Differenzierung im Unterricht und der richtige Umgang mit Heterogenität


Hausarbeit, 2017

19 Seiten, Note: 3,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Notwendigkeit differenzierten Unterrichts
2.1. Definition
2.2. Innere und äußere Differenzierung
2.3. Der Ruf nach Differenzierung

3. Möglichkeiten der Differenzierung
3.1. Differenzierung nach Sozialformen
3.2. Differenzierung nach Unterrichtsmaterialien

4. Die Rolle des Lehrers im Wandel

5. Chancengerechtigkeit durch Differenzierung?

6. Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Was wir zu lernen haben, ist so schwer und doch so einfach und klar: Es ist normal, verschieden zu sein. (Richard von Weizsäcker, 1993)

So wie unsere Gesellschaft werden auch Klassenzimmer immer heterogener. Gelebte Vielfalt ist das, was uns tagtäglich begegnet. Auch Lehrer und Lehrerinnen stehen vor der Herausforderung heterogener Lerngruppen, die bezüglich des Leistungsvermögens, der Motivation, der Interessen und der Lernvoraussetzungen so unterschiedlich sind, dass eine Gleichbehandlung aller Schüler ihrer Verschiedenheit nicht gerecht werden kann. Gerade in den letzten Jahren scheint sich dies noch verstärkt zu haben beispielweise durch vermehrte Zuwanderung nach Deutschland und auch nicht zuletzt dadurch, dass Eltern nun selbst entscheiden können, welche weiterführende Schule ihr Kind besucht, ohne an die Empfehlung der Lehrkräfte gebunden zu sein.

Der Ruf nach Differenzierung im Unterricht wird unter anderem aufgrund dieser Beobachtungen seit einigen Jahren immer lauter und auch in der Forschung wird der differenzierte Unterricht oftmals als bester Lösungsweg gepriesen, der für alle Schüler zu Chancengerechtigkeit und damit zum bestmöglichen persönlichen Erfolg führen soll.

Im Folgenden soll zunächst die Notwendigkeit differenzierten Unterrichts betrachtet werden, um daraufhin die unterschiedlichen Umsetzungsmöglichkeiten vorzustellen und im Zuge dessen gleichzeitig auch deren Stärken bzw. Schwächen und deren Umsetzbarkeit im Alltag zu prüfen. Im Anschluss daran soll die Rolle des Lehrers im Kontext von differenzierendem Unterricht näher beleuchtet werden, um zu sehen, ob - und wenn ja warum - sich auch am Lehrer selbst und seinen Aufgaben bzw. Handlungsweisen ein Wandel vollziehen muss, wenn differenzierender Unterricht in seiner Ganzheit funktionieren soll.

Zuletzt ist es noch das Ziel, die Frage zu erörtern, ob durch Differenzierung (wie so häufig in der Forschung betont) eine Chancengerechtigkeit entsteht, damit Bildungsungleichheit reduziert und letztlich tatsächlich der Schlüssel zum „richtigen“ Umgang mit Heterogenität ist.

2. Die Notwendigkeit differenzierten Unterrichts

Um die Notwendigkeit differenzierenden Unterrichts zu betrachten, sei zunächst eine begriffliche Definition vorangestellt, die dann in diesem Kapitel näher erläutert wird.

2.1. Definition

„Unter Differenzierung wird einmal das variierende Vorgehen in der Darbietung und Bearbeitung von Lerninhalten verstanden, zum anderen die Einteilung bzw. Zugehörigkeit von Lernenden zu Lerngruppen nach bestimmten Kriterien. Es geht um die Einlösung des Anspruchs, jedem Lernenden auf optimale Weise Lernchancen zu bieten, dabei die Ansprüche und Standards in fachlicher, institutioneller und gesellschaftlicher Hinsicht zu sichern und gleichzeitig lernorientiert aufzubereiten. Differenzierung stellt sich für die Organisation von Lernprozessen als Bündel von Maßnahmen dar, Lernen in fachlicher, organisatorischer, institutioneller wie individueller und sozialer Hinsicht zu optimieren.“[1]

Manfred Bönsch stellt in seiner hier von mir ausgewählten Definition das Individuum mit seinen Lernzuwächsen in den Mittelpunkt, sodass klar wird, dass Differenzierung nicht die Bildung leistungshomogener Lerngruppen intendiert oder gar die Nivellierung der gesamten Klasse auf ein und dasselbe Niveau, sondern das Ziel hat, die einzelnen Kinder durch das Bieten von „Lernchancen“ individuell zu fördern.

