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Der informelle Wirtschaftssektor. Die Bedeutung für die Armutsbekämpfung

Title: Der informelle Wirtschaftssektor. Die Bedeutung für die Armutsbekämpfung

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 19 Pages , Grade: 2.6

Autor:in: Talha Tunc (Author), Robin Figura (Author)

Business economics - Economic Policy
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In dieser Hausarbeit wird die zentrale Forschungsfrage bearbeitet, ob der sog. informelle Sektor einen nachhaltigen Beitrag zur Bekämpfung der Armutssituation in Indien leistet, oder nicht.
Im zweiten Kapitel dieser Hausarbeit werden definitorische Grundlagen erklärt um den Leser mit dem nötigen Fachwissen vertraut zu machen. Das dritte Kapitel dient zur Analyse und Auswertung, sodass zum Schluss die zentrale Fragestellung beantwortet und ein Fazit gezogen werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der Armut und des informellen Sektors

2.1 Der informelle Sektor in der Praxis

2.1.1 Struktur und rechtliche Rahmenbedingungen

2.1.2 Entstehungs- und Wachstumsgründe

2.2 Definition von Armut

2.3 Armutszustände in Indien

3. Analyse der gesammelten Daten

3.1 Trägt der informelle Sektor zur Armutsbekämpfung bei?

3.2 Verursacht der informelle Sektor Armut?

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern der informelle Wirtschaftssektor in Indien als Instrument zur Armutsbekämpfung fungieren kann oder ob er strukturelle Mängel und Abhängigkeiten fördert, die das Armutsproblem langfristig eher verfestigen als lösen.

  • Strukturelle Merkmale und Rahmenbedingungen des informellen Sektors in Indien.
  • Differenzierung der Armutstypen (absolute, relative und gefühlte Armut).
  • Analyse der sozioökonomischen Auswirkungen informeller Beschäftigung.
  • Wechselwirkungen zwischen Wirtschaftswachstum, informellem Sektor und Armutsentwicklung.
  • Bewertung der staatlichen und gewerkschaftlichen Schutzmechanismen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Der informelle Sektor in der Praxis

Zunächst ist zu sagen, dass es keine eindeutige Definition des informellen Sektors gibt.[4] Der informelle Sektor ist ein Begriff der alle Aktivitäten umfasst, welche außerhalb der staatlichen Kontrolle liegen.[4] Dies bedeutet auch, dass die Arbeitsplätze dieses Sektors über keinen staatlichen Schutz verfügen, oder über eine staatliche Unterstützung.[4] Kleinräumige und Selbstständige Aktivitäten, mit einem in der Regel niedrigen Niveau von Organisation und Technik, sind Bestandteil des informellen Sektors. In der Praxis ist das vorrangige Ziel eine Beschäftigung und ein Einkommen zu generieren. Dabei gilt, dass die Grenzen zwischen dem in formellen- und dem formellen Sektor oft sehr fließend sind.[6] D.h. also dass in der Praxis auch informell Beschäftigte in einem formellen- und staatlich kontrollierten Arbeitsumfeld beschäftigt sein können. Denn gerade durch die Liberalisierung der Wirtschaft Indiens hat die Verflechtung beider Wirtschaftssektoren noch zugenommen.[6]

Der informelle Sektor umfasst weitestgehend Beschäftigungen welche nur ein geringes Maß an Anerkennung haben und charakterisiert sich auch, durch folgende Eigenschaften:[1]

Die Arbeiter im informellen Sektor erlangen Ihre Kenntnisse bei der Arbeit und nicht durch Schulungen oder Seminaren.

Der Ein- und Ausstieg ist leichter als der im formellen Sektor (einfache Ersetzung und Beschaffung von Arbeitskräften).

Nur geringer Kapitalbedarf.

Nur geringe Kenntnisse sind für die meist arbeitskräfteintensiven Arbeiten erforderlich.

Normalerweise werden im informellen Sektor weniger als 10 Arbeiter (meistens Familienangehörige) beschäftigt.

Der informelle Sektor ist heterogen, d.h. dass die Hauptaktivitäten welche aus Einzelhandel, Transport, Reparatur und Instandhaltung, Bauwesen, Personal-, Dienstbotentätigkeiten und Fabrikation bestehen, sind ungleichartig zusammengesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des informellen Sektors in Indien ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dessen Rolle in der Armutsbekämpfung.

2. Theoretische Grundlagen der Armut und des informellen Sektors: Dieses Kapitel liefert die definitorischen Grundlagen, beschreibt die Struktur des informellen Sektors und analysiert die verschiedenen Armutsformen sowie die spezielle Situation in Indien.

2.1 Der informelle Sektor in der Praxis: Hier werden die praktischen Eigenschaften des Sektors, seine Heterogenität und die fließenden Grenzen zum formellen Bereich detailliert erläutert.

