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Flüsse in Mitteleuropa. Entstehung und Entwicklung von Fließgewässern in Deutschland unter anthropogener Einflüsse

Title: Flüsse in Mitteleuropa. Entstehung und Entwicklung von Fließgewässern in Deutschland unter anthropogener Einflüsse

Seminar Paper , 2018 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Burchardt (Author)

Earth Science / Geography - General, Basics
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Bezüglich der Flüsse in Mitteleuropa, handelt es sich hinsichtlich der Entstehung, Entwicklung sowie weiteren Einflüssen, um ein Thema, welches in seiner Komplexität ein großes Maß an Informationen für den Bereich der physischen Geographie bereithält. Betrachtet man Flüsse, die in dieser Arbeit auch als Fließgewässer bezeichnet werden, sind diese ein integraler Bestandteil der Landschaft, Wirtschaft und zugleich einzigartiger Lebensraum. In komplexen Verflechtungen sind diese als Natur-/Lebens -und Wirtschaftsräume für Flora, Fauna und dem Menschen untrennbar miteinander verknüpft. Die daraus resultierenden Ökosysteme bieten aufgrund der ständigen Bewegung durch das fließende Wasser zudem Nischen für spezialisierte Arten.
Doch was benötigte es, damit sich die Flüsse in dem gemäßigten Klima Mitteleuropas so herausbildeten und bilden wie wir diese heutzutage kennen? Die Arbeit befasst sich zur Beantwortung der Frage mit Inhalten der Entstehung, Entwicklung und speziell anthropogenen Einflüssen.

Allgemeiner Hinweis zum Umgang mit dieser Seminararbeit:
-Es wird davon abgeraten, größere Passagen für eigene Arbeiten zu kopieren
-Es empfiehlt sich ein eigenes Fallbeispiel zu erarbeiten (von "prominenteren Flüssen" wie z.B. der Rhein und die tulla`sche Rheinbegradigung)
-Diese Arbeit spart aus Komplexitätsgründen Inhalte von Moränen und Urstromtälern aus, was nicht zwingend den Vorstellungen aller Dozenten entspricht und einer individuellen Absprache bedarf

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geographischer Überblick zur Abgrenzung Mitteleuropas

3. Merkmale und Eigenschaften von Flüssen

4. Entwicklung von Fließgewässern in Deutschland ab dem Quartär

5. Flüsse als komplexe Ökosysteme

5.1. Flüsse als Grundlage für Nahrungsketten

5.2. Besiedlungsdynamik von Flüssen

6. Anthropogene Einflussnahme auf die Entwicklung von Fließgewässern

6.1. Auswertung des Talsperrenbaus am Beispiel der „Grane“

6.2. Auswertung der Flussbegradigung am Beispiel des „Rhein“

7. Fallbeispiel „Ryck“ - Eine Betrachtung von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

7. Fazit

8. Weiterführende Diskussionsfrage

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die physisch-geographischen Grundlagen der Entstehung und Entwicklung von Fließgewässern in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der anthropogenen Einflussnahme. Ziel ist es, die komplexen ökologischen Zusammenhänge sowie die Auswirkungen menschlicher Eingriffe, wie Talsperrenbau und Begradigungen, auf die Flussmorphologie und Ökosysteme aufzuzeigen.

  • Geographische Einordnung und Charakterisierung von Fließgewässern
  • Quartärgeologische Entwicklungsgeschichte der Flüsse in Deutschland
  • Funktion von Flüssen als komplexe Lebensräume und Ökosysteme
  • Analyse anthropogener Eingriffe (Talsperren, Begradigung)
  • Fallstudie zur ökologischen und historischen Entwicklung des Ryck

Auszug aus dem Buch

7. Fallbeispiel „Ryck“ - Eine Betrachtung von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Der Ryck ist ein 28 km langer Fluss in Mecklenburg-Vorpommern, welcher in den Greifswalder Bodden mündet. Durch den Zufluss von Wasser aus der Ostsee ist dieser zu 90 % rückstau- und brackwasserbeeinflusst sowie zu 10 % organisch geprägt (vgl. LANDESAMT FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND GEOLOGIE IN MECKLENBURG-VORPOMMERN 2018: 1). Im Laufe der Zeit machte dieser durch anthropogene Einflussnahme zahlreiche Veränderungen durch, welche den Ryck maßgeblich in seiner Erscheinung und Funktion als Lebensraum prägten.