2.2. Innere und äußere Differenzierung

Insgesamt ist zwischen äußerer und innerer Differenzierung zu unterscheiden. Äußere Differenzierung meint alle Maßnahmen, die im institutionellen Rahmen verankert sind und „in der Schülerpopulation nach irgendwelchen Gliederungs- oder Auswahlkriterien – z.B. den Gesichtspunkten unterschiedlichen Leistungsniveaus oder unterschiedlicher Interessen – in Gruppen aufgeteilt werden, die räumlich getrennt und von verschiedenen Personen bzw. zu verschiedenen Zeiten unterrichtet werden“[2]. So sind z.B. eine Differenzierung nach Schulformen wie Hauptschule, Realschule oder Gymnasium oder auch eine Aufteilung in A/B/C-Kurse nach Leistung in den Kernfächern innerhalb einer Schule Formen von äußerer Differenzierung.

Die innere Differenzierung dagegen, die auch der Hauptgegenstand dieser Arbeit ist, beschreibt differenzierende Maßnahmen innerhalb einer Schulklasse, bei denen aber ein gemeinsamer Unterricht durch eine Lehrkraft oder ein Lehrerteam anstatt einer räumlichen Aufteilung der Lerngruppen erfolgt. Liane Paradies definiert: „Innere Differenzierung bezeichnet alle Formen der zeitlich befristeten und/oder dauerhaften Aufteilung eines Lernverbandes in arbeitsfähige Teilgruppen.“[3]

2.3. Der Ruf nach Differenzierung

Gerade in den letzten Jahren hat sich immer deutlicher gezeigt, dass die Schüler immer verschiedener werden. Die Tatsache, dass jeder Mensch einzigartig ist und jeder seine ganz eigenen spezifischen Talente bzw. Schwächen mitbringt, ist keine neue Erkenntnis. Aber der Grad der Verschiedenheit innerhalb ein und derselben Altersgruppe in einer Klasse am Gymnasium wirkt durch vermehrte Zuwanderung und durch den Wegfall der Bindung an Schulempfehlungen größer. Eine Schulklasse ist ein Fundus an verschiedenen Lerntypen, Begabungen, Interessen, Herkunftsländer, Werte, Arbeitstempi, etc., sodass die Vorstellung von Homogenität nur als eine Wunschvorstellung oder Fiktion zu betrachten ist. Es gibt nicht „die Durchschnittschüler“, für die man seinen Unterricht planen und damit sichergehen kann, dass er alle gleichermaßen erreicht.[4] Heinz Klippert stellt sehr passend fest: „Die Unterschiedlichkeit von Kindern ist derart facettenreich, dass das Streben nach Homogenität geradezu utopisch anmutet.“[5]

Mit der Feststellung dieser unumgänglichen Heterogenität in deutschen Klassenzimmern, die die Vielfalt unserer Gesellschaft widerspiegelt, wurde der Ruf nach Differenzierung im Unterricht schon in den 1970er Jahren laut und ist bis heute noch lange nicht verstummt. Andreas Helmke kommt bei seinen Untersuchungen ebenfalls unzweifelhaft zu dem Schluss, dass der Umgang mit Heterogenität eine der zentralsten Herausforderungen des Unterrichts darstellt.[6] Er stellt jedoch auch fest, dass innere Differenzierung und individualisierende Maßnahmen in der alltäglichen Unterrichtsgestaltung wenig vertreten sind.[7]

Auch nach Hilbert Meyer ist individuelle Förderung ein wesentliches Merkmal guten Unterrichts. Es gehe darum, „Lernsituationen zu schaffen, in denen Schülerinnen und Schüler mit individuellem Förderbedarf und / oder individuellen Lernschwerpunkten ihre Stärken entfalten und ihre Schwächen kompensieren können“[8]. Damit wird eine Unterrichtskultur gefordert, in der Lernformen angeboten werden, die auf unterschiedliche Voraussetzungen, Interessen, Zugänge und Kenntnisstände im Sinne einer inneren Differenzierung ausgerichtet sind. Die Institution Schule soll die Rahmenbedingungen also an die Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler anpassen und nicht umgekehrt.[9]

