Moderne Technologien sind aus unserem privaten und beruflichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff moderne Technologien? Die Vernetzung durch die Unterhaltungstechnik ist aber nur ein Teil der zunehmenden Digitalisierung im Alltag. Auch im Berufsleben nimmt die Nutzung moderner Technologien immer weiter zu. Eine wichtige Rolle in der Wirtschaft spielt das Thema Kosteneinsparungen, welches durch moderne Technologien relativ einfach umgesetzt werden kann.
Die Persönlichkeit spielt ebenso wie die Nutzung moderner Technologien eine wichtige Rolle in unserem Alltag. Denn vor allem durch die Persönlichkeit jedes Individuums wird unser Alltag interessanter und ist nicht im Voraus planbar. Persönlichkeit ist etwas konstantes und nicht einfach änderbar. Doch hat die Persönlichkeit Auswirkungen auf die Nutzung moderner Technologien?
Das Ziel dieser Seminararbeit besteht darin folgende Frage zu beantworten: Wie wirken sich unterschiedliche Anonymitätsgrade durch unterschiedliche Kommunikationsformen auf den Beitrag des Einzelnen in der Gruppe aus? Die Idee dieser forschungsleitenden Fragestellung ergibt sich aus Vorerfahrungen der Projektgruppe im Umgang mit sozialen Netzwerken in Verbindung mit modernen Technologien. So kann man beispielsweise durch die Kommentarfunktion in Online-Zeitungen wie beispielsweise bei Spiegel online ganz einfach seine teilweise negative Meinung äußern, ohne zu realisieren, wie dieses Kommentar auf andere Menschen wirkt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Hypothesen & Forschungsleitende Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Pre-Tests
4. Erhebungsdesign
4.1 Stichprobe
4.2 Erhebungsmaterial
4.3 Erhebungsablauf
4.4 Datenauswertung
5. Ergebnisse
6. Diskussion
7. Fazit und Reflexion
8. Anhang
8.1 Big Five Inventory Kurztest
8.2 Fragebogen
8.3 Gruppenzuordnung
8.4 Wissenschaftliches Experiment
8.4.1 Ablaufplan
8.4.2 Einwilligungserklärung
8.4.3 Aufgabenstellung
8.4.4 Ergebnisdokumentation der Aufgabenstellung
8.4.5 Feedbackbogen
8.5 Transkripte
8.5.1 Face-to-Face Gruppe
8.5.2 Telefon-Gruppe
8.5.3 Facebook-Gruppe
8.5.4 WhatsApp-Gruppe
8.6 Kodierregeln
8.7 Auswertungen
8.7.1 BFI-K
8.7.2 Fragebogen
8.7.3 Feedbackbogen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss moderner Kommunikationstechnologien auf das individuelle Verhalten in Gruppensituationen unter Berücksichtigung der Persönlichkeitseigenschaft Verträglichkeit. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, wie sich unterschiedliche Anonymitätsgrade auf den Beitrag des Einzelnen innerhalb einer Gruppe auswirken.
- Analyse des Einflusses von Anonymität auf Kommunikationsverhalten.
- Einsatz des Big Five Persönlichkeitsfaktors "Verträglichkeit".
- Durchführung eines empirischen Experiments zur Party-Planung.
- Vergleich von vier Kommunikationsformen (Face-to-Face, Telefon, Facebook, WhatsApp).
- Untersuchung von sozialen Phänomenen wie Deindividuation und sozialem Faulenzen.
Auszug aus dem Buch
1.1 Einleitung
Moderne Technologien sind aus unserem privaten und beruflichen Alltag nicht mehr weg zu denken. Doch was versteht man eigentlich unter dem Begriff moderne Technologien? Der Ausdruck moderne Technologien ist eine Komposition aus zwei unabhängig voneinander bestehenden Begriffen. Das Adjektiv modern beschreibt etwas, was dem neuesten Stand der Entwicklung entspricht (Dudenredaktion, o. J.). Unter dem Substantiv Technologie versteht man die „übergreifende, Wirtschaft, Gesellschaft und Technik verklammernde Wissenschaft von der Technik“ (Burr & Stephan, 2016).
Wie eine aktuelle Onlinestudie der Medienkommission von ARD und ZDF aus dem Jahr 2017 belegt, sind neun von zehn deutschen Bürgern ab 14 Jahren online. Knapp 50 Millionen Menschen in Deutschland nutzen das Internet bereits täglich, dies entspricht gut 72% aller deutschen Staatsbürger ab 14 Jahren. Die durchschnittliche Nutzungsdauer dabei liegt bei 149 Minuten pro Tag. Dabei entfällt ein Großteil der Internetnutzung auf das Konsumieren von Medien (z. B. Musik hören, Videos schauen) und Individualkommunikation. Ein Beispiel hierfür wäre die Nutzung von Messenger-Diensten wie WhatsApp und Facebook oder das Schreiben von E-Mails über das Smartphone oder den Tablet-PC (ARD/ZDF Medienkommission, 2017). Aus dieser Studie wird deutlich – wir sind eine Mediengesellschaft!
