1. Der "Tag der 6 Milliarden"
Am 12. Oktober des Jahres 1999 war der "Tag der 6 Milliarden". Die Vereinten Nationen hatten berechnet, daß der 6milliardste Mensch an diesem Tag geboren wird. Das erste Neugeborene dieses Tages in Sarajevo wurde symbolisch zum Sechs-Milliarden-Baby erkoren.
Dieses Baby ist allerdings wirklich nur symbolisch der 6milliardste Mensch. In Wirklichkeit wurde die 6-Milliarden-Grenze laut einer Berechnung des US-Census-Bureau bereits am 19. Juli 1999 überschritten (Küchen, Berliner Morgenpost, 19.7.1999, S 1).
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Inhaltsverzeichnis
1. Der „Tag der 6 Milliarden“
2. Die Entwicklung der Weltbevölkerung seit 1945
Abbildung 1
3. Entwicklung der Zuwächse der Weltbevölkerung
Abbildung 2
Abbildung 3
4. Das 3-Phasen-Modell des „demographischen Übergangs“
5. Veränderung der Verteilung der Weltbevölkerung
Abbildung 4
Abbildung 5
6. UN-Prognose der Weltbevölkerung
Abbildung 6
7. Probleme der Zukunft
8. Die Weltbevölkerungskonferenz in Kairo 1994
9. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und zukünftige Entwicklung der Weltbevölkerung mit besonderem Fokus auf demographische Trends, deren Ursachen und die daraus resultierenden globalen Herausforderungen für die kommenden Jahrzehnte.
- Historische Bevölkerungsentwicklung seit 1945
- Mechanismen des demographischen Übergangs
- Veränderungen in der regionalen Bevölkerungsverteilung
- Prognosen zukünftiger Bevölkerungszahlen der Vereinten Nationen
- Sozio-ökologische Konsequenzen und Zukunftsrisiken
Auszug aus dem Buch
4. Das 3-Phasen-Modell des „demographischen Übergangs“
Der „demographische Übergang kennzeichnet die demographischen Auswirkungen des Übergangs von einer vorindustriellen Gesellschaft mit hohen Geburten- und Sterbeziffern hin zu einer Industriegesellschaft mit geringen Geburten- und Sterbeziffern.
Die Studie wurde von Lester Brown, Gary Gardner und Brian Halweil von Worldwatch erstellt und stellt den „demographischen Übergang“ in drei Phasen dar (DSE, dse.de, S 1):
Phase 1: Hohe Geburten- und Sterberaten, dadurch geringes Bevölkerungswachstum.
Phase 2: Sinken der Sterberaten durch Modernisierung des Gesundheitswesens und Verbesserung des Lebensstandards. Das ist die Phase des starken Bevölkerungswachstums, in der sich viele Entwicklungsländer derzeit befinden.
Phase 3: Niedere Geburten- und Sterberaten, demographische Stabilisierung. In dieser Phase befinden sich derzeit die Industrieländer.
Die Worldwatch-Studie geht davon aus, daß etliche Länder von Phase 2 in Phase 1 zurückfallen werden. Als Beispiel werden Länder mit hohen HIV-Infektionsraten genannt. Während die Industriestaaten die Infektionsraten unter 1 % halten konnten, liegen sie in einigen Entwicklungsländern bei weit über 20 % (z. B. Simbabwe 26 %). Wenn nicht ein Heilmittel gefunden wird, werden diese Länder ein Fünftel ihrer Bevölkerung durch AIDS verlieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der „Tag der 6 Milliarden“: Beschreibt die symbolische sowie tatsächliche Überschreitung der Sechs-Milliarden-Grenze der Weltbevölkerung im Jahr 1999.
2. Die Entwicklung der Weltbevölkerung seit 1945: Analysiert den rasanten Anstieg der Menschheitszahl seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis zur Jahrtausendwende.
3. Entwicklung der Zuwächse der Weltbevölkerung: Untersucht die jährlichen Wachstumsraten und identifiziert Faktoren wie die "Grüne Revolution" und Familienplanung als steuernde Elemente.
4. Das 3-Phasen-Modell des „demographischen Übergangs“: Erläutert den theoretischen Prozess der demographischen Transformation von vorindustriellen zu modernen Gesellschaften.
5. Veränderung der Verteilung der Weltbevölkerung: Dokumentiert die ungleiche demographische Entwicklung zwischen den industrialisierten Nationen und den Entwicklungsländern.
6. UN-Prognose der Weltbevölkerung: Stellt die unterschiedlichen Berechnungsvarianten der Vereinten Nationen für das zukünftige Bevölkerungswachstum vor.
7. Probleme der Zukunft: Diskutiert drängende globale Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, Ernährungssicherung und Verstädterung.
8. Die Weltbevölkerungskonferenz in Kairo 1994: Betrachtet die Bedeutung der Konferenz für die Rolle der Frau und nachhaltige Entwicklungsprogramme.
9. Fazit: Zieht ein Resümee über die Notwendigkeit einer verbesserten Weltbevölkerungspolitik zur Abwendung globaler Katastrophen.
Schlüsselwörter
Weltbevölkerung, Bevölkerungswachstum, Demographischer Übergang, Familienplanung, Entwicklungsländer, Industrieländer, Ressourcenknappheit, Nachhaltigkeit, Geburtenrate, Sterberate, Urbanisierung, Mega-Cities, UN-Prognose, Kairoer Aktionsprogramm, Lebensstandard.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wachstum der Weltbevölkerung von 1945 bis ins nächste Jahrhundert, analysiert deren Ursachen und diskutiert die daraus resultierenden globalen Problemfelder.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die demographische Dynamik, die Rolle der Familienplanung, regionale Unterschiede im Bevölkerungswachstum sowie die ökologischen und sozialen Herausforderungen der Zukunft.
Welches Ziel verfolgt die Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Status quo der Weltbevölkerungsentwicklung aufzuzeigen und die Dringlichkeit einer aktiven, nachhaltigen Bevölkerungspolitik zur Entschärfung zukünftiger Krisen zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literatur- und Datenanalyse, wobei sie aktuelle Statistiken, Studien von Organisationen wie der UN und dem Worldwatch-Institut sowie historische Daten vergleicht.
Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, das 3-Phasen-Modell des demographischen Übergangs, UN-Prognosen für die Bevölkerungszahl sowie konkrete Zukunftsprobleme wie Ressourcenmangel und Verstädterung.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie demographischer Übergang, globale Bevölkerungsentwicklung, Nachhaltigkeit, Familienplanung und soziale Gerechtigkeit charakterisiert.
Welche Bedeutung kommt dem Bildungsstand der Frauen für die Fruchtbarkeit zu?
Die Arbeit stellt statistisch belegbar fest, dass eine höhere Bildung bei Frauen direkt mit einer niedrigeren Fertilitätsrate korreliert, weshalb Bildung für Frauen ein zentraler Faktor der Bevölkerungspolitik ist.
Warum wird die "Ein-Kind-Politik" in China erwähnt?
Das Beispiel Chinas dient als Illustration für strikte staatliche Maßnahmen zur Steuerung des demographischen Wachstums im Kontext globaler Familienplanungsprogramme.
- Citation du texte
- Sabine Strauß (Auteur), 2000, Entwicklung der Weltbevölkerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4279