Als Höchstform der Differenzierung wird die Individualisierung von Unterricht angestrebt. Die Klasse soll so individuell gefördert werden, dass jeder für sich selbst eine kleine Lerneinheit bildet, in der die Einzigartigkeit jeder Person und jedes Lernprozesses berücksichtigt wird. Es soll also ein Unterricht nach Maß angeboten werden, der auf die Bedürfnisse, Persönlichkeitsmerkmale, Interessen und Fähigkeiten jedes Einzelnen eingeht und dabei weder über- noch unterfordernd wirkt. Diese Form von Unterricht setzt aber Grenzen bei den Zielen, die man für eine Klasse als Gesamtheit stecken kann, da selbstverständlich nicht jedes Ziel auf jede Weise erreicht werden kann, sodass eine passende Diagnose des Ist-Standes der Lernenden nötig wird.[10]

Im Folgenden wird die Umsetzung dieses Anspruches näher betrachtet.

3. Möglichkeiten der Differenzierung

Differenzierung im Unterricht ist auf vielen Ebenen möglich. Im Folgenden werden zum einen die Differenzierung nach Sozialformen und zum anderen die Differenzierung nach Unterrichtsmaterialien schwerpunktmäßig beschrieben und im darauf folgendenden Kapitel teils praktisch umgesetzt.

Natürlich existieren neben diesen andere Möglichkeiten der Differenzierung: So kann auch z.B. eine Differenzierung nach Unterrichtsformen sehr sinnvoll sein, da eine schülerorientierte bzw. offenere Arbeitsform sich eher zur Differenzierung und Individualisierung eignet als lehrergelenkter Frontalunterricht.[11] Im Zuge dessen sind besonders Stationenlernen, Freiarbeit und Projektarbeit als Möglichkeiten eines offeneren Unterrichts zu nennen, werden aber an dieser Stelle nicht näher betrachtet, da das den Umfang dieser Arbeit übersteigen würde.[12]

3.1. Differenzierung nach Sozialformen

Beim Einsatz verschiedener Sozialformen ist im Sinne der Methodenvielfalt eine ausgewogene Balance sinnvoll, sodass der Unterricht weder eintönig wirkt noch einem Wettlauf durch den Fundus der methodischen Möglichkeiten gleicht. Bei der Einzelarbeit (EA), die häufig auch als Stillarbeit bezeichnet wird, arbeitet jeder Schüler selbstständig und eigenverantwortlich. Es steht dabei der individuelle Lernweg im Vordergrund, was ihm ermöglicht, Reihenfolge und Arbeitstempo selbst zu wählen, ohne Rücksicht auf einen Partner nehmen zu müssen. Dadurch werden die individuellen Bedürfnisse des Schülers berücksichtigt und ein binnendifferenziertes Vorgehen begünstigt. Der Lehrer kann als Hilfe jederzeit individuell beraten. Besonders geeignet ist die Wahl der Einzelarbeit direkt nach der Einführung eines neuen Themas, denn so können die Schüler den neuen Stoff in differenziert gestalteten Aufgaben anwenden, vertiefen oder auch wiederholen. So bietet sich die Chance einer ruhigen Arbeitsatmosphäre, die auch genutzt werden kann, um das Vorwissen einer Klasse abzufragen, z.B. mit einem ABC-Bogen, der alle Buchstaben des Alphabets enthält und die Schüler zu einem bestimmten Thema möglichst vielen Buchstaben einen passenden Begriff zuordnen sollen. Ebenso ist es möglich, dass Schüler in Form einer Mindmap ihre noch ungeordneten Kenntnisse nach eigenen Kriterien systematisieren oder sich eine Meinung zu einem strittigen Thema bilden, sodass die Einzelarbeit als Vorbereitung auf eine Diskussion im Plenum dient.

