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Voraussetzungen für den Bewegungsraum Schulhof und Folgen für die Schulhofgestaltung

Title: Voraussetzungen für den Bewegungsraum Schulhof und  Folgen für die Schulhofgestaltung

Term Paper , 2002 , 38 Pages , Grade: 2

Autor:in: Natascha Finger (Author), Gerlinde Weinzierl (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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1. Bewegung als anthropologisches Grundbedürfnis von Kindern

1.1 Das Bild vom Kinde

Die Frage nach der Bedeutung von Bewegung ist nur dann zu beantworten, wenn man ein Ziel von Entwicklung vor Augen hat. Ich gehe von einer bewegungsorientierten Entwicklung aus, auf die ich später noch genauer eingehen werde.

Das Menschenbild, von dem ich bei meinen weiteren Ausführungen ausgehe, versteht Kinder als aktiv mit der Umwelt interagierende, empfindende und denkende, sinnsuchende und sinnschaffende Wesen.
Die Kinder werden als Akteure wahrgenommen, die selbständig handeln und sich ihre Welt aneignen und erobern.
Diese Auffassung deckt sich mit dem Bild des Kindes in der modernen Kindheitsforschung.

Die Bewegung spielt bei der Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem eigenen Erkunden eine bedeutende Rolle.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Bewegung als anthropologisches Grundbedürfnis von Kindern

1.1 Das Bild vom Kinde

1.2 Der kindliche Bewegungsdrang

1.3 Die Bedeutung der Körper- und Bewegungserfahrungen für die kindliche Entwicklung

1.3.1 Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung

1.3.4 Soziale Entwicklung

1.3.1 Faktoren und Voraussetzungen für die Bewegungsentwicklung

1.4 Überleitung

2. Die Bedeutung der Schulhofgestaltung für Grundschulkinder

2.1 Schulhofgestaltung

2.2 Bedeutung der Schulhofgestaltung für Grundschulkinder

2.2.1 Schulhof als Spiel- und Bewegungsraum

2.2.2 Schulhof als Ruhe- und Regenerationsraum

2.2.3 Schulhof als Unterrichtsort

2.2.3.1 Das "offene" Klassenzimmer

2.2.3.2 Der Schulgarten

2.2.4 Schulhof als sozialer Lernort

2.2.5 Schulhof als Ort für Aggressionsabbau

2.3 Planung und Organisation einer Schulhofumgestaltung

2.3.1 Pausenverhalten

2.3.2 Schulhofgestaltung als Gemeinschaftsprojekt

2.3.3 Sicherheitsaspekt

2.3.4 Schulhofumgestaltung braucht Zeit

2.3.5 Finanzierungsproblem

2.3.6 Weitere Planungshilfen

2.4 Fazit und Notwendigkeit einer Schulhofumgestaltung

3. Wie verhält sich die Schulhofgestaltung zur unmittelbaren Umgebung?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung von Bewegung für die kindliche Entwicklung und leitet daraus notwendige Anforderungen an eine kindgerechte Schulhofgestaltung ab. Ziel ist es, den Schulhof von einer reinen Pausenfläche hin zu einem anregenden, bewegungsfreundlichen und pädagogisch wertvollen Lebensraum zu transformieren.

  • Bewegung als anthropologisches Grundbedürfnis des Kindes
  • Einfluss der Umweltfaktoren auf die Bewegungsentwicklung
  • Funktionen des Schulhofes (Spiel, Ruhe, Unterricht, soziale Erfahrung)
  • Strategien zur Planung und Finanzierung von Schulhofumgestaltungsprojekten

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Schulhof als Spiel- und Bewegungsraum

Der Begriff Spielraum (s. a. Kapitel 1.2) ist in zweierlei Hinsicht zu verstehen. Zum einen bietet der Spielraum aus der Sicht der Person die Möglichkeit, seine Handlungsfreiheiten zu erkennen und diese vielfältig zu nutzen. Zum anderen bezeichnet er aber auch einen Raum zum Spielen, der durch Grenzen festgelegt und gesichert ist. Der Begriff Spielraum bezieht sich demnach auf die eigene Person, sowie auf strukturelle Gegebenheiten.

Eine Funktion des Schulhofes liegt darin, den Jungen und Mädchen entsprechende Aktivitätsmöglichkeiten zu geben, die zum selbständigen Spielen und Üben anregen. So könnten z.B. Spiellandschaften mit ungenormten Stufen, Steinen, Hügeln, Balancierbalken oder Boulderwänden (horizontal angelegten Kletterwänden) zu einer Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten führen, ohne dass die Schüler das Gefühl bekommen, dass es sich hierbei um ein auferlegtes Trainingsprogramm handelt. Die o.g. Spielgeräte sind von Jungen und Mädchen gleichermaßen erwünscht. Zu diesem Ergebnis kamen jedenfalls KUHN, HEIL und HEINRICH in einer Befragung von 400 Grundschülern in Bayern.

