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Max Weber. Wissenschaft als Beruf

Title: Max Weber. Wissenschaft als Beruf

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Thorsten Mohr (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Max Weber – einer der großen Denker des zwanzigsten Jahrhunderts – wird in eine Reihe mit den ungleich populäreren Friedrich Nietzsche, Karl Marx und Sigmund Freud gestellt. Vor allem seine Wissenschaftslehre ist in seinem Gesamtwerk umstritten. Die Einordnung der Forschung reicht vom „zerklüfteten ‚Steinbruch‘ bis hin zum einheitlichen ‚System‘ [...)“ . Insbesondere seine Forderung einer werturteilsfreien Wissenschaft hat die internationale Wissenschaft auch lange Zeit nach seinem Tod 1920 gespalten. Dabei ist dieser Streit „[...] keinesfalls auf die Kontroversen einer Spezialdisziplin um ein eindeutig lokalisierbares Phänomen zu reduzieren.“ Auch seine Rede „Wissenschaft als Beruf“ ist ein „[...] ausschlaggebende[r] Bezugspunkt [...] für die bis heute anhaltende Diskussion [...]“.
Ziel dieser Arbeit ist es, die zentralen Elemente und Aussagen der Rede „Wissenschaft als Beruf“ von Max Weber herauszuarbeiten und eine kurze zeithistorische Entstehungsgeschichte der Rede zu skizzieren.
Literaturgrundlage der Arbeit ist dabei vor allem die Rede „Wissenschaft als Beruf“, wie sie in der Max Weber Gesamtausgabe editiert wurde. Weitere Grundlagen bietet die Arbeit von Johannes Winckelmann , der bereits 1922 eine erste Auflage seiner „Gesammelten Aufsätze zur Wissenschaftslehre“ herausgab. Weitere Arbeiten über Webers Wissenschaftslehre sind vermehrt ab den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden, vor allem im Zuge des auch von Max Weber durch sein Postulat von der Werturteilsfreiheit „mitverschuldeten“ Positivismusstreits.
Schwierigkeiten mit der Arbeit an solchen Texten bereitet vor allem die Tatsache, daß viele Arbeiten über Webers Wissenschaftslehre einen starken soziologischen bzw. philosophischen Einschlag haben und damit ein Hintergrund für das Verständnis der Texte erst einmal geschaffen werden muß. Aber auch die Rezeption von Arbeiten Max Webers bereiten Schwierigkeiten:
„Schwierigkeiten ergeben sich [...] aus der Tatsache, daß Webers Ausführungen [...] sich nicht immer durch große Klarheit und umfassende Darlegung aller Einzelheiten auszeichnen, zumal es sich seiner Einschätzung nach um ‚Selbstverständlichkeiten‘ handelt.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Historischer Kontext / Entstehung

2.2 Die Kernpunkte von „Wissenschaft als Beruf“

3. Schluß

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat zum Ziel, die zentralen Argumente und Aussagen von Max Webers berühmter Rede „Wissenschaft als Beruf“ herauszuarbeiten und sie in ihren zeithistorischen Entstehungskontext einzubetten.

  • Historische Einordnung und Entstehungsgeschichte der Rede
  • Die äußeren Bedingungen des Gelehrtenberufs im Vergleich
  • Das Postulat der Werturteilsfreiheit in der Wissenschaft
  • Wissenschaft als Mittel zur intellektuellen Klarheit
  • Die Rolle der Wissenschaft in einer entzauberten Welt

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Kernpunkte von „Wissenschaft als Beruf“

Zu Anfang der Rede skizziert Weber zunächst die „äußeren Bedingungen des Gelehrtenberufes“.

