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Klassengesellschaft und Bildungssystem. Habitus, sozialer Raum, funktionale Ungleichheit

Titel: Klassengesellschaft und Bildungssystem. Habitus, sozialer Raum, funktionale Ungleichheit

Seminararbeit , 2017 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christin Kolbeck (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bildung ist ein Funktionssystem in einer funktional differenzierten Gesellschaft (Luhmann). Die Bildungssoziologie versucht Fragen nach Schichtungen innerhalb der Gesellschaft und die daraus resultierenden Folgen für das Bildungssystem zu beantworten. Einleitend erklärt wird dies in der vorliegenden Arbeit durch Auszüge aus Texten Pierre Bourdieus, Niklas Luhmanns und vielen mehr.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Klassengesellschaft und Bildungssystem

Habitus und Sozialer Raum

Der Habitus

Der soziale Raum

Funktionale Ungleichheit

Was ist soziale Ungleichheit?

Funktionale Ungleichheit – Ein fehlerhaftes Postulat?

Die konservative Schule

Begabung und formale Gleichheit

Bildungsexpansion – Lösung oder ein noch größeres Problem?

Studentische Milieus und Sozioanalyse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Klassengesellschaft und dem Bildungssystem unter besonderer Berücksichtigung soziologischer Theorien, insbesondere jener von Pierre Bourdieu. Das primäre Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, durch die das Bildungssystem soziale Ungleichheit reproduziert und legitimiert, statt ihr entgegenzuwirken.

  • Der Einfluss des Habitus auf den Bildungserfolg
  • Kritik an funktionalistischen Erklärungen sozialer Ungleichheit
  • Die Rolle der "formalen Gleichheit" als Maskerade für soziale Auslese
  • Das Bildungsparadox im Kontext der Bildungsexpansion
  • Möglichkeiten und Grenzen der Sozioanalyse im Bildungskontext

Auszug aus dem Buch

Der Habitus

Der Habitus, angelehnt an das lateinische Wort habere (zu dt.: haben), erklärt salopp das Gehabe eines Individuums. Bourdieu selbst beschreibt in seinem Buch Die feinen Unterschiede den Habitus „[a]ls Vermittlungsglied zwischen der Position oder der Stellung innerhalb des sozialen Raumes und spezifischen Praktiken, Vorlieben, usw. (…)“ und spricht die wesentlichen Merkmale direkt an. Der Habitus ist eine gewisse dispositive Grundhaltung, ein Gehabe, gegenüber dem, was allgemeinhin als Welt bezeichnet wird. Das wiederum beinhaltet, dass jeder, je nach Ausprägung in kulturellem und/ oder ökonomischem Kapital, eine Grundhaltung hat, die sich auf die Position innerhalb des sozialen Raumes bezieht, hierzu später mehr. Es kann bezüglich des Habitus das Axiom angeführt werden, dass dem Individuum objektiv der Habitus zugewiesen, er jedoch subjektiv verändert wird. Es handelt sich demzufolge um eine psychosoziale Entwicklung des Menschen, also ein wechselseitiges Formen und geformt werden; Der Habitus wird so zur strukturierenden Struktur.

Zusammenfassung der Kapitel

Klassengesellschaft und Bildungssystem: Einführung in die soziologische Grundproblematik, wie Klassenstrukturen kausal auf gesellschaftliche Prozesse und Bildungsungleichheit einwirken.

Habitus und Sozialer Raum: Darstellung der Konzepte von Pierre Bourdieu, die erklären, wie sich soziale Positionen in Lebensstilen und habituellen Strukturen manifestieren.

Funktionale Ungleichheit: Analyse der Davis-Moore-Theorie, die soziale Schichtung als funktional begründet, sowie deren kritische Auseinandersetzung durch Renate Mayntz.

Die konservative Schule: Untersuchung von Bourdieus These, dass Schulen soziale Ungleichheit legitimieren, anstatt sie abzubauen.

Begabung und formale Gleichheit: Beleuchtung des Begriffs der formalen Gleichheit, die tatsächliche Herkunftsungleichheiten hinter objektiven Leistungskriterien verschleiert.

Bildungsexpansion – Lösung oder ein noch größeres Problem?: Diskussion des Bildungsparadoxes, bei dem steigende Bildungsniveaus nicht zwingend zu gerechteren Chancen führen.

Studentische Milieus und Sozioanalyse: Untersuchung unbewusster Prozesse in akademischen Milieus und das Potenzial der Sozioanalyse zur Aufdeckung dieser Strukturen.

Schlüsselwörter

Klassengesellschaft, Bildungssystem, Habitus, sozialer Raum, soziale Ungleichheit, funktionale Schichtung, Pierre Bourdieu, Chancengleichheit, formale Gleichheit, kulturelles Kapital, Bildungsexpansion, Bildungsparadox, Sozioanalyse, Habitusklasse, Meritokratie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wechselseitigen Beeinflussung von sozialen Klassen und dem Bildungssystem und hinterfragt, warum Bildung trotz gegenteiliger Zielsetzungen oft soziale Ungleichheit reproduziert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Habitus-Begriff, die Theorie der sozialen Schichtung, die Kritik am Bildungswesen sowie die Auswirkungen der Bildungsexpansion auf die Chancengerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, durch die Bildungsinstitutionen bestehende gesellschaftliche Machtverhältnisse und klassenspezifische Unterschiede aufrechterhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse soziologischer Fachliteratur, insbesondere der Ansätze von Pierre Bourdieu, Davis und Moore sowie weiterer zeitgenössischer Autoren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Konstrukte wie den sozialen Raum und funktionale Ungleichheit, kritisiert das meritokratische Schulversprechen und diskutiert die sozioanalytische Perspektive auf studentische Milieus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Habitus, soziales Kapital, Chancengleichheit, formale Gleichheit und das Bildungsparadox.

Wie definiert der Autor das "Bildungsparadox"?

Das Bildungsparadox beschreibt die Kombination aus einer Erhöhung des allgemeinen Bildungsniveaus, bei der jedoch die tatsächlichen Bildungschancen für benachteiligte Gruppen nicht im gleichen Maße ansteigen.

Warum wird die "formale Gleichheit" in der Schule kritisiert?

Kritisiert wird, dass unter dem Deckmantel allgemeiner Leistungskriterien eigentlich ungleiche Startbedingungen (kulturelles Kapital) ignoriert und somit die ursprüngliche Ungleichheit faktisch sanktioniert wird.

Welchen Stellenwert nimmt die Sozioanalyse ein?

Die Sozioanalyse dient als Mittel, um die unbewussten Vorgänge innerhalb der Gesellschaft und in Bildungsprozessen aufzudecken, die sonst als "natürlich" oder gegeben wahrgenommen würden.

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Details

Titel
Klassengesellschaft und Bildungssystem. Habitus, sozialer Raum, funktionale Ungleichheit
Hochschule
Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg)  (Institut für Gesellschaftswissenschaften und Theologie)
Veranstaltung
Klassengesellschaft und Bildungssystem
Note
1,0
Autor
Christin Kolbeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V426901
ISBN (eBook)
9783668712669
ISBN (Buch)
9783668712676
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klassengesellschaft Bildungssystem Bourdieu Luhmann Riger-Ladich Soziologie Bildungssoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christin Kolbeck (Autor:in), 2017, Klassengesellschaft und Bildungssystem. Habitus, sozialer Raum, funktionale Ungleichheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426901
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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