Resilienz beschreibt das Konzept der seelischen Widerstandsfähigkeit, welches im Zusammenhang mit der Fähigkeit zu einer gelingenden Lebensbewältigung und zur Erlangung von Lebenszufriedenheit steht. Der Grundstein für die Fähigkeit zur Resilienz wird bereits in den frühen Lebensjahren gelegt. Die Ausbildung von der Fähigkeit zur Resilienz nimmt in der Entwicklungspsychologie sowie Erziehungspädagogik eine zentrale Rolle ein. Auch in puncto Sozialarbeit nimmt Prävention und Resilienzförderung an Bedeutung zu. Hier geht es darum auffällige Kinder zu betreuen und somit eine gesunde Entwicklung zu fördern.
In der Literatur gibt es eine Vielzahl an Definitionen, die abhängig von den Kriterien unterschiedliche Schwerpunkte aufweisen. So sprechen Fröhlich-Gildhoff und Rönnau-Böse (2015) von Resilienz, „wenn sich Personen trotz gravierender Belastungen oder widriger Lebensumstände psychisch gesund entwickeln“. Resilienz ist laut Fröhlich-Gildhoff und Rönnau-Böse (2015) keine angeborene Fähigkeit, sondern ein „variabler und kontextanhängiger Prozess“. Um die Widerstandsfähigkeitgegenüber Belastungen zu stärken sind schützende Faktoren von großer Wichtigkeit. Weitverbreitet und allgemein anerkannt ist die Definition von Resilienz von Wustmann. Sie beinhaltet sowohl internale als auch externale Kriterien und beschreibt Resilienz als „die psychische Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischen, psychischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken“ (Wustmann, 2004).
Forscher beobachteten, dass Resilienz erst nach belastenden Situationen wie z.B. Verlust einer nahestehenden Person, die erfolgreich bewältigt und überwunden wurden, zeigt. Wie bereits eingangs erwähnt, ist Resilienz keine angeborene Fähigkeit, sondern eine Fähigkeit, die sich entwickelt muss und die an eine Gefahrensituation und die erfolgreiche Bewältigung dieser geknüpft ist. Wustmann nennt diesen Vorgang einen „dynamischen Anpassungs- und Entwicklungsprozess“ (Wustmann, 2004). Aus dieser Erkenntnis resultiert die Grundannahme, dass Resilienz keine starre und stabile, sondern eine dynamische und variable Eigenschaft ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Pflichtaufgabe: Resilienz Definition
- 2. Pflichtaufgabe: Evaluation des Frühe Hilfen Programms STEEP
- 3. Wahlaufgabe: Graphische Übersicht verschiedener Intelligenzmodelle
- 4. Wahlaufgabe: Reflexion der eigenen Erziehungserfahrungen
- 5. Lernprotokoll zum Thema Frühe Eltern-Kind Interaktionen und Bindung
- 6. Abschlussreflexion
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Portfolio befasst sich mit verschiedenen Themen aus dem Bereich der Entwicklungspsychologie und untersucht Aspekte wie Resilienz, frühe Hilfen und die Bedeutung von Eltern-Kind-Interaktionen. Es dient der Vertiefung des Wissens und der Reflexion eigener Erfahrungen in Bezug auf die Entwicklung und Förderung von Kindern und Jugendlichen.
- Resilienz als Konzept der seelischen Widerstandsfähigkeit
- Frühinterventionsprogramme zur Unterstützung von Familien mit besonderen Bedürfnissen
- Die Bedeutung von Eltern-Kind-Interaktionen und Bindung für die kindliche Entwicklung
- Verschiedene Intelligenzmodelle und deren Bedeutung für das Verständnis von kognitiven Fähigkeiten
- Reflexion eigener Erziehungserfahrungen im Kontext der Entwicklungspsychologie
Zusammenfassung der Kapitel
1. Pflichtaufgabe: Resilienz Definition
Dieses Kapitel definiert den Begriff Resilienz und erläutert dessen Bedeutung im Kontext der Entwicklungspsychologie, der Erziehungspädagogik und der Sozialarbeit. Es werden verschiedene Definitionen von Resilienz vorgestellt und die Bedeutung von Schutzfaktoren für die Entwicklung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen hervorgehoben.2. Pflichtaufgabe: Evaluation des Frühe Hilfen Programms STEEP
Das Kapitel behandelt das Programm "STEEP" (Steps towards effective, enjoyable parenting), das sich an Schwangere und junge Mütter mit besonderen psychosozialen Risiken richtet. Es beschreibt die Zielsetzung des Programms, die Zielgruppe, die Inhalte und die Methodik der Intervention. Die Evaluation des Programms wird kurz beleuchtet.3. Wahlaufgabe: Graphische Übersicht verschiedener Intelligenzmodelle
In diesem Kapitel werden verschiedene Intelligenzmodelle vorgestellt und in einer graphischen Übersicht gegenübergestellt. Die Kernaussagen, Besonderheiten und Kritikpunkte der jeweiligen Modelle werden erläutert.Schlüsselwörter
Resilienz, Entwicklungspsychologie, frühe Hilfen, STEEP-Programm, Eltern-Kind-Interaktion, Bindung, Intelligenzmodelle, Erziehungserfahrungen.Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Resilienz in der Entwicklungspsychologie?
Resilienz bezeichnet die psychische Widerstandsfähigkeit von Personen, sich trotz gravierender Belastungen oder widriger Umstände gesund zu entwickeln.
Ist Resilienz eine angeborene Eigenschaft?
Nein, Resilienz gilt als dynamischer Anpassungs- und Entwicklungsprozess, der im Laufe des Lebens erworben und durch Schutzfaktoren gestärkt wird.
Was ist das STEEP-Programm?
STEEP steht für „Steps towards effective, enjoyable parenting“ und ist ein Frühinterventionsprogramm für Mütter in schwierigen psychosozialen Lebenslagen.
Welche Rolle spielen Eltern-Kind-Interaktionen für die Bindung?
Frühe Interaktionen sind entscheidend für den Aufbau einer sicheren Bindung, die wiederum eine wesentliche Basis für die spätere Resilienz des Kindes bildet.
Welche Intelligenzmodelle werden im Portfolio behandelt?
Das Portfolio bietet eine grafische Übersicht und Reflexion verschiedener Intelligenzmodelle und deren Bedeutung für die kognitive Entwicklung.
- Arbeit zitieren
- Natalie Alber (Autor:in), 2017, Portfolio Entwicklungspsychologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428322