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Rehabilitationsleistungen in der Behindertenhilfe. Persönliche Zukunftsplanung im Kontext gängiger Hilfeplan-Verfahren

Título: Rehabilitationsleistungen in der Behindertenhilfe. Persönliche Zukunftsplanung im Kontext gängiger Hilfeplan-Verfahren

Trabajo Escrito , 2016 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Andreas Reichenbecher (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
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Als zentrale Ziele von Rehabilitationsleistungen gelten nach dem SGB IX die Förderung der Selbstbestimmung und der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Erbringung von Leistungen der Behindertenhilfe durch Organisationen basiert gesetzlich auf individuellen Teilhabezielen und persönlichem Bedarf.

Inwieweit die Umsetzung einer Personen- statt einer Institutionszentrierung im Rahmen von Hilfeplan-Verfahren gelingt und ob der Ansatz der Persönlichen Zukunftsplanung als eine Variante von personenzentrierten Planungen eine Alternative oder eine Ergänzung darstellt, soll im Folgenden betrachtet werden.

Vor dem Hintergrund veränderter Paradigmen in der Behindertenhilfe (Inklusionsgedanke, Entscheidungsbeteiligung, Individualisierung von Hilfe, gesetzliche Verankerung im SGB IX) und der Dienstleistungs- und Qualitätsorientierung in der Sozialen Arbeit allgemein sind die jüngeren Entwicklungen von Instrumenten zur Hilfeplanung insgesamt zu begrüßen. Allerdings ist zu bemerken, daß das Potenzial, das zur Verfügung steht, durch die sozialrechtlichen und -politischen Rahmenbedingungen zerfasert wird.

Es gibt daher in Deutschland eine trägerbezogene Hilfeplan-Vielfalt. Die jeweiligen Leistungsträger nutzen unterschiedlichste Verfahren zur Planung der Unterstützung. Die Art und die Intention können dabei stark voneinander abweichen. Ob und wie der betroffene Mensch am Planungsprozess beteiligt wird, variiert. Dies steht aber im Widerspruch zur postulierten Selbstbestimmungs- und Teilhabeforderung und dem gesetzlich festgeschriebenen Wunsch- und Wahlrecht des Menschen mit Behinderung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Ansatz Persönliche Zukunftsplanung

2.1 Ursprung und zentrale Aspekte

2.2 Das Konzept der Lebensqualität als Basis von PZp

2.3 Inhalt und Methodik von PZp

2.4 Grenzen der PZp

3 Hilfeplan-Verfahren

3.1 Hintergründe der Individualisierung von Hilfeplan-Verfahren

3.2 Beschreibung der Hilfeplan-Verfahren

4 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem personenzentrierten Ansatz der „Persönlichen Zukunftsplanung“ (PZp) und den gängigen, oft institutionszentrierten Hilfeplan-Verfahren in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit die PZp als Alternative oder sinnvolle Ergänzung zu existierenden Verfahren fungieren kann, um Selbstbestimmung und Inklusion effektiver zu fördern.

  • Grundlagen und zentrale Aspekte der Persönlichen Zukunftsplanung (PZp)
  • Bedeutung des Konzepts der Lebensqualität für personenzentrierte Planung
  • Analyse und Kritik bestehender Hilfeplan-Verfahren in der Behindertenhilfe
  • Widerspruch zwischen Defizitorientierung und dem Wunsch- und Wahlrecht
  • Potentiale für eine personenzentrierte Neuausrichtung der Hilfeplanung

Auszug aus dem Buch

2.3 Inhalt und Methodik von PZp

Insbesondere bei einschneidenden, aber geplanten Lebensveränderungen bietet sich die PZp an. Darüber hinaus ist sie aber grundsätzlich in allen Phasen des Lebens eines Menschen mit und ohne Behinderung durchaus sinnvoll einzusetzen. (vgl. Theunissen 2012, S. 263). „Die Grundannahme des Ansatzes lautet, dass die jeweils planende Person unabhängig von ihren Beeinträchtigungen prinzipiell selbst über ihr Leben bestimmen kann. Auch in Krisenzeiten hat sie Stärken, Fähigkeiten und Interessen und ein uneingeschränktes Recht auf ungehinderte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft (vgl. Emmrich 2004, 22).“ (Niediek 2010, S. 203). Sie kann überall dort eingesetzt werden, wo es um die Entwicklung von Wünschen und Vorstellungen und ihre Umsetzung geht. Unabhängig ob sie sich in einem eher informellen (z.B. Familie, Freunde) oder in einem an z. B. Beratungsstellen angebundenen Rahmen abspielt. Zentraler Punkt ist dabei neben dem Menschen mit Behinderung der zu bildende Unterstützerkreis. (vgl. Doose 2013, S. 30). Die Personen, die den Menschen mit Behinderung im Rahmen der PZp begleiten und unterstützen werden von dieser selbst ausgewählt und zu einem Unterstützerkreis formiert. Es handelt sich dabei nicht um ein interdisziplinäres Professionellenteam, dass über den Betroffenen entscheidet, sondern um nahestehende und vertraute Menschen die mit ihm gemeinsam in den Prozess der Planung gehen. Die intentionale Ausrichtung bestimmt die Zusammensetzung des Unterstützerkreises, wobei der Mensch mit Behinderung wie bereits angeführt die Auswahl der Personen vor nimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Kapitel führt in die finanzielle und rechtliche Struktur der Eingliederungshilfe nach SGB XII ein und thematisiert den Paradigmenwechsel hin zur stärkeren Individualisierung und Personenorientierung.

