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Demenz im Krankenhaus

Eine qualitative Projektstudie im Rahmen des Modellprojekts "Familiale Pflege unter den Bedingungen der G-DRGs"

Titel: Demenz im Krankenhaus

Projektarbeit , 2014 , 184 Seiten , Note: 1

Autor:in: Bianca Reinisch (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der vorliegende Forschungsbericht zur Projektstudie „Demenz im Krankenhaus“ gliedert sich in fünf Abschnitte. Es beginnt mit der hinführenden Darstellung der thematischen Ausgangslage für diese Projektstudie im Rahmen der demografisch bedingten Zunahme an hochaltrigen und pflegebedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft und dem an dieser Problemlage anknüpfenden Modellprojekts „Familiale Pflege“, unter den Bedingungen der G-DRG’s“. Es folgt das zweite Kapitel,welches sich mit der Herstellung des theoretischen Bezugsrahmens zwischen der bereits genannten allgemeinen Ausgangslage und der in diesem Forschungsbericht behandelten spezifischen Thematik der Demenz im Krankenhaus beschäftigt. Darin wird außerdem der aktuelle Stand der thematisch angegliederten Forschungsergebnisse wiedergegeben. In Verbindung damit wird hierzu im ersten Unterkapitel des zweiten Abschnittes zunächst auf den demografischen Wandel im Zusammenhang mit Demenz eingegangen. Daran anschließend wird der theoretische Begriff „Demenz“ einerseits aus monodisziplinär medizinischer und andererseits aus interdisziplinär geisteswissenschaftlicher Perspektive beleuchtet und einführend erklärt. Im zweiten und abschließenden Teil des zweiten Kapitels soll die Verknüpfung des bisher allgemein dargestellten Phänomens Demenz mit der aktuellen Situation demenzkranker Menschen in der Institution Krankenhaus stattfinden und der Übergang zum Forschungsinteresse der eigenen Projektstudie gebildet werden.

Das zentrale Element des dritten Kapitels stellt der methodologische Bezugsrahmen dar. Zunächst soll im ersten Abschnitt des dritten Kapitels ein kurzer Einblick in die qualitative Sozialforschung als methodologischer Forschungsrahmen gegeben werden. Nachfolgend werden dann die Gruppendiskussion als gewähltes Verfahren der Datenerhebung und die dokumentarische Methode sowie ihre einzelnen Interpretationsschritte als Instrument der Datenauswertung expliziert.

Im Anschluss daran bildet das vierte Kapitel den Übergang zur eigenen, in diesem Forschungsbericht präsentierten Projektstudie „Demenz im Krankenhaus“. Hier sollen zunächst eigene forschungspraktische Details zum Erkenntnisinteresse, zur Stichprobe sowie die Begründung der Methodenwahl bei der von uns durchgeführten Projektstudie erläutert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Bezugsrahmen und Forschungsstand

2.1 Demografischer Wandel und Demenz im gesellschaftlichen Kontext

2.2. Demenz im Krankenhaus

3. Methodologischer Bezugsrahmen

3.1 Die Qualitative Sozialforschung als methodologischer Forschungsrahmen

3.2 Die Gruppendiskussion als Verfahren der Datenerhebung

3.3 Die Dokumentarische Methode als Instrument der Datenauswertung

3.3.1 Die formulierende Interpretation

3.3.2 Die reflektierende Interpretation

3.3.3 Typenbildung

4. Eigene Projektstudie „Demenz im Krankenhaus“

4.1 Erkenntnisinteresse, Begründung der Methoden- und Stichprobenwahl

4.2 Entwicklung und Aufbau des Diskussionsleitfadens

4.3 Praktische Durchführung der Gruppendiskussion

4.4 Auswertung der Gruppendiskussion: Die formulierende Interpretation

4.5 Auswertung der Gruppendiskussion: Die reflektierende Interpretation

4.6 Ergebniszusammenfassung und dokumentarischer Sinn

5. Fazit und Ausblick

Anhang 1: Diskussionsleitfaden

Anhang 2: Anonymisiertes Transkript der Gruppendiskussion

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des Umgangs von Pflegekräften mit demenziell veränderten Patientinnen und Patienten im Akutkrankenhaus sowie die Entschlüsselung der damit einhergehenden Haltungen professioneller Pflegekräfte unter den Bedingungen des G-DRG-Systems.

  • Demografischer Wandel und dessen Auswirkungen auf Krankenhäuser
  • Herausforderungen der Pflege demenziell erkrankter Menschen
  • Qualitative Sozialforschung mittels Gruppendiskussionen
  • Analyse von Organisationsstrukturen im Krankenhaus
  • Entwicklung von Perspektiven für eine demenzsensible Versorgung

Auszug aus dem Buch

2.1 Demografischer Wandel und Demenz im gesellschaftlichen Kontext

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (2009) wird sich die Altersstruktur der Bundesrepublik Deutschland durch das Älterwerden der gegenwärtig stark besetzten mittleren Jahrgänge erheblich verschieben:

„Im Ausgangsjahr 2008 bestand die Bevölkerung zu 19% aus Kindern und jungen Menschen unter 20 Jahren, zu 61% aus 20- bis unter 65-Jährigen und zu 20% aus 65-Jährigen und Älteren. Im Jahr 2060 wird bereits jeder Dritte (34%) mindestens 65 Lebensjahre durchlebt haben und es werden doppelt so viele 70-Jährige leben, wie Kinder geboren werden“ (S. 5f.).

