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Der Gebrauch von illegalen leistungssteigernden Mitteln im Freizeit- und Amateurbodybuilding

Welche Einflüsse führen zur Einnahme illegaler leistungssteigernder Mittel außerhalb des professionellen Bodybuildings?

Titel: Der Gebrauch von illegalen leistungssteigernden Mitteln im Freizeit- und Amateurbodybuilding

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sport - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit stelle ich den Sport des Bodybuilding in seiner heutigen Form dar, denn er ist schon lange keine Sportart mehr für ein paar vereinzelte Individualisten, sondern zählt als Teil der Fitnessindustrie inzwischen zur größtern Sportindustrie unseres Landes. Bodybuilding hat sich unabhängig von Kultur und Ethnologie auf der ganzen Welt verbreitet. Das Wort “Bodybuilding” kommt vom Englischen “body”, was im Deutschen “Körper” heißt, und “to build”, was so viel bedeutet wie “bauen” oder “aufbauen”. Verstanden wird unter Bodybuilding also der “Aufbau des eigenen Körpers”.

So zielt das Bodybuilding auf die Modifikation des Körpers ab und hat somit nicht, wie der Fitnesssport, das Ziel, “die psychische und physische Leistungsfähigkeit des Menschen [zu verbessern], die ihn in die Lage versetzt, die vielfältigen seelisch-geistigen und körperlichen Belastungen von Alltag, Beruf und Freizeit so zu bewältigen, dass nicht geistige oder körperliche Ermüdung oder gar Erschöpfung eine weitere kreative Lebensgestaltung verhindert.” So unterscheidet sich der Fitnesssport als gesundheitserhaltender Sport vom Bodybuilding, welches ohne gesundheitliche Intention die Modellierung des eigenen Körpers anstrebt.

Welche Einflüsse die Freizeitsportler zum Konsum illegaler- oder gesundheitsschädlicher Mittel zur Steigerung der im Bodybuilding unumstritten entscheidenden Muskelmasse führt, ist weitgehend unklar. Diese Arbeit will sich daher mit dem Thema näher beschäftigen, was zu der Leitfrage führt:

Welche Einflüsse führen zur Einnahme illegaler leistungssteigernder Mittel außerhalb des professionellen Bodybuildings?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Die Leitfrage

2. Der Bodysport als Teil der Gesellschaft

2.1 Der Fitnessboom und seine Auslöser

2.2 Die Vermarktung der Ideale des Bodybuilding

3. Doping als Grundlage des Bodybuildings

3.1. Doping und Dopingkontrolle

3.2. Doping als Teil der Gesellschaft

3.3 Der Weg zum Doping

3.4 Die Gefahr der Unwissenheit

3.5 Bodybuildings als “biografische Sackgasse”

4. Die soziokulturellen und psychischen Einflüsse

5. Fazit

6. Quellen und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die soziokulturellen und psychischen Hintergründe sowie die spezifischen Einflüsse, die Freizeitsportler im Bodybuilding zur Einnahme von illegalen, leistungssteigernden Substanzen motivieren. Ziel ist es, die Beweggründe außerhalb des professionellen Sports zu identifizieren, um das Phänomen des Dopingkonsums im Amateur- und Freizeitbereich besser zu verstehen.

  • Die Transformation des Bodybuildings von einer Randsportart zum bedeutenden Teil der Fitnessindustrie.
  • Die Rolle der Vermarktung und medialer Körperideale bei der Entstehung von Leistungsdruck.
  • Soziale Mechanismen wie die Vorbildfunktion und das soziale Milieu in Fitnessstudios als Einstiegshilfen in den Dopingkonsum.
  • Der Einfluss von Wissensdefiziten und die "biografische Sackgasse" durch die Identifikation mit extremen Muskelidealen.
  • Die psychologische Komponente der Sportsucht und die Suche nach Selbstwertsteigerung.