Der Einzelarbeit kann dann natürlich jederzeit eine Partner- oder Gruppenarbeitsphase folgen, um die allein erarbeiteten Ergebnisse mit den Klassenkameraden zu vergleichen und zu diskutieren.

Die Einzelarbeit wird oftmals von Schülern als „bloßer Lückenbüßer“[13] wahrgenommen, die ohnehin keinen Spaß macht und nur dazu dient, dass der Lehrer nichts tun muss. So darf natürlich keine Einzelarbeit wirken. Sie sollte nur angewandt werden, wenn die Ergebnisse im Anschluss sinnvoll in das Unterrichtsgespräch integriert werden. Zudem braucht eine Einzelarbeit genauso wie eine Gruppenarbeit unbedingt im Vorfeld klar definierte Regeln, die dafür sorgen, dass das Klassenzimmer ruhig, der zeitliche Rahmen klar und der Arbeitsauftrag unmissverständlich ist.[14]

Problematisch kann diese Sozialform jedoch bei sehr schwachen Schülern sein, die erhebliche Lernschwierigkeiten im entsprechenden Fach haben. Denn sie können oft nicht eigenverantwortlich Aufgaben bearbeiten, da der dafür notwendige Stoff unter Umständen noch nicht richtig durchdrungen wurde. In solchen Fällen sollte aber ohnehin eine Förderung außerhalb des Unterrichts beispielsweise durch eine temporäre äußere Differenzierung in Betracht gezogen werden, der dann aber eine individuelle Beratung bezüglich der Förderung und deren Planung vorausgehen sollte.

Die Partnerarbeit ist eine weitere Möglichkeit zu differenzieren. Dabei wird der Klassenverband für eine bestimmte Zeit in Zweierteams aufgeteilt, um sich mit einer Aufgabenstellung zu befassen. Es empfiehlt sich, die Teams zu mischen, sodass die Chance größer ist, dass Schüler unterschiedlichen Leistungsstandes in einem Tandem arbeiten. Die Zusammensetzung der Teams kann durch Abzählen erfolgen, aber auch durch kreativere Umsetzungen wie zerschnittene Bilder, die das Team zusammenführen. Partnerarbeit trägt zum gegenseitigen Austausch, aber auch bei schwereren Aufgabenstellungen zur gegenseitigen Ermutigung bei. So können sich Schüler gegenseitig helfen und ergänzen ihre Fähigkeiten, wobei darauf zu achten ist, dass beide Partner gleichermaßen an den Aufgaben arbeiten und nicht einer nur von anderen abschreibt, damit die Vorteile der Partnerarbeit nicht verloren gehen: Das „mündliche Formulieren, Erklären und Nachfragen im Zweierteam [trägt] zu einem tieferen Durchdringen und Verstehen komplexer Sachverhalte [bei]. Darüber hinaus schult die PA die soziale Kompetenz der Schüler […]; sie lernen in der Zweiergruppe andere Lernwege und Meinungen kennen und können sich darin üben, die Unterschiedlichkeit als Chance zu begreifen und Spannungen konstruktiv auszutragen.“[15]

Die Partnerarbeit kann auch gewählt werden, wenn die Klasse es noch nicht gewohnt ist, in größeren Gruppen zu arbeiten. Als eine Mischung zwischen Einzel- und Partnerarbeit gilt das Partner-Puzzle, bei dem zunächst jeder Schüler eine eigene Aufgabe hat, die Ergebnisse dann aber mit dem Partner zusammengeführt und zu einer Lösung gebündelt werden.[16]

Die Gruppenarbeit muss klar strukturiert sein, eine zeitliche Vorgabe und klare Aufgaben haben. Sie muss nicht als reine Gruppenarbeit ausgeführt werden, sondern kann auch phasenweise Stillarbeit enthalten bzw. als Gruppenpuzzle angewendet werden. Gruppenarbeit kann auch zunächst in Einzelarbeit beginnen, dann zur Partner- und erst zuletzt zur Gruppenarbeit werden, je nach dem welche Aufgabenstellung gegeben ist. So lassen sich die Vorteile der verschiedenen Sozialformen miteinander kombinieren. Die Gruppenarbeit kann so konzipiert sein, dass alle Gruppen dasselbe Thema bearbeiten, oder aber an verschiedenen Themen arbeiten, um verschiedene Perspektiven eines Gegenstandes zu betrachten.[17]

[...]