Im Zuge dieser Hochrechnungen für die Altersentwicklung in Deutschland lebenden Bevölkerung wird insbesondere die Anzahl der hochbetagten Menschen steigen, sodass gegenüber dem Jahr 2008, in dem ca. 5% der Bevölkerung (4 Millionen) mind. 80 Lebensjahre und mehr durchlebt hatte, in knapp fünfzig Jahren schon 14% der Bevölkerung (9-10 Millionen), also jeder siebte Bewohner bzw. jede siebte Bewohnerin der Bundesrepublik Deutschland, mind. 80 Jahre oder älter sein wird (vgl. ebd.).

Der prognostizierte demografische Wandel der Altersstruktur der Bevölkerung stellt die Gesellschaft vor neue und bisher noch nie dagewesene Herausforderungen und Aufgaben, die es anzuerkennen und zu bewältigen gilt. Die Folgen und Auswirkungen unter dem demografischen Veränderungen sind weitreichend und bringen Vor- sowie Nachteile mit sich. Einerseits gilt es aus volkswirtschaftlicher Sicht zu begreifen, dass die Ära des scheinbar immerwährenden Wachstums der Vergangenheit angehört. Andererseits ist zu erkennen, dass das Altern in der Gegenwart und in der Zukunft zwar bedeutet, sich längere Zeit einer guten Gesundheit zu erfreuen, aber gleichzeitig auch, dass die Anzahl derjenigen Mitmenschen, die auf Grund von typischen Alterserkrankungen, die vor der Zeit des demografischen Wandels einfach wegen der geringeren Lebenserwartung seltener waren, Hilfe und Unterstützung brauchen, gleichzeitig ansteigen wird (vgl. Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung 2011, S. 4f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Pflege demenzkranker Patienten im Krankenhaus ein.

2. Theoretischer Bezugsrahmen und Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet den demografischen Wandel sowie die medizinischen und geisteswissenschaftlichen Perspektiven auf Demenz und die spezifische Situation im Krankenhaus.

3. Methodologischer Bezugsrahmen: Hier werden die qualitative Sozialforschung, das Verfahren der Gruppendiskussion und die dokumentarische Methode als Auswertungsinstrumente erläutert.

4. Eigene Projektstudie „Demenz im Krankenhaus“: Dieses Kapitel dokumentiert die Durchführung, Auswertung und Interpretation der Gruppendiskussion mit den teilnehmenden Pflegekräften.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Belastungssituation der Pflegekräfte und die Auswirkungen der ökonomischen Krankenhauslogik zusammen.

Schlüsselwörter

Demenz, Krankenhaus, Pflege, G-DRG, Gruppendiskussion, Dokumentarische Methode, demografischer Wandel, Anwaltschaftlichkeit, Organisationsstruktur, Pflegeethik, patientenorientierte Versorgung, Versorgungsqualität, Arbeitsbelastung, Professionelle Pflege, Pflegetraining.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Belastungen, denen Pflegekräfte im Akutkrankenhaus bei der Betreuung von Patienten mit Demenz ausgesetzt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den demografischen Wandel, die ökonomischen Rahmenbedingungen durch das G-DRG-System, die professionelle Pflegeethik und die interaktiven Anforderungen in der Patientenversorgung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Entschlüsselung der Haltungen und Handlungslogiken professioneller Pflegekräfte im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Krankenhauslogik und den Bedürfnissen demenziell erkrankter Patienten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine qualitative Forschungsstudie durchgeführt, wobei Gruppendiskussionen als Erhebungsmethode und die dokumentarische Methode nach Bohnsack zur Auswertung des Materials herangezogen wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt die detaillierte Auswertung und Interpretation der Gruppendiskussionsdaten, gegliedert in formulierende und reflektierende Interpretationen sowie die Entwicklung von Orientierungsrahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Demenz, Krankenhaus, G-DRG, Gruppendiskussion, Anwaltschaftlichkeit und Pflegeethik charakterisiert.

Wie beeinflusst das G-DRG-System die Versorgung demenzkranker Patienten laut der Studie?

Das G-DRG-System fördert eine ökonomische Logik, die auf effiziente Verweildauern und Standardabläufe setzt. Dies steht häufig im direkten Widerspruch zu den komplexen, bindungsorientierten Bedürfnissen demenzkranker Menschen.

Welche Rolle spielt die „Anwaltschaftlichkeit“ der Pflegekräfte?

Die Pflegekräfte nehmen eine advokatorische Rolle ein, indem sie versuchen, die Interessen der vulnerablen Patientengruppe gegen die funktionalen, rein ökonomisch orientierten Krankenhausstrukturen zu vertreten.

Ende der Leseprobe aus 184 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Demenz im Krankenhaus
Untertitel
Eine qualitative Projektstudie im Rahmen des Modellprojekts "Familiale Pflege unter den Bedingungen der G-DRGs"
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Projektstudien Pädagogische Beratung
Note
1
Autor
Bianca Reinisch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
184
Katalognummer
V427416
ISBN (eBook)
9783668717671
ISBN (Buch)
9783668717688
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Demenz Krankenhaus Beratung Qualitative Forschung Studie Gruppendiskussion Bindung Sozialforschung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bianca Reinisch (Autor:in), 2014, Demenz im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427416
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