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Gefahr der Unwissenheit

Dieses Wissen wird stetig erweitert und an unerfahrenere Bodybuilding-Anfänger weitergetragen. Hierbei werden die negativen als auch die positiven Erfahrungen und sogar Empfehlungen weitergegeben. Die Gefahr einseitiger Informationsquellen ist für den Bodybuilding-Neuling sehr groß, da der Gebrauch und die Beschaffung von den meisten leistungssteigernden Mitteln illegal ist und eine Suche nach weiteren qualifizierteren Quellen meist als zu gefährlich erachtet wird. Diese Unwissenheit muss allerdings nicht selten mit der eigenen Gesundheit bezahlt werden. Dies zeigen auch Untersuchungen zur Informations- und Stoffbeschaffung. Boos fand heraus, dass die Aufklärung über Nebenwirkung von Präparaten zum Muskelwachstum nur in 43% der Fälle durch einen Arzt erfolgte, während die Aufklärung bei 26% der Befragten durch einen Trainer und in 71% der Zeit durch Mitsportler geschah (Boos et al. 1998). Da sich die Dopingstoffe allerdings mit ansteigender Nutzerzahl immer schneller entwickeln, sind auch die meisten Ärzte längst keine spezialisierten Fachleute mehr auf diesem Gebiet. Deshalb ist es fraglich, ob die Bodybuildingeinsteiger selbst hier die richtigen Antworten erhalten würden. Sogar die darauf spezialisierte WADA gibt öffentlich wiederholt zu, dass ihr die Dopingentwickler immer einen Schritt voraus seien. Darum werden im Profisport Urin- und Blutproben mehrere Jahre lang aufbewahrt, um zu einem späteren Zeitpunkt auf die alten Proben zugreifen zu können und Dopingsünder im nachhinein bestrafen zu können. Mittlerweile sieht es ganz danach aus, als ob die dopingerfahrenen Bodybuilder in einigen Fällen wirklich mehr Wissen und Erfahrung über diese Stoffe besitzen könnten als die meisten Wissenschaftler. So wird ihren Ratschlägen oftmals sogar mehr Beachtung geschenkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert Bodybuilding im Kontext der modernen Fitnessindustrie und leitet zur zentralen Forschungsfrage über die Gründe für illegalen Dopingkonsum über.

2. Der Bodysport als Teil der Gesellschaft: Analysiert den historischen Wandel des Sports sowie den Einfluss von Fitnessboom und Körperidealen auf die Motivation von Freizeitsportlern.

3. Doping als Grundlage des Bodybuildings: Untersucht die Hintergründe des Dopingkonsums, einschließlich sozialer Milieus, Wissenslücken und psychologischer Mechanismen der Abhängigkeit.

4. Die soziokulturellen und psychischen Einflüsse: Erörtert die tieferliegenden Motive für den Dopinggebrauch, wie Identitätsstiftung, Flucht aus dem Alltag und die Rolle der Sportsucht.

5. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Aufklärung und professioneller Beratung, um Athleten vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren.

6. Quellen und Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten Quellen und wissenschaftliche Fachliteratur zur Untermauerung der Arbeit auf.

Schlüsselwörter

Bodybuilding, Doping, Fitnessindustrie, Leistungssteigerung, Körperbild, Freizeitsport, Nahrungsergänzungsmittel, Sportsucht, Sozialisation, Identitätsstiftung, Anabolika, Gesundheitsrisiko, Fitnessstudio, Ethnopharmacology, Muskelaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit den Einflüssen und Beweggründen, die Freizeitsportler im Bodybuilding dazu bewegen, illegale leistungssteigernde Mittel einzunehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Fitnessindustrie, der Einfluss medialer Körperideale, soziale Netzwerke im Sport und die psychologischen Aspekte der Sportsucht.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Leitfrage lautet: "Welche Einflüsse führen zur Einnahme illegaler leistungssteigernder Mittel außerhalb des professionellen Bodybuildings?"

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer und sportwissenschaftlicher Fachliteratur sowie der Auswertung bestehender Studien zum Dopingverhalten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der gesellschaftliche Kontext des Sports, der Prozess der "biografischen Sackgasse" im Bodybuilding, die Rolle des sozialen Umfelds bei der Doping-Einführung und die Gefahren der Unwissenheit beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Bodybuilding, Doping, Fitnessindustrie, Körperbild, Sportsucht und Leistungssteigerung.

Was beschreibt der Begriff "ethnopharmacology" in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt das innerhalb der Subkultur der Fitnessstudios durch langjährige Erfahrung, Austausch und Protokollierung erworbene Wissen über den Gebrauch von Dopingmitteln.

Warum ist die Aufklärung durch Ärzte im Bodybuilding oft problematisch?

Da sich Dopingmittel sehr schnell weiterentwickeln, sind viele Ärzte auf diesem speziellen Gebiet nicht ausreichend geschult, was dazu führt, dass Sportler eher Ratschlägen von erfahrenen Athleten vertrauen.

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Details

Titel
Der Gebrauch von illegalen leistungssteigernden Mitteln im Freizeit- und Amateurbodybuilding
Untertitel
Welche Einflüsse führen zur Einnahme illegaler leistungssteigernder Mittel außerhalb des professionellen Bodybuildings?
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V427546
ISBN (eBook)
9783668715370
ISBN (Buch)
9783668715387
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Doping Sport Bodybuilding Soziologie Psychologie Sportsoziologie leistungssteigernde Mittel Freizeitbodybuilding Amateurbodybuilding
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Der Gebrauch von illegalen leistungssteigernden Mitteln im Freizeit- und Amateurbodybuilding, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427546
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Leseprobe aus  17  Seiten
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