2.1.1 Struktur und rechtliche Rahmenbedingungen: Der Fokus liegt auf der Unterteilung in Subsektoren und den fehlenden rechtlichen Schutzmechanismen für die dort Beschäftigten.

2.1.2 Entstehungs- und Wachstumsgründe: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Ursachen für das Anwachsen des Sektors, wie etwa den technologischen Rückstand und das indische Bildungssystem.

2.2 Definition von Armut: Die theoretische Einordnung von Armut in absolute, relative und gefühlte Kategorien bildet die Basis für die weitere Analyse.

2.3 Armutszustände in Indien: Die Darstellung der realen ökonomischen Bedingungen in Indien verdeutlicht die Diskrepanz zwischen Wirtschaftswachstum und der Lebenswirklichkeit der armen Bevölkerungsschichten.

3. Analyse der gesammelten Daten: Die Informationen werden zusammengeführt, um die positiven und negativen Aspekte des Sektors gegeneinander abzuwägen.

3.1 Trägt der informelle Sektor zur Armutsbekämpfung bei?: Die Argumente für den Sektor, insbesondere der hohe Beschäftigungsanteil und die Möglichkeiten zur Existenzsicherung, werden kritisch hinterfragt.

3.2 Verursacht der informelle Sektor Armut?: Dieses Kapitel untersucht die armutsfördernden Faktoren wie Kinderarbeit, geringe Löhne und fehlende soziale Sicherung.

4. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage negativ: Der Sektor bietet zwar Beschäftigung, ermöglicht aber keine effektive, nachhaltige Armutsbekämpfung.

Schlüsselwörter

Indien, informeller Wirtschaftssektor, Armutsbekämpfung, Beschäftigungsanteil, absolute Armut, soziale Sicherung, wirtschaftliche Disparitäten, Strukturwandel, Kinderarbeit, Mindestlohn, formeller Sektor, Arbeitsmarkt, Existenzgrundlage, Unterentwicklung, Industrienationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Rolle des informellen Wirtschaftssektors in Indien und bewertet, ob dieser einen positiven Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten kann oder eher zur Verstetigung von Armut beiträgt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Struktur und Entstehungsgründe des informellen Sektors, die Definition verschiedener Armutsformen sowie die Disparitäten innerhalb der indischen Wirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob der informelle Sektor ein geeignetes Instrument zur Armutsbekämpfung ist oder die Armut durch prekäre Arbeitsbedingungen und mangelnde Absicherung eher zementiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autoren nutzen eine deskriptive und analytische Literaturarbeit, die auf Daten internationaler Organisationen (wie der Weltbank) basiert, um die ökonomischen Zusammenhänge in Indien zu beleuchten.

Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Armut und informeller Sektor, gefolgt von einer Analyse, in der die Argumente pro und contra Armutsbekämpfung systematisch gegenübergestellt werden.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Indien, informeller Sektor, soziale Sicherung, absolute Armut und strukturelle Arbeitsmarktprobleme.

Welche Rolle spielt die soziale Absicherung im informellen Sektor?

Die soziale Absicherung ist laut Arbeit kaum vorhanden; nur etwa sechs Prozent der Beschäftigten profitieren von Ansätzen sozialer Sicherung, was die ökonomische Verletzlichkeit massiv erhöht.

Wie bewerten die Autoren den Einfluss des indischen Wirtschaftswachstums?

Die Autoren stellen fest, dass das hohe Wirtschaftswachstum in Indien bisher kaum zum Beschäftigungswachstum im formellen Sektor beigetragen hat, was viele Menschen in den prekären informellen Sektor drängt.

Warum wird der informelle Sektor laut Arbeit als armutsfördernd eingestuft?

Er fördert die Ungebildetheit, bietet oft nur Löhne auf dem Niveau der absoluten Armut und verhindert durch seine technologische Rückständigkeit eine Modernisierung der landeseigenen Industrie.

Welche Rolle spielt die Familie im informellen Sektor?

Da staatliche Sicherheitsnetze fehlen, ist die Familie oft die einzige Instanz, die bei Krankheit, Alter oder Arbeitslosigkeit im informellen Sektor soziale Unterstützung leistet.

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Details

Title
Der informelle Wirtschaftssektor. Die Bedeutung für die Armutsbekämpfung
College
Hochschule Ruhr West
Grade
2.6
Authors
Talha Tunc (Author), Robin Figura (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V426692
ISBN (eBook)
9783668710207
ISBN (Book)
9783668710214
Language
German
Tags
Länderanalyse Indien BRIC Emerging Markets informeller Sektor Armutsbekämpfung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Talha Tunc (Author), Robin Figura (Author), 2016, Der informelle Wirtschaftssektor. Die Bedeutung für die Armutsbekämpfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426692
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