Die Darstellung der Blockchain-Technologie in deutschen Online-Nachrichtenportalen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2018
52 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Blockchain-Technologie

3 Theoretischer Rahmen
3.1 Blockchain: Die beginnende soziotechnische Transformation
3.2 Die soziale Konstruktion von Blockchain
3.3 Diskurstheorie
3.4 Unterfragestellungen und Hypothesen

4 Methodik der Diskursanalyse

5 Vorgehensweise der Diskursanalyse
5.1 Zugang zum Diskursstrang „Blockchain“
5.2 Datenerhebung und Korpusbildung
5.3 Kodierung von relevanten Textstellen
5.4 Grobanalyse der Nachrichtenportale und Artikel
5.5 Feinanalyse der Kodierungen
5.6 Zusammenfassung der Ergebnisse und Auswertung

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

8 Anhang

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Vorgehensweise bei der Diskursanalyse (eigene Darstellung)

Abbildung 2: Liniendiagramm - Suchinteresse des Wortes „Blockchain“ auf Google

Abbildung 3: Infografik zur Funktionsweise der Blockchain-Technologie

Abbildung 4: Reichweiten-Informationen der Suddeutschen Zeitung

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Anzahl an Artikeln fur jedes Online-Nachrichtenportal

Tabelle 2: Verwendete Rubriken und Anzahl der zugeordneten Artikel

Tabelle 3: Liste von Online-Nachrichtenportalen nach Reichweite sortiert

Tabelle 4: Tabelle der Artikelsammlung

Tabelle 5: Artikelsammlung mit Quellenangaben und Zusatzinformationen

Tabelle 6: Code-Tabelle mit Zusatzinformationen aus MAXQDA

Anhangsverzeichnis

Anhang 1: Liniendiagramm - Suchinteresse des Wortes „Blockchain“ auf Google

Anhang 2: Infografik - Vereinfachte Darstellung der Blockchain-Funktionsweise

Anhang 3: Tabelle von Online-Nachrichtenportalen fur den Monat Januar

Anhang 4: Informationen zur Reichweite der Angebote der Suddeutschen Zeitung

Anhang 5: Tabelle der Artikelsammlung

Anhang 6: Artikelsammlung mit Quellenangaben und Zusatzinformationen

Anhang 7: Code-Tabelle mit Zusatzinformationen

Anhang 8: Potentielle Anwendungsmoglichkeiten gruppiert nach Themengebieten

Glossar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD der am 12.03.2018 unterzeichnet wurde, wird das Wort Blockchain siebenmal erwahnt.1 In diesem Vertrag wird das Regierungsprogramm fur die 19. Legislaturperiode in Deutschland festgelegt und offenbar werden Themen der Digitalisierung in der Gesellschaft immer wichtiger. Blockchain war bis vor kurzem noch ein Nischenthema, gewinnt aber seit 2017 stark an Beachtung2 und das in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen. Einige Akteure vergleichen die Blockchain-Technologie sogar mit dem Internet und seinen gesellschaftlichen Veranderungen.3

Uber ein dezentrales Netzwerk lassen sich mit dieser Technologie valide, unveranderliche Transaktionen durchfuhren und protokollieren, ohne das dafur eine zentrale Instanz notwendig ist, um diese abzusichern. Bekanntheit erlangte die Technologie vor allem uber das dezentrale digitale Geldsystem Bitcoin, dessen rasante Kursentwicklungen und Wertsteigerungen als erstes in den Medien Beachtung fanden. Die denkbaren und diskutierten Anwendungsgebiete sind dabei sehr vielfaltig, doch die Entwicklungen stehen noch am Anfang und konkrete Nutzungsmoglichkeiten sind bisher kaum vorhanden. Im zweiten Kapitel dieser Arbeit wird zunachst die Funktionsweise der Technologie knapp erlautert, um ein grundlegendes Verstandnis zu vermitteln und Begriffe einzufuhren, die fur die Analyse des Diskurses notwendig sind.

Da sich konkrete Anwendungsmoglichkeiten der Blockchain-Technologie, die sich meist in Testphasen befinden, noch der (technik-)soziologischen Perspektive entziehen, ist es nicht verwunderlich, dass noch kaum wissenschaftliche Literatur zum Thema in den Geisteswissenschaften zu finden ist. Wenn es Analysen und Einordnungen zu Blockchain gibt, ist diese uberwiegend von einer technischen und wirtschaftlichen Perspektive dominiert, wobei die Potentiale meist im Konjunktiv formuliert werden und teilweise von spekulativen Ubertreibungen gekennzeichnet sind. Wohin sich die Technologie entwickeln wird ist offen und kristallisiert sich erst im gerade beginnenden gesellschaftlichen Diskurs heraus, der zunehmend in den groften deutschen Zeitungen gefuhrt wird und in dieser Arbeit betrachtet werden soll.

