von Tieren und Pflanzen als Nahrung?

Der Autor führt an, dass bei der Ernte von Pflanzen ebenfalls ein Lebenszyklus unterbrochen wird und reflektiert über die philosophische Herausforderung, die Wertigkeit von tierischem und pflanzlichem Leben zu beurteilen.

Welche Rolle spielt die natürliche Veranlagung in der Argumentation?

Der Autor argumentiert, dass der Fleischkonsum in der Natur des Menschen und vieler Tiere liegt und eine Abkehr davon als unnatürlicher Eingriff in das biologische Gleichgewicht betrachtet werden könnte.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Noch veganer? Sollte unsere Gesellschaft einen veganen Lebensstil anstreben?
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,0
Autor
Anna Höltzer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V426010
ISBN (eBook)
9783668711051
ISBN (Buch)
9783668711068
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rhetorik Argumentation Vegan Moral Moralphilosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Höltzer (Autor:in), 2016, Noch veganer? Sollte unsere Gesellschaft einen veganen Lebensstil anstreben?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426010
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