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Die Kunst des hautnahen Erlebnisses. Eine exemplarische Analyse der Erzähltechnik des Tacitus in Buch IV der Annalen

Titel: Die Kunst des hautnahen Erlebnisses. Eine exemplarische Analyse der Erzähltechnik des Tacitus in Buch IV der Annalen

Hausarbeit , 2015 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Latinistik - Mittel- und Neulatein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll anhand eines kleinen Auszuges des vierten Buches der Annalen, das die Jahre 23-28 n. Chr. beschreibt und Thema des Proseminars war, untersucht werden, wie Tacitus die Wirkung durch Verwendung von Vokabular, Stilmittel und Grammatik erzielt. Dazu werden die Übergänge von Kapitel 50 und 51 näher betrachtet werden. An passenden Stellen werden andere Historiographen, in dessen Tradition Tacitus unzweifelhaft steht, als Vergleichspunkte herangezogen werden.

Publius Cornelius Tacitus, über dessen Leben aufgrund mangelhafter Quellenlage nicht viel bekannt ist, bildet mit seinen Annalen den Endpunkt einer dreihundertjährigen Tradition römischer Geschichtsschreibung. Er beschreibt darin die Geschichte des julisch-claudischen Geschlechts von Tiberius an. Von den ursprünglich vermuteten 16 Büchern sind mit Lücken nur die Bücher 1-6 und 11-16 erhalten.

Tacitus lässt Bilder wie auf einer Leinwand entstehen, in die man aufgrund ihrer Lebendigkeit entweder völlig eintauchen kann oder sich davor stellen und langsam jedes einzelne Detail bewundern kann. Es existiert hierbei eine Balance zwischen stillem Betrachten einer wie eingefrorenen Szene und dem Miterleben eines bewegten und wie in filmischer Sequenz abgebildeten Geschehnisses. In beiden Fällen fühlt es sich an wie ein hautnahes Erleben von Geschichte, egal wie groß der zeitliche Abstand zum Gegenstand der Darstellung auch sein mag.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Leser mitten im Geschehen

2.1 Tac. Ann. IV, 50, 3f.

2.2 Tac. Ann. IV, 51, 1

3.Fazit

4. Literaturverzeichnis

4.1 Textausgaben und Kommentare

4.2 Grammatiken und Lexika

4.3. Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzähltechnik des Tacitus in den Kapiteln 50 und 51 des vierten Buches der Annalen, um zu analysieren, wie der Autor durch spezifische sprachliche und stilistische Mittel eine unmittelbare, bildhafte Darstellung von Geschichte erzeugt, die den Leser förmlich in das Geschehen hineinzieht.

  • Analyse der narrativen Techniken des Tacitus in den Annalen IV.
  • Untersuchung des Übergangs vom erzählenden Stil zum bildhaften, direkten Erleben.
  • Einsatz von Vokabular, historischen Infinitiven und Partizipialkonstruktionen als Gestaltungsmittel.
  • Vergleich der taciteischen Darstellungsweise mit anderen römischen Geschichtsschreibern wie Sallust und Livius.

Auszug aus dem Buch

Der Leser mitten im Geschehen

Tacitus gelingt es auf vielfältige Art und Weise, den Leser direkt mit an den Ort des von ihm beschriebenen Geschehens zu nehmen und die Geschichte nicht nur zu erzählen, sondern neu zum Leben zu erwecken. RONALD MELLOR nennt Tacitus’ Können “mastery of literary narrative” und bemerkt: […] His aim, as with all great historians, is not merely to record the past but to recreate it for the reader.”

Im Folgenden werden verschiedene Ebenen seiner Erzähltechnik differenziert dargestellt und an einem konkreten Beispiel aus Buch IV der Annalen erläutert. Die Erläuterungen beziehen sich hauptsächlich auf die Kapitel 50 und 51 des vierten Buches, in denen es um die Kämpfe gegen thrakische Bergvölker im Jahr 26 n. Chr. geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Bedeutung der Annalen des Tacitus ein und erläutert die stilistischen Besonderheiten des Autors sowie das methodische Vorgehen der Analyse anhand ausgewählter Textstellen.