Der Raum des Diskurses ist dabei schwer uberschaubar, eine Vielzahl von Akteuren aus verschiedensten - vor allem wirtschaftlichen - Bereichen sind beteiligt und fast taglich tauchen neue Beitrage zum Thema auf. Die Anwendungsfelder und Potentiale scheinen unuberschaubar und Themen wie Blockchain, Bitcoin, Kryptowahrungen, Internet of Things, DAOs, Fintech, Darknet etc. werden miteinander vermischt.4 Der Diskurs bietet allerdings einen konkreten techniksoziologischen Zugang, um eine erste Einordnung des Themas Blockchain vorzunehmen und den aktuellen Wissensstand des Diskurses festzuhalten. In dieser Arbeit soll daher mit Hilfe einer Diskursanalyse die Darstellung der Blockchain- Technologie in den groEten deutschen Zeitungen hinsichtlich seiner Potentiale und Risiken untersucht werden. Damit hangen auch die Fragen zusammen, welche Erwartungen und Problemlosungen an die Blockchain-Technologie geknupft werden und welche Akteure am Diskurs beteiligt sind.

Neben den diskurstheoretischen Grundlagen, die sich vor allem an Keller (2011) orientieren, stutzt sich die Analyse dieser Arbeit auf eine theoretische Basis, die aus zwei Ebenen besteht und im dritten Kapitel ausgefuhrt wird. Die erste Ebene bezieht sich auf die Grundgedanken der Theorie der „soziotechnischen Transformation'' von Dolata (2011). Dolata entwickelt in seinem Buch einen theoretischen Rahmen zur Analyse und Erklarung soziookonomischen Wandels durch Technik (Dolata 2011: 12 f.). Blockchain wird in dieser Arbeit als informationstechnische Innovation verstanden, die das Potential hat weitreichenden gesellschaftlichen Wandel - auf organisationaler, struktureller und sozialer Ebene - anzustoEen, ahnlich wie das Internet (ebd.).

Auf der zweiten theoretischen Ebene bezieht sich die Arbeit auf die Theorie der sozialen Konstruktion von Technologie (SCOT) nach Sorensen (2012). Nach dieser wird in dieser Arbeit davon ausgegangen, dass der Diskurs uber Blockchain Ruckschlusse liefert auf die spatere konkrete Ausgestaltung der Technologie. Dazu wird vor allem der technologische Rahmen nach SCOT - also die Ressourcen und das diskursive Repoirtoir, welches die Akteure bei der Konstruktion von Technik verwenden - in dieser Arbeit mit Hilfe einer Diskursanalyse untersucht (Sorensen 2012: 136 f.).

In Kapitel 4 werden zunachst die methodischen Grundlagen nach Keller und Jager knapp eingefuhrt, anschlieEend folgt die konkrete Durchfuhrung der Diskursanalyse im Kapitel 5 mit Datenerhebung, Grob- und Feinanalyse und der Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse. Im letzten Kapitel 6 schlieEt ein Fazit und ein Ausblick die Arbeit ab.

2 Die Blockchain-Technologie

Im Folgenden soil die Entwicklung und Funktionsweise der Blockchain-Technologie knapp vorgestellt werden, damit der Gegenstand und die spateren Ausfuhrungen verstandlich sind. Der Fokus dieser Arbeit liegt allerdings auf dem Diskurs und nicht auf der Erklarung der Funktionsweise der Technologie.

Blockchain kann als innovative Internet-Technologie der Digitalisierung verstanden werden, die erstmals 2008 von Satoshi Nakamoto in Form von Bitcoin in einem 8-seitigen Whitepaper vorgestellt wurde. Technische Grundlagen und Ansatze existierten allerdings schon seit den 90er Jahren (Narayanan et al. 2016: XX5 ). Bitcoin war als elektronisches peer- to-peer Bezahlsystem konzipiert (Nakomoto 2008: 1). Welche Person oder Personengruppe hinter dem Pseudonym steht, ist nicht bekannt. Im Jahr 2009 kam die Implementierung der Bitcoin-Software heraus und damit die erste offentliche Blockchain, die bis heute die alteste in Betrieb befindliche darstellt.

Technisch gesehen handelt es sich bei Blockchain um eine verteiltes Datenbanksystem mit dem Daten dezentral in einem Netzwerk gespeichert werden konnen. Dabei werden die Daten kontinuierlich an eine Liste von Datensatzen angehangt, in Blocken zusammengefasst („Block“) und kryptografisch miteinander verknupft („Chain“). Die kryptografische Verknupfung der Blocke geschieht uber mathematische Verfahren, die, je nach Implementierung, sehr viel Rechenleistung benotigen. Das ganze Prinzip wird dann als „Mining“ bezeichnet. Die wichtigsten technischen Konzepte von Blockchain sind: P2P (verteiltes Netzwerk), Verschlusselung, Signaturen, Prufsummen (Hash-Funktionen) und Zeitstempel.6

Oftmals wird Blockchain mit Buchfuhrung verglichen, die allerdings dezentral und offentlich auf allen beteiligten Geraten gespeichert wird und dabei konsistent ist, weshalb Manipulationen schwieriger sind. Wurden einzelne Daten falschlicherweise geandert werden, waren die Daten im Netzwerk nicht mehr konsistent und die Anderung wurde nicht in die Daten-Kette mit aufgenommen werden. Alle bisherigen Daten, die sich in der Blockchain befinden, sind also offentlich einsehbar; daher lassen sich auch alle mit Bitcoin jemals ausgefuhrten Transaktionen offentlich einsehen.7

Prinzipiell konnen uber das Blockchain-Konzept beliebige Daten gespeichert werden. So werden bei Bitcoin beispielsweise Informationen zu Transaktionen - unter anderem Sendeadresse, Betrag, Empfangeradresse und Datum - innerhalb des Netzwerks gespeichert. Damit ist dann ein dezentrales und weitgehend anonymes Wahrungssystem realisiert worden.

