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Wörternetze als Vokabellernstrategie im Fach Latein

Ein Experiment mit Sachnetzen und lateinischen Lehnwörtern im Englischen

Title: Wörternetze als Vokabellernstrategie im Fach Latein

Project Report , 2018 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. Archäologe / B. Ed. Englisch-Latein Michail Barkas (Author)

Latin
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Die vorliegende empirische Studie bildet ein Experiment im Bereich der Vokabellernstrategien im Lateinunterricht und verfolgt das Ziel, einige Einblicke in die Effektivität von Wörternetzen am Beispiel zweier Übungstypen zu gewinnen. Mit dem ersten Übungstyp wird erprobt, inwieweit die Auseinandersetzung mit nach Sachfeldern geordneten Vokabeln sowie der mündliche Austausch von Bedeutungen in Gruppenarbeit einen sichtbaren Effekt auf das Vokabellernen haben. Der zweite Übungstyp zielt auf die Überprüfung ab, wie nützlich Englischkenntnisse als günstige Vorbedingung (Transferbasis) für die Erkennung und Verknüpfung von ausgewählten lateinischen Lehnwörtern im Englischen sein können.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1 ERKENNTNISINTERESSE

1.2 ÜBERLEGUNGEN ZUM LERNEN VON LATEINVOKABELN

2. THEORETISCHER HINTERGRUND

2.1 LERNERSTRATEGIEN UND DAS MENTALE LEXIKON

2.2 WÖRTERNETZE I: SACHNETZE

2.3 WÖRTERNETZE II: LATEINISCHE LEHNWÖRTER IM ENGLISCHEN

2.4 MÖGLICHE SCHWIERIGKEITSPUNKTE

3. UNTERSUCHUNGSFRAGE

4. STICHPROBENBESCHREIBUNG

5. METHODISCHE HERANGEHENSWEISE

5.1 MESSINSTRUMENTE

5.2 WORTSCHATZ

6. ERGEBNISSE

6.1 VOKABELTESTS

6.2 UMFRAGE

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch die Wirksamkeit von Wörternetzen als Vokabellernstrategie im Lateinunterricht. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Lernergebnisse durch Sachnetze und die Verknüpfung lateinischer Lehnwörter im Englischen erzielt werden können und wie die Schülerinnen und Schüler diese Methoden hinsichtlich Interesse und Lerneffektivität bewerten.

  • Empirische Untersuchung von Vokabellernstrategien im Fach Latein
  • Einsatz von Sachnetzen als kognitive Speicherstrategie
  • Nutzung von Englischkenntnissen als Transferbasis für lateinische Lehnwörter
  • Qualitative und quantitative Analyse von Lernerfolgen und Nutzerfeedback

Auszug aus dem Buch

2.2 WÖRTERNETZE I: SACHNETZE

Im Kontext des Vokabellernens ist unter dem Begriff „Wörternetze“ eine Speicherstrategie zu verstehen, die zusammenhängende Wörter durch Vernetzungstechniken effektiv eingruppieren kann. Es gibt zwei grundlegende Prinzipien, die für Wortgruppierungen und -vernetzungen in unserem mentalen Lexikon entscheidend sind: Die Similarität und die Kontiguität. Laut dem Similaritätsprinzip wird Gleichartiges nach gleichen sprachlichen Merkmalen zusammengruppiert (z. B. ähnlich klingende Wörter), wohingegen Kontiguität auf physischer Berührung oder Nachbarschaft im außersprachlichen Bereich beruht (z. B. Wörter, die auf dem Schulalltag beruhen). Die Kontiguität ergibt sich aus unserer Wirklichkeitserfahrung und sie entsteht dann, wenn eine Beziehung zwischen Elementen unserer Wahrnehmung oder unseres Weltwissens mehr als zufällig oder einmalig ist.

Zum Beispiel weisen die Wörter „Soldat, militärisch, erobern, Geisel“ eine Kontiguität in ihrer lexikalisch-semantischen Relation auf, weil sie im kognitiven Teilnetz ein „Sachnetz“ bilden, so dass sie unter dem möglichen Sachfeld „Kriegswesen“ eingeordnet werden können. Solche Wörter, die unabhängig von ihrer Wortart „von der Sache her“ zusammengehören, bilden also Sachnetze, die nichts anderes als Verknüpfungen sind, die auf soziokulturellen Ordnungen oder auf Ordnungen des enzyklopädischen Weltwissens beruhen.

