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Über Klatetzkis "Wissen was man tut. Professionalität als organisationskulturelles System. Eine ethnographische Interpretation"

Title: Über Klatetzkis "Wissen was man tut. Professionalität als organisationskulturelles System. Eine ethnographische Interpretation"

Term Paper , 2013 , 25 Pages , Grade: 1

Autor:in: Bianca Reinisch (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Summary Excerpt Details

Klatetzki nimmt in seiner Dissertation aus dem Jahre 1993 „Wissen, was man tut. Professionalität als organisationskulturelles System. Eine ethnographische Interpretation“, das Handeln der Organisation sozialer Arbeit, am Beispiel der stationären Jugendhilfe, in den Blick. Darin nehmen professionelle Akteure im Jugendhilfesystem Einfluss auf die Gestaltung der Lebenswelten von Jugendlichen. Anhand eines deutenden Ansatzes von Kultur, untersucht und analysiert Klatetzki welche Bedeutung „Professionalität“ und „Gestaltung von Lebenswelten“ zukommen.

Um Beschreibungen und Erklärungen aus der Perspektive der handelnden Akteure zu gewinnen, wählt Klatetzki im ersten Schritt den Ansatz der interpretativen Ethnographie als Sozialwissenschaft. Damit derartige Beschreibungen reflektiert und interpretiert werden können, folgt im zweiten Teil die professionelle Gestaltung von Lebenswelten als organisationskulturelles System.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil 1: Die Perspektive der Teilnehmer: Eine Darstellung der deutenden Theorie von Kultur

1. Professionalität als organisationskulturelles System – eine Explikation der Begriffe

2. Ein rationales und ein soziales Wirklichkeitsverständnis

Teil 2: Die Beschreibung einer Organisationskultur: Eine Interpretation der Teilnehmerperspektive

1. Organisationskultur als professionelle Gestaltung von

Zielsetzung & Themen der Dissertation

Die Arbeit untersucht das Handeln in der Organisation sozialer Arbeit am Beispiel der stationären Jugendhilfe. Das zentrale Ziel ist es, durch einen ethnographischen Zugang zu entschlüsseln, wie professionelle Akteure in diesem System Lebenswelten gestalten und welche Bedeutung der Begriff „Professionalität“ in diesem organisationskulturellen Kontext einnimmt.

  • Ethnographische Interpretation von Professionalität in der Jugendhilfe
  • Wechselverhältnis zwischen Systemvorgaben und lebensweltlicher Praxis
  • Die Rolle der teilnehmenden Beobachtung und Dichten Beschreibung
  • Organisation als Kultur und die Bedeutung von Wissensdomänen
  • Strategisches Handeln versus lebensweltliche Orientierung

Auszug aus dem Buch

Die Beobachterperspektive in der interpretativen Ethnographie

Klatetzki beginnt seine Dissertation mit einer „ 0. Vorbemerkung: Über Teilnehmen und Beobachten“ und arbeitet die Bedeutung der teilnehmenden Beobachtung heraus. Um im praktischen Feld wissenschaftlich verwertbares Material zu erlangen, das Grundlagen für neue wissenschaftliche Erkenntnisse liefert oder bestehende Theorien oder Befunde untersucht, ist eine distanzierte Beobachterposition gegenüber dem Untersuchungsgegenstand erforderlich. Für ForscherInnen gilt an dieser Stelle, dass durch die Beobachterperspektive neue Sichtweisen erschlossen werden können, die erst durch den Abstand von „außen“ ermöglicht werden. Klatetzki plädiert, dass die Außenperspektive den Blick für latente Praktiken öffnet und Inhalte in ein anderes Licht rücken lässt. Hierdurch entsteht die Chance, Praktiken und das Verhalten von Akteuren in der sozialen Arbeit entschlüsseln zu können, die bei einem Blick von „innen“ der Aufmerksamkeit entgangen wären, weil sie z.B. als selbstverständlich gelten. Erst der Abstand zum Untersuchungsgegenstand ermöglicht es somit soziale Praktiken unbefangen und möglichst „objektiv“ wahrzunehmen und beschreiben zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Klatetzki führt in seine ethnographische Interpretation der stationären Jugendhilfe ein und erläutert den methodischen Ansatz, die Perspektive der Akteure zu untersuchen.

