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Rufnamen. Enstehung, Entwicklung, Beispiele

Title: Rufnamen. Enstehung, Entwicklung, Beispiele

Term Paper , 2004 , 22 Pages , Grade: 2

Autor:in: Katharina Mewes (Author)

German Studies - Linguistics
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Der Rufname war früher die offizielle Bezeichnung für den Vornamen, wenn man mehrere hatte, die in der Geburtsurkunde und in den Ausweispapieren zu unterstreichen war, dies war der sogenannte Ober-Vorname. Diese Vorschrift gibt es heute nicht mehr, alle Vornamen, die man besitzt, sind gleichberechtigt und der Rufname hat seine ursprüngliche Bedeutung wieder gewonnen.
In dieser Belegarbeit werde ich einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung der Rufnamen geben und diese anhand vieler Beispiele erklären und belegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Namen als sprachliche Zeichen und ihr besonderer sprachlicher Charakter

1.1 Was ist ein „Name“

1.2 Was ist ein Personenname?

2. Germanische Rufnamen

2.1 Motivierung germanischer Rufnamen

2.2 Bedeutung der Zweit- und Erstglieder

2.3 Germanische Rufnamen als Götter- und Tiernamen

2.4 Ausbreitung der germanischen Rufnamen in Europa

2.5 Entwicklungstendenzen im Mittelalter

3. Niederdeutsche Ruf- und Vornamen

4. Heimische Rufnamen

4.1 Die Bildung heimischer Rufnamen

4.2 Die Bedeutung heimischer Rufnamen

4.3 Die geschichtliche Entwicklung der heimischen Rufnamen bis zum Ausgang des Mittelalters

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und sprachliche Struktur von Rufnamen im deutschen Sprachraum. Ziel ist es, die Motivationszusammenhänge der Namensgebung, die Evolution von der germanischen Zeit bis zum Ende des Mittelalters sowie die sozioonomastischen Faktoren zu analysieren, die zur Konzentration und Veränderung des Rufnamenbestandes geführt haben.

  • Semantische Struktur und Bildung von Rufnamen (Primär- und Sekundärbildungen).
  • Die Rolle der germanischen Tradition sowie biblische und hochdeutsche Einflüsse.
  • Entwicklungstendenzen wie Verschleifung, Kurzformenbildung und Rufnamenkonzentration.
  • Besonderheiten des niederdeutschen Rufnamenbestandes.
  • Der Übergang zur historischen Zweinamigkeit und das Aufkommen von Familiennamen.

Auszug aus dem Buch

2. Germanische Rufnamen

In germanischen Rufnamen sind bestimmte semantische Bereiche wie Kampf oder Tierwelt stark vertreten. Dagegen treten andere Bereiche zurück, etwa Güte und Milde oder die Pflanzenwelt, aus denen andere Völker gern ihre Namen schöpfen.

Germanische Frauennamen unterscheiden sich hinsichtlich der bevorzugten semantischen Bereiche nicht wesentlich von den Männernamen. Die Kenntnis oder Beachtung der Bedeutung des Namens oder seiner einzelnen Glieder spielte bei der Namengebung schon in althochdeutscher Zeit eine ähnlich untergeordnete Rolle wie heute, wo selten jemand Reinhard oder Christiane benannt wird, weil dies „Rat“ + „stark“ bzw. „die Christin“ bedeutet. Manche Namenglieder waren schon althochdeutsch unverständlich, jedenfalls nicht mehr im normalen Sprachgebrauch vorhanden; so war das übliche Wort für „Ruhm“ schon ruom, nicht mehr germanisch hrôth, das nur in Namen wie Ruod[olf] weiterlebt.

