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Soziale Arbeit als Frauenberuf? Zur Genese und (Re-)Produktion dieses Bildes mit Blick auf sozialpolitische Einflüsse

Titel: Soziale Arbeit als Frauenberuf? Zur Genese und (Re-)Produktion dieses Bildes mit Blick auf sozialpolitische Einflüsse

Hausarbeit , 2018 , 17 Seiten

Autor:in: Katharina Kreutzer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wenn der Mann wie die Frau vollkommen frei in ihrer Wahl sind, warum werden weiterhin nicht selten die Berufe gewählt, die im hegemonialen gesellschaftlichen Diskurs als „Frauen- oder Männerberufe“ gelten? Warum ist gerade die soziale Arbeit noch oft in Schrift und Sprache ein typischer „Frauenberuf“? Hat diese an Reflexion mangelnde Aussage heute noch Berechtigung?

Im Rahmen dieser Ausarbeitung soll versucht werden, durch die historischen sozialpolitischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Erklärungsansätze zu finden, warum der Sozialen Arbeit das Bild einer weiblichen Berufung anhaftet und durch welche Mechanismen dieses Bild aufrecht erhalten wird.

Zusätzlich soll ein Blick auf Männer in der Sozialen Arbeit und deren mögliche Benachteiligung geworfen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Soziale Arbeit: Von der Armenpflege zum Erwerbsberuf

2.1 Zur Definition von Sozialpolitik

2.2 Sozialer Umbruch als Folge der Industrialisierung

2.3 „Soziale Mütterlichkeit“ – Die Frauenbewegung

2.4 Zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit

3. Soziale Arbeit als Frauenberuf?

3.1 Statistische Daten

3.2 Zur gesellschaftlichen Verortung der Sozialen Arbeit

3.3 Zur (Re-)Produktion von Geschlechterrollen in der Sozialen Arbeit

3.3.1 Männliche Benachteiligung als „blinder Fleck“ der sozialen Arbeit

3.3.2 Möglichkeiten der sozialpolitischen Einflussnahme

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die historischen, sozialpolitischen und gesellschaftlichen Hintergründe, die dazu geführt haben, dass Soziale Arbeit als typischer „Frauenberuf“ wahrgenommen wird, und analysiert die Mechanismen, die dieses Geschlechterbild sowie die Benachteiligung von Männern in diesem Berufsfeld aufrechterhalten.

  • Historische Genese der Sozialen Arbeit aus der Armenpflege
  • Die Rolle der Frauenbewegung und das Konzept der „sozialen Mütterlichkeit“
  • Statistische Analyse der Geschlechterverteilung in der Sozialen Arbeit
  • Mechanismen der statistischen Diskriminierung und Rollenreproduktion
  • Die spezifische Situation und Benachteiligung von Männern im Berufsfeld

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Männliche Benachteiligung als „blinder Fleck“ der sozialen Arbeit

Männer stellen in der praktizierten Sozialarbeit, also im sozialen Dienstleistungssektor, im Vergleich zu Frauen eine deutliche Minderheit dar. Die Berufswahl ist Teil und Folge des Sozialisationsprozesses eines Individuums. So frei sie laut Grundgesetz auch sein mag, sie ist immer beeinflusst von den biographischen Begebenheiten, die ein Individuum aufweist. Dazu zählen schulische Leistungen, Förderung, Vorbilder etc., die es formen und maßgeblich Einfluss darauf haben, wie ein Individuum sich selbst in der Gesellschaft positioniert sieht, wieviel Handlungsspielraum es sich selbst gewährt und wie die Freiheit, die es hat, bewertet und wahrgenommen wird. So mag es sein - überspitzt dargestellt - dass ein männlich sozialisiertes Individuum ohne Begeisterung Elektrotechnik studiert, statt mit Begeisterung, aber entgegen seinem männlichen Idealbild, einen sozialen Beruf ergreift. Die Segregation der Geschlechter am Arbeitsmarkt hat verschiedene Ebenen der latenten Diskriminierung: Es muss durchaus bedacht werden, dass auch Männer die rein faktisch oft als Gewinner im Bereich der Erwerbstätigkeiten gelten, von einem Nachteil betroffen sind, der weit schwerer zu greifen ist, da diese Benachteiligung sehr subjektiv erfahren wird, wenn sie denn bewusst erfahren wird und nicht auf „greifbare“ Hindernisse zurückgeführt werden kann oder leicht messbar gemacht werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Konnotation der Sozialen Arbeit als „Frauenberuf“.

