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Die Vielfalt des sizilianischen Dialektes am Beispiel der Galatesischen Gebete

Titel: Die Vielfalt des sizilianischen Dialektes am Beispiel der Galatesischen Gebete

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Giulia Alí (Autor:in)

Didaktik - Italienisch
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine diatopische Variation wird als sprachliche Gliederung in einem Raum definiert, die wieder in Dialekten oder regionalen Varianten unterteilt werden. Die italienische Sprache zeigt diatopische sowie diastratische Unterschiede auf. Die allgemein bekannte Grundsprache Italiens l’italiano popolare, wird jedoch nicht nur verwendet, sondern zeigt eine Koexistenz auf sprachlicher Ebene mit den regional bedingten Dialekten. Somit zeigen sich die zahlreichen Sprachvarietäten in Italiens Städten und Regionen am häufigsten.

Dass diese sich sprachlich sowie schriftlich voneinander unterscheiden, wurde bereits untersucht und in verschiedenen literarischen Werken niedergebracht. Betrachtet man die italienischen Dialekte, zeigt sich dass verschiedene Themen, wie die Grammatik besonders im sizilianischen bereits untersucht wurden, wie beispielsweise Grammatica Siciliana von Giuseppe Pitrè. Besonders Sizilien sticht durch die hohe Vielfalt innerhalb einer Region besonders hervor und erweist sich als vielseitig.Die Vielschichtigkeit, sowie die verschiedenen Einflüsse deuten auf viele Eroberungen Siziliens hin, welche ihre Spuren in der Sprache hinterlassen haben. Die Sprachgeschichte ist daher von großer Bedeutung und muss genauer betrachtet werden. Bei diesen Unterschieden ist es wichtig zu definieren, inwiefern der Dialekt benutzt wird. Dies kann man nur anhand grammatikalischer und phonetischer Merkmale ausmachen, die vorher festgelegt wurden. Dabei ist zu beachten, welchen Dialekt einer Stadt genauer betrachtet werden soll. Um dies festzulegen, wird zunächst die Sprachgeschichte genauer analysiert und die sich daraus entwickelten Phänomene von Sizilien und in diesem Falle von Galati-Mamertino. Eine Kleinstadt im Norden Siziliens, welche vermutlich vom König Ducenzio 459 v. Chr. errichtet wurde.

Wenn die für diese Arbeit wichtigsten Phänomene festgelegt wurden, kann man diese verwenden, um bestimmte Texte zu analysieren. Die Sizilianer sind für ihre Religion bekannt, sowie Galati mit der Vielzahl an Kirchen. Die sich daraus entwickelten Gebete erweisen sich als einerseits kulturelles Gut, andererseits als sprachliche Texte, die man genauer analysieren kann. Diese werden dazu dienen das Galatesische genauer zu definieren, unter Berücksichtigung der Sprachgeschichte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprachgeschichte Siziliens

3. Merkmale des sizilianischen Dialektes

3.1. Das Alphabet

3.2. Die Artikel und Pronomen

3.3. Die Verben

4. Galatesische Gebete

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse der diatopischen Variation des sizilianischen Dialekts, wobei der Fokus insbesondere auf dem Galatesischen liegt. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der komplexen Sprachgeschichte Siziliens, die spezifischen sprachlichen Phänomene des Dialekts von Galati Mamertino anhand grammatikalischer Merkmale und religiöser Texte zu definieren und vom Standarditalienischen sowie dem allgemeinen sizilianischen Dialekt abzugrenzen.

  • Historische Einflüsse auf die sizilianische Sprachlandschaft
  • Phonetische und morphologische Besonderheiten des Galatesischen
  • Strukturanalyse des sizilianischen Vokal- und Konsonantensystems
  • Untersuchung von galatesischen Gebeten als linguistisches Korpus

Auszug aus dem Buch

3.1. Das Alphabet

Einen Unterschied erkennt man deutlich im Vergleich zum italienischen Alphabet, denn dieser besteht aus 21 Buchstaben. Der sizilianische Dialekt hingegen kann aus bis zu 27 Buchstaben bestehen, davon sind 6 Vokale und 21 Konsonanten. Die vorhandenen Laute sind jedoch zahlreicher, da die Verbindungen der Buchstaben, die sich durch die bereits genannte Historie der Insel, im sizilianischen vielfältig sind (vgl. Fortuna 2002: 17).