Im Internet lassen sich Daten normalerweise beliebig vervielfaltigen, weshalb die Echtheit - beispielsweise von Transaktions-Daten - immer zweifelhaft ist; aufter diese sind zentral bei einer vertrauensvollen Instanz, wie einer Bank, hinterlegt. Blockchain lost dieses Problem des Vertrauens in Daten, ohne das dafur eine zentrale Autoritat notwendig ware.8 So lautet zumindest ein gangiges Narrativ dieser Technologie. Dieses Narrativ ist in verschiedene Ideologien eingebettet und mit vielen theoretischen Anwendungsmoglichkeiten - sowie Risiken - verknupft, die in der folgenden Diskursanalyse untersucht werden sollen.

3 Theoretischer Rahmen

3.1 Blockchain: Die beginnende soziotechnische Transformation

Die erste Ebene des theoretischen Rahmens kann als Metatheorie verstanden werden und basiert auf den Grundgedanken der Theorie der soziotechnischen Transformation von Dolata (2011). Dolata geht davon aus, dass Technik konstitutiver Bestandteil jeder modernen Gesellschaft ist und soziale Zusammenhange auf unterschiedlichste Art und Weise strukturiert und regelt (Dolata 2011: 9). Vor allem seit den 1970er Jahren haben die digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien des Internets Gesellschaften rasant verandert (ebd.). Einschneidende technologische Umbruche werden dabei als entscheidender ,,Einflussfaktor und Impulsgeber fur gesellschaftliche Transformation'' gesehen (ebd.: 11).

Diese Umbruche sind keine linearen und deterministischen Prozesse, sondern meist existieren anfangs nur unfertige Skizzen: „grundlegende, mit groften Erwartungen und Visionen belegt, aber noch vergleichsweise vage neue technologische Moglichkeiten und grofte Unklarheiten daruber, welche sozialen Konsequenzen sie haben konnen“ (ebd.). Es gibt meist eine erratische und tastende Suche nach Anwendungen und Weiterentwicklungen der Technologie, die verfeinert, revidiert und modifiziert wird (ebd.).

Auf Basis dieser Grundgedanken entwickelt Dolata eine Theorie, die sich in die drei Konzepte untergliedert, um zu erklaren, wie durch neue Technologien angestoftene und maftgeblich durch sie gepragte Prozesse soziookonomischer Transformation ablaufen (ebd.: 12 f.). Das erste Konzept ist die technologische Eingriffstiefe, die beschreibt, dass sich grundlegend neue Technologien meist nicht umstandslos in die bestehenden Verhaltnisse einpassen; es beschreibt den spezifischen Veranderungsdruck, den neue Technologien auf bestehende Konstellationen ausuben (ebd.: 13). Im Fokus des zweites Konzepts stehen die in Bewegung geratenen Organisationen, Strukturen und Institutionen, die nicht mehr zu den neuen Technologien passen und die sich substantiell verandern mussen, um ihre Existenzberechtigung zu erhalten und nicht obsolet zu werden; Dolata nennt dies soziale Adaptionsfahigkeit (ebd.).

Sollte sich die Idee der Blockchain-Technologie in den diskursiven Auseinandersetzung als Losung fur entscheidende Probleme durchsetzen, kann von einem umfassenden soziookonomischen und institutionellen Transformationsprozess ausgegangen werden, der sich uber die nachsten Jahrzehnte strecken wird. Dolata nennt diesen erratischen nicht linearen Gesamtprozess solch einer Umbruchsperiode im dritten Konzept seiner Theorie graduelle Transformation (ebd.: 14).

Vor allem das erste Konzept der technologischen Eingriffstiefe ist fur die Untersuchung von Blockchain interessant und kann auf die ersten auftauchenden Anwendungsmoglichkeiten angewendet werden. Da die Entwicklung der Technologie gerade erst beginnt, sind die beiden folgenden Konzepte als noch eher nachrangig zu betrachten.

Dolata untersucht die soziookonomischen Auswirkungen groEerer technologischer Umbruche zudem auf der Mesoebene von Wirtschaftssektoren, die er soziotechnische Felder nennt (ebd.). Damit lassen sich die Auswirkungen „erheblich differenzierter analysieren und begreifen als etwa auf der Metaeben ganzer Gesellschaften oder Wirtschaftssysteme“ (ebd.). Demnach sind Wirtschaftssektoren in soziologischer Betrachtung mehr als Industriebranchen und werden „wesentlich mitgepragt und mitstrukturiert durch auEerokonomische, im weiteren Sinne soziale Akteure und Regelungen“ (ebd.: 17). Auch diese Perspektive der Untersuchung wird von Dolata ubernommen und es wird in dieser Arbeit versucht nicht zu allgemeine Aussagen uber die Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt zu machen, sondern es sollen immer die soziotechnischen Felder in den Blick genommen werden, die jeweils eigene Erwartungen an die Blockchain-Technologie haben.

