Logistik- und Transportunternehmen müssen sich seit einigen Jahren verstärkt an die veränderten Rahmenbedingungen durch die Entwicklung der elektronischen Medien anpassen. Man spricht auch vom „Age of Logistcs“ 1 . Der wachsende Online-Markt stellt ganz neue Anforderungen an die Unternehmen dar, diese müssen immer mehr mit der Zeit gehen, Investitionen zum richtigen Zeitpunkt sind unerlässlich. Der folgende Ausschnitt aus einem Artikel der Deutschen Verkehrszeitung verdeutlicht die Aktualität der Thematik: „Mit der richtigen Analyse den richtigen Auftrag holen. Mit dem E-Commerce-Boom kamen auch die Frachtenbörsen auf den Markt - übrig geblieben sind allerdings nur wenige. Denn das günstige Spotgeschäft macht nur einen kleinen Teil des Marktes aus. Der überwiegende Teil des Transportvolumens größerer Verlader wird über langfristige Vereinbarungen vergeben. Hier haben sich vor allem Online-Ausschreibungen etabliert.“ Eine Grundfrage, die behandelt werden soll, lautet: Wie hat sich die Weiterentwicklung des elektronischen Geschäftsverkehrs auf die gesamte Branche ausgewirkt? Der Einsatz der I&K-Technologie im behandelten Wirtschaftszweig wird im Verlauf der Arbeit aufgezeigt und anhand von Beispielen verdeutlicht. Was bedeutet aber nun e-Commerce im Zusammenhang mit dieser Arbeit genau? Es wird zunächst eine allgemeine Begriffsbestimmung durchgeführt. Da e-Commerce in vielen verschiedenen Bereichen stattfindet, erachtet man es beim e-commerce-magazin als notwendig, den Begriff angesichts der spezifischen Aktivität der Unternehmung zu definieren. Man spricht also von einer perspektivischen Betrachtungsweise. Am brauchbarsten erscheint uns die folgende Definition: "The main objective of electronic commerce is the generation and exploitation of new business opportunities via the internet. These four definitions cover the main aspects of electronic commerce: [...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Logistik- und Transportbranche
2.1 Situation heute
2.2 Verkehrsformen
2.3 Trends
2.3.1 Konsolidierung
2.3.2 Outsourcing
3 E-Logistics
3.1 Veränderte Anforderung an die Unternehmen
3.2 Transparenz durch elektronisch gestützte Logistik
3.3 Supply Chain Management
3.4 Online Transportmarktplätze
4 Der Online Transportmarktplatz Teleroute und dessen Entwicklung
4.1 Chronik und Entwicklung
4.1.1 Der Wunschpartner Transwide
4.1.2 Die Partnerschaft von Transwide und Teleroute
4.2 Das Geschäftsmodell der Teleroute Frachtenbörse
4.2.1 Die Teleroute Deutschland (www.teleroute.de)
4.2.2 Das Erlösmodell und die Teilnehmer-Bonitätsprüfung
4.2.3 Die Transaktion
4.3 Die Produkte und Anwendungen von Teleroute
4.3.1 Teleroute Web
4.3.2 Teleroute Direct
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des elektronischen Geschäftsverkehrs auf die Transport- und Logistikbranche. Im Zentrum steht dabei die Analyse der technologischen Anforderungen an Unternehmen sowie die praktische Anwendung von E-Logistics-Lösungen, insbesondere am Beispiel des Online-Transportmarktplatzes Teleroute.
- Entwicklungen und aktuelle Trends im Logistik- und Transportsektor.
- Bedeutung des Supply Chain Managements und der Prozessoptimierung durch E-Commerce.
- Funktionsweise und Geschäftsmodelle von Online-Transportmarktplätzen.
- Strategische Partnerschaften und technologische Anwendungen im E-Logistics-Bereich.
- Herausforderungen für den Mittelstand im Zuge der Marktkonsolidierung.
