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Gründe für Body Modification. Welche Rolle spielt das Medium Haut und die Zugehörigkeit zu einer Subkultur?

Title: Gründe für Body Modification. Welche Rolle spielt das Medium Haut und die Zugehörigkeit zu einer Subkultur?

Term Paper , 2016 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sebastian Ullrich (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Diese Hausarbeit hat sich das Ziel gesetzt, sich dem breiten Feld der Body Modification aus historischer, kultureller und soziologischer Sicht zu nähern und somit einen Überblick über alle Aspekte dieses Körpertrends zu geben.

Im zweiten Kapitel wird zunächst definiert, was unter Body Modification zu verstehen ist, bevor auf den geschichtlichen Hintergrund eingegangen wird. Anschließend werden die verschiedenen Formen von Body Modification vorgestellt und daraufhin die Beweggründe zum Entscheiden für die Körperkunst diskutiert. Im dritten Kapitel wird ein besonderer Blick auf die Rolle der Haut, die als Oberfläche bzw. Träger bei der Body Modification dient, geworfen.

Das vierte Kapitel beschäftigt sich hiernach mit dem Bereich der Subkulturen, in denen Body Modification eine gewichtige Rolle spielt. Dies wird anhand von zwei Fallbeispielen aus dem Musikbereich, den Genres Hardcore und Gothic, veranschaulicht. Beide Subkulturen zeichnen sich dadurch aus, dass ihre Anhänger nicht nur ausschließlich die Musik konsumieren, sondern auch andere Themen in der jeweiligen Subkultur von großer Bedeutung sind, unter anderem Body Modification. Nachdem ein kurzer Überblick über die Geschichte der jeweiligen Musikrichtung gegeben wurde, soll der Fokus darauf liegen, herauszuarbeiten, welche Formen der Body Modification in diesen Szenen angewendet werden und was die Beweggründe dafür sind. Anschließend werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hardcore- und Gothic-Genre aufgezeigt. Letztendlich soll im fünften Kapitel ein Blick auf aktuelle Trends und zukünftige Möglichkeiten, die das Feld der Body Modification bieten könnte, geworfen werden, bevor die gewonnenen Erkenntnisse im sechsten Kapitel als Fazit zusammengefasst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines zur Body Modification

2.1. Geschichte und Entstehung

2.2. Arten und Formen

2.3. Beweggründe

3. Die Rolle der Haut

4. Body Modification in Subkulturen

4.1. Fallbeispiel: Hardcore

4.1.1 Entstehung und Sichtweisen der Subkultur

4.1.2 Hardcore und Body Modification

4.2. Fallbeispiel: Gothic

4.2.1 Entstehung und Sichtweisen der Subkultur

4.2.2 Gothic und Body Modification

4.3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hardcore und Gothic

5. Die Zukunft der Body Modification

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Body Modification aus historischer, kultureller und soziologischer Perspektive. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Beweggründe Menschen dazu veranlassen, ihren Körper dauerhaft zu verändern, und welche bedeutende Rolle dabei die Haut als Oberfläche sowie die Zugehörigkeit zu spezifischen Subkulturen spielen.

  • Historische Entwicklung und soziologische Einordnung von Body Modification.
  • Die Haut als Medium für Identitätsbildung und als lebendige Leinwand.
  • Vergleichende Analyse der Rolle von Körperveränderungen in den Subkulturen Hardcore und Gothic.
  • Untersuchung der Beweggründe: Von kultureller Tradition bis hin zum persönlichen Narrativ und Widerstand.
  • Ausblick auf zukünftige technologische Trends wie Implantate, Tech Tats und Epigenetik.

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Hardcore und Body Modification

Im Hardcore spielten Mode und Schönheit vor allem in den Anfangstagen nur eine untergeordnete Rolle. Es kam nicht auf das Outfit an, sondern stattdessen auf die Leidenschaft, die der Subkultur entgegengebracht wurde (vgl. Calmbach 2007, 16). Der Kleidungsstil ist weiterhin meist schlicht und unauffällig. Jemand der mit der Hardcore-Szene nicht vertraut ist, könnte in der Regel nicht erkennen, dass die Szenemitglieder dieser Subkultur angehören. In Kapitel 2.3 war schon die Rede davon, dass es Männern bei der Body Modifikation mehr um eine Gruppenzugehörigkeit geht, Frauen mehr um Schönheit. Da es einen hohen Männerüberschuss in der Szene gibt, ist die Gruppenzugehörigkeit klar wichtiger als modische Aspekte (vgl. Pöhlmann et al. 2014, 11; vgl. May/Kohnen 2006, 12). Trotz der niedrigen Bedeutung von Mode sind Körpermodifikationen im Hardcore-Bereich allgegenwärtig, insbesondere in Form von Piercings und Tätowierungen. Diese werden allerdings zu größten Teilen nicht getragen, um sich abzugrenzen und anders sein zu wollen, sondern im Falle von Piercings sind sie als Körperschmuck zu verstehen, während es bei Tätowierungen häufig so ist, dass Lebensereignisse oder wichtige Songzeilen unter die Haut gestochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, indem sie den gesellschaftlichen Wandel der Wahrnehmung von Body Modification von stigmatisierter Kriminalität hin zum Mainstream skizziert und das Ziel der Arbeit definiert.