Doch zur Zeit der Schöpfung dieser Namen, hauptsächlich in der Zeit der germanischen Völkerwanderung, haben die Inhalte und der poetisch-erhabene Gebrauch dieser Wörter (sie waren großteils in der Dichtersprache beheimatet) zu ihrer Wahl beigetragen. Es ist aufschlussreich, welche Auffassung vom Menschen und seiner Welt sich dabei auswirkte und die Namengebung motivierte.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff des Rufnamens als historisch gewachsene, identitätsstiftende Bezeichnung und skizziert die methodische Relevanz der Namenforschung.

1. Namen als sprachliche Zeichen und ihr besonderer sprachlicher Charakter: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Namens als sprachliches Zeichen und grenzt Personennamen von Gattungsnamen ab.

2. Germanische Rufnamen: Es werden die semantische Motivierung, die Struktur von Erst- und Zweitgliedern sowie die kulturelle Einbettung germanischer Namen untersucht.

3. Niederdeutsche Ruf- und Vornamen: Das Kapitel widmet sich den spezifischen Ausprägungen und lautlichen Merkmalen des niederdeutschen Namengutes unter Berücksichtigung historischer Quellen.

4. Heimische Rufnamen: Dieser Abschnitt analysiert die Bildungsweisen, die inhaltliche Bedeutung und die diachrone Entwicklung der heimischen Rufnamen bis zum Ende des Mittelalters.

Schlüsselwörter

Rufnamen, Vornamen, Namenforschung, Germanisch, Althochdeutsch, Niederdeutsch, Personennamen, Anthroponyme, Namengebung, Etymologie, Mittelalter, Namenskonzentration, Sekundärbildung, Kurzformen, Historische Linguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Sprachgeschichte deutscher Rufnamen, insbesondere unter Berücksichtigung der germanischen Ursprünge und ihrer Entwicklung bis zum Ende des Mittelalters.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Struktur der Namensbildung, die semantischen Motivationsbereiche, die Verbreitung germanischer Rufnamen sowie die Einflüsse von Modenamen und sozialen Strukturen auf die Namensgebung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die systematische Darstellung der Entwicklung des deutschen Rufnamenschatzes und die Erklärung der Prozesse, die zu einer Konzentration auf wenige Namen und zum Wandel der Namensbedeutung führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philologische und historisch-sprachwissenschaftliche Untersuchung, die auf der Analyse von traditionsgeschichtlichen Quellen, Stadtbüchern und existierenden namenkundlichen Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung germanischer Rufnamen, niederdeutscher Spezifika sowie der Bildung und historischen Entwicklung heimischer Rufnamen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rufnamen, germanische Namengebung, Sekundärbildungen, Namenskonzentration und die historische Transformation von Namen in verschiedenen Sprachräumen.

Was bedeutet der Begriff „Theophor“ in diesem Zusammenhang?

Als Theophor werden Namen bezeichnet, die einen Gottesnamen oder eine Bezeichnung für eine Gottheit als Bestandteil in sich tragen, was bei germanischen Namen insbesondere in der Wikingerzeit auftritt.

Warum nahm die Vielfalt der Rufnamen im späteren Mittelalter ab?

Die Verringerung des Bestandes wird vor allem durch die Praxis der Nachbenennung, die Entstehung von Namenmoden und den zunehmenden Einfluss biblischer Rufnamen erklärt.

Wie unterscheidet sich die „Primärbildung“ von der „Sekundärbildung“?

Bei der Primärbildung ist die ursprüngliche Bedeutung der Namenglieder noch erkennbar, während Sekundärbildungen durch mechanische Zusammenfügungen entstehen, bei denen der ursprüngliche Sinnzusammenhang verloren gegangen ist.

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Details

Title
Rufnamen. Enstehung, Entwicklung, Beispiele
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Germanistik)
Course
Deutsche Sprachgeschichte
Grade
2
Author
Katharina Mewes (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V42734
ISBN (eBook)
9783638407021
ISBN (Book)
9783638655583
Language
German
Tags
Rufnamen Deutsche Sprachgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Mewes (Author), 2004, Rufnamen. Enstehung, Entwicklung, Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42734
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