Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick darüber, welche Faktoren dazu beitragen, Wissen im Unternehmen, vor dem Hintergrund des demographischen Wandels zu erhalten. Dabei wurde insbesondere das Thema Wissensmanagement behandelt. Zunächst wurden die Wissensgrundlagen erörtert und die Verschiedenheit der Wissensarten erläutert. Erfolgsfaktoren und Hindernisse des Wissensmanagements werden ebenso dargestellt, wie Konzepte und Handlungsempfehlungen.
Da der demographische Wandel in der heutigen Zeit vermehrt zu einem Nachwuchsproblem führt, aber auch für Unternehmen ein drohender Wissensabfluss durch den Ruhestand vieler Wissensträger bedeutet, soll der Blick auf Entwicklung und Einflüsse auf die Unternehmen, nicht zu kurz kommen. Wissensabfluss verhindern und Wissen erhalten, bedarf die Nutzung der zur Verfügung stehenden Instrumente im Wissensmanagement. Durch Motivation und individuellen Anreizen lässt sich Wissen transferieren und somit für die Unternehmen nutzbar gestalten. Wie dieser Wissenstransfer stattfinden kann, wird anhand eines Beispiels zum Schluss der Arbeit erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehensweise
2 Wissensbestand im Unternehmen
2.1 Wissensgrundlagen
2.2 Individuelle und kollektive(organisatorische) Wissensarten
2.3 Grundlagen zum Wissensmanagement
2.3.1 Entwicklung und Bedeutung
2.3.2 Erfolgsfaktoren des Wissensmanagements
2.3.3 Hindernisse für das Wissensmanagement
2.4 Konzepte und Handlungsempfehlungen zum Wissensmanagement
2.4.1 Konzepte zum Wissensmanagement
2.4.2 Handlungsempfehlungen zum Wissensmanagement
3 Demographie
3.1 Entwicklung der Demographie im Wandel der Zeiten
3.2 Demographische Einflüsse auf Unternehmensentwicklung
4 Wissenserhalt im Unternehmen
4.1 Wissensabfluss verhindern
4.1.1 Worin liegt die Gefahr des Wissensverlusts
4.1.2 Motivation und Anreize im Wissensmanagement
4.2 Wissenstransfer und Wissensgenerierung
4.2.1 Wissenstransfer
4.2.2 Wissen generieren, Wissen erwerben, Wissen entwickeln
5 Wissensmanagement als Empfehlung für den Wissenserhalt
5.1 Angewandtes Wissensmanagement am Beispiel eines 8-Stufen Modells
6 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie Unternehmen dem drohenden Wissensverlust durch den demographischen Wandel und die damit verbundene Überalterung der Belegschaft begegnen können. Das primäre Ziel ist es, Auswirkungen des Wissensverlusts zu analysieren und betriebswirtschaftliche Instrumente aufzuzeigen, mit denen Wissen langfristig im Unternehmen gesichert und transferiert werden kann.
- Wissensmanagement als strategischer Erfolgsfaktor
- Einflüsse des demographischen Wandels auf Unternehmen
- Methoden zur Identifikation und Sicherung impliziten Wissens
- Anreizsysteme zur Förderung des Wissenstransfers
- Praktische Implementierung eines 8-Stufen-Modells zum Wissenserhalt
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Worin liegt die Gefahr des Wissensverlusts
Mal unabhängig davon, dass Wissen nicht nur verloren gehen kann durch das Ausscheiden von Mitarbeitern, sei es aus Altersgründen oder einer Neuorientierung des Mitarbeiters, eine große Gefahr lässt sich auch in die Weitergabe von Unternehmenswissen an unmittelbare Mitwettbewerber feststellen.
Natürlich ist der Verlust von Wissen durch Spionage oder anderen kriminellen Handlungen ein immenser Schaden für die Unternehmen diesen jedoch einzudämmen und zu verhindern soll nicht im Focus dieser Arbeit weiter behandelt werden. Vielmehr konzentriert sich diese Arbeit darauf, welche Gefahren im Verlust von Wissen durch das Ausscheiden von Mitarbeitern liegen, sei es durch den bevorstehenden Ruhestand oder den Wechsel des Arbeitgebers.
