In der Seminararbeit soll dargestellt werden, wie sich die Protestwelle beziehungsweise die Aufstände und Rebellionen in den Nachbarstaaten Israels, speziell in Ägypten, Syrien und Jordanien, äußerten. Noch dazu soll herausgearbeitet werden, welche Auswirkungen der Arabische Frühling auf die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und seinen zuvor genannten Nachbarstaaten hatte. Um diese Thematik aufzuarbeiten, wird auch immer das Interesse des Staates Israels in Bezug zu seinem jeweiligen Nachbarland aufgezeigt. Die Interessen Israels und die Auswirkung des Arabischen Frühlings auf Israel wurden durch eine sehr umfassende Literatur- und Internetrecherche erfasst und analysiert. Durch die Recherche ergaben sich bei jedem der Nachbarstaaten Israels unterschiedliche Themenschwerpunkte, die in dieser Seminararbeit beleuchtet werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Arbeitsgrundlagen und Methodik
2 Israel und der Arabische Frühling
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Ursachen, Verlauf und Folgen des Arabischen Frühlings
2.2.1 Politische Unzufriedenheit
2.2.2 Wirtschaftliche Unzufriedenheit
2.2.3 Soziale Unzufriedenheit
2.3 Israel & Ägypten
2.3.1 Grenzsicherung
2.3.2 Wirtschaftliche Beziehungen
2.3.3 Zusammenarbeit im Tourismus
2.3.4 Die bilateralen Beziehungen vor dem Arabischen Frühling
2.3.5 Interessen Israels
2.3.6 Auswirkungen des Arabischen Frühlings
2.4 Israel & Syrien
2.4.1 Verhandlungen über einen Friedensvertrag
2.4.2 Diplomatischer Status
2.4.3 Die bilateralen Beziehungen vor dem Arabischen Frühling
2.4.4 Interessen Israels
2.4.5 Auswirkungen des Arabischen Frühlings
2.5 Israel & Jordanien
2.5.1 Der Friedensvertrag 1994
2.5.2 Die bilateralen Beziehungen vor dem Arabischen Frühling
2.5.3 Interessen Israels
2.5.4 Auswirkungen des Arabischen Frühlings
3 Resümee
4 Verzeichnis der Arbeitsgrundlage
4.1 Literatur
4.2 Internet
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Arabischen Frühlings auf die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten Ägypten, Syrien und Jordanien, um die strategischen Interessen und die veränderte Sicherheitslage Israels im Nahen Osten zu beleuchten.
- Historischer Kontext und Auslöser des Arabischen Frühlings
- Analyse der bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Ägypten
- Untersuchung des Verhältnisses zwischen Israel und Syrien
- Bewertung der Beziehungen zwischen Israel und Jordanien
- Identifikation der israelischen Interessen in der Region
Auszug aus dem Buch
2.3.6 Auswirkungen des Arabischen Frühlings
Als der Arabische Frühling sich von Tunesien aus nach Ägypten ausbreitete, führte dies zu einer völlig neuen Situation im Nahen Osten, da der über Jahrzehnte herrschende Präsident Hosni Mubarak nicht in der Lage war die Massendemonstrationen in Ägypten zu stoppen, verkündete er im Februar 2011 seinen Rücktritt. (Groys, 2013, S. 6)
Bis zum Ausbruch des Arabischen Frühlings galten Ägypten und das Mubarak-Regime als Israels wichtigster und vor allem verlässlichster Verbündeter im Nahen Osten. Durch seinen Sturz herrschte auf israelischer Seite eine große Unsicherheit und die israelische Rechte erklärte bereits im Jänner 2011, dass der Arabische Frühling eine Bedrohung werden könnte. Im Verlauf des Arabischen Frühlings destabilisierten sich die Verhältnisse zwischen Israel und Ägypten. Am 10. September 2011 stürmte man sogar die israelische Botschaft in Kairo. Die größten Bedenken hatte Israel bezüglich der neuen politischen Entwicklungen, denn obwohl Israel zwar grundsätzlich eine demokratische Entwicklung in Ägypten begrüßen würde, so hat man doch die Sorge, dass diese demokratische Entwicklung die Islamisten des Landes an die Macht führt und diese in weiterer Folge nicht im Interesse Israels handeln würden. Grund für diese Annahme ist, dass der Frieden zwischen den Staaten immer nur ein kalter Frieden war und nicht ein Frieden zwischen den Völkern. Somit ist ein Großteil der ägyptischen Bevölkerung anti-israelisch eingestellt. (Zollner, 2012, S. 6)
Die Befürchtungen Israels haben sich in späterer Folge auch bewahrheitet. Das im Jahr 2012 neu gewählte Parlament in Ägypten bestand ausschließlich aus Vertretern radikalislamischer Gruppierungen und die Mehrheit im Parlament hatte die Muslimbruderschaft errungen. (Groys, 2013, S. 3) Im Juni 2012 wurde dann bei den ersten freien Präsidentschaftswählen in Ägypten Mohammed Mursi, der ein Mitglied der Muslimbruderschaft ist, zum Präsidenten gewählt. Hierbei ist anzumerken, dass die Muslimbruderschaft eine radikalislamistische Gruppierung ist, die feindlich zu Israel eingestellt ist. (Zollner, 2012, S.6)
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik des Arabischen Frühlings und Darlegung der Forschungsfragen sowie der methodischen Herangehensweise.