Er beginnt mit der ganz konkreten Fragestellung, wie sich die Lage eines Hochschulabsolventen darstellt, wenn er sich für eine wissenschaftliche Karriere entscheidet. Als Vergleich zum deutschen System zieht er das amerikanische Hochschulsystem heran, „wo in dieser Hinsicht der schärfste Gegensatz gegen uns besteht.“ Der grundlegende Unterschied zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Wissenschaftsbetrieb liegt im Verlauf der Laufbahn junger Wissenschaftler. Wird der „assistant“ in Amerika besoldet, steht dem jungen Wissenschaftler in Deutschland lediglich ein Kolleggeld zu, das von seiner Hörerzahl abhängig ist. Allerdings ist die Sicherheit des Arbeitsplatzes in Deutschland wesentlich höher als in den Vereinigten Staaten. Für sein Geld muß der amerikanische Nachwuchswissenschaftler auch entsprechend mehr leisten. Wird es in Deutschland als „ungehörig“ empfunden, wenn ein gerade habilitierter junger Wissenschaftler eine große Vorlesung hält, so mutet man seinen amerikanischen Altersgenossen schon ein entsprechend größeres Pensum zu. In Deutschland hält der junge Dozent lediglich Nebenvorlesungen, was aber auch seine guten Seiten hat: Er kann sich schon früh auf seine wissenschaftliche Arbeit konzentrieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet Max Weber in den Kontext der großen Denker des 20. Jahrhunderts ein und erläutert die literarische Basis der Analyse sowie die Herausforderungen bei der Interpretation von Webers Werk.

2. Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet den historischen Entstehungskontext der Rede am 7. November 1917 sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit der akademischen Laufbahn, dem Ideal der Werturteilsfreiheit und dem Sinn der Wissenschaft.

3. Schluß: Das Schlusskapitel fasst die Rede als scharfe Zeitkritik am Wilhelminischen Deutschland zusammen und betont Webers Appell an die intellektuelle Rechtschaffenheit und Verantwortung der akademischen Jugend.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Primärquellen sowie die wissenschaftliche Sekundärliteratur zur Analyse aufgeführt.

Schlüsselwörter

Max Weber, Wissenschaft als Beruf, Werturteilsfreiheit, Intellektualisierung, Entzauberung der Welt, Wissenschaftslehre, Gelehrtenberuf, akademische Laufbahn, Wilhelminisches Deutschland, Verantwortungsgefühl, intellektuelle Rechtschaffenheit, Sinn der Wissenschaft, Kathederprophetie, Forschung und Lehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Rede „Wissenschaft als Beruf“ von Max Weber und arbeitet deren wesentliche Aussagen zur Situation des Gelehrten und der Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft heraus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernpunkten zählen die äußeren Bedingungen des Gelehrtenberufs, der Vergleich zwischen verschiedenen Hochschulsystemen sowie die philosophische und ethische Bedeutung von Wissenschaft.

Welches primäre Ziel verfolgt der Verfasser?

Das Ziel ist es, die Kernargumente Webers verständlich darzulegen und die historischen Umstände zu skizzieren, die zur Entstehung dieses bedeutenden Vortrags geführt haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor stützt sich primär auf die Max Weber Gesamtausgabe sowie auf einschlägige wissenschaftliche Sekundärliteratur, um eine textnahe Interpretation der Rede vorzunehmen.

Welche Inhalte stehen im Zentrum des Hauptteils?

Im Hauptteil werden der historische Kontext, die Kritik an den akademischen Arbeitsbedingungen und Webers Postulat der Werturteilsfreiheit im Hörsaal intensiv behandelt.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Werturteilsfreiheit, die Entzauberung der Welt, der Gelehrtenberuf und das Ideal des selbstkritischen Fachmenschen.

Wie bewertet Weber den „Einfall“ bei der wissenschaftlichen Arbeit?

Weber betont, dass wissenschaftliche Arbeit zwar harter Arbeit bedarf, der Einfall oder die Eingebung jedoch eine notwendige Voraussetzung ist, die bei einem Fachmann durch die Sicherheit der Methode ergänzt wird.

Was versteht Weber unter dem Verbot der „Kathederprophetie“?

Weber fordert, dass Professoren ihre Vorlesungen nicht als Kanzel für politische oder weltanschauliche Überzeugungen nutzen sollten, da Wissenschaft die Pflicht zur intellektuellen Neutralität und Klarheit hat.

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Details

Title
Max Weber. Wissenschaft als Beruf
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Neuere und Neueste Geschichte)
Course
Hauptseminar Max Weber
Grade
2,3
Author
Thorsten Mohr (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V42619
ISBN (eBook)
9783638406154
Language
German
Tags
Weber Wissenschaft Beruf Hauptseminar Weber
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Mohr (Author), 2003, Max Weber. Wissenschaft als Beruf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42619
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