Auszug aus dem Buch
4.1 Chronik und Entwicklung
Die Frachtenbörse Teleroute wird 1986 in Paris gegründet. Die Verlagsgruppe Wolters Kluwer und der Fachverlag Lamy riefen Teleroute ins Leben, da in Frankreich die bis zu diesem Zeitpunkt aktive Telefonauskunft umgestellt wurde. Durch diese Umstellung waren die Disponenten nun online mit der Telefondatenbank verbunden. Seit Gründung des Unternehmens hat sich die Technologie ständig weiterentwickelt. So ist die Übertragungsgeschwindigkeit von 1989 bis zum Heutigen DSL hundertfünfzig mal schneller geworden.
1998 wird in Kriftel im Taunus die Teleroute Medien GmbH, mit dem Ziel der internationalen Vernetzung von Transportunternehmen und Spediteuren, gegründet.
1992 wird die Teleroute UK ins leben gerufen und im Folgejahr wachsen die Mitgliederzahlen von Teleroute stark an. 1994 wird Teleroute in Dänemark aktiv und 1995 eine Vertretung in Österreich. In diesem Jahr werden aus gegebenem Anlass auch erstmals strenge Bonitätsregeln eingeführt. Die Mitglieder der Frachtenbörse werden von nun an sorgfältiger ausgewählt, um die Zuverlässigkeit und Qualität der Transportleistungen auch in Zukunft sicherzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den Anpassungsdruck auf Logistikunternehmen durch neue elektronische Medien und führt den Begriff des E-Commerce in diesem Kontext ein.
2 Die Logistik- und Transportbranche: Dieses Kapitel beschreibt den Transportsektor als bedeutenden Wirtschaftsfaktor, analysiert aktuelle Trends wie Outsourcing und Konsolidierung und beleuchtet die Herausforderungen durch den Strukturwandel.
3 E-Logistics: Hier wird der Einfluss von E-Commerce auf logistische Prozesse erläutert, wobei Konzepte wie Supply Chain Management und die elektronische Transparenz als Schlüsselfaktoren für das moderne Logistikmanagement dargestellt werden.
4 Der Online Transportmarktplatz Teleroute und dessen Entwicklung: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte Analyse der historischen Entwicklung, des Geschäftsmodells sowie der spezifischen Funktionen und Produkte der Frachtenbörse Teleroute im europäischen Kontext.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung der Branche zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im Bereich des integrierten E-Commerce und Mobile Commerce.
Schlüsselwörter
E-Commerce, E-Logistics, Transportbranche, Logistik, Frachtenbörse, Supply Chain Management, Outsourcing, Online-Transportmarktplatz, Teleroute, Transwide, Spotmarkt, Digitalisierung, Transportabwicklung, Prozessoptimierung, B2B.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Wandel der Transport- und Logistikbranche durch den Einsatz elektronischer Geschäftsmodelle.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kerngebieten zählen aktuelle Markttrends, das Supply Chain Management sowie der Einsatz von Online-Plattformen zur Effizienzsteigerung.
Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?
Ziel ist es, die Auswirkungen der I&K-Technologie auf die Branche aufzuzeigen und die Transformation von klassischen Transportunternehmen hin zu technologieorientierten Dienstleistern zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autoren nutzen eine qualitative Analyse, die durch Fachliteratur, Marktberichte und die konkrete Untersuchung eines Praxisbeispiels gestützt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die logistischen Rahmenbedingungen, stellt das Konzept E-Logistics vor und detailliert das Geschäftsmodell sowie die Funktionalitäten der Plattform Teleroute.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die wichtigsten Begriffe sind E-Logistics, Frachtenbörse, Supply Chain Management und Transportmarktplatz.
Warum spielt die Partnerschaft mit Transwide eine wichtige Rolle für Teleroute?
Die Partnerschaft ermöglicht die Bereitstellung umfassender E-Logistik-Lösungen durch die Kombination von Liquidität auf dem Frachtenmarkt und technologischer Integration.
Wie stellt Teleroute die Qualität der Teilnehmer sicher?
Durch obligatorische Bonitätsprüfungen, ein "Check-up"-Verfahren und die Führung einer "schwarzen Liste" bei Pflichtverletzungen.
- Quote paper
- Peter Wegmann (Author), Alexander Koch (Author), 2004, E-Commerce in der Transport- und Logistikbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42765