3.2 Die soziale Konstruktion von Blockchain

Die zweite theoretische Ebene dieser Arbeit bezieht sich auf die Theorie der sozialen Konstruktion von Technologie (SCOT) nach Sorensen (2012). Nach dieser verhandeln verschiedene relevante soziale Gruppen uber Problemlosungen einer Technik und pragen damit dessen spatere tatsachliche Ausgestaltung (Sorensen 2012: 132 f.). In der Theorie von Sorensen geht es also nicht um den groEeren soziookonomischen Wandel durch Technik, wie in der Metatheorie, die im vorangegangen Kapitel vorgestellt wurde, sondern um die konkrete Emergenz und Ausgestaltung von Technik in diskursiven gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.

Der Ansatz von Sorensen basiert auf drei Konzepten bzw. Begriffen: relevante soziale Gruppe, Intepretationsflexibilitat und SchlieEung, die im Folgenden kurz eingefuhrt werden. Diese Konzepte sind wiederum eingebettet in den technologischen Rahmen, der nach Bijker und Pinch „die Ressourcen und das diskursive Repertoire - also Begriffe, Denkweisen und Diskurse - die die Akteure bei der Konstruktion von Technik verwenden“ umfasst (Bijker und Pinch 1984 zit. n. Sorensen 2012: 136). Dieser technologische Rahmen dient in dieser Arbeit als zentrales theoretisches Konzept, welches fur die Diskursanalyse genutzt wird.

Nach SCOT ist Technik immer in Bezug zu bestimmten Akteursgruppen zu verstehen, die die Technik unterschiedlich konstruieren (Sorensen 2012: 133). Technik enthalt demnach, je nach dem in welcher sozialen Gruppe diese genutzt wird, eine andere Bedeutung (ebd.: 132). Die tatsachliche Ausgestaltung einer Technik also von diesen Gruppen abhangig (ebd.: 133). Relevante soziale Gruppen sind Gruppen, Organisationen oder Institutionen, die ahnliche Ansichten und Meinungen uber eine Technik haben (Bijker und Pinch 1984 zit. n. Sorensen 2012: 132). So sind im Diskurs uber Blockchain unterschiedlichste Gruppen beteiligt, wie der Blockchain-Bundesverband, Analyst*innen von Beratungsfirmen, Einzelunternehmer*innen aus Start-Ups, Innovationsabteilungen von Banken, Forschungszentren und Institute (bspw. Frauenhofer Blockchain-Labor), Stiftungen (bspw. IOTA-Stiftung), Digitalkongresse (wie die C3-Crypto-Konferenz in Berlin) und viele mehr.

Diese Gruppen verstehen Blockchain alle auf verschiedene Weise, haben verschiedene Zielsetzungen und knupfen unterschiedliche Erwartungen an die Technik. Dies wird mit dem Begriff der Interpretationsflexibilitat nach SCOT bezeichnet. So nehmen verschiedene soziale Gruppen eine Technik als Losung fur unterschiedliche Probleme wahr (Sorensen 2012: 133). Technik schlagt dabei immer einen bestimmten Entwicklungspfad ein, der sich aus den Verhandlungen und Interpretationen der beteiligten Gruppen ergibt (ebd.: 133 f.). Dieser Entstehungsprozess ist immer nur eine mogliche Form der Entwicklung und nicht notwendig oder zwangslaufig; er konnte immer auch anders ablaufen, ist also historisch kontingent (ebd. 133). In dieser Arbeit sollen die Verhandlungen uber die Problemlosungen der Blockchain- Technologie untersucht werden, um damit erste Erkenntnisse uber die spatere Ausgestaltung der Technologie zu sammeln.

Die Interpretationsflexibilitat ist allerdings begrenzt: Die Verhandlungen, Diskussionen und Interpretation der Gruppen horen irgendwann auf und es ergibt sich ein stabiler Konsens uber Bedeutung und Design der Technik (ebd.: 134). Dies wird nach SCOT mit dem Begriff der SchlieEung bezeichnet (ebd.). Von diesem Status ist der Diskurs uber Blockchain noch weit entfernt.

Wie schon erwahnt sind die genannten Konzepte eingebettet in den technologischen Rahmen, der dazu dient, zu erklaren, wieso die relevanten sozialen Gruppen Technik auf bestimmte Weise konstruieren und nicht anders (ebd.: 136). Die Interaktionen zwischen den Gruppen basieren auf kulturell gepragten Sichtweisen, Relevanzsetzungen und Handlungsweisen, die vom technologischen Rahmen bestimmt werden (ebd.). Konkret konnen die Komponenten des technologischen Rahmens in drei Kategorien eingeordnet werden: soziale Praktiken, kognitive Wahrnehmungen und die technischen Artefakte selbst (ebd.: 137). Die einzelnen Elemente des Rahmens sind „Ressourcen, die die Konstruktion einer Technik auf signifikante Weise strukturieren“ (ebd.: 138).9 Dieser Rahmen und dessen Elemente werden im Zuge der Diskursanalyse betrachtet.

