Die Facharbeit untersucht, inwiefern sich Kompetenzen zu "scientific literacy" im Anfangsunterricht Chemie fördern lassen. Dabei erfolgt zunächst eine Begriffserklärung bevor auf die didaktisch methodischen Überlegungen eingegangen wird. Die Durchführung der Unterrichtseinheit wird beschrieben und im Anschluss evaluiert.
Inhalt
1 Darlegung der pädagogischen Problemstellung und Zielsetzung der Unterrichtsreihe
1.1 Scientific Literacy und der Stoffbegriff
2 Theoretische Grundlagen des Konzepts des Stationenlernens
3 Die Unterrichtsreihe
3.1 Didaktisch-methodische Grundlagen
3.1.1 Analyse der Lehr- und Lernbedingungen
3.1.2 Didaktische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
3.1.3 Methodische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
3.2 Die Durchführung der Unterrichtseinheit
3.2.1 Die Ausgangslage und deren Diagnose
3.2.2 Die Durchführung des Stationenlernens zu den Stoffeigenschaften
4 Evaluation der Unterrichtsreihe
4.1 Kompetenzzuwachs bei der Einteilung von Stoffen
4.2 Vor- und Nachtest zum Stoffbegriff
4.3 Fragebogen zur Unterrichtsevaluation
5 Reflexion
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern durch die Methode des Stationenlernens im Chemie-Anfangsunterricht der Jahrgangsstufe 7 Kompetenzen im Bereich der "scientific literacy" (naturwissenschaftliche Grundbildung) gefördert werden können, insbesondere hinsichtlich der systematischen Einteilung und Untersuchung von Stoffeigenschaften.
- Förderung der naturwissenschaftlichen Grundbildung (scientific literacy)
- Einsatz des Stationenlernens als offene Unterrichtsform zur Individualisierung
- Vermittlung des Stoffbegriffs und dessen Abgrenzung vom Körperbegriff
- Systematische Einteilung von Stoffen anhand spezifischer Stoffeigenschaften
- Diagnose und Evaluation von Lernzuwächsen bei Schülern der Klasse 7
Auszug aus dem Buch
1.1 Scientific Literacy und der Stoffbegriff
Scientific Literacy gilt in der naturwissenschaftlichendidaktischen Literatur als ein Bildungsziel des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Naturwissenschaftliche Grundbildung gilt beispielsweise als Mitvoraussetzung dafür individuelle Entscheidungen bezüglich Gesundheit, Energieverbrauch oder Müllvermeidung treffen zu können. Weiterhin ermöglicht sie das Verstehen gesellschaftlicher Probleme naturwissenschaftlichen Inhalts und dadurch erst die Teilhabe an Diskussionen und demokratischen Entscheidungsprozessen.3
Naturwissenschaftliche Grundbildung wird definiert als „die Fähigkeit, naturwissenschaftliches Wissen anzuwenden, naturwissenschaftliche Fragen zu erkennen und aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen, um Entscheidungen zu verstehen und zu treffen, welche die natürliche Welt und die durch menschliches Handeln an ihr vorgenommenen Veränderungen betreffen.“4 Dabei bezieht sich „Scientific Literacy“ nicht nur auf bestimmte Wissensbestände, sondern auch auf die Struktur dieses Wissens, die Methoden der Wissensproduktion und die Verbindungen zwischen Entdeckung und Anwendung, d.h. auf die Wissenschaft, ihre Methoden und deren kritische Reflexion.5 Das Konzept der Scientific Literacy von PISA 2012 beschreibt eine Vielzahl naturwissenschaftlicher Kompetenzen. Dazu zählt ein naturwissenschaftliches Wissen, sowie dessen Anwendung, um naturwissenschaftliche Fragestellungen zu identifizieren, neue Kenntnisse zu erwerben Phänomene zu erklären und aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen.6
Zusammenfassung der Kapitel
1 Darlegung der pädagogischen Problemstellung und Zielsetzung der Unterrichtsreihe: Hier wird die Bedeutung der Kompetenzorientierung und der "scientific literacy" für den Chemie-Anfangsunterricht erläutert und die Zielsetzung der Arbeit, das Verständnis des Stoffbegriffs durch Stationenlernen zu fördern, dargelegt.
2 Theoretische Grundlagen des Konzepts des Stationenlernens: Dieses Kapitel definiert das Stationenlernen als handlungsorientierte Unterrichtsform, die Individualisierung, Selbstständigkeit und die Förderung sozialer Kompetenzen durch Partnerarbeit in den Mittelpunkt stellt.
3 Die Unterrichtsreihe: Es erfolgt eine detaillierte Beschreibung der didaktisch-methodischen Planung, der Lerngruppenanalyse sowie der praktischen Durchführung des Stationenlernens zu verschiedenen Stoffeigenschaften in der Jahrgangsstufe 7.
4 Evaluation der Unterrichtsreihe: Dieses Kapitel wertet den Lernerfolg durch einen Vor- und Nachtest zum Stoffbegriff sowie eine begleitende Befragung der Schülerinnen und Schüler aus.
5 Reflexion: Hier erfolgt eine kritische Würdigung der durchgeführten Unterrichtsreihe, wobei Erkenntnisse über den Lernprozess zusammengefasst und Potenziale für künftige Unterrichtsvorhaben diskutiert werden.
Schlüsselwörter
Chemieunterricht, Stationenlernen, Scientific Literacy, Stoffbegriff, Stoffeigenschaften, Kompetenzorientierung, naturwissenschaftliche Grundbildung, Differenzierung, Körperbegriff, chemische Experimente, Lernprozess, Unterrichtsevaluation, Jahrgangsstufe 7, Fachwissen, Erkenntnisgewinnung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung naturwissenschaftlicher Kompetenzen (scientific literacy) bei Siebtklässlern durch eine geplante Unterrichtsreihe zum Thema Stoffeigenschaften.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Stoffbegriff, die Abgrenzung von Stoffen zu Körpern, die systematische Einteilung nach Eigenschaften sowie das methodische Konzept des Stationenlernens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist zu untersuchen, ob Schüler durch selbstständiges, experimentelles Arbeiten an Stationen ein fundiertes Verständnis für Stoffe und deren Eigenschaften entwickeln können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Unterrichtsreihe im Format des Stationenlernens durchgeführt, ergänzt durch diagnostische Vor- und Nachtests sowie eine anonyme Evaluation der Schüler.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Methode, die konkrete didaktische Planung, die Beschreibung des Unterrichtsverlaufs und die Auswertung der erhobenen Daten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Scientific Literacy, Stoffbegriff, Stationenlernen, Experimentieren und naturwissenschaftliche Grundbildung.
Wie unterscheidet die Autorin im Rahmen der Unterrichtseinheit Stoffe von Körpern?
Die Unterscheidung wird durch experimentelle Aufgaben an Stationen praktisch erarbeitet, wobei die Schüler lernen, Stoffe anhand spezifischer Eigenschaften wie Dichte, Farbe oder Löslichkeit zu identifizieren.
Welche Rolle spielt die soziale Kompetenz beim Stationenlernen?
Soziale Kompetenz wird durch die Partnerarbeit geschult; die Schüler müssen sich absprechen, Ergebnisse austauschen und gemeinsam Verantwortung für den Lernprozess und die Arbeitsmaterialien übernehmen.
- Arbeit zitieren
- Silja Schlosser (Autor:in), 2016, Stationenlernen im Chemieunterricht der 7. Klasse am Beispiel Stoffeigenschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427029