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Die Thema-Rhema-Struktur in der Textlinguistik

Title: Die Thema-Rhema-Struktur in der Textlinguistik

Seminar Paper , 2001 , 23 Pages , Grade: 2-

Autor:in: Natalia Schlichter (Author)

German Studies - Linguistics
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1. Die Problematik der zentralen Begriffe in der Textlinguistik

Die Textlinguistik ist ein Forschungsbereich der Linguistik, der die Beschaffenheit von Texten in ihrer Abhängigkeit von der Darstellungs- oder Mitteilungsabsicht, der Thematik oder der Rolleneinstellung der Aktanten untersucht. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass sie es mit den Begriffen zu tun hat, die im Alltagsverständnis definiert werden können. Jedoch oder gerade deswegen ist es schwierig, alle Aspekte des zu untersuchenden Objektes zu berücksichtigen. Dieses Phänomen lässt sich z. B. an solch zentralen Begriffen wie ,,Text", ,,Satz" und anderen beobachten. Diese haben das Interesse vieler Wissenschaftler und denen bis jetzt keine eindeutige Definition beigefügt werden kann. Ähnliche Probleme kennt auch die Textforschung im Hinblick auf den Aufbau eines Textes, die Feststellung der Zusammenhängen zwischen dem Text und seinem Thema. Ihre Definition lässt sich auch durch mehrere sich von einander unterscheidende Ansätze charakterisieren. Es gibt in der Textlinguistik viele Methoden und Analysen, die sich mit gerade diesen zentralen Fragen der Wissenschaft beschäftigen: der Text und dessen Thema, die Beziehungen zwischen diesen beiden Begriffen, die Frage nach ihrem Verhältnis zueinander, wie verhält sich das Thema des Textes hinsichtlich des Textaufbaus und was ist dementsprechend unter dem Text und unter dem Textthema zu verstehen. Diese Fragen werden in Mittelpunkt dieser Arbeit gestellt. Es soll versucht werden, die hinsichtlich dieser Fragen in der Textlinguistik bekannt gewordenen Ansätze zu präsentieren: die Klassifizierung der thematischen Entfaltung, die Themenanalyse (von E. Agricola) und das Thema-Rhema-Konzept (von F. Danes).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Problematik der zentralen Begriffe in der Textlinguistik

2. Textthema

2.1 Alltägliche Definition des Begriffs „Thema“

2.2 Sprachwissenschaftliche Definitionen

3. Grundformen thematischer Entfaltung

3.1 Deskriptive Themenentfaltung

3.2 Narrative Themenentfaltung

3.3 Explikative Themenentfaltung

3.4 Argumentative Themenentfaltung

4. Das Modell der Themenanalyse von E. Agricola

4.1.1 Einige Ausführungen von E. Agricola als Anlass zur Erstellung der Analyse

4.1.2 Die sieben Schritte der Analyse

4.1.3 Der Wortlaut der Oberflächenstruktur

4.1.4 Die komplete Grundanalyse der Einzltexteme

4.1.5 Die Regularisierung der auktoriellen Textform

4.1.6 Die Ermittlung relevanter Folgen von rekurrenten semantischen Äquivalenzen

4.1.7 Die Feststellung der Querverbindungen zwischen den Isotopieketten

4.1.8 Die Zuordnung eines Hyperonyms

4.1.9 Die Erstellung des informativen Extraktes

5. Thema-Rhema Definitionen

5.1 Definition von H. Bußmann

5.2 Definition von Th. Lewandowski

5.3 Definition von W. Welte

6. Das Thema-Rhema-Konzept der Prager Schule

6.1 Grundprinzipien des Thema-Rhema-Kozeptes

6.2 Typen der thematischen Progression nach F. Danes

6.2.1 Die einfache lineare Progression

6.2.2 Der Typus mit einem durchlaufenden Thema

6.2.3 Die Progression mit abgeleiteten Themen

6.2.4 Die Progression mit einem gespalteten Thema

6.2.5 Die Progression mit einem thematischen Sprung

7. Mögliche Perspektiven in der Textforschung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentralen textlinguistischen Konzepte des Themas und dessen Ausgestaltung im Text. Das primäre Ziel ist es, verschiedene theoretische Ansätze zur Identifikation und Entfaltung von Textthemen zu präsentieren, gegenüberzustellen und deren Bedeutung für die Analyse des Textaufbaus zu bewerten.