2. Der Leser mitten im Geschehen: In diesem Hauptkapitel wird detailliert aufgezeigt, wie Tacitus durch sprachliche Gestaltung, den gezielten Einsatz von Stilmitteln und die Wahl seines Vokabulars eine lebendige Atmosphäre schafft, die den Leser direkt in die Kampfhandlungen involviert.

2.1 Tac. Ann. IV, 50, 3f.: Dieser Unterabschnitt analysiert die spezifische Wortwahl und Satzstruktur zu Beginn der Auseinandersetzung zwischen den thrakischen Gruppen und arbeitet die Wirkung der Partizipien auf die narrative Unmittelbarkeit heraus.

2.2 Tac. Ann. IV, 51, 1: Dieser Unterabschnitt untersucht den Übergang zu Kapitel 51 und beleuchtet die signifikante stilistische Veränderung hin zu einer gehäuften Verwendung historischer Infinitive während der direkten Kampfbeschreibung.

3.Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Tacitus durch den gezielten Wechsel zwischen sachlichen Berichten und dichtem, bildhaftem Erzählen die Geschichte für den Leser im Hier und Jetzt erlebbar macht.

4. Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet alle für die Arbeit herangezogenen Primärquellen, Kommentare, lexikalischen Hilfsmittel und die verwendete Forschungsliteratur auf.

Schlüsselwörter

Tacitus, Annalen, Erzähltechnik, historischer Infinitiv, Stilistik, Geschichtsschreibung, Antike, Narratologie, Partizipialkonstruktionen, Rhetorik, lateinische Literatur, Bildhaftigkeit, Schlachtdarstellung, Historiographie, Römisches Reich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifische Erzähltechnik des römischen Autors Tacitus in einem ausgewählten Abschnitt seines Werkes "Annalen", Buch IV.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die stilistischen Mittel, die Tacitus verwendet, um historische Ereignisse lebendig und unmittelbar für den Leser erfahrbar zu machen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Tacitus durch den gezielten Einsatz von Grammatik und Rhetorik vom bloßen Erzählen zur bildhaften Darstellung wechselt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine exemplarische, stilistische Analyse von Textausschnitten, ergänzt durch einen Vergleich mit Vorbildern wie Sallust und Livius sowie dem Rückgriff auf philologische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Kapitel 50 und 51 aus Tacitus' Annalen IV, insbesondere der Verwendung von Partizipien und historischen Infinitiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Tacitus, Annalen, Erzähltechnik, historischer Infinitiv und Geschichtsschreibung.

Wie unterscheidet sich die Erzählweise in Kapitel 50 von Kapitel 51?

Kapitel 50 nutzt verstärkt Partizipialkonstruktionen in einem beschreibenden Kontext, während Kapitel 51 durch eine deutliche Zunahme historischer Infinitive die Dynamik der unmittelbaren Schlachtszene steigert.

Warum verwendet Tacitus den "historischen Infinitiv"?

Der historische Infinitiv dient dazu, die Erzählung zu beschleunigen und dem Leser ein unmittelbares, zeitloses und hochgradig lebendiges Erleben der Handlung zu ermöglichen.

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Details

Titel
Die Kunst des hautnahen Erlebnisses. Eine exemplarische Analyse der Erzähltechnik des Tacitus in Buch IV der Annalen
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V426574
ISBN (eBook)
9783668708686
ISBN (Buch)
9783668708693
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kunst erlebnisses eine analyse erzähltechnik tacitus buch annalen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Die Kunst des hautnahen Erlebnisses. Eine exemplarische Analyse der Erzähltechnik des Tacitus in Buch IV der Annalen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426574
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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