Die StudentInnen des eHealth Masterstudiengangs der Hochschule Flensburg bekommen im Rahmen des Moduls „Kommunikationstechnik“ die Aufgabe gestellt, eine innovative mHealth Anwendung zu entwickeln, die dazu dient die Versorgung im Gesundheitswesen durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologie zu verbessern.
Um die gestellte Aufgabe zu erfüllen, wurde zunächst ein Brainstorming durchgeführt, wobei verschiedene Ideen entwickelt wurden. Im Anschluss daran, befasste sich jedes Gruppenmitglied mit einer Idee intensiver und stellte diese der restlichen Gruppe vor. Nach Abwägen der Vor- und Nachteile der ausformulierten Ideen, entschied sich die Gruppe dafür, die Idee einer App, mit der Präventionsangebote gesucht werden können, in dieser Ausarbeitung ausführlich zu bearbeiten.
Das existierende Präventionsangebot in Deutschland ist intransparent und zeigt nicht, welcher Leistungsträger und welche Akteure wo welche präventiven und gesundheitsfördernden Aktivitäten anbieten, so Anne Janz, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Städtetag. Mit der Präventions-App wird das Ziel verfolgt, diese Lücke zu schließen und den in Deutschland krankenversicherten Bürgerinnen und Bürgern das Angebot an Präventionsleistungen übersichtlich und transparent sowie neutral und anbieterunabhängig in einem niederschwelligen Rahmen zugänglich zu machen. Hierbei soll das Patienten-Empowerment des krankenversicherten Bürgers durch Informationen sowie indirektes Aufklären, welche Leistungen ihm zustehen, gestärkt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Zielsetzung
2 App zur Präventionssuche
2.1 Beschreibung der App
2.2 Anbieter und Markt
2.3 Nutzergruppe
2.4 inbegriffene Leistungen
2.5 Finanzierung / Auftraggeber
3 Anforderungsanalyse
3.1 Use-Cases
3.1.1 Use-Case Nutzer
3.1.2 Use-Case Mitarbeiter
4 Spezifikationen
4.1 Systemstruktur
4.1.1 Übersicht Systemstruktur Nutzer
4.1.2 Systemstruktur Mitarbeiter
4.2 Softwarekomponenten
4.3 Übertragungsraten und Netzabdeckung
5 Prozessdarstellung (Grob- & Feinentwurf)
5.1 Sequenzdiagramm
5.1.1 Sequenzdiagramm Nutzer
5.1.2 Sequenzdiagramm Mitarbeiter
5.2 Zustandsdiagramm
5.3 Aktivitätsdiagramm
5.3.1 Aktivitätsdiagramm Nutzer
5.3.2 Aktivitätsdiagramm Mitarbeiter
6 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung einer innovativen mHealth-Anwendung, die es gesetzlich krankenversicherten Bürgern ermöglicht, Präventionsangebote in ihrer Umgebung transparent, neutral und anbieterunabhängig zu finden, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern.
- Entwicklung einer mobilen Anwendung zur Suche von Präventionsangeboten
- Analyse und Strukturierung von Anforderungen für Nutzer und Administratoren
- Technische Spezifikation der Systemstruktur und Softwarekomponenten
- Prozessdarstellung mittels Sequenz-, Zustands- und Aktivitätsdiagrammen
- Untersuchung der Netzabdeckung und Übertragungsraten für die flächendeckende Nutzbarkeit
Auszug aus dem Buch
2.1 Beschreibung der App
Die App zur Präventionssuche dient dem Nutzer dazu, sich Präventionsangebote in seiner Umgebung anzeigen zu lassen, die von seiner Krankenkasse bezuschusst oder voll erstattet werden.
Er hat die Möglichkeit über eine Standortsuche oder durch die Eingabe seiner PLZ in dessen Umkreis nach angebotenen Präventionsleistungen zu suchen.
Hat der Nutzer eine erfolgreiche Suche mit seinen Grunddaten (siehe Kapitel 3 Anforderungsanalyse, Tabelle 2: Grunddaten zur Sucheingabe) gestartet, bekommt er alle zu seinen Angaben passenden Präventionsangebote aufgelistet.
Durch einen Klick auf einen Button namens ‚Karte‘ kann dieser sich die Angebote anzeigen lassen, die am nächsten an der von ihm angegeben PLZ oder um seinen georteten Standort herumliegen.
Der Nutzer kann sich ein Angebot genauer anschauen, indem er entweder in der Auflistung oder in der Karte auf ein für ihn interessantes Angebot klickt. Nun wird ihm das spezifische Angebot im Detail angezeigt. Zu diesen Details gehören folgende Angaben: die Entfernung zum Standort beziehungsweise zur PLZ, die Adresse des Angebots, eine Beschreibung des Angebots, damit der Nutzer entscheiden kann, ob es für ihn in Frage kommt, ob das Angebot barrierefrei erreicht werden kann, mit welchen öffentlichen Verkehrsmitteln man dorthin kommt und die Internetseite des Anbieters, sofern vorhanden.
