Risikomanagement und Risikosteuerung in Projekten am Fallbeispiel


Studienarbeit, 2017
17 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel derArbeit

2 Risikomanagement
2.1 Warum Risikomanagement?
2.2 Risikomanagementplanung
2.3 Risikoidentifikation
2.3.1 Risikoarten
2.3.2 Risikoerkennungsmethoden
2.4 Risikobewertung
2.5 Risikosteuerung
2.5.1 Risikoakzeptanz / Risikoignoranz
2.5.2 Risikovermeidung
2.5.3 Risikobegrenzung
2.5.4 Risikobehandlung
2.6 Risikokontrolle / Risikouberwachung

3. Fallbeispiel

4. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Erfolgsquote von IT-Projekten

Abbildung 2: Risikomanagementprozess

Abbildung 3: SWOT-Analyse

Abbildung 4: Risikomatrix

Abbildung 5: Risiken identifizieren

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Skalierung der Wahrscheinlichkeit

Tabelle 2: Skalierung derAuswirkung

Tabelle 3: Risikobewertung

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Der Unternehmer U mochte eine neue Software entwickeln. Hierzu richtet U ein Projektmanagement ein mit dem Wissen, dass gerade einmal 39 % aller Projekte weltweit erfolgreich abgeschlossen werden. 43 % erreichen ihre ursprunglich geplanten Ziele bezuglich Termin und Kosten nicht. Die restlichen Projekte werden sogar abgebrochen. Die Grunde sind vielfaltig. Dazu gehbren schlechtes Oder unzureichendes Projektmanagement, mangelhafte Prozesse und unklare Anforderungen. Dieser Fakt bringt ihn dazu, sich mit einem wichtigen Bestandteil des Projektmanagements, dem Risikomanagement, das sich mit dem systematischen Umgang mit Risiken verschiedensterArt beschaftigt, intensiv auseinanderzusetzen.12

1.2 Ziel der Arbeit

lm ersten Teil der Arbeit soil die Relevanz eines systematischen Risikomanagements fur Projekte dargestellt und verinnerlicht werden. Nachdem der Begriff Risiko definiert 1 2 wird, erfolgt die Beschreibung des zyklischen Prozesses des Risikomanagements. Dazu gehbren die Planung, Identifizierung und Bewertung der Risiken, sowie die Definition, Auswahl und Umsetzung von Maftnahmen. Zu guter Letzt mussen die umgesetzten Maftnahmen laufend uberwacht werden. Im zweiten Teil der Arbeit wird der Risikomanagementprozess anhand eines einfachen Fallbeispiels durchgefuhrt.

2 Risikomanagement

2.1 Warum Risikomanagement?

Um die Relevanz einer Risikomanagementkultur zu unterstreichen, muss zunachst geklart werden, was im Allgemeinen mit dem Begriff Risiko assoziiert wird. In der Gesellschaft wird unter Risiko ein unsicheres Ereignis verstanden, dessen Eintreten, zu positiven sowie negativen Auswirkungen auf das geplante Vorhaben fuhren kann. Meistens, auch in diesem Assignment, werden nur die negativen Folgen betrachtet. Das Erreichen bestimmter Ziele wird also durch unvorhergesehene Ereignisse gefahrdet. Dabei ist nicht bekannt, ob das Unvorhergesehene tatsachlich eintritt und in welcher H5he es einen Schaden verursacht. Demzufolge kbnnen Risiken im Allgemeinen durch ein Produkt aus zwei Faktoren bewertet werden.3

Risiko = Auswirkung x Eintrittswahrscheinlichkeit

Das Ziel ist des Risikomanagements besteht darin, dieses Produkt aus Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit so klein wie mbglich zu halten. Risikomanagement ist ein zyklischer Prozess, bei dem die Risiken zunachst identifiziert und anschlieftend bewertet werden. Erst wenn alle Gefahrenpotentiale aufgespurt und analysiert sind, kbnnen im nachsten Schritt, der Risikosteuerung, Maftnahmen zur Abschwachung der Risiken definiert und umgesetzt werden. Der letzte sehr wichtige Schritt ist die Risikokontrolle. In Abbildung 2 ist derZyklus des Risikomanagements dargestellt4

Abbildung 2: Risikomanagementprozess Kontrollieren Erkennen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Christof Ebert (2013, Seite 18)

Projekte konnen vor allem in der heutigen Zeit, in der die Dynamik der Markte kaum zu ubertreffen ist, nur mit einem systematischen und gut geplanten Risikomanagement erfolgreich abgeschlossen werden. Der Nutzen ist nicht zu ubersehen. Mit der Risikoidentifikation ist es mbglich, die begrenzten Ressourcen auf jene Risiken zu fokussieren, die das Grbftte Gefahrenpotential aufweisen. Im Rahmen der Risikosteuerung und der damit einhergehenden Abschwachung der Risiken, kbnnen Zeit und Aufwand deutlich reduziert werden. Durch die vorbeugende Arbeit werden Uberraschungen gesenkt und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass dem Kunden termingerecht und im geplanten Budget die geforderte Leistung geliefert wird, deutlich gesteigert. Ferner darf nicht unterschatzt werden, dass die verbesserte Projektplanung die Motivation der Mitarbeiter aufrechthalt Oder im besten Fall sogar erhbht. In den nachsten Kapiteln werden die einzelnen Prozessschritte im Risikomanagement vorgestellt.5

