In der vorliegenden Arbeit möchte die Verfasserin durch die kontrastive Analyse der suprasegmentalen Merkmale des Deutschen und des Chinesischen die Unterschiede der zwei Sprachen feststellen und chinesischen Lernenden bei der Aussprache helfen.
Zu Beginn der vorliegenden Arbeit werden sowohl die chinesische als auch die deutsche Sprache im chinesischen Kontext vorgestellt. Danach werden die suprasegmentalen Merkmale des Deutschen und des Chinesischen kontrastiert und die Fehlerprognose, die von chinesischen Lernenden betroffen sein können, gezeigt. Besondere Aufmerksamkeit widme ich in diesem Punkt der Akzentuierung, Melodisierung, Rhythmisierung und Koartikulation.
Anschließend wird eine FehlerDAnalyse anhand einer Aufnahme durchgeführt und Besonderheiten der Ausspracheabweichungen von chinesischen Lernenden daraus abgeleitet. Im Anschluss daran wird die Verfasserin einige Hinweise zum deutschen Phonetikunterricht geben. Abschließend folgt das Fazit und der Ausblick der vorliegenden Arbeit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Überblick über die chinesische Sprache und die deutsche Sprache im chinesischen Kontext
