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Diskursmarker im Russischen

Título: Diskursmarker im Russischen

Trabajo , 2017 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.o.A. Fatma Betül Akcora (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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Die gesprochene und die geschriebene Sprache funktionieren auf unterschiedliche Weise und divergieren in vielen Aspekten voneinander: Die Schriftsprache ist zum einen visuell wahrnehmbar und zum anderen relativ unabhängig von Raum und Zeit. Ausserdem bietet sie dem Schreiber beim Produzieren sowohl Zeit zum reflektieren als auch die Möglichkeit, Korrekturen vorzunehmen und lässt Regelverletzungen ungern zu. Die geschriebene Sprache ist also reversibel. Die gesprochene Sprache dahingegen wird im Alltag in interaktiven Gesprächen benutzt und ist sowohl beim Erlauben von Innovationen im Bereich der Lexik als auch bei Verletzungen der Grammatikregeln durchaus toleranter. Im Gegensatz zur Schriftsprache ist die Lautsprache also irreversibel. Gesagtes kann nicht zurückgenommen, sondern nur durch ein erneutes Ansetzen verbessert werden. Bei genauerer Betrachtung fällt ebenfalls auf, dass spontane Alltagsdialoge – verglichen mit geschriebener Sprache oder lexikalischen Dialogen, wie zum Beispiel in Theaterstücken – aus zusätzlichen lexikalischen Elementen bestehen. Hierbei kann es sich um Wörter und Lautkombinationen wie dt. 'also', 'nun', 'nicht wahr', 'naja' bzw. russ. вот, это, а, ну etc. oder um Laute wie mh, äh, oh u.ä. handeln, die Sprechpausen füllen. Die Entdeckung der oben genannten Lexeme ist keineswegs neu und wird ungefähr seit den siebziger Jahren im Rahmen der Gesprächsanalyse behandelt1. Doch warum existieren in der gesprochenen Sprache lexikalische Elemente, die in der geschriebenen Sprache keine Verwendung finden? Was sind ihre Funktionen, um welche Wörter handelt es sich genau, wann und unter welchen Umständen wird von ihnen Gebrauch gemacht? In der vorliegenden wissenschaftlichen Hausarbeit soll diesen Fragen nachgegangen werden.

Hierfür wird zuerst auf den Begriff 'Diskursmarker' eingegangen und sowohl seine Charakteristika als auch seine Funktionen erläutert. Danach findet eine genauere Betrachtung der Diskursmarker und ihre Einteilung in Gruppen statt. Hierbei soll erwähnt werden, wann und an welcher Stelle diese lexikalischen Einheiten auftreten können. Im Anschluss daran sollen die Schwierigkeiten, die bei der Übersetzung von diesen Einheiten entstehen können, aufgezeigt werden. Daraufhin wird eine Korpusanalyse durchgeführt, in der Puškins Werk „Pik Dame“ auf Diskursmarker untersucht wird. Den Abschluss dieser Arbeit bildet eine Zusammenfassung, die alle gewonnenen Erkenntnisse resümiert.


Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diskursmarker

2.1 Was sind Diskursmarker?

2.2 Charakteristika von Diskursmarker

2.3 Funktionen der Diskursmarker

3. Die Gliederung der Diskursmarker

3.1 Eröffnungssignale

3.2 Beendigungssignale

3.3 Verzögerungssignale

4. Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Diskursmarkern

5. Korpusanalyse

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion von Diskursmarkern in der russischen Sprache, um deren Bedeutung in der gesprochenen Kommunikation im Vergleich zur Schriftsprache zu verdeutlichen. Dabei wird analysiert, wie diese Elemente zur Strukturierung von Dialogen und zur Steuerung von Sprecherrollen beitragen.

  • Definition und Charakteristika von Diskursmarkern
  • Klassifizierung in Eröffnungs-, Beendigungs- und Verzögerungssignale
  • Herausforderungen bei der Übersetzung russischer Diskursmarker
  • Empirische Untersuchung anhand von Puškins "Pik Dame"