2.2 Risikomanagementplanung

Bevor der Risikomanagementprozess uberhaupt durchgefuhrt werden kann, muss dieser zunachst geplant werden. Die Risikomanagementplanung ist unverzichtbar fur eine saubere Durchfuhrung des Risikomanagementprozesses. Hier wird der Rahmen fur alle Risikomanagementaktivitaten geschaffen. Zum einen werden im Zuge der Methodik, die Ansatze, die Werkzeuge und die Datenquellen, die zur Durchfuhrung verwendet und benbtigt werden, definiert. Wichtig ist auch eine klare Zuweisung der Rollen und Verantwortlichkeiten. Zur Planung und der Durchfuhrung des Risikomanagementprozesses ist ein Budget erforderlich, das im Managementplan festgehalten wird. Weiterhin muss definiert werden, wie oft der Risikomanagementprozess wahrend des Produktlebenszyklus durchgefuhrt wird. Sind die Risiken identifiziert, so muss auch klar sein, wie diese ausgewertet und interpretiert werden. Ein weiterer Punkt, der im Risikomanagementplan aufgefuhrt wird, ist die Abgrenzung der Risiken. Zu guter Letzt muss noch festgehalten werden, wie die Ergebnisse des Risikomanagementprozesses dokumentiert werden. Sind all diese Punkte sauber abgearbeitet, so kann der eigentlich Zyklus, beginnend mit der Risikoidentifikation, durchgefuhrt werden.6

2.3 Risikoidentifikation

2.3.1 Risikoarten

Das Ziel einer Risikoidentifikation besteht darin, alle Risiken transparent aufzuzeigen, wobei einige Risikoarten unterschieden werden kbnnen. Hierzu gehbren unter anderem technische Risiken, wenn beispielsweise neu eingefuhrte Technologien noch nicht beherrscht werden. Eine weitere Risikoart sind die Implementierungsrisiken, bei denen die Qualitat der Lbsungen schlecht ist und die Anforderungen nicht erfullt werden. Risiken, wie beispielsweise Budgetuberschreitungen, kbnnen unter Wirtschaftliche bzw. finanzielle Risiken eingestuft werden. Weiterhin kbnnen industriele Risiken die Projektziele gefahrden. Das ist dann der Fall, wenn Lieferanten nicht mehr liefern konnen Oder die Preise unerwartet verandert werden. Auch personelle Risiken konnen einen Terminverzug verursachen und zwar dann, wenn die eingeplante personelle Ressource, auf Grund einer Erkrankung o.A, nicht mehr zur Verfugung steht. Schlieftlich besteht ein Risiko, wenn Wettbewerber plotzlich mit einem besseren Produkt auf dem Markt auftreten. In diesem Fall wird von Geschaftsrisiken Oder auch Branchenrisiken gesprochen. Im Allgemeinen kbnnen Risiken entweder in die operativen Oder strategischen Risiken eingegliedert werden. Operative Risiken sind Gefahrdungen im alltaglichen Projektgeschaft, die mbglichst kurzfristig beseitigt werden sollten. Strategische Risiken sind dagegen langfristiger Natur. Alle genannten Risiken treten keinesfalls einzeln auf. Es ist vielmehr ein Zusammenspiel bei dem ein Risiko das nachste auslbst.7

2.3.2 Risikoerkennungsmethoden

Die Risiken kbnnen mit Hilfe verschiedener Methoden identifiziert werden. Mit Hilfe des Brainstormings sammeln die Beteiligten alle mbglichen Katastrophenszenarien, die eintreten und somit das Projekt gefahrden kbnnen. Brainstorming bietet eine einfache Moglichkeit viele Informationen zu erheben. Eine weitere Methode ist die Nutzung von Erfahrungen fruherer Probleme aus vergangenen Projekten, sofern diese systematisch untersucht und dokumentiert wurden. Eine ebenfalls gute und hilfreiche Methode zur Risikoerkennung bietet die SWOT-Analyse.8

Die Bezeichnung SWOT resultiert aus den englischen Begriffen Strengths (Starken), Weakness (Schwachen), Opportunities (Chancen) sowie Threats (Gefahren). Das erste Ziel besteht darin, die internen Chancen und Schwachen des Unternehmens zu analysieren. Diese kommen aus der Selbstbeobachtung des Unternehmens und sind intern kontrollierbar. Anschlieftend geht es darum, die Chancen und Risiken zu erkennen, die sich aus dem externen Umfeld ergeben und somit unkontrollierbar sind. Hierzu zahlen Veranderungen am Markt Oder in der technologischen, sozialen und bkologischen Umwelt.

[...]


1 Vgl. Bundesministerium des Innern (2017)

2 Vgl. Christof Ebert (2013, Seite 3-4)

3 Vgl. Ahrendts / Marton (2008, Seite 7-8)

4 Vgl. Ahrendts / Marton (2008, Seite 18)

5 Vgl. Christof Ebert (2013, Seite 15)

6 Vgl. Heinz Tuma (2009, Seite 3-4)

7 Vgl. Christof Ebert (2013, Seite 23-24)

8 Vgl. Christof Ebert (2013, Seite 25-27)

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Risikomanagement und Risikosteuerung in Projekten am Fallbeispiel
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
2,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V427089
ISBN (eBook)
9783668714670
ISBN (Buch)
9783668714687
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Risikomanagement, Projektmanagement, Risikoidentifikation, Risikobewertung
Arbeit zitieren
Przemyslaw Jelonek (Autor), 2017, Risikomanagement und Risikosteuerung in Projekten am Fallbeispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427089

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