  • Definition und Abgrenzung von Alltags- und wissenschaftlichen Begriffen des "Themas"
  • Klassifizierung der Grundformen thematischer Entfaltung (deskriptiv, narrativ, explikativ, argumentativ)
  • Detaillierte Analyse des Modells der Themenanalyse nach E. Agricola
  • Untersuchung des Thema-Rhema-Konzepts der Prager Schule und der thematischen Progression nach F. Danes

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Die Regularisierung der auktoriellen Textform

Den nächsten Schritt bezeichnet Agricola als „die Regularisierung (Normalisierung, Kanonisierung) der auktoriellen Textform“. Diese zerlege komplexe Texteme in solche mit einfacher syntaktischer Struktur und jeweils einer Proposition. Die Regularisierung registriere auch die Sub- und Koordinationsbeziehungen zwischen den Elementen. Als besonders aufschlussreich erweist sich die Beurteilung:

„Die Strukturelemente der Satzbasen werden als solche besonders ausgezeichnet, weil sie bei den späteren Auswahl- und Reduktionsvorgängen in jedem Fall erhalten bleiben müssen, obwohl sie im allgemeinen weder einzeln, noch aneinandergereiht informationsträchtig genug sind, um sie zu einem aussagekräftigen thematischen Kern zu kondensieren.“ (ebda, 21)

Zum Vergleich nennt der Autor eine Folge wie:

Ausgrabung gibt Hinweise

Brandenburg ist Zentrum

X markiert Umriß

Der Autor weist darauf hin, dass mit „Regularisierung“ gleichzeitig die Rekonstruktion der Pro-formen und die Reduktion von Paraphrasen erfolgt. „Auf den Satz (4) [...] angewandt, ergeben sich daraus folgende Produkte der Auflösung und Ergänzung: UND/EBENSO/GLEICHZEITIG ([X stellt das besiedelte Vorgelände der Burgdar]) AUSSERDEM: [ Urkunden aus dem 10. Jahrhundert berichten über das Vorgelände der Burg]).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Problematik der zentralen Begriffe in der Textlinguistik: Einführung in die Schwierigkeiten einer eindeutigen Begriffsdefinition von Text und Thema in der Textlinguistik.

2. Textthema: Gegenüberstellung von alltagssprachlichen Vorverständnissen und verschiedenen fachwissenschaftlichen Definitionen des Begriffs Textthema.

3. Grundformen thematischer Entfaltung: Darstellung der vier Grundtypen der Themenentfaltung: deskriptiv, narrativ, explikativ und argumentativ.

4. Das Modell der Themenanalyse von E. Agricola: Detaillierte Erläuterung der sieben Analyseschritte, die zur Extraktion des thematischen Kerns eines Textes führen.

5. Thema-Rhema Definitionen: Erörterung der funktionalen Satzperspektive und verschiedener Definitionen der Begriffe Thema und Rhema durch unterschiedliche Autoren.

6. Das Thema-Rhema-Konzept der Prager Schule: Analyse der satzbezogenen Informationsgliederung und der verschiedenen Typen der thematischen Progression nach F. Danes.

7. Mögliche Perspektiven in der Textforschung: Fazit über die Vielfalt textlinguistischer Modelle und Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen.

Schlüsselwörter

Textlinguistik, Thema, Rhema, Themenentfaltung, Themenanalyse, E. Agricola, F. Danes, thematische Progression, Textaufbau, funktionale Satzperspektive, Isotopie, Makrostruktur, Satzbase, Texteme, Kausalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der textlinguistischen Untersuchung von Texten im Hinblick auf deren inhaltliche Strukturierung, insbesondere wie Themen in Texten identifiziert und entfaltet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Definitionen von "Thema", die Klassifizierung von Entfaltungsformen sowie die Analyse von Informationsstrukturen innerhalb von Sätzen und Texten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Präsentation und kritische Betrachtung bekannter textlinguistischer Ansätze, wie etwa der Themenanalyse von Agricola und der thematischen Progression von Danes, um deren Anwendung auf den Textaufbau aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie bestehende Modelle der Textwissenschaft zusammenführt und die Analyseschritte an konkreten Textbeispielen verdeutlicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Entfaltungsformen, die detaillierte Vorstellung des Modells von Agricola sowie das Thema-Rhema-Konzept der Prager Schule inklusive der Typologien von F. Danes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Textlinguistik, Thema, Rhema, thematische Progression, Isotopieketten und funktionale Satzperspektive.

Wie genau geht E. Agricola bei der Themenanalyse vor?

Agricola schlägt ein Modell mit sieben Schritten vor, das von der Erfassung der Oberflächenstruktur über die Regularisierung der Texteme bis hin zur Ermittlung rekurrenten semantischer Äquivalenzen und der Erstellung eines informativen Extraktes reicht.

Was unterscheidet die Typen der thematischen Progression nach F. Danes?

Die Typen unterscheiden sich durch die Art und Weise, wie Themen und Rhemen in einer Abfolge von Aussagen verknüpft sind, beispielsweise durch lineare Progression, durchlaufende Themen oder gespaltene Rhemen.

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Details

Title
Die Thema-Rhema-Struktur in der Textlinguistik
College
Saarland University  (Institut für Germanistik)
Course
Proseminar:Textlinguistik
Grade
2-
Author
Natalia Schlichter (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V426
ISBN (eBook)
9783638103039
ISBN (Book)
9783638770729
Language
German
Tags
Thema-Rhema-Struktur Textlinguistik Proseminar Textlinguistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natalia Schlichter (Author), 2001, Die Thema-Rhema-Struktur in der Textlinguistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/426
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