Auszug aus dem Buch

2.1 Was sind Diskursmarker?

Monologe sowie auch Dialoge, scheinen auf den ersten Blick aus recht unkomplizierten und simpel gegliederten Sätzen gebaut zu sein. Bei näherer Betrachtung ist jedoch zu erkennen, dass der Satzbau in der gesprochenen Sprache alles andere als einfach, gar ziemlich komplex ist, denn im Gegensatz zur geschriebenen Sprache spielen in der Lautsprache nicht nur die grammatischen Regeln, sondern auch die Produktionsbedingungen eine äußerst wichtige Rolle. Während beim Schreiben im Allgemeinen über das Schreibende nachgedacht und dieses auch im Nachhinein korrigiert werden kann, erfolgt die mündliche Produktion in der Regel innerhalb von sehr kurzer Zeit und das Gesagte kann, einmal geäußert, nicht mehr berichtigt werden. Ausserdem müssen Gesprächspartner die Kommunikation untereinander organisieren und strukturieren. Um ihre Rollen in einem Dialog aufeinander abzustimmen, ihre Redebeiträge zu gliedern, inhaltliche Zusammenhänge herzustellen, Gesprächspausen zu überbrücken oder Kontakt aufzunehmen, machen sich Sprecher von sprachlichen Elementen Gebrauch, die bis heute ziemlich uneinheitlich bezeichnet werden: Kontaktwörter, Sprechersignale, Gliederungssignale oder auch Gliederungspartikeln. In Rathmayr (2009: 890) sind für diese sprachlichen Elemente weitere Bezeichnungen wie Gesprächswörter, Gesprächspartikeln, Schaltwörter, Modalwörter, Modalpartikeln, Diskurspartikeln oder Diskursmarker zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache ein und begründet die Relevanz der Untersuchung von Diskursmarkern.

2. Diskursmarker: Dieses Kapitel definiert Diskursmarker, beschreibt ihre allgemeinen Merkmale und erläutert ihre zentralen kommunikativen Funktionen.

3. Die Gliederung der Diskursmarker: Hier werden Diskursmarker systematisch in die Kategorien Eröffnungssignale, Beendigungssignale und Verzögerungssignale unterteilt und analysiert.

4. Schwierigkeiten bei der Übersetzung von Diskursmarkern: Das Kapitel thematisiert die Probleme bei der Äquivalentbildung zwischen Russisch und Deutsch aufgrund der funktionalen Natur dieser Elemente.

5. Korpusanalyse: Anhand von Puškins Werk "Pik Dame" werden die theoretischen Erkenntnisse zu Diskursmarkern in der Praxis überprüft.

6. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Bedeutung von Diskursmarkern als komplexe, aber essenzielle Bestandteile der gesprochenen Sprache hervor.

Schlüsselwörter

Russische Sprache, Diskursmarker, Partikeln, Gesprächsanalyse, Gliederungssignale, Eröffnungssignale, Beendigungssignale, Verzögerungssignale, Übersetzung, Kommunikation, Sprecherrollen, Korpusanalyse, Lexeme, Pragmatik, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse russischer Diskursmarker, ihrer Rolle in der gesprochenen Sprache und ihrer Abgrenzung zur geschriebenen Sprache.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Definition, Klassifizierung und funktionale Bestimmung von Diskursmarkern sowie die Schwierigkeiten bei deren Übersetzung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Funktionen von Diskursmarkern als strukturierende Elemente in Dialogen aufzuzeigen und ihre Relevanz für eine natürliche Kommunikation zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch einschlägige Fachliteratur, ergänzt durch eine korpusbasierte Analyse von Auszügen aus Puškins "Pik Dame".

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in Diskursmarker, deren Kategorisierung in Signaltypen und eine praktische Anwendung in der Korpusanalyse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Diskursmarker, Gliederungssignale, pragmatische Funktionen und interlinguale Übersetzungsprobleme.

Warum sind Diskursmarker für Russischlernende besonders problematisch?

Sie sind deshalb schwierig, weil sie oft keine direkte 1:1-Übersetzung haben und ihre Funktion stark vom situativen Kontext und der gesprochenen Intonation abhängt.

Welche Funktion hat die Partikel "a" am Satzanfang?

Die Partikel "a" dient als Eröffnungssignal, das oft eine Frage einleitet oder den Kontakt zum Gesprächspartner sucht und eine eher ungezwungene Atmosphäre schafft.

Wie unterscheidet sich die Verwendung von "da" als Eröffnungssignal und als Vergewisserungsfrage?

Als Eröffnungssignal signalisiert "da" einen teilweisen Widerspruch bei Meinungsverschiedenheiten, während es am Satzende als Vergewisserungsfrage den Wunsch nach Bestätigung ausdrückt.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Diskursmarker im Russischen
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz
Calificación
1,3
Autor
M.o.A. Fatma Betül Akcora (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
16
No. de catálogo
V426472
ISBN (Ebook)
9783668709959
ISBN (Libro)
9783668709966
Idioma
Alemán
Etiqueta
diskursmarker russischen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.o.A. Fatma Betül Akcora (Autor), 2017, Diskursmarker im Russischen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426472
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