Portfolio Entwicklungspsychologie

Definition Resilienz, Evaluation des Frühe Hilfen Programms STEEP, Reflexion eigener Erziehungserfahrungen, Lernprotokoll zum Thema Bindung


Ausarbeitung, 2017
13 Seiten, Note: 1,2

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Pflichtaufgabe: Resilienz Definition

2. Pflichtaufgabe: Evaluation des Fruhe Hilfen Programms STEEP

3. Wahlaufgabe: Graphische Ubersicht verschiedener Intelligenzmodelle

4. Wahlaufgabe: Reflexion der eigenen Erziehungserfahrungen

5. Lernprotokoll zum Thema Fruhe Eltern-Kind Interaktionen und Bindung

6. Abschlussreflexion

Literaturverzeichnis

1. Pflichtaufgabe: Resilienz Definition

Resilienz kommt aus dem Englischen ..resilience" und bedeutet ubersetzt „Spannkraft, Wider- standsfahigkeit und Elastizitat" (Frohlich-Gildhoff, Ronnau-Bose, 2015, S. 9). Demzufolge be- schreibt Resilienz das Konzept der seelischen Widerstandsfahigkeit, welches im Zusammen- hang mit der Fahigkeit zu einer gelingenden Lebensbewaltigung und zur Erlangung von Le- benszufriedenheit steht. Der Grundstein fur die Fahigkeit zur Resilienz wird bereits in den fru- hen Lebensjahren gelegt. Die Ausbildung von der Fahigkeit zur Resilienz nimmt in der Ent- wicklungspsychologie sowie Erziehungspadagogik eine zentrale Rolle ein. Auch in puncto So- zialarbeit nimmt Prevention und Resilienzforderung an Bedeutung zu. Hier geht es darum auf- fallige Kinder zu betreuen und somit eine gesunde Entwicklung zu fordern.

In der Literatur gibt es eine Vielzahl an Definitionen, die abhangig von den Kriterien unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen. So sprechen Frohlich-Gildhoff und Ronnau-Bose (2015, S. 9) von Resilienz, „wenn sich Personen trotz gravierender Belastungen oder widriger Lebensumstande psychisch gesund entwickeln".

Resilienz ist laut Frohlich-Gildhoff und Ronnau-Bose (2015) keine angeborene Fahig­keit, sondern ein „variabler und kontextanhangiger Prozess". Um die Widerstandsfahigkeitge- genuber Belastungen zu starken sind schutzende Faktoren von grower Wichtigkeit. Weitver- breitet und allgemein anerkannt ist die Definition von Resilienz von Wustmann. Sie beinhaltet sowohl internale als auch externale Kriterien und beschreibt Resilienz als „die psychische Wi­derstandsfahigkeit gegenuber biologischen, psychischen und psychosozialen Entwicklungsri- siken“ (Wustmann, 2004, S. 18).

Forscher beobachteten, dass Resilienz erst nach belastenden Situationen wie z.B. Ver- lust einer nahestehenden Person, die erfolgreich bewaltigt und uberwunden wurden, zeigt. Wie bereits eingangs erwahnt, ist Resilienz keine angeborene Fahigkeit, sondern eine Fahig­keit, die sich entwickelt muss und die an eine Gefahrensituation und die erfolgreiche Bewalti- gung dieser geknupft ist. Wustmann nennt diesen Vorgang einen „dynamischen Anpassungs- und Entwicklungsprozess" (Wustmann, 2004, S. 28). Aus dieser Erkenntnis resultiert die Grundannahme, dass Resilienz keine starre und stabile, sondern eine dynamische und vari­able Eigenschaft ist.

In der Resilienzforschung stehen Ressourcen und Schutzfaktoren im Mittelpunkt, es wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch uber Fahigkeiten verfugt, die es ihm erleichtern Lebenskrisen erfolgreich zu meistern. Um eine belastenden Situation meistern zu konnen ist die Fahigkeit der positiven Anpassung und Bewaltigung notwendig. Menschen, die sich trotz prekarer Lebensumstande gut entwickeln, werden laut Frohlich-Gildhoff und Ronnau-Bose als „resilient“ bezeichnet.