Die Ersetzung eines Mitarbeiters kostet einem Unternehmen immer Geld. Den Ausgleich, sofern dieser überhaupt möglich ist, von Wissensverlust kostet meist mehrere Jahre um den einstigen ausgeschiedenen Wissensträger ersetzt zu haben. Es ist schwer zu definieren, welchen Wert das Wissen und die Erfahrung eines Mitarbeiters für ein Unternehmen besitzt, der mehrere Jahrzehnte Teil der Belegschaft war und unter Umständen gar eine Schlüsselrolle in vielen betrieblichen oder wirtschaftlichen Abläufen und Strukturen besaß. Um das Risiko des Wissensverlustes zu bewerten sind grundlegende Aspekte zu beantworten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung des Wissensverlusts durch den demographischen Wandel und definiert das Ziel sowie die Vorgehensweise der Arbeit.
2 Wissensbestand im Unternehmen: Dieses Kapitel definiert Wissensgrundlagen, differenziert zwischen verschiedenen Wissensarten und erläutert Konzepte sowie Erfolgsfaktoren des Wissensmanagements.
3 Demographie: Hier wird die Entwicklung der Demographie im Wandel der Zeiten analysiert und die spezifischen Einflüsse auf die Unternehmensentwicklung dargelegt.
4 Wissenserhalt im Unternehmen: Das Kapitel behandelt Strategien zur Verhinderung von Wissensabfluss, analysiert Gefahren des Wissensverlusts und stellt Instrumente zur Motivation und zum Wissenstransfer vor.
5 Wissensmanagement als Empfehlung für den Wissenserhalt: Dieses Kapitel bietet praktische Handlungsempfehlungen und erläutert anhand eines 8-Stufen-Modells die systematische Anwendung von Wissensmanagement in der Praxis.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bestätigt die Notwendigkeit von Wissensmanagement zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
Schlüsselwörter
Wissensmanagement, Wissenserhalt, demographischer Wandel, Wissenstransfer, implizites Wissen, Unternehmenserfolg, Wissensabfluss, Anreizsysteme, Motivation, Wissensarten, Wissensgenerierung, Fachkräftemangel, Personalentwicklung, Altersstruktur, Wissensmarkt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Sicherung von Wissen in Unternehmen unter dem Einfluss des demographischen Wandels, der zu einem hohen Wissensabfluss durch ausscheidende ältere Mitarbeiter führt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die Definition von Wissensmanagement, die Auswirkungen der Demographie auf Unternehmen sowie konkrete Instrumente zum Erhalt und Transfer von Wissen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Wissensverlust durch gezielte Managementmethoden und Anreizsysteme zu minimieren, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer praxisorientierten Untersuchung, die mittels Fragebögen bei Experten und Anwendern durchgeführt wurde.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Wissensbestands, die Analyse des demographischen Wandels, Strategien zur Verhinderung von Wissensabfluss sowie die Vorstellung eines praktischen 8-Stufen-Modells.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wissensmanagement, Wissenserhalt, demographischer Wandel, Wissenstransfer, implizites Wissen und Anreizsysteme bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.
Warum ist das "implizite Wissen" besonders gefährdet?
Implizites Wissen ist oft an die Person des Mitarbeiters gebunden und selten schriftlich dokumentiert, weshalb es beim Eintritt in den Ruhestand verloren geht, wenn kein Wissenstransfer stattfindet.
Wie funktioniert das 8-Stufen-Modell in der Praxis?
Das Modell umfasst einen strukturierten Prozess, der von der Identifikation erfolgskritischen Wissens über die Analyse mit einem Coach bis hin zur Dokumentation in einem "Wissensbaum" und der abschließenden Evaluation reicht.
Welche Rolle spielen Anreize im Wissensmanagement?
Anreize sind notwendig, um Mitarbeiter zu motivieren, ihr Erfahrungswissen freiwillig zu teilen, da der Wissenstransfer kaum erzwungen werden kann.
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- Dipl.Wirt.Ing. René Diedering (Author), 2018, Wissensmanagement. Faktoren zum Erhalt des Wissens einer Organisation vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428200