Die ersten anthropogenen Einflussnahmen begründeten sich durch das im Jahre 1250 erworbene Stadtrecht und den im Jahre 1278 Beitritt zur Hanse. Diese zwei geschichtlichen Einflüsse hatten zur Folge, dass im Jahre 1300 der Hafen in Wieck ausgebaut worden ist, was eine Flussbegradigung sowie eine Mündungsbegradigung mit sich führte. Da es sich beim „Ryck“ um ein Gewässer mit geringer Fließgeschwindigkeit und Hangneigung handelt, war es damals notwendig diesen künstlich zu reinigen und zu vertiefen (vgl. BRÜCK 2000: 235f.).

Im Jahre 1858 wurde das Fließgewässer durch künstliche Breiten- und Tiefenerosion zu einer Wasserstraße ausgebaut was den Ryck von Wieck bis zum Stadthafen schiffbar machte. Mit Bedeutungsverlust der Hanse wurde der ehemalige Stadthafen zum Museumshafen umgebaut, was zur Folge hatte das weitere Ufergebiete der Betonierung erlagen. Der „Ryck“, welcher durch zahlreiche kleine Wasserläufe gespeist wird, erfuhr ab dem Jahren 1860 - 1900 eine beidseitige Eindeichung, um die Überflutung von Niederungsgebieten zu präventieren. Der Wasserstand musste dabei durch ein zusätzliches Pumpwerk reguliert werden. Im Jahre 2008 wurde aufgrund fortschreitender Verschlickung der Baggeraushub wiederaufgenommen, um die interne Düngung durch die im Sediment gespeicherten Phosphorverbindungen zu reduzieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der physischen Geographie von Fließgewässern ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie das methodische Vorgehen.

2. Geographischer Überblick zur Abgrenzung Mitteleuropas: Hier erfolgt eine Abgrenzung des Untersuchungsraums Mitteleuropa anhand natürlicher und klimatischer Gegebenheiten statt rein administrativer Grenzen.

3. Merkmale und Eigenschaften von Flüssen: In diesem Kapitel werden die hydrologischen Voraussetzungen für die Entstehung von Fließgewässern sowie deren allgemeine morphologische Eigenschaften erläutert.

4. Entwicklung von Fließgewässern in Deutschland ab dem Quartär: Dieser Abschnitt beschreibt die prägenden geologischen Einflüsse der Kalt- und Warmzeiten auf die Flusssysteme Deutschlands.

5. Flüsse als komplexe Ökosysteme: Es wird die Rolle von Flüssen als dynamische Lebensräume, ihre Stoffkreisläufe und die Bedeutung der Uferstrukturen für die Artenvielfalt analysiert.

5.1. Flüsse als Grundlage für Nahrungsketten: Dieses Unterkapitel beleuchtet die Rolle von Produzenten wie Moosen und Algen sowie die energetischen Stoffströme innerhalb des aquatischen Ökosystems.

5.2. Besiedlungsdynamik von Flüssen: Hier wird der Zusammenhang zwischen Abflussverhältnissen, Strömungsmustern und der daraus resultierenden Besiedlungsfähigkeit für verschiedene Organismen dargestellt.

6. Anthropogene Einflussnahme auf die Entwicklung von Fließgewässern: Eine Analyse, wie menschliche Eingriffe wie Urbanisierung und Industrialisierung die natürlichen Material- und Energieflüsse der Flüsse verändern.