2. Pflichtaufgabe: Evaluation des Fruhe Hilfen Programms STEEP

„STEEP“ - „Steps towards effective, enjoyable parenting"

Mit dem „STEEP“-Programms sollen Schwangere im Alter von 16-26 Jahren und junge Mutter mit Kindern bis zum Ende des zweiten Lebensjahres mit besonderen psychosozialen Risiken angesprochen werden. Die Angebote umfassen Kombinationen von Mutter-Gruppen mit auf- suchender Hilfe. Die Sitzungen finden sowohl zuhause als auch in der Einrichtung statt. Die Sitzungen werden therapeutisch, sozialarbeiterisch und psychologisch begleitet. Finanziert wird das „STEEP“- Projekt und seine Evaluation durch das Bundesministerium fur Bildung und Forschung. Das Projekt hat eine Laufzeit von 2004-2007 und wurde von der Beratungsstelle „Vom Saugling zum Kleinkind" in Potsdam durchgefuhrt. Die Teilnahme am Projekt ist kosten- los. Auf die angesprochenen Personen mussen mindestens zwei der folgenden Faktoren zu- treffen: niedriges Einkommen, keinen oder niedrigen Schulabschluss, psychische Krankheit, Probleme im sozialen Umfeld. Die Kriterien werden mittels eines Eingangs- und Risikotest erhoben. Insgesamt konnen 30 Familien jahrlich an dem Projekt teilnehmen.

Der Allgemeine Sozialdienst, Jugendhilfeeinrichtungen oder Gesundheitshilfen uber- weisen einen Teil der Mutter an STEEP. Daruber hinaus gibt es auch einige Mutter, die frei- willig am Projekt teilnehmen. Das Fruhinterventionsprogramm wird von zwei Psychologinnen und acht freiberuflichen STEEP- Beraterinnen organisiert. Ziel des Programms ist es, Mutter und Kinder dabei zu unterstutzen eine sichere Bindung aufzubauen und damit einen Schutz- faktor fur die Entwicklung des Kindes sicherzustellen. In diesem Zusammenhang soll die sozi- ale Unterstutzung und Integration sowie das Verstehen kindlicher Verhaltensweisen unter- stutzt werden. Es soll auch eine sichere Eltern-Kind-Beziehung ermoglicht und negative Be- ziehungsmuster vermieden werden. Die Mutter werden von der Schwangerschaft bis ans Ende des zweiten Lebensjahres ihres Kindes von dem STEEP- Beraterinnen begleitet. Abwechselnd findet ein Gruppentreffen in einer Mutter-Kind-Gruppe oder ein Einzeltermin in der Wohnung der Familie statt. So finden in zwei Jahren ca. 100 Termine statt. Die Gruppentreffen bieten den Muttern die Moglichkeit im gegenseitigen Austausch voneinander zu lernen und sich in- tensiv mit ihren eigenen Verhaltensweisen auseinanderzusetzen. Dabei sollen die Mutter auch lernen, die Signale des Kindes wahrzunehmen, richtig zu deuten sowie adaquat zu reagieren, damit die Kinder eine sichere Bindung zu seiner Mutter aufbauen kann. In den Einzelterminen konnen spezielle Themen oder Probleme angesprochen und bearbeitet werden.

Byron Egeland und Martha F. Erickson von der Universitat Minnesota haben das STEEP-Konzept auf der Grundlage der Ergebnisse der Mennesota Studie zur Personlichkeits- entwicklung unter Hoch-Risiko-Bedingungen entwickelt und evaluiert. STEEP wird seit vielen Jahren in der Arbeit mit Risikofamilien erfolgreich durchgefuhrt. Methodisch wird bei STEEP mit folgenden Vorgehensweisen gearbeitet: Interaktionszentrierte Kommunikationsanleitung, videounterstutzte Eltern-Kind-Arbeit („Seeing is believing"), erlebnisnahe Vermittlung entwick- lungspsychologischen Wissens und Rollenspielen, Gruppenangebote neben Einzelfallarbeit und der Starkung des sozialen Netzwerkes der Beteiligten. Es sind Seminare verfugbar, in denen zur STEEP-Beraterin ausgebildet wird. Seit 2006 gibt es eine deutsche Ubersetzung des Handbuches zur Durchfuhrung des STEEP- Programms.

3. Wahlaufgabe: Graphische Ubersicht verschiedener Intelligenzmodelle

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Portfolio Entwicklungspsychologie
Untertitel
Definition Resilienz, Evaluation des Frühe Hilfen Programms STEEP, Reflexion eigener Erziehungserfahrungen, Lernprotokoll zum Thema Bindung
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,2
Autor
Jahr
2017
Seiten
13
Katalognummer
V428322
ISBN (eBook)
9783668722439
ISBN (Buch)
9783668722446
Dateigröße
429 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
portfolio, entwicklungspsychologie, definition, resilienz, evaluation, frühe, hilfen, programms, steep, reflexion, erziehungserfahrungen, lernprotokoll, thema, bindung
Arbeit zitieren
Natalie Alber (Autor), 2017, Portfolio Entwicklungspsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428322

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Portfolio Entwicklungspsychologie


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden