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Ein Porträt von Gawrila Ardalionytsch Iwolgin

"Der Idiot" von F. M. Dostojewski

Titel: Ein Porträt von Gawrila Ardalionytsch Iwolgin

Hausarbeit , 1993 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Monika Laupus (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Slawische Länder
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Charaktere von Dostojewski sind auch heute noch interessant und zeitgemäß. Die Figur Ganja Iwolgin in seinem Roman "Der Idiot" wird im vorliegenden Text in allen Details analysiert. Es stellt sich die Frage, ob Menschen, die eher aggressiv, egoistisch und misstrauisch sind, eine persönliche Entwicklung erfahren können. (Die Arbeit wurde mit "sehr gut" bewertet.)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Der Weg zu Ganja

II. 1. Dostojewskis bildhafter Entwurf Ganjas

a) Der Steckbrief

b) Das Urteil der beteiligten Romanfiguren

2. Die Bedeutung des Geldes

3. Ganjas zwischenmenschliches Verhalten

a) Der Sprachgebrauch

b) Die Mimik

c) Die schriftliche Kommunikation

III. Das Porträt Ganjas

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Figur des Gawrila Ardalionytsch Iwolgin, kurz Ganja, aus Dostojewskis Roman "Der Idiot" systematisch zu porträtieren und sein komplexes Verhaltensmuster durch die Analyse äußerer Merkmale und zwischenmenschlicher Interaktionen zu durchleuchten.

  • Analyse der narrativen Darstellungstechniken Dostojewskis zur Charakterisierung Ganjas.
  • Untersuchung der Rolle materieller Werte und des Geldes als Triebfeder für Ganjas Handeln.
  • Erforschung von Ganjas zwischenmenschlichem Kommunikationsverhalten mittels Sprache, Mimik und schriftlicher Korrespondenz.
  • Einordnung von Ganjas Persönlichkeit im Kontext seiner sozialen Stellung und seines Strebens nach Originalität.

Auszug aus dem Buch

b) Das Urteil der beteiligten Romanfiguren

Dem ersten Eindruck zufolge könnte man Ganja für eine Lichtgestalt halten, jung, blond, mit Bart wie Myschkin, aber in Pelz gehüllt wie Rogoschin (ein Wolf im Schafspelz?). Der Fürst mißtraut sogleich dem Gesichtsausdruck des Sekretärs. Er sagt sich im Stillen: "Wer weiß, wie der aussieht, wenn er allein ist? Da ist er sicher anders und lächelt nicht so heiter." Tatsächlich verfügt Ganja über keinen Grund zur Heiterkeit. Die verschiedensten Gerüchte über seine Person kursieren in Petersburg. Einerseits heißt es, Nastasja Filipowna schätze ihn sehr ("Am besten gefalle ihr, daß er so arbeitsam sei, sich Mühe gebe und seine Familie allein erhalte, daß er energisch und stolz an seine Karriere denke." ), andererseits wird behauptet, sie wisse genau, "Ganja heirate sie nur des Geldes wegen und sei ein schlechter, habgieriger, neidischer und vor allem entsetzlich eitler Mensch...."

Bereits hier wird deutlich, auf welche Art und Weise Dostojewski das Charakterbild des Ganja entwirft. Er bedient sich einer besonderen Technik. Anstatt als Erzähler, der die Eigenschaften Ganjas benennt, aufzutreten, läßt die beteiligten Romanfiguren sprechen. Da diese natürlich subjektiv urteilen, ist der Leser angehalten, die Aussagen zu überprüfen und seine eigene Meinung zu bilden.

Als offensichtlich erweist sich allerdings Ganjas Interesse an einem gesellschaftlichen Aufstieg, der mit materiellem Wohlstand einhergeht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Der Weg zu Ganja: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin zur Auseinandersetzung mit der Figur Ganja und steckt den methodischen Rahmen der Untersuchung ab.

II. 1. Dostojewskis bildhafter Entwurf Ganjas: Dieses Kapitel liefert eine biografische Einordnung der Figur und analysiert, wie andere Romanfiguren durch ihre subjektiven Wahrnehmungen Ganjas Charakter konturieren.

2. Die Bedeutung des Geldes: Der Abschnitt verdeutlicht die zentrale Rolle finanzieller Macht als vermeintliches Mittel für Ganja, um in der Gesellschaft Individualität und Originalität zu erlangen.

3. Ganjas zwischenmenschliches Verhalten: Hier wird untersucht, wie Ganja durch aggressive Sprache, Mimik und schriftliche Kommunikation versucht, seine Umgebung zu manipulieren und seine eigene Unsicherheit zu kaschieren.

III. Das Porträt Ganjas: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Ganja trotz aller Krisen ein in sich gefangener, wenig entwicklungsfähiger Zeitgenosse bleibt.

Schlüsselwörter

Gawrila Ardalionytsch Iwolgin, Der Idiot, Fedor M. Dostojewski, Literaturwissenschaft, Charakteranalyse, Materialismus, Geldgier, Zwischenmenschliche Kommunikation, Sprachanalyse, Mimik, Romanfiguren, Gesellschaftlicher Aufstieg, Epische Darstellung, Narrativik, Psychologisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit widmet sich der detaillierten Charakterisierung der Figur Gawrila Ardalionytsch Iwolgin, genannt Ganja, aus Dostojewskis Roman "Der Idiot".

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind Ganjas psychologisches Profil, seine Besessenheit von materiellem Wohlstand und sein oft manipulatives zwischenmenschliches Verhalten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Ganjas Charakter anhand seiner äußeren Merkmale und Interaktionen mit anderen Romanfiguren sowie durch sein Kommunikationsverhalten zu porträtieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autorin wählt einen chronologischen, textanalytischen Ansatz, bei dem sie Aussagen über Ganja kritisch hinterfragt und mit dessen Handlungen abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Ganjas gesellschaftlicher Einordnung, seiner Beziehung zum Geld und seiner sprachlichen sowie mimischen Interaktionsformen.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Ganja, Dostojewski, Charakterstudie, Materialismus, Kommunikation und psychologische Romananalyse.

Wie bewerten die anderen Romanfiguren Ganjas Charakter?

Die Meinungen sind zwiespältig: Er wird teils als arbeitsam geschätzt, jedoch häufiger als habgierig, eitel und charakterlich schwach wahrgenommen.

Welche Rolle spielt die Mimik in Ganjas Kommunikation?

Seine Mimik fungiert oft als unwillkürlicher Verräter seiner inneren Aggression oder Unzufriedenheit, da er versucht, seine wahren Absichten hinter einer Fassade zu verbergen.

Warum spielt Geld eine so zentrale Rolle für Ganja?

Für Ganja ist Geld das einzige Mittel, um sich aus der Alltäglichkeit zu erheben und als "originelle" Persönlichkeit in der Gesellschaft anerkannt zu werden.

Kommt Ganja im Laufe des Romans zu einer positiven Entwicklung?

Die Analyse zeigt, dass Ganja zwar Krisen durchlebt, jedoch keine tiefgreifende Charakterwandlung vollzieht und in seinem Wesen weitgehend unverändert bleibt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Porträt von Gawrila Ardalionytsch Iwolgin
Untertitel
"Der Idiot" von F. M. Dostojewski
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
1,0
Autor
Monika Laupus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1993
Seiten
27
Katalognummer
V426811
ISBN (eBook)
9783668710467
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ganja Idiot Dostojewski Russland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Monika Laupus (Autor:in), 1993, Ein Porträt von Gawrila Ardalionytsch Iwolgin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426811
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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