Betrachtet man das Alphabet genauer in der Unterteilung der Vokale und Konsonanten, weisen diese Unterschiede zum Italienischen auf. Das Vokalsystem wurde in den Jahrhunderten in Sizilien reduziert und aus dem klassischen Latein bestehend aus zehn Vokalen, wurden es acht im Vulgärlatein und letztendlich wieder verringert auf fünf Vokale /a/, /ɛ/, /i/, /ɔ/, /u/ im Sizilianischen (vgl. Mocciaro 1991: 25). Folgende Vokale sind innerhalb der Wörter dominant: /a/, /i/ und /u/. Durch Mutationen im Dialekt werden die Vokale /e/ und /o/ hauptsächlich zu /i/ und /u/ verwandelt (vgl. Pitrè 2008: 33). Das sehr markante /u/ im sizilianischen, ist ebenfalls im Galatesischen sehr stark vertreten, allerdings zeigt sich als ebenfalls dominant das stärker geöffnete /a/, welches seinen Ursprung im Griechischen hat (vgl. Fabio 1999: 115 f.). Ebenfalls typisch ist die Diphthongierung von /e/ und /u/ zu /ie/ oder /uo/ in einer offenen Silbe (vgl. Pitrè 2008: 51).

Die allgemeinen Regeln für Konsonanten im sizilianischen gleichen den allgemeinen Regeln im romanischen, welche prinzipiell die stimmlosen beibehalten und die Media sich innerhalb schwächt (vgl. Pitrè 2008: 53). Die Auswirkungen dieser Phänomene sind beispielsweise Mutationen eines Konsonanten, welcher sich nach einem Vokal verdoppelt oder je nachdem zu einem Neuen mutiert. Das Phänomen der Verdopplung ist besonders markant im sizilianischen, stammt aus dem Lateinischen und ist typisch für deren Aussprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert die diatopische Variation und führt in die Bedeutung des Galatesischen als Untersuchungsgegenstand unter Berücksichtigung der Sprachgeschichte ein.

2. Sprachgeschichte Siziliens: Analysiert die vielfältigen Eroberungsgeschichten der Insel und deren prägenden Einfluss auf die Entwicklung der lokalen Sprache und Kultur.

3. Merkmale des sizilianischen Dialektes: Untersucht die sprachlichen Charakteristika, insbesondere in Bezug auf das Vokalsystem, die Konsonanten sowie Artikel, Pronomen und Verben.

4. Galatesische Gebete: Präsentiert eine praktische Anwendung der linguistischen Regeln anhand spezifischer religiöser Texte aus Galati Mamertino.

5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Identität des Galatesischen als eigenständige, historisch gewachsene Varietät innerhalb des Sizilianischen.

Schlüsselwörter

Sizilien, Galati Mamertino, Galatesisch, Sprachgeschichte, Diatopische Variation, Dialektologie, Vokalsystem, Konsonantenmutation, Grammatik, Linguistik, Phonetik, Morphologie, Sprachwandel, Gebete, Romanistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die sprachlichen Besonderheiten des Dialekts von Galati Mamertino (Galatesisch) im Kontext der sizilianischen Dialektologie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung der sizilianischen Sprache durch Fremdeinflüsse sowie die systematische Analyse grammatikalischer und phonetischer Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die exakte Definition und linguistische Charakterisierung des Galatesischen unter besonderer Berücksichtigung der Unterschiede zum Standarditalienischen und allgemeinen Sizilianischen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive linguistische Analyse verwendet, die historische Kontextualisierung mit der Untersuchung von Lautwandelprozessen und Korpusanalysen (Gebete) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine detaillierte Analyse der phonetischen und grammatikalischen Regeln (Alphabet, Artikel, Pronomen, Verben) sowie eine empirische Untersuchung anhand von Gebetstexten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sprachgeschichte, Diatopische Variation, Dialektologie, Galatesisch und Lautwandel.

Warum spielt die Religion für die Untersuchung eine besondere Rolle?

Die Religion wird als kulturelles Gut genutzt, um in konservierten, traditionellen Gebetstexten authentische dialektale Formen und deren sprachhistorische Entwicklung sichtbar zu machen.

Was unterscheidet das galatesische Verbalsystem?

Es zeigt eine Reduktion der Zeitformen, wobei beispielsweise das passato remoto eine stärkere Rolle einnimmt, beeinflusst durch griechische Imitationen und lokale Sprachpraktiken.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Vielfalt des sizilianischen Dialektes am Beispiel der Galatesischen Gebete
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
2,3
Autor
Giulia Alí (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V428096
ISBN (eBook)
9783668717923
ISBN (Buch)
9783668717930
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vielfalt sizilianischen dialektes beispiel galatesischen gebete
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Giulia Alí (Autor:in), 2017, Die Vielfalt des sizilianischen Dialektes am Beispiel der Galatesischen Gebete, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428096
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Leseprobe aus  14  Seiten
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