3.3 Diskurstheorie

Theoretisch orientiert sich die sozialwissenschaftliche Diskursanalyse dieser Arbeit uberwiegend an Keller, dessen Ausfuhrungen uber die wissenssoziologische Diskursanalyse einen koharenten theoretischen Rahmen liefern (Keller 2011; Keller 2001). Nach Keller besteht die Kernaufgabe der wissenssoziologischen Diskursanalyse darin, „Prozesse der sozialen Konstruktion, Objektivation, Kommunikation und Legitimation von Sinn-, d.h. Deutungs- und Handlungsstrukturen auf der Ebene von Institutionen, Organisationen bzw. sozialen (kollektiven) Akteuren zu rekonstruieren und die gesellschaftlichen Wirkungen dieser Prozesse zu analysieren“ (2001: 113).

Ein Grundgedanke dahinter ist die Annahme, dass alles was Menschen wahrnehmen und erfahren und auch sein Handeln uber ,,sozial konstruiertes, typisiertes, in unterschiedlichen Graden als legitim anerkanntes und objektiviertes Wissen“ vermittelt ist (ebd.). Dieses Wissen ist wiederum nicht angeboren, sondern basiert auf gesellschaftlich hergestellten symbolischen Systemen, die „uberwiegend in Diskursen gesellschaftlich produziert, legitimiert, kommuniziert und transformiert“ werden (ebd.). Die Analyse von Diskursen beschaftigt sich also mit den „sozialen Mechanismen und Regeln der Produktion und Strukturierung von Wissensordnungen“ (Keller 2011: 83).

Ein Diskurs ist nach Jager, der sich wiederum auf Link bezieht, "eine institutionell verfestigte Redeweise, insofern eine solche Redeweise schon Handeln bestimmt und verfestigt und also auch schon Macht ausubt" (Link 1983 zit. n. Jager 2001: 82). Jager verfeinert die Definition weiter und versteht Diskurs als „Fluss von Wissen bzw. sozialen Wissensvorraten durch die Zeit" (Jager 1999), der „individuelles und kollektives Handeln und Gestalten bestimmt, wodurch er Macht ausubt“ (Jager 2001: 82). Jager entwickelt eine kritische Diskursanalyse und bezieht daher explizit Machtverhaltnisse mit ein, die schon Bestandteil der Ausfuhrungen von Foucault sind, der die Grundlagen der Diskursanalyse schuf. Foucault beschreibt Diskurse allgemein als „jede Gruppe von Aussagen, die in einer Beziehung stehen, die durch bestimmte Formationsregeln analysiert werden kann“ (Rosa et al. 2007: 283).

Das theoretische Konstrukt Diskurs geht davon aus, dass „spezifischen empirischen Daten, die zunachst als singulare, in Zeit und Raum verstreute Ereignisse (AuEerungen) existieren und dokumentiert sind, ein Zusammenhang, eine Regel oder Struktur unterliegt“ (Keller 2011: 82). Texte, Praktiken oder Artefakte werden dabei als ,,materiale Manifestationen gesellschaftlicher Wissensordnungen“ gesehen und sind die „wichtigste Grundlage einer wissensoziologischen Rekonstruktion der Produktion, Stabilisierung und Veranderung kollektiver Wissensvorrate“ (ebd.: 78).

Im Zentrum der Diskurstheorie steht zudem die Ressourcenverteilung der am Diskurs beteiligten Akteure, die eine Rolle fur die „Teilnahme am kommunikativen Austausch und fur die formulierbaren Inhalte“ spielt (ebd.: 66). Fragen sind hier „Wer darf legitimer Weise wo sprechen?“ und „Was darf/kann wie gesagt werden?“ (ebd.: 67). Die gesellschaftlichen Akteure, die als Sprecher*innen in Diskursen in Erscheinung treten, verfugen also uber „unterschiedliche und ungleich verteilte Ressourcen der Artikulation und Resonanzerzeugung“ (ebd.). Sie konnen dabei „mitunter ex- oder implizite Diskurskoalitionen bilden (ebd.).

3.4 Unterfragestellungen und Hypothesen

Mit dieser Arbeit soll nicht noch ein spekulativer Beitrag uber die Anwendungspotentiale von Blockchain innerhalb des Diskurses geliefert werden, sondern der Diskurs soll von auEen betrachtet werden und die beteiligten relevanten Akteure sollen ausgemacht werden. Wobei diese Arbeit nach Keller ebenso als Diskursfragement betrachtet werden muss, der einem eigenen Diskurs zugeordnet werden kann (Keller 2011: 65). Wohin sich die Blockchain- Technologie entwickeln wird, ist noch offen. Dahingegen bietet der Diskurs uber Blockchain schon jetzt viel empirisches Material, gerade im letzten Jahr 2017 hat die Menge an Beitragen und die mediale Aufmerksamkeit stark zugenommen. Im Kern der Arbeit steht die Annahme, dass wie uber Technik gesprochen wird, auch dessen weitere gesellschaftliche Entwicklung bestimmt. Und dass uber eine Diskursanalyse eine soziologische Einordnung von innovativen Technologien und dessen zukunftiger Entwicklung stattfinden kann. Aus der Forschungsfrage nach der Darstellung der Blockchain-Technologie in deutschen Zeitungen bzw. Online- Nachrichtenportalen10 ergeben sich folgende konkrete Unterfragestellungen:

1. Welche Potentiale und Risiken von Blockchain werden genannt und wie werden diese dargestellt?

2. Welche potentiellen und konkreten Anwendungsmoglichkeiten werden diskutiert?
3. Welche Akteure werden in den Artikeln genannt oder als Expert*innen hinzugezogen?
4. Welche Artikel/Zeitungen stellen Blockchain eher positiv bzw. negativ da?
5. Wie wird das Phanomen Blockchain dargestellt und welche Narrative sind damit verknupft?
6. Welche Detailtiefe hinsichtlich der Betrachtung von Blockchain haben die unterschiedlichen Beitrage, auch im Vergleich der Zeitungen?