2 Israel und der Arabische Frühling: Theoretische Rahmung durch Begriffsdefinitionen sowie Analyse der Ursachen und Folgen des Arabischen Frühlings in der arabischen Welt.
2.3 Israel & Ägypten: Beleuchtung der historischen und aktuellen bilateralen Beziehungen inklusive der strategischen Sicherheitsinteressen Israels nach dem Sturz von Hosni Mubarak.
2.4 Israel & Syrien: Untersuchung des diplomatischen Status Quo, der Verhandlungen über einen Friedensvertrag und der Auswirkungen des syrischen Bürgerkriegs auf Israel.
2.5 Israel & Jordanien: Analyse der bilateralen Beziehungen seit dem Friedensvertrag von 1994 und der stabilisierenden Rolle des jordanischen Königshauses während des Arabischen Frühlings.
3 Resümee: Synthese der wesentlichen Forschungsergebnisse zur Veränderung der bilateralen Beziehungen zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten durch den Arabischen Frühling.
Schlüsselwörter
Arabischer Frühling, Israel, Bilaterale Beziehungen, Ägypten, Syrien, Jordanien, Friedensvertrag, Grenzsicherung, Geopolitik, Naher Osten, Sicherheit, Islamismus, Hosni Mubarak, Bashar al-Assad, Außenpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Arabischen Frühlings auf die zwischenstaatlichen Verhältnisse zwischen Israel und seinen direkten Nachbarstaaten Ägypten, Syrien und Jordanien.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den bilateralen Verträgen, Sicherheitsaspekten (Grenzsicherung) sowie den strategischen Interessen Israels vor und nach den politischen Umbrüchen ab 2011.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, wie der Arabische Frühling die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und den genannten Nachbarländern verändert hat und welche Auswirkungen dies auf die Stabilität Israels hatte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine strukturierte Analyse auf Basis von Fachliteratur, wissenschaftlichen Publikationen, Berichten in Onlinemedien und Lexikonbeiträgen durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Länderspezifische Kapitel, in denen jeweils die Geschichte, die bilateralen Interessen und die Auswirkungen des Arabischen Frühlings detailliert untersucht werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Arabischer Frühling, Geopolitik, Bilaterale Beziehungen, Nahostkonflikt und Sicherheitsstrategie beschreiben.
Wie verhielten sich die Beziehungen zu Ägypten nach dem Machtwechsel?
Trotz der Befürchtungen Israels hinsichtlich der neuen islamistischen Führung unter Mursi, blieb der geschlossene Friedensvertrag formal bestehen, wenngleich eine verstärkte Unsicherheit und anti-israelische Stimmung in der Bevölkerung Einzug hielten.
Warum blieb die Lage in Jordanien stabiler als in Syrien oder Ägypten?
In Jordanien richteten sich die Proteste gegen die Regierung und nicht gegen das Königshaus, welches durch Reformen und die Auflösung des Parlaments erfolgreich deeskalierend reagieren konnte.
- Arbeit zitieren
- Nathalie Größ (Autor:in), 2017, Israel und der Arabische Frühling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427405