6.1. Auswertung des Talsperrenbaus am Beispiel der „Grane“: Dieses Kapitel zeigt die Folgen der Unterbrechung des Gerinnebettes durch Staudämme auf die Wasserqualität und Nährstoffbilanz.

6.2. Auswertung der Flussbegradigung am Beispiel des „Rhein“: Es werden die ökonomischen Vorteile der Begradigung gegen die ökologischen Nachteile wie den Verlust von Laichplätzen abgewogen.

7. Fallbeispiel „Ryck“ - Eine Betrachtung von der Vergangenheit bis zur Gegenwart: Ein historischer und ökologischer Abriss über die Veränderungen des Flusses Ryck durch Stadterweiterungen, Ausbaggerungen und Hochwasserschutzmaßnahmen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Anpassungsstrategien im Hinblick auf zukünftige anthropogene Belastungen und den Klimaschutz.

8. Weiterführende Diskussionsfrage: Dieses Kapitel regt zur Reflexion über die zukünftige Rolle von Fließgewässern zwischen Naturschutz, Hochwasserschutz und ökonomischer Nutzung an.

9. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen.

Schlüsselwörter

Fließgewässer, Mitteleuropa, Anthropogener Einfluss, Gewässermorphologie, Ökosystem, Ryck, Talsperrenbau, Flussbegradigung, Quartär, Biodiversität, Hydrologie, Stofftransport, Habitatfunktion, Lebensraum, Wasserhaushalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die physikalisch-geographischen Entstehungsprozesse und die ökologische Bedeutung von Fließgewässern in Mitteleuropa sowie deren Transformation durch menschliches Handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der geomorphologischen Entwicklung seit dem Quartär, der ökologischen Funktionsweise von Flüssen als Lebensräume und den Auswirkungen technischer Eingriffe durch den Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Zusammenhänge zwischen natürlicher Flussdynamik und anthropogener Überformung zu entwickeln, illustriert durch Fallbeispiele.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse geographischer und ökologischer Fachliteratur zur Herleitung theoretischer Grundlagen sowie deskriptive Fallstudien (Ryck, Grane, Rhein).

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Fließgewässern, ihre ökologischen Gradienten und die negativen Auswirkungen von Infrastrukturmaßnahmen wie Staudämmen und Begradigungen auf die Biodiversität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fließgewässerökologie, Anthropogenese, Gewässermorphologie, Flusslaufentwicklung und der anthropogene Wandel von Flusssystemen.

Warum wird der „Ryck“ als spezielles Fallbeispiel gewählt?

Der Ryck dient als lokales Beispiel für einen stark durch menschliche Aktivitäten wie Stadterweiterungen, Hafenbau und Eindeichungen geprägten Flussverlauf in Mecklenburg-Vorpommern.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur zukünftigen Entwicklung von Flüssen?

Der Autor betont, dass Flüsse zunehmend durch Klimawandel und anthropogene Anforderungen (Energiegewinnung, Hochwasserschutz) unter Druck stehen, was integrierte Anpassungsstrategien zwingend erforderlich macht.

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Details

Title
Flüsse in Mitteleuropa. Entstehung und Entwicklung von Fließgewässern in Deutschland unter anthropogener Einflüsse
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Geographie und Geologie)
Course
Seminar zur regionalen physischen Geographie Mitteleuropas
Grade
1,7
Author
Daniel Burchardt (Author)
Publication Year
2018
Pages
17
Catalog Number
V427070
ISBN (eBook)
9783668714250
Language
German
Tags
Fließgewässer Gewässer Fluss Genese Flussbegradigung Talsperre Auswirkung Biodiversität Mitteleuropa Naturraum Wasser Tulla Artenvielfalt Lebensraum Alpen Quartär Mittelgebirge Flussart Hangabfluss Klima Niederschlag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Burchardt (Author), 2018, Flüsse in Mitteleuropa. Entstehung und Entwicklung von Fließgewässern in Deutschland unter anthropogener Einflüsse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427070
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