Wörternetze dienen im Bereich des Vokabellernens einer Speicher- und Abrufstrategie, die die Ordnungs-, die Elaborations- und die Wiederholungsstrategien umfasst. Durch Ordnungsstrategien (organizational strategies) werden Informationen bzw. Wörter von enger semantischen Beziehung aufgelistet oder auch unterteilt, so dass sie besser bearbeitet und aufgerufen werden können. Elaborationsstrategien (elaboration strategies) helfen Schülern/innen „to build bridges between what they already know and what they are trying to learn and remember,“ d. h., die Informationen auf eine nützliche Weise zu speichern und in ihr vorhandenes Wissen zu integrieren. Wiederholungsstrategien dagegen (rehearsal strategies) verwenden das laute Nachsprechen oder Abschreiben, um Informationen im Kurzzeitgedächtnis zu behalten (z. B. eine Telefonnummer) oder auch um sie durch mehrere Wiederholungen in das Langzeitgedächtnis zu übertragen (z. B. Schülernamen, Vokabeln usw.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert das Erkenntnisinteresse an Vokabellernstrategien im Lateinunterricht und beleuchtet die allgemeinen Herausforderungen beim Lernen einer passiv verwendeten Sprache.

2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Hier werden wissenschaftliche Grundlagen zu mentalen Lexika, verschiedenen Arten von Wörternetzen (Sachnetze und Lehnwörter) sowie mögliche Schwierigkeiten wie Bedeutungswandel dargestellt.

3. UNTERSUCHUNGSFRAGE: Dieses Kapitel definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Wirksamkeit der zwei Übungstypen und der Bedeutung des Schülerfeedbacks.

4. STICHPROBENBESCHREIBUNG: Es erfolgt eine Vorstellung der untersuchten Lerngruppe aus einer EF-Klasse und deren lernbiographischen Hintergründen.

5. METHODISCHE HERANGEHENSWEISE: Das Kapitel beschreibt die verwendeten Messinstrumente (Tests, Fragebögen) sowie die konkrete Konzeption und Durchführung der Übungseinheiten.

6. ERGEBNISSE: Eine Auswertung der Vokabeltests und der Umfragedaten gibt Aufschluss über Lernerfolge und subjektive Einschätzungen der Schülerinnen und Schüler.

7. FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet Verbesserungsvorschläge für die Gestaltung zukünftiger Vokabelarbeit ab.

Schlüsselwörter

Lateinunterricht, Vokabellernen, Wörternetze, Sachnetze, Lehnwörter, Mentales Lexikon, Lernerstrategien, Empirische Studie, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Bedeutungswandel, Transferpotenzial, Fremdsprachenerwerb, Wortschatzarbeit, Kognate, Lerneffektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Wörternetze als Lernstrategie im Lateinunterricht eingesetzt werden können, um das Vokabellernen nachhaltiger und motivierender zu gestalten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Vokabellernstrategien, die Vernetzung von Vokabeln durch Sachfelder sowie die Ausnutzung von Transferleistungen durch lateinische Lehnwörter im Englischen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Effektivität von speziellen Sachnetz- und Lehnwort-Übungen empirisch zu prüfen und deren Auswirkungen auf den tatsächlichen Lernerfolg zu ermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein empirischer Versuchsansatz gewählt, der qualitative Beobachtungen, Vokabeltests und eine strukturierte Umfrage unter den Lernenden kombiniert.

Was umfasst der theoretische Hauptteil?

Der Hauptteil fundiert die Praxis durch die Betrachtung des mentalen Lexikons, der Theorie zu Wörternetzen und der linguistischen Aspekte von Kognaten und Bedeutungswandel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Vokabellernen, Wörternetze, Transferpotenzial, Mehrsprachigkeit, lateinische Lehnwörter und Lerneffektivität.

Warum schnitten die Schüler bei den Vokabeltests trotz positiver Umfrage eher durchwachsen ab?

Die Arbeit weist darauf hin, dass die Übungen zwar motivierend und abwechslungsreich empfunden wurden, der tatsächliche Lernerfolg jedoch durch zu kurze Übungsphasen und die individuelle Komplexität der Wörter beeinträchtigt wurde.

Welche Rolle spielt die Sprache Englisch für den Lernprozess im Lateinischen?

Englisch dient als „Brückensprache“. Durch das Erkennen von Lehnwörtern sollen die Schülerinnen und Schüler Zusammenhänge schneller erfassen, wobei dies durch „falsche Freunde“ auch zu Fehlern führen kann.

Was schlägt der Autor für zukünftige Übungen vor?

Es wird vorgeschlagen, die Vokabelauswahl stärker auf das Klassenprofil abzustimmen, Kontraste zwischen Vokabeln präziser zu definieren und die Wiederholungsfrequenz zu erhöhen.

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Details

Title
Wörternetze als Vokabellernstrategie im Fach Latein
Subtitle
Ein Experiment mit Sachnetzen und lateinischen Lehnwörtern im Englischen
College
University of Bonn
Grade
1,3
Author
Dipl. Archäologe / B. Ed. Englisch-Latein Michail Barkas (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V427541
ISBN (eBook)
9783668722019
ISBN (Book)
9783668722026
Language
German
Tags
Vokabellernstrategien Wörternetze Lateinvokabeln Lehnwörter Gymnasium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Archäologe / B. Ed. Englisch-Latein Michail Barkas (Author), 2018, Wörternetze als Vokabellernstrategie im Fach Latein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427541
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