Sofern der Anbieter eine eMail-Adresse angegeben hat, kann der Nutzer nun auf den Button ‚Kontakt‘ klicken und es öffnet sich ein Kontaktformular. Hat der Anbieter keine eMail-Adresse hinterlegt, erscheint der Button ‚Kontakt‘ nicht. Nach Angabe des Namens, Vornamens, der Telefonnummer (freiwillig) und der eigenen eMail-Adresse durch den Nutzer, kann er einen Freitext verfassen und weiterführende Fragen zu dem Angebot direkt an den Anbieter stellen.
Der Nutzer kann die Suche nicht nur für sich selbst, sondern auch für seine Familienangehörigen und Freunde durchführen.
Außerdem ist es dem Nutzer in der Liste der Angebote möglich, nach den Kriterien „Bewegung“, „Entspannung“, „Suchtmittelkonsum“ und „Ernährung“ zu filtern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Zielsetzung: Vorstellung der Aufgabenstellung zur Entwicklung einer mHealth-Lösung und Einordnung in den Kontext der Verhältnis- und Verhaltensprävention.
2 App zur Präventionssuche: Detaillierte Beschreibung der App-Funktionalitäten, Analyse der Marktangebote sowie Definition der Zielgruppe und der gesetzlichen Grundlagen (§20 SGB V).
3 Anforderungsanalyse: Festlegung der für die Suche notwendigen Grunddaten sowie Analyse der Use-Cases für den Nutzer und den Mitarbeiter.
4 Spezifikationen: Technische Darstellung der Systemstruktur, der benötigten Softwarekomponenten sowie eine Analyse der Übertragungsraten und der deutschlandweiten Netzabdeckung.
5 Prozessdarstellung (Grob- & Feinentwurf): Visualisierung und Beschreibung der Anwendungsabläufe mittels Sequenz-, Zustands- und Aktivitätsdiagrammen für Nutzer und Mitarbeiter.
6 Ausblick: Diskussion zukünftiger Erweiterungen wie direkte Buchungsfunktionen, Integration der Elektronischen Patientenakte und Synchronisationsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
mHealth, Präventionsangebote, Gesundheitsversorgung, App-Entwicklung, SGB V, Verhältnisprävention, Verhaltensprävention, Systemstruktur, Use-Case, GPS-Ortung, Netzabdeckung, Prozessmodellierung, Patienten-Empowerment, digitale Gesundheitsdienste, Datensicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und technischen Spezifikation einer mobilen Anwendung, die krankenversicherten Bürgern hilft, qualifizierte und bezuschusste Präventionskurse in ihrer Nähe zu finden.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Gesundheitsprävention nach §20 SGB V, die mobile Softwareentwicklung, Anforderungsmanagement sowie die technische Infrastruktur für eine flächendeckende mobile Nutzung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, die bestehende Intransparenz bei der Suche nach Präventionsangeboten zu beseitigen und den Zugang für Patienten durch eine neutrale, anbieterunabhängige App zu vereinfachen.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Modellierung verwendet?
Zur Modellierung der Abläufe werden standardisierte Diagrammtypen der Softwaretechnik verwendet, namentlich Sequenz-, Zustands- und Aktivitätsdiagramme.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Anforderungsanalyse, die technische Spezifikation der Systemstruktur und die detaillierte Prozessdarstellung für die Interaktion zwischen App, Server und Datenbank.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie mHealth, Präventionsangebote, Nutzergruppe, Systemstruktur, Netzabdeckung und Prozessdarstellung charakterisiert.
Wie unterscheidet die App zwischen der Suche für Nutzer und der Datenpflege durch Mitarbeiter?
Die App unterscheidet klar zwischen der Client-Seite für den Anwender (Suche/Filterung) und einer geschützten Admin-Seite, über die Mitarbeiter Daten durch gesicherte Logins aktualisieren.
Welche Rolle spielt die Netzabdeckung für die Funktionalität der Anwendung?
Da die App ortsbezogene Daten in Echtzeit abruft, ist eine flächendeckende Verfügbarkeit von Mobilfunkstandards (GPRS bis LTE) essenziell, um die Nutzbarkeit in der gesamten Bundesrepublik zu garantieren.
Warum ist die Angabe der Krankenkasse als Pflichtfeld in der App definiert?
Die Angabe ist notwendig, da sich die Bezuschussungsmodelle und spezifischen Präventionsleistungen je nach Krankenkasse unterscheiden und die App personalisierte Informationen liefern soll.
Welchen Stellenwert nimmt die Datensicherheit bei der Datenbankverwaltung ein?
Die Sicherheit ist kritisch, weshalb der Zugriff auf den Server durch Passwortschutz und regelmäßige Passwortänderungen abgesichert wird, um die Integrität der Angebotsdaten zu gewährleisten.
- Citar trabajo
- Susann Schultz (Autor), 2016, App zur Suche von Präventionsangeboten. Die Entwicklung einer mHealth-Lösung zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426496