[1] Vgl. Manfred Bönsch: Erfolgreiches Lernen durch Differenzierung im Unterricht, Braunschweig 2009, S. 14.

[2] Vgl. Thomas Eberle, Helge Kuch und Sabine Track: Differenzierung 2.0, in: Maria Eisenmann, Thomas Grimm (Hrsg.): Heterogene Klassen. Differenzierung in Schule und Unterricht, Baltmannsweiler 2011, S. 3.

[3] Vgl. Liane Paradies: Innere Differenzierung, in: Ingrid Kunze, Claudia Solzbacher (Hrsg.): Individuelle Förderung in der Sekundarstufe I und II, Baltmannsweiler 2008, S. 67.

[4] Ibidem, S. 1f.

[5] Vgl. Heinz Klippert: Heterogenität im Klassenzimmer. Wie Lehrkräfte effektiv und zeitsparend damit umgehen können, Weinheim 2010, S. 24.

[6] Vgl. hierzu Andreas Helmke: Unterrichtsqualität – erfassen, bewerten, verbessern, Seelze 2004.

[7] Vgl. Andreas Helmke: Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts, Seelze 2009, S. 255.

[8] Vgl. Hilbert Meyer: Was ist guter Unterricht?, Berlin 2004, S. 97.

[9] Vgl. Silvia Bathe, Sebastian Boller u. Angela Kemper: Innere Differenzierung – auch in der Sekundarstufe II, in: Sebastian Boller, Ramona Lau (Hrsg.): Innere Differenzierung in der Sekundarstufe II. Ein Praxishandbuch für Lehrer/innen, Weinheim 2010, S. 18.

[10] Vgl. Thomas Eberle, Helge Kuch und Sabine Track: Differenzierung 2.0, in: Maria Eisenmann, Thomas Grimm (Hrsg.): Heterogene Klassen. Differenzierung in Schule und Unterricht, Baltmannsweiler 2011, S. 5.

[11] Vgl. Ingvelde Scholz: Pädagogische Differenzierung, Göttingen 2010, S. 35.

[12] Weiterführend zu freien Unterrichtsformen siehe z.B. Heinz Klippert: Heterogenität im Klassenzimmer. Wie Lehrkräfte effektiv und zeitsparend damit umgehen können, Weinheim 2010, S. 100ff.

[13] Vgl. Jonas Lanig: Differenzierung im Klassenzimmer. Methoden gegen die Uniformität des Lernens, Berlin/Stuttgart 2012, S. 21.

[14] Ibidem, S. 22.

[15] Vgl. Scholz: Pädagogische Differenzierung, S. 41.

[16] Vgl. Lanig: Differenzierung im Klassenzimmer, S. 29.

[17] Gerade im Fach Geschichte bietet sich z.B. dieses Vorgehen an, da so die Multiperspektivität und Multikausalität von Geschichte besonders deutlich wird. Genauso bietet es sich an, Quellen unterschiedlicher Erzähl- oder Erinnerungsgemeinschaften als Möglichkeit eines synchronen Zugriffs auf Geschichte zu nutzen, um die Gleichzeitigkeit von Themen zu erarbeiten.
So wird in deutschen Klassenzimmern im Zusammenhang mit dem Epochenjahr 1923 häufig die Ruhrgebietsbesetzung infolge der Verzögerung bei den Reparationszahlungen, der Hitler-Putsch und die Hyperinflation unterrichtet, während andere Vorgänge in Europa und der Welt wie beispielsweise die Gründung der Türkischen Republik nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches und dem Ende des türkischen Befreiungskrieges völlig in Vergessenheit geraten, obwohl diese Thematik oftmals wahrscheinlich gerade für Kinder mit Migrationshintergrund ebenso interessant wäre.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Differenzierung im Unterricht und der richtige Umgang mit Heterogenität
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaften)
Note
3,0
Jahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V426566
ISBN (eBook)
9783668713277
ISBN (Buch)
9783668713284
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
differenzierung, unterricht, umgang, heterogenität
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Differenzierung im Unterricht und der richtige Umgang mit Heterogenität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426566

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