2. Soziale Arbeit: Von der Armenpflege zum Erwerbsberuf: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Sozialen Arbeit im 19. Jahrhundert, ihre Verflechtung mit dem Sozialstaat sowie die Bedeutung der Frauenbewegung für die Professionalisierung.

3. Soziale Arbeit als Frauenberuf?: Hier werden statistische Daten sowie Mechanismen der Rollenreproduktion analysiert, um die anhaltende weibliche Konnotation des Berufsfeldes zu erklären.

3.1 Statistische Daten: Dieser Abschnitt belegt anhand von Zahlen des statistischen Bundesamtes das deutliche Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Fachkräften in der Sozialen Arbeit.

3.2 Zur gesellschaftlichen Verortung der Sozialen Arbeit: Das Kapitel verknüpft die Entstehungsgeschichte mit dem bis heute fortbestehenden Gender-Bias in der gesellschaftlichen Wahrnehmung.

3.3 Zur (Re-)Produktion von Geschlechterrollen in der Sozialen Arbeit: Es werden Prozesse und Mechanismen wie die statistische Diskriminierung identifiziert, die geschlechterstereotypes Handeln und Denken stabilisieren.

3.3.1 Männliche Benachteiligung als „blinder Fleck“ der sozialen Arbeit: Dieser Abschnitt beleuchtet die Hürden und sozialen Druckfaktoren, denen Männer bei der Wahl eines sozialen Berufes gegenüberstehen.

3.3.2 Möglichkeiten der sozialpolitischen Einflussnahme: Das Kapitel diskutiert die Rolle von Gesetzen und sozialpolitischer Regulation zur Aufbrechung festgefahrener Geschlechterstrukturen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert ein bewusstes Hinterfragen patriarchaler Strukturen, um echte Wahlfreiheit bei der Berufswahl zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Frauenberuf, Sozialpolitik, Professionalisierung, Industrialisierung, soziale Mütterlichkeit, Geschlechterrollen, Arbeitsmarkt, Segregation, statistische Diskriminierung, Geschlechterforschung, Männlichkeit, Rollenreproduktion, Sozialstaat, Berufswahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, warum die Soziale Arbeit historisch und aktuell als typischer „Frauenberuf“ wahrgenommen wird und welche Faktoren zur Aufrechterhaltung dieses Bildes beitragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung des Sozialstaates, die Auswirkungen der Frauenbewegung, die statistische Geschlechterverteilung sowie Mechanismen gesellschaftlicher Diskriminierung.

Was ist das primäre Ziel der Seminararbeit?

Das Ziel ist es, die Entstehung der weiblichen Konnotation der Sozialen Arbeit zu erklären und Mechanismen aufzuzeigen, die Rollenklischees in diesem Berufsfeld festigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung historischer und aktueller Fachliteratur sowie der Auswertung statistischer Daten des Bundesamtes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Genese vom 19. Jahrhundert bis zur Professionalisierung sowie eine Analyse der aktuellen Situation hinsichtlich Geschlechterrollen und Benachteiligung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Arbeit, Geschlechtersegregation, Professionalisierung, soziale Mütterlichkeit und statistische Diskriminierung.

Wie beeinflusste die Frauenbewegung das Berufsbild der Sozialen Arbeit?

Die Frauenbewegung nutzte das Attribut der „sozialen Mütterlichkeit“, um Frauen als besonders geeignet für soziale Tätigkeiten darzustellen, was einerseits die Professionalisierung förderte, andererseits aber zur Nischenbildung beitrug.

Warum werden Männer als „blinder Fleck“ der Sozialen Arbeit bezeichnet?

Der Begriff beschreibt, dass die spezifische Benachteiligung von Männern in diesem Berufsfeld oft ignoriert wird, da man sie gesellschaftlich meist als Gewinner im Arbeitsmarkt wahrnimmt und die männliche Perspektive in der Forschung unterrepräsentiert ist.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Arbeit als Frauenberuf? Zur Genese und (Re-)Produktion dieses Bildes mit Blick auf sozialpolitische Einflüsse
Hochschule
Hochschule München
Autor
Katharina Kreutzer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V428245
ISBN (eBook)
9783668746251
ISBN (Buch)
9783668746268
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Sozialpolitik Frauenberuf Reproduktionsmechanismen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Kreutzer (Autor:in), 2018, Soziale Arbeit als Frauenberuf? Zur Genese und (Re-)Produktion dieses Bildes mit Blick auf sozialpolitische Einflüsse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428245
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Leseprobe aus  17  Seiten
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