Teil 1: Die Perspektive der Teilnehmer: Eine Darstellung der deutenden Theorie von Kultur: Dieser Teil legt die theoretischen Grundlagen dar, indem Professionalität, Organisationskultur und das Verständnis sozialer Wirklichkeit analysiert werden.

1. Professionalität als organisationskulturelles System – eine Explikation der Begriffe: Hier werden die zentralen Begriffe Professionalität und Organisation im Kontext einer ethnographischen Kulturtheorie definiert und miteinander verknüpft.

2. Ein rationales und ein soziales Wirklichkeitsverständnis: Das Kapitel kontrastiert wissenschaftliche Konstruktionen von Wirklichkeit mit der kulturanalytischen Position und der Methode der Dichten Beschreibung.

Teil 2: Die Beschreibung einer Organisationskultur: Eine Interpretation der Teilnehmerperspektive: Der Autor wendet die zuvor entwickelten Konzepte konkret auf das System der stationären Jugendhilfe und deren Arbeitsweise an.

1. Organisationskultur als professionelle Gestaltung von: Dieses Kapitel untersucht, wie innerhalb der Jugendhilfe durch Betreuungsarrangements und Dienstbesprechungen eine organisationskulturelle Praxis entsteht.

Schlüsselwörter

Professionalität, Organisationskultur, Jugendhilfe, Interpretative Ethnographie, Lebensweltgestaltung, Soziale Arbeit, Teilnehmende Beobachtung, Dichte Beschreibung, Technologiedefizit, System und Lebenswelt, Dokumentarische Methode, Transzendenzerfahrung, Reflexivität, Fallanalyse, Theorie-Praxis-Verhältnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Dissertation grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Handeln professioneller Akteure in der stationären Jugendhilfe und betrachtet dieses als ein komplexes organisationskulturelles System.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Verbindung von Theorie und Praxis, der professionellen Gestaltung von Lebenswelten und der Funktionsweise von Organisationen der sozialen Arbeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie „Professionalität“ innerhalb der stationären Jugendhilfe als kulturelles System verstanden, praktiziert und reflektiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Klatetzki nutzt den Ansatz der interpretativen Ethnographie, ergänzt durch die dokumentarische Methode und das Forschungsschema der Dichten Beschreibung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Explikation der Begriffe und eine detaillierte ethnographische Untersuchung der internen Strukturen und Prozesse in Jugendhilfeeinrichtungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Professionalität, Organisationskultur, Lebensweltgestaltung, Jugendhilfe, Interpretative Ethnographie und System-Lebenswelt-Differenz.

Wie unterscheidet der Autor zwischen den „zentralen“ und „dezentralen“ Orten in der Jugendhilfe?

Die dezentralen Orte sind durch die direkte Arbeit am Klienten gekennzeichnet, während an den zentralen Orten in Dienstbesprechungen durch Reflexion und kollektive Deutung das organisationale Handeln anonymisiert und strategisch geplant wird.

Was bedeutet das Konzept des „Technologiedefizits“ in diesem Kontext?

Es beschreibt die Erfahrung der Sozialarbeiter, dass es in der sozialen Arbeit keine fertigen Rezepte gibt, was zu Unsicherheit führt und die kontinuierliche Reflexion und den Austausch in der Organisation notwendig macht.

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Details

Title
Über Klatetzkis "Wissen was man tut. Professionalität als organisationskulturelles System. Eine ethnographische Interpretation"
College
Bielefeld University  (Fakultät für Erziehungswissenschaft)
Course
Beratung und Organisationssoziologie
Grade
1
Author
Bianca Reinisch (Author)
Publication Year
2013
Pages
25
Catalog Number
V427384
ISBN (eBook)
9783668715721
ISBN (Book)
9783668715738
Language
German
Tags
Kultur Lebenswelten Organisationskultur Professionalität Soziale Arbeit Ethnographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bianca Reinisch (Author), 2013, Über Klatetzkis "Wissen was man tut. Professionalität als organisationskulturelles System. Eine ethnographische Interpretation", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427384
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