Daraus ergeben sich folgende Thesen fur diese Arbeit:

1. Wie gesellschaftlich uber Technologie diskutiert wird, bestimmt dessen zukunftige Entwicklung.
2. Der Diskurs uber Blockchain ist sehr divers und schnelllebig, es existiert keine einheitliche Haltung zur Technologie.
3. Der Diskurs uber Blockchain ist von Spekulationen, Ubertreibungen, Untertreibungen und Utopien gepragt.
4. Das Thema Blockchain wird in deutschen Medien eher oberflachlich behandelt, was an der Komplexitat der Technologie liegt.
5. Der Diskurs ist in Deutschland noch eher ein Nischenthema, nimmt aber an Bedeutung zu.
6. Im Diskurs wird das Thema Blockchain meist im Zusammenhang mit Kryptowahrungen und Bitcoin erwahnt. Eine gesonderte Betrachtung der Potentiale von Blockchain in anderen Bereichen findet selten statt.
7. Hauptakteure, die den Diskurs bestimmten kommen aus dem wirtschaftlichen Bereich, speziell aus der Finanzwirtschaft und dem Bereich Borse.

4 Methodik der Diskursanalyse

Aufgabe der Diskursanalyse ist die „Rekonstruktion typischer bzw. typisierbarer Strukturelemente“ - also Narrative, Deutungen, Topoi etc. - die als „sinnstiftende Muster den untersuchten Diskursen zugrunde liegen“ (Keller 2011: 79). Nach Keller ist Diskursanalyse ein Prozess hermeneutischer Textauslegung (Keller 2011: 76 f.). Dabei geht es um eine „analytisch genaue Zerlegung von Aussageereignissen mit Schritten ihrer hermeneutisch reflektierten und kontrollierten Interpretation'' (ebd.: 66). „Im Zentrum des Vorgehens stehen uberwiegend textformige Daten, d.h. ,naturliche‘ Aussageereignisse bzw. deren Protokolle" (ebd.: 66). Dazu werden bei der sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse „Textkorpora nach spezifischen Kriterien" zusammengestellt und einzelne Daten werden als „exemplarische Dokumente eines Diskurses" analysiert (ebd.: 69). Im realen Forschungsprozess konnen wegen Ressourcenknappheit aber meist nie alle AuEerungen eines Diskurses eingeholt werden (ebd.). In dieser Analyse wird also nicht der gesamte Diskurs uber Blockchain abgebildet werden konnen, sondern der Umfang orientiert sich am Rahmen des Formats einer Vertiefungshausarbeit. Es geht daher auch um Strategien, die Masse an zu bearbeitenden Texten zu reduzieren, beispielsweise mit Hilfe der Rekonstruktion von Kategorien (eher quantifizierender Ansatz) oder der Auswahl von Schlusselstellen oder Schlusseltexten (eher qualitativer Ansatz) (ebd.: 79).

Im Zuge der Analyse werden die Begriffe Diskursstrang, Diskursfragment und Diskursebene nach Jager verwendet. Demnach tauchen im gesellschaftlichen Gesamtdiskurs verschiedenste Themen auf und thematisch einheitliche Diskursverlaufe - wie uber Blockchain - werden als Diskursstrang bezeichnet (Jager 2001: 97). Jeder Diskursstrang setzt sich wiederum aus einer Fulle von Elementen bzw. Texten zusammen, die als Diskursfragmente bezeichnet werden (ebd.). In dieser Arbeit werden die untersuchten Zeitungsartikel als Diskursfragmente begriffen, in denen jeweils nicht nur ein Diskurs reprasentiert wird, sondern mehrere Themen und Diskurse konnen innerhalb eines Artikels auftauchen. Die verschiedenen Diskursstrange operieren dann „verschiedenen diskursiven Ebenen", die als soziale Orte bezeichnet werden konnen, von denen aus jeweils ,gesprochen‘ wird (ebd.: 99). Dazu gehoren beispielsweise Wissenschaft(en), Politik, Medien, Erziehung, Alltag, Verwaltung (ebd.). Innerhalb dieser Ebenen sprechen dann verschiedene diskursive Akteure und Gemeinschaften, wie Einzelpersonen, Organisationen, Stiftungen, Unternehmen etc. die als Tragergruppen von konkurrierenden Deutungen fungieren (Schwab-Trapp 2001: 270).

