Mit der immer stärkeren Durchdringung von Software im Alltag nimmt auch die Qualitätsbetrachtung von Software einen immer stärkeren Fokus ein. Die Liste von Faktoren die ein Softwarehersteller berücksichtigen muss um die Erwartungshaltung nach hochqualitativer Software zu erfüllen ist daher groß. Damit ein hochqualitatives Softwareprodukt entstehen kann und dabei auch Budget- und Zeitrahmen eingehalten werden, ist ein strukturiertes Vorgehen innerhalb des Entwicklungsprozess, als auch die Verwendung von qualitätssichernden Methoden und Maßnahmen entlang des Softwarelebenszyklus notwendig. In der wissenschaftlichen Arbeit sollen all wesentlichen Aspekte rund um die Qualität von Software betrachtet werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Erfolgsfaktoren di zu hochqualitativer Software führen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung der Arbeit
2. Der Qualitätsbegriff
2.1 Definition Softwarequalität
2.2 Qualitätsaspekte von Software
3. Elementare qualitätssichernde Prinzipien
3.1 Verifikation und Validierung
3.2 Reviews
3.3 Dokumentation
4. Qualitätssichernde Maßnahmen im Softwarelebenszyklus
4.1 Der Softwarelebenszyklus
4.2 Anforderungsanalyse und Spezifikation
4.3 Designphase
4.4 Realisierungs- und Implementierungsphase
4.5 Testphase
4.6 Betrieb und Wartung
5. Einfluss des Managements auf hochqualitative Software
5.1 Grundlegende Managemententscheidungen
5.2 Reifegradmodelle
6. Fazit und kritische Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Entwicklung hochqualitativer Software systematisch zu identifizieren und zu untersuchen, wie diese durch gezielte methodische Ansätze und Managemententscheidungen im Softwarelebenszyklus sichergestellt werden können.
- Grundlagen des Software-Qualitätsbegriffs und dessen Dimensionen.
- Elementare qualitätssichernde Prinzipien wie Verifikation, Validierung, Review-Verfahren und Dokumentation.
- Methodische Qualitätssicherung über die Phasen des Softwarelebenszyklus hinweg.
- Die Rolle des Projektmanagements und der Einsatz von Reifegradmodellen (SPICE, CMMI).
Auszug aus dem Buch
3.2 Reviews
Eine frühzeitige Erkennung von Qualitätsmängeln im Entwicklungsprozess ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg von Softwareprojekten. Ein weiteres grundlegendes Prinzip zur Entwicklung hochqualitativer Software bilden Reviews. Software Reviews stellen Methoden zur Verbesserung der Qualität sowohl in Prozessen, als auch in Softwareprodukten, dar (vgl. SCHATTEN u.a. 2010, S. 117). Die Zielsetzung eines Reviews ist es einen Fehler möglichst frühzeitig in unterschiedlichen Ergebnissen im Rahmen des Entwicklungsprozess bzw. des Softwarelebenszyklus zu finden (z.B. Dokumenten, Code, Komponenten, Modulen, dem Endprodukt, etc.).
Eine formale Definition für Reviews liefert die Norm IEEE 610 als „ein formelles Treffen, bei dem ein Produkt oder Dokument dem Benutzer, Kunden oder anderen interessierten Personen vorgelegt wird, um es zu kommentieren und abzusegnen“ (vgl. SCHATTEN u.a. 2010, S. 117). Aufgrund der universellen Anwendbarkeit von Reviews ist es naheliegend, dass Reviews in unterschiedlichen Stellen entlang des Entwicklungsprozess Anwendung finden und deren Einsatz nicht auf einzelne Phasen oder Zwischenergebnisse beschränkt ist. Abhängig Ihrer Anwendung eignen sich unterschiedliche Reviewtypen. Abbildung 3-1 gibt einen Überblick über die wichtigsten Formen von Reviews. Die Wahl der Reviewtypen ist im Wesentlichen davon abhängig, in welcher Phase dieser angewendet werden soll und ob er mit oder ohne Kundenbeteiligung stattfindet (vgl. SCHATTEN u.a. 2010, S. 118f).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Softwarequalität im Alltag und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der vorliegenden Arbeit.
2. Der Qualitätsbegriff: Dieses Kapitel erarbeitet eine präzise Definition von Softwarequalität und stellt verschiedene Qualitätsaspekte, wie Funktionalität, Zuverlässigkeit und Benutzbarkeit, gegenüber.
3. Elementare qualitätssichernde Prinzipien: Es werden grundlegende Verfahren wie Verifikation und Validierung, diverse Review-Methoden sowie die Bedeutung der Dokumentation als Basis der Qualitätssicherung erläutert.
4. Qualitätssichernde Maßnahmen im Softwarelebenszyklus: Dieses Kapitel betrachtet spezifische qualitätssichernde Maßnahmen von der Anforderungsanalyse über die Design-, Implementierungs- und Testphase bis hin zum Betrieb und zur Wartung.
5. Einfluss des Managements auf hochqualitative Software: Die Untersuchung konzentriert sich auf die Bedeutung strategischer Managemententscheidungen und die Anwendung von Reifegradmodellen wie SPICE und CMMI zur Prozessverbesserung.
6. Fazit und kritische Betrachtung: Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Praxisrelevanz und der Herausforderungen in der Softwareentwicklung.
Schlüsselwörter
Softwarequalität, Softwarelebenszyklus, Qualitätssicherung, Software Engineering, Projektmanagement, Review, Verifikation, Validierung, Test Driven Development, Reifegradmodelle, CMMI, SPICE, Anforderungsanalyse, Fehlertoleranz, Softwareentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den kritischen Faktoren und methodischen Ansätzen, die zur Entwicklung von qualitativ hochwertiger Software führen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören der Qualitätsbegriff, qualitätssichernde Methoden über den gesamten Softwarelebenszyklus sowie der steuernde Einfluss des Managements.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine umfassende wissenschaftliche Betrachtung der Qualitätssicherung, um Erfolgsfaktoren für die Softwareentwicklung zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die strukturierte Aufarbeitung etablierter Prinzipien und Normen des Software Engineerings.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Qualitätsprinzipien, die spezifische Qualitätssicherung in den einzelnen Entwicklungsphasen und die Rolle von Managementstrategien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Softwarequalität, Softwarelebenszyklus, Reifegradmodelle und Qualitätssichernde Maßnahmen geprägt.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Verifikation und Validierung eine so wichtige Rolle?
Die Unterscheidung ist essentiell, da Verifikation prüft, ob das Produkt richtig gebaut wurde, während die Validierung sicherstellt, dass das richtige Produkt für den Kunden gebaut wurde.
Wie unterstützen Reifegradmodelle wie CMMI die Softwareentwicklung?
Diese Modelle dienen der systematischen Bewertung und Verbesserung von Entwicklungsprozessen, um eine messbare und reproduzierbare Qualität sicherzustellen.
- Arbeit zitieren
- Dennis Schindeldecker (Autor:in), 2013, Erfolgsfaktoren für die Entwicklung hochqualitativer Software, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426796