Die Kletterwand (Abb. 10) ist ca. 10 m lang und mit Hand- und Fußgriffen versehen. Die Kinder klettern horizontal. Verschieden große Griffe und farbige Markierungen schaffen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beim Klettern. Nutzungseffekte sind hierbei die Verbesserung der Geschicklichkeit und des Gleichgewichts sowie Training der Finger- und Beinmuskulatur. Eine Verkehrsampel signalisiert den Schülern die Freigabe der Kletterwand. Der Untergrund ist mit Mulch ausgelegt, so dass die Verletzungsgefahr neben der geringen Höhe zusätzlich minimiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bewegung als anthropologisches Grundbedürfnis von Kindern: Dieses Kapitel begründet die zentrale Rolle von Bewegung für die ganzheitliche Entwicklung des Kindes und analysiert den kindlichen Bewegungsdrang als Naturnotwendigkeit.

2. Die Bedeutung der Schulhofgestaltung für Grundschulkinder: Hier wird der Schulhof als multifunktionaler Bildungs- und Lebensraum definiert, der neben Bewegungsanreizen auch Rückzugsmöglichkeiten und Ansätze für handlungsorientierten Unterricht bieten sollte.

3. Wie verhält sich die Schulhofgestaltung zur unmittelbaren Umgebung?: Dieses Kapitel beleuchtet den Wandel kindlicher Lebenswelten durch veränderte Umweltbedingungen und argumentiert für die Notwendigkeit von Freiräumen im schulischen Umfeld.

Schlüsselwörter

Schulhofgestaltung, Bewegungsdrang, kindliche Entwicklung, Spielraum, Motorik, Pausengestaltung, soziale Lernprozesse, handlungsorientierter Unterricht, Bewegungsförderung, Lebenswelt, naturnahe Umwelt, Körpererfahrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Bewegung für die Entwicklung von Grundschulkindern und plädiert für eine aktive Neugestaltung des Schulhofes als multifunktionalen Lern- und Bewegungsraum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der anthropologischen Notwendigkeit von Bewegung, den Funktionen des Schulhofs (Spiel, Erholung, Unterricht) und den praktischen Anforderungen an eine partizipative Schulhofumgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Schulhof als pädagogisch gestalteten Raum aufzuwerten, um den kindlichen Bewegungsbedürfnissen in einem zunehmend bewegungsarmen Alltag gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse entwicklungspsychologischer Theorien sowie auf qualitativen Beobachtungen und Fallbeispielen an bereits umgestalteten Schulhöfen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Funktionen des Schulhofes, diskutiert die Bedeutung von Kooperation bei der Planung und geht auf spezifische Sicherheitsaspekte und Finanzierungsmodelle ein.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schulhofgestaltung, Bewegungsförderung, Kindesentwicklung, Partizipation und handlungsorientiertes Lernen.

Warum wird der "Fühlpfad" als Beispiel genannt?

Der Fühlpfad dient als praktisches Beispiel, um die Bedeutung sensorischer Erfahrungen und die Schulung der Wahrnehmung über die Fußsohle im Rahmen eines naturnahen Schulhofkonzepts zu verdeutlichen.

Welche Rolle spielen die Schüler bei der Umgestaltung?

Die Schüler werden als Experten ihrer eigenen Lebenswelt betrachtet; ihre frühzeitige Einbindung in den Planungsprozess fördert das Identitätsgefühl und reduziert Vandalismus.

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Details

Title
Voraussetzungen für den Bewegungsraum Schulhof und Folgen für die Schulhofgestaltung
College
University of Frankfurt (Main)  (Lehramt an Grundschulen)
Course
Allgemeine Grundschuldidaktik
Grade
2
Authors
Natascha Finger (Author), Gerlinde Weinzierl (Author)
Publication Year
2002
Pages
38
Catalog Number
V4276
ISBN (eBook)
9783638126472
Language
German
Tags
Voraussetzungen Bewegungsraum Schulhof Folgen Schulhofgestaltung Allgemeine Grundschuldidaktik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Finger (Author), Gerlinde Weinzierl (Author), 2002, Voraussetzungen für den Bewegungsraum Schulhof und Folgen für die Schulhofgestaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4276
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