2 Der Ansatz Persönliche Zukunftsplanung: Hier werden die theoretischen Grundlagen, die Bedeutung der Lebensqualität sowie die methodische Ausgestaltung der PZp als personenzentriertes Instrument erläutert.

3 Hilfeplan-Verfahren: Dieses Kapitel beschreibt die Hintergründe der Individualisierung sowie die verbreiteten Instrumente zur Bedarfsermittlung in Deutschland und kritisiert deren teils defizitorientierte Ausrichtung.

4 Fazit: Das Fazit stellt die grundverschiedenen Zielsetzungen von PZp und Hilfeplan-Verfahren gegenüber und fordert eine Neuausrichtung hin zu mehr Inklusion und Selbstbestimmung.

Schlüsselwörter

Persönliche Zukunftsplanung, Eingliederungshilfe, Hilfeplan-Verfahren, Inklusion, Selbstbestimmung, Lebensqualität, Personenzentrierung, SGB XII, Teilhabe, Unterstützerkreis, Bedarfsermittlung, Wunsch- und Wahlrecht, Behindertenhilfe, Empowerment, Sozialraumorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie der Ansatz der „Persönlichen Zukunftsplanung“ (PZp) im Kontext der bestehenden Hilfeplan-Verfahren innerhalb der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen eingeordnet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Konzepte der personenzentrierten Planung, das sozialrechtliche Leistungsdreieck, bestehende Bedarfsermittlungsverfahren sowie die gesetzlichen Anforderungen an Selbstbestimmung und Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die PZp als Alternative oder Ergänzung zu den aktuellen, oft institutionszentrierten Hilfeplan-Verfahren dienen kann, um dem gesetzlich verankerten Wunsch- und Wahlrecht besser gerecht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Konzepte, aktuelle Forschungsergebnisse und gesetzliche Vorgaben (SGB IX/XII) analysiert und kritisch in Beziehung zueinander setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Rahmens und der Methodik der PZp sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Vielfalt und den Problematiken der gängigen deutschen Hilfeplan-Verfahren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Personenzentrierung, Inklusion, Defizitorientierung vs. Kompetenzorientierung und das sozialrechtliche Leistungsdreieck geprägt.

Welche Rolle spielt der „Unterstützerkreis“ innerhalb der Persönlichen Zukunftsplanung?

Der Unterstützerkreis ist ein zentrales Element der PZp, da er sich aus dem sozialen Nahraum des Menschen mit Behinderung zusammensetzt und dessen Selbstbestimmung stärkt, anstatt lediglich durch ein interdisziplinäres Professionellenteam ersetzt zu werden.

Inwiefern unterscheiden sich PZp und gängige Hilfeplan-Verfahren in ihrem Menschenbild?

Während die PZp auf einem ressourcenorientierten Menschenbild basiert, das den Betroffenen als Experten seines Lebens sieht, basieren viele institutionelle Verfahren weiterhin auf einer defizitorientierten Bedarfsermittlung zur rechtlichen und finanziellen Steuerung.

Was ist das wesentliche Ergebnis der Analyse des IHP3-Verfahrens?

Das IHP3-Verfahren wird als ein Ansatz hervorgehoben, der sich durch eine stärkere Beteiligung des Leistungsberechtigten dem Sinngehalt einer echten individuellen Hilfeplanung annähert, jedoch weiterhin der Kontrolle durch den Leistungsträger unterliegt.

Welche Zukunftsvision formuliert der Autor für die Behindertenhilfe?

Der Autor plädiert für eine bundesländerübergreifende Vereinheitlichung der Verfahrensweise, die konsequent von einer einrichtungszentrierten zu einer personenzentrierten Hilfe übergeht.

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Detalles

Título
Rehabilitationsleistungen in der Behindertenhilfe. Persönliche Zukunftsplanung im Kontext gängiger Hilfeplan-Verfahren
Calificación
1,0
Autor
Andreas Reichenbecher (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V428228
ISBN (Ebook)
9783668754126
ISBN (Libro)
9783668754133
Idioma
Alemán
Etiqueta
IHP HMB-Verfahren Rehabilitation Behindertenhilfe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Reichenbecher (Autor), 2016, Rehabilitationsleistungen in der Behindertenhilfe. Persönliche Zukunftsplanung im Kontext gängiger Hilfeplan-Verfahren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428228
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