Vor einigen Jahren war das Treffen mit Freunden nur im persönlichen Rahmen möglich. Durch die Nutzung von Messenger-Diensten wie Facebook, WhatsApp oder das Online-Tool Skype ist das Treffen im „virtuellen“ Raum kostenlos und von überall aus möglich.
Die Vernetzung durch die Unterhaltungstechnik ist aber nur ein Teil der zunehmenden Digitalisierung im Alltag.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Einführung in das Thema der modernen Technologien und definiert zentrale Begriffe sowie die forschungsleitende Fragestellung.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die Big Five Persönlichkeitsfaktoren sowie die Theorie der Deindividuation und das SIDE-Modell als theoretischer Rahmen erläutert.
3. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das zweiphasige Untersuchungsdesign sowie die Durchführung und Erkenntnisse der Pre-Tests.
4. Erhebungsdesign: Es wird detailliert auf die Stichprobe, das verwendete Erhebungsmaterial und den Ablauf des empirischen Experiments eingegangen.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven und statistischen Auswertungen der erhobenen Daten.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, die Hypothesen überprüft und die forschungsleitende Fragestellung beantwortet.
7. Fazit und Reflexion: Der Autor fasst die Arbeit zusammen, reflektiert den Prozess sowie die Limitationen des Projekts und gibt Ausblicke.
8. Anhang: Dieser Teil enthält ergänzende Materialien wie den BFI-K Test, Fragebögen, Gruppenzuordnungen, das experimentelle Design, Transkripte sowie weitere Auswertungen.
Schlüsselwörter
Moderne Technologien, Big Five, Verträglichkeit, Anonymität, Gruppendiskussion, Deindividuation, SIDE-Modell, Kommunikation, Soziales Faulenzen, Online-Studie, Empirisches Projekt, Digitale Welt, Mediengesellschaft, Persönlichkeit, Forschungsdesign.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Nutzung moderner Technologien im privaten und beruflichen Alltag und untersucht, welchen Einfluss unterschiedliche Kommunikationsformen und der damit verbundene Grad an Anonymität auf das Verhalten von Personen in einer Gruppe haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Auswirkungen von Anonymität auf die zwischenmenschliche Kommunikation, die Bedeutung der Persönlichkeit (speziell die Big Five Dimension "Verträglichkeit") und soziale Phänomene wie soziales Faulenzen und Deindividuation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es zu ergründen, wie sich unterschiedliche Anonymitätsgrade durch diverse Kommunikationsformen (Face-to-Face bis hin zu textbasierten Messengern) auf den Beitrag des Einzelnen in einer Gruppendiskussion auswirken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es kommt ein quantitativ-qualitativer Methodenmix zum Einsatz: Standardisierte Befragungen mittels BFI-K und Fragebogen zur Persönlichkeitsermittlung sowie ein experimentelles Design in Form von Gruppendiskussionen mit anschließender Inhaltsanalyse der Transkripte.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Big Five, SIDE-Modell), die detaillierte Beschreibung des methodischen Aufbaus, die Präsentation der experimentellen Ergebnisse und eine kritische Diskussion der erhobenen Daten im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen moderne Technologien, Anonymität, Verträglichkeit (Big Five), Gruppendynamik, Deindividuation, Kommunikation und soziales Faulenzen.
Warum wurde speziell die Big Five-Dimension Verträglichkeit für das Experiment gewählt?
Die Dimension Verträglichkeit wurde als Fokus gewählt, da sie interpersonelles Verhalten stark prägt und bei der Analyse der Probandendaten eine besondere Relevanz für altruistisches Verhalten und Harmoniebedürfnis in Gruppensituationen zeigte.
Wie wurde die Anonymität in den vier Testgruppen operationalisiert?
Die Anonymität wurde durch vier Stufen definiert: Face-to-Face (geringste Anonymität), Telefon (nur akustisch), Facebook (textbasiert) und WhatsApp (höchste Anonymität durch Deaktivierung von Profilbildern, Status und Entfernung der Kontaktdaten).
- Arbeit zitieren
- Nils Deißler (Autor:in), 2018, Die Nutzung moderner Technologien in Abhängigkeit von der Persönlichkeit. Die Big-Five-Dimension Verträglichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426404