Fur den Ablauf einer sozialwissenschaftlichen Diskursanalyse gibt es keinen vorgefertigten Leitfaden, an dem man sich orientieren konnte. Die konkrete Methode, der Umfang des Datenmaterials und die Weite des betrachteten Zeitraumes hangen von der Forschungsfrage ab. Im Kern geht es um die „methodische Kontrolle von Interpretationsprozessen“ (Keller 2011: 76). Es geht vor allem um die „Offenlegung und Nachvollziehbarkeit der jeweiligen Interpretationsschritte“ (ebd.: 77). Zudem spielen Ideen, Einfalle und Geistesblitze bei der Auseinandersetzung mit dem Datenmaterial eine wichtige Rolle (Reichertz 2003 zit. n. Keller 2011: 76 f.). Jager stellt trotzdem eine „Werkzeugkiste“ zur Durchfuhrung einer Diskursanalyse vor, an der sich in dieser Arbeit grob orientiert wird (Jager 2001: 102 ff.). Es ergibt sich die - in der folgenden Abbildung dargestellte - sequentielle Vorgehensweise fur die Diskursanalyse:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Vorgehensweise bei derDiskursanalyse (eigene Darstellung)

5 Vorgehensweise der Diskursanalyse

5.1 Zugang zum Diskursstrang „Blockchain“

Im Rahmen der Analyse werden Zeitungsartikel aus den Online-Ablegern der groEten, also vor allem reichweitenstarksten, deutschen Zeitungen11 untersucht, die uber das Thema Blockchain berichten. Das Massenmedium Online-Zeitungen ist also die betrachtete Diskursebene. Der Diskurs uber Blockchain findet in verschiedensten Medien und Formaten mit unterschiedlicher Detailtiefe statt. So konnte der Diskurs auch auf Technologie- Konferenzen, wie der „C3 Crypto-Conference 2018“ in Berlin untersucht werden oder es konnten Beitrage auf Technologie-Portalen und -Blogs, wie „heise.de“ oder „t3n.de“ im Internet untersucht werden. Ebenso konnten Veroffentlichungen von Start-Ups betrachtet werden, die sich mit Blockchain beschaftigten oder Veroffentlichungen von Stiftungen, wie der ,,Technologie Stiftung Berlin“. Auch eine Analyse von politischen Diskursbeitragen, beispielsweise aus dem Koalitionsvertrag oder aus politischen Reden ware denkbar. Je nach dem auf welche Diskursebene oder auf welche Diskursgemeinschaft sich die Analyse bezieht, wird sich auch der Grad der Tiefe der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Blockchain andern. So werden auf Digital-Konferenzen eher spezifische und technische Expert*innen-Diskurse analysiert werden konnen. In dieser Arbeit soll allerdings versucht werden den Diskurs in seiner gesamtgesellschaftlichen Breite zu erfassen, weshalb das Massenmedium deutsche Online-Nachrichtenportale als Zugang zum Diskursstrang „Blockchain“ dient.

Die Online-Ableger von groEen Zeitungen zu nutzen hat den Vorteil, dass alle groEen Zeitungen mittlerweile Online-Auftritte haben, auf denen haufig auch die Inhalte aus den Print-Ausgaben zu finden sind. AuEerdem lesen mittlerweile mehr Menschen Zeitungs- Artikel online als in der Print-Ausgabe. Exemplarisch lasst sich dies an den Media-Daten der „Suddeutschen Zeitung“ zeigen. So hat die Zeitung 3 Millionen Leser*innen pro Monat, wobei die Online-Seite „SZ.de“ (plus der mobilen Seite) zusammen uber 10 Millionen Unique User*innen (also unterscheidbare Besucher*innen) haben.12

Zudem lassen sich uber die Suchfunktion der Online-Archive auf einfache Weise Artikel zu einem bestimmten Thema suchen, um den Textkorpus zu erstellen. Dazu konnen bei Online- Artikeln teilweise Zusatzinformationen wie Anzahl der Kommentare oder Anzahl der Empfehlungen („Likes“) als Relevanzfilter genutzt werden, um die Masse an Artikeln einzuschranken und einflussreiche Artikel zu finden. Weiterhin konnen uber Suchmaschinen wie Google Verlinkungen von Online-Artikeln als Information genutzt werden, beispielsweise wie haufig ein Artikel auf anderen Seiten oder Blogs auftaucht. Wie die Korpusbildung, also die Sammlung der Artikel im Einzelnen funktioniert, wird im folgenden Kapitel erlautert.

Bei der Auswahl der Zeitungen wurden Informationen zur Relevanz der einzelnen Online- Seiten der Zeitungen von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbetragern e.V. (IVW) genutzt. Dazu wurden zunachst fur den Monat Januar 2018 zum Thema „Nachrichten“ die Informationen aller Online-Auftritte von Nachrichtenportalen und Zeitungen als Excel-Tabelle heruntergeladen.13 Auch wenn sich der Untersuchungszeitraum der gesammelten Artikel nicht nur auf Januar 2018 beschrankt, wird davon ausgegangen, dass die Reichweiteninformationen der Online-Nachrichtenportale vernachlassigbar variieren von Monat zu Monat. Die Rangfolge der Zeitungen nach Reichweite wird also als relativ stabil betrachtet und ist uber den Monat Januar 2018 hinaus aussagekraftig.

