Am 8. November 1939 detonierte die von Georg Elser selbst gebaute Bombe um 21.20 Uhr im Bürgerbräukeller in München. Sie tötete sieben Menschen und verletzte mehr als 60 Weitere, wovon einer später seinen Verletzungen erlag. Doch einen Mann traf es nicht, den Mann, der der Grund für das Attentat war – Adolf Hitler.
Elser bemerkte schon früh, dass durch die Herrschaft Hitlers Deutschland immer weiter in einen Krieg gerät. Um das zu verhindern, baute er eine Bombe. Er wollte ein Menschenleben für das von Millionen opfern.
Inhaltsverzeichnis
1. Widerstand
2. Georg Elser
2.1 Kindheit, Jugend, Werdegang
3. Attentat
3.1 Motivation
3.2 Durchführung
3.3 Verhaftung, Ermordung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die persönlichen Beweggründe des Attentäters Georg Elser und analysiert, welche Faktoren ihn dazu bewegten, im Alleingang ein Attentat auf Adolf Hitler zu verüben, um einen drohenden Krieg zu verhindern.
- Definition und theoretische Einordnung des Widerstandsbegriffs im Nationalsozialismus.
- Biografische Hintergründe und prägende Lebensphasen von Georg Elser.
- Analyse der persönlichen Motivation hinter dem Attentatsplan.
- Detaillierte Schilderung der akribischen Vorbereitung und Durchführung des Bombenanschlags.
- Dokumentation der Verhaftung, der Verhöre und der späteren Ermordung Elsers.
Auszug aus dem Buch
Durchführung
Am 8. November 1938 besuchte Elser schon einmal den Bürgerbräukeller in München und kundschaftete die Möglichkeiten aus. Die Sicherheitsmaßnahmen waren sehr schlecht, er konnte sogar durch den Haupteingang in den Saal gehen, wo Hitler später reden sollte, ohne aufgehalten zu werden, oder auch nur angesprochen. Er sah sich um und überlegte, wie er die Bombe am besten platzieren kann. Zu Hause fällt ihm ein, dass er einen Zeitzünder brauchen würde.
Durch seine Anstellung bei der Rüstungsfirma Waldenmaier kam Elser mit Zündern und Sprengstoff in Berührung. 1937 ließ sich Elser auf eigene Nachfrage in die Versandabteilung versetzen. Hier fiel er nicht auf und konnte sich von diversen Angestellten die Zündmechanismen erklären lassen. Elser wurde als sehr unauffälliger Mann bezeichnet, er konnte in den Menschenmassen, die in der Fabrik waren, einfach untertauchen.
Anfang September 1938 erhält Elser eine Lieferung von 20 Zünderrohlingen, von denen er einen behält und einen Reklamationszettel schreibt, dass ein Zünder nicht mitgeliefert worden wäre. Der Arbeitgeber ist mit anderen Dingen sehr beschäftigt und hegt keinen Verdacht.
Von dem Sprengmeister Georg Kolb erfährt Elser, dass der Sprengstoff relativ weit am Boden angebracht werden müsse. Dabei käme der untere Teil des Pfeilers nicht in Frage, da er zu leicht entdeckt werden könnte, daher entscheidet sich Elser für das untere Stück des Pfeilers auf der Galerie. Mit der Sprengung wollte er die Säule zerstören, sodass Teile am Rednerpult und darum herumfliegen und vielleicht die Decke einstürzt.
Zusammenfassung der Kapitel
Widerstand: Dieses Kapitel definiert den Begriff Widerstand und vergleicht verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Kategorisierung von Widerstandsformen im Nationalsozialismus.
Georg Elser: Hier wird der Lebensweg von Georg Elser beleuchtet, wobei insbesondere seine Kindheit und sein beruflicher Werdegang als Handwerker im Vordergrund stehen.
Attentat: Dieser Abschnitt beschreibt die persönliche Motivation Elsers, die detaillierte Planung und praktische Umsetzung des Attentats im Bürgerbräukeller sowie seine anschließende Verhaftung und Ermordung.
Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung von Elsers Rolle als Widerstandskämpfer und analysiert seine Beweggründe im historischen Kontext.
Schlüsselwörter
Georg Elser, Widerstand, Nationalsozialismus, Bürgerbräukeller, Attentat, Adolf Hitler, Zeitzünder, Rüstungsfirma, Zweiter Weltkrieg, Gestapo, Pazifismus, KZ Dachau, Sonderhäftling, Handwerker, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den persönlichen Motiven und dem Handeln von Georg Elser, der als Einzelgänger versuchte, durch ein Attentat den Lauf der Geschichte im Nationalsozialismus zu beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind der Begriff des Widerstands, die Biografie Georg Elsers sowie die logistische und ideologische Vorbereitung eines Attentats.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es zu ergründen, was einen einzelnen Handwerker dazu motivierte, ein drastisches Attentat gegen Hitler zu planen und auszuführen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener historischer Modelle zum Widerstand sowie der Auswertung von Quellen und Protokollen zu Georg Elser.
Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung des Widerstandes, die detaillierte Lebensgeschichte Elsers und die chronologische Aufarbeitung des Attentats.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Widerstand, Nationalsozialismus, Attentat, Georg Elser und historisches Handeln beschreiben.
Warum wird Elser im Fazit als "Sonderling" bezeichnet?
Der Begriff resultiert aus seiner zurückgezogenen Lebensweise und der strengen Geheimhaltung seiner Pläne, die sein Umfeld als exzentrisch wahrnahm.
Welchen Einfluss hatte der Zweite Weltkrieg auf Elsers Entschluss?
Die drohende Kriegsgefahr und die Sorge um das Schicksal der Arbeiterschaft waren laut der Arbeit die ausschlaggebenden Beweggründe für Elsers Tat.
- Arbeit zitieren
- Dominik Langer (Autor:in), 2015, Georg Elser. Beweggründe zum Widerstand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427226