2. Allgemeines zur Body Modification: Das Kapitel bietet eine begriffliche Definition, beleuchtet die geschichtliche Entwicklung von Naturvölkern bis zur Moderne und analysiert die vielfältigen individuellen Beweggründe für Körpermodifikationen.

3. Die Rolle der Haut: Hier wird die Haut als biologisches Schutzorgan, als Kommunikationsmedium für Identität sowie als Leinwand für Kunst und Schriftträger theoretisch analysiert.

4. Body Modification in Subkulturen: Dieses Kapitel untersucht die Funktion von Body Modification als Identitätsanker in den Subkulturen Hardcore und Gothic anhand von Fallbeispielen und vergleicht ihre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

5. Die Zukunft der Body Modification: Es erfolgt ein Ausblick auf technologische Entwicklungen wie Implantate und Tech Tats sowie die Vision einer umfassenden Modifikation des Menschen durch Biohacking und Epigenetik.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung von Body Modification als Ausdrucksmittel sowie als Zukunftsfeld wissenschaftlicher Forschung.

Schlüsselwörter

Body Modification, Tätowierung, Piercing, Subkultur, Hardcore, Gothic, Identität, Haut, Körperbild, Skarifizierung, Biohacking, Implantate, Jugendkultur, Widerstand, Selbstbestimmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen der Body Modification und beleuchtet, wie Menschen ihre Körper aus spirituellen, sozialen oder persönlichen Gründen verändern und welche Rolle diese Praxis in der Gesellschaft einnimmt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Körpermodifikation, die theoretische und medizinische Rolle der Haut sowie die spezifische Bedeutung von Tattoos und Piercings innerhalb von Musik-Subkulturen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Beweggründe für Body Modification zu systematisieren und zu analysieren, welchen Stellenwert Körperveränderungen bei der Identitätsbildung innerhalb von Subkulturen wie Hardcore und Gothic einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische und literaturgestützte Analyse, die soziologische Theorien auf die Praxis der Body Modification anwendet und diese anhand von Fallbeispielen und aktueller Fachliteratur diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Body Modification geklärt, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der Haut als Medium und einem tiefgehenden Vergleich der Subkulturen Hardcore und Gothic hinsichtlich ihrer modischen und ästhetischen Praxis.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Body Modification, Identitätskonstruktion, Subkultur-Vergleich, technologische Zukunftsperspektiven (Biohacking) und die soziologische Wahrnehmung von Körperkunst zusammenfassen.

Warum spielen Piercings im Gothic-Bereich oft eine größere Rolle als Tätowierungen?

Laut der Untersuchung dient der Schmuck im Gothic oft der Symbolik von Tod, Vergänglichkeit und Religion, wobei das Tragen einer Vielzahl von Piercings als essentieller Teil der Szeneaktivität angesehen wird, der über das reine Tattoo-Motiv hinausgeht.

Welche Rolle spielt der "Hardcore-Underground" für die Entwicklung von Body Modification?

Der Hardcore-Underground fungiert als ein Raum, in dem Tätowierungen und Piercings nicht primär als Modeaccessoire, sondern als Ausdruck von persönlichen Lebenswegen, Selbstbestimmung und der Zugehörigkeit zu einer wertebasierten Gemeinschaft genutzt werden.

Wie unterscheiden sich die technologischen Zukunftsvisionen von Bioingenieuren und Grinders?

Während Bioingenieure Implantate primär aus medizinischen Gründen für ein "High-Tech Health Tracking" testen, experimentieren Grinders als technologieaffine Laien an ihrem eigenen Körper, um die Grenzen zwischen Mensch und Maschine technologisch zu erweitern.

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Details

Title
Gründe für Body Modification. Welche Rolle spielt das Medium Haut und die Zugehörigkeit zu einer Subkultur?
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Smart Surface
Grade
1,0
Author
Sebastian Ullrich (Author)
Publication Year
2016
Pages
26
Catalog Number
V428254
ISBN (eBook)
9783668721302
ISBN (Book)
9783668721319
Language
German
Tags
Body Modification BodMod Haut Tattoos Tattoo Piercing Körper Subkultur Musik Hardcore Hardcore-Punk Gothic Goth Körperkunst Körpermodifikation Trends Cutting Branding Gesellschaft Akzeptanz Abgrenzung Kunst Individualität DIY Implantate Medizin
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Ullrich (Author), 2016, Gründe für Body Modification. Welche Rolle spielt das Medium Haut und die Zugehörigkeit zu einer Subkultur?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428254
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