Diese Liste wurde dann nach Page Impressions (Pis) - also nach der Anzahl der Seiten- Aufrufe sortiert - was ein guter Indikator fur die Reichweite der einzelnen Zeitungen darstellt. AnschlieEend wurden Spalten geloscht, die irrelevante Informationen enthielten und daraufhin wurde die Liste gefiltert. So ist beispielsweise der Typ des Zugriffs - ob von mobiler App oder Online - fur die Analyse nicht relevant, es werden die Gesamtzugriffszahlen betrachtet. Dann wurden alle Seiten herausgenommen, die sich auf Regionalnachrichten spezialisierten (bspw. Nordbayern.de), die Wetternachrichten lieferten (bspw. wetter.com), die von Fernsehsendern (bspw. RTL.de) kamen und die zu Mobile- Angeboten (bspw. uday von Samsung) gehorten. Es sollten vor allem uberregionale Zeitungen mit einem breiten inhaltlichen Spektrum gesucht werden. Das fertige Ergebnis mit 30 Online- Nachrichten-Portalen ist in Tabelle 3: Liste von Online-Nachrichtenportalen nach Reichweite sortiert im Anhang zu finden. Aus dieser Liste wurden wiederum folgende 10 Zeitungen fur die Analyse ausgewahlt:

- Bild.de

- SPIEGEL ONLINE

[...]


1 Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD -19. Legislaturperiode; URL: https://www.spdfraktion.de/system/files/documents/koalitionsvertrag_2018-2021_bund.pdf

2 Siehe der Anstieg des Suchinteresses im Anhang in Abbildung 2: Liniendiagramm - Suchinteresse des Wortes „Blockchain“ auf Google

3 Siehe: https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article170061144/Die-Blockchain-wird-das-neue- Internet.html

4 Ein Liste von zentralen Fachbegriffen und Abkurzungen zum Thema Blockchain mit kurzen Erlauterungen findet sich im Glossar auf Seite 3

5 Die Seitenangabe bezieht sich auf das Vorwort.

6 Siehe auch Abbildung 3: Infografik zur Funktionsweise der Blockchain-Technologie

7 Die Dateigrohe der Bitcoin-Blockchain mit allen enthaltenen Transaktionen nimmt kontinuierlich zu und liegt im Marz 2018 bei circa 150 GB; Quelle: https://charts.bitcoin.com/chart/blockchain-size

8 So sagte Dominik Schiener, der Entwickler des Tokens IOTA, am 20.03.2018 bei der ZDF-Sendung Markus Lanz uber Bitcoin: „Die Idee dahinter ist wirklich das Problem von Vertrauen zu losen“

9 Die mogliche Komponenten eines technologischen Rahmens nach Bjiker sind: Ziele; zentrale Probleme; Strategien zu Problemlosung; Anforderungen, die Problemlosungen erfullen mussen; gangige Theorien; implizites Wissen; Testmethoden; Designmethoden und -kriterien; Nutzerpraktiken; erkannte Ersatzfunktion; beispielhafte Artefakte (Modelle) und Produktionsapparate wie Pressen und Vorwarme (Snrensen 2012: 138).

10 Eine Ausnahme in dieser Arbeit stellt „n-tv.de“ dar, welches ein Online-Nachrichtenportal eines Nachrichten-Fernsehsenders ist und keine Seite einer Zeitung. Die Ausnahme wird in Kapitel 5.1 Zugang zum Diskursstrang „Blockchain“ erlautert.

11 Eine Ausnahme stellt „n-tv.de“ dar, welches ein Online-Nachrichtenportal eines Nachrichten- Fernsehsenders ist und keine Seite einer Zeitung. Das Portal wurde aufgrund seiner hohen Reichweite mit aufgenommen. Daher wird teilweise zwischen den Begriffen „Online-Ableger der Zeitung“ und „Online-Nachrichtenportal“ gewechselt. Letzterer Begriff soll alle Seiten mit einschlieEen.

12 Siehe dazu Abbildung 4: Reichweiten-Informationen der Suddeutschen Zeitung im Anhang 4

13 Quelle der Informationen zur Reichweite von Online-Auftritten von Nachrichtenportalen und Zeitungen: http://ausweisung.ivw-online.de/index.php? i=116&mz_szm=201801&az_filter=0&kat1=0&kat2=0&kat3=0&kat4=0&kat5=0&kat6=0&kat7=40 &kat8=0&sort=kvd&suche=

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Die Darstellung der Blockchain-Technologie in deutschen Online-Nachrichtenportalen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Digitalisierung von Arbeit und Leben
Note
1,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
52
Katalognummer
V426748
ISBN (eBook)
9783668709676
ISBN (Buch)
9783668709683
Dateigröße
967 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Umfangreiche und gut ausgearbeitete Hausarbeit, die vom Umfang her einer Bachelorarbeit nahe kommt. In den reichweitenstärksten Online-Zeitungen wird das Thema Blockchain mit einer Diskursanalyse umfassend untersucht. Die Analyseschritte sind dabei nachvollziehbar beschrieben und die Ergebnisse werden übersichtlich festgehalten.
Schlagworte
Blockchain, Bitcoin, Digitalisierung, Diskursanalyse, Kryptowährungen, Blockchain-Technologie, Techniksoziologie, Zeitungen
Arbeit zitieren
Manuel Banz (Autor), 2018, Die Darstellung der Blockchain-Technologie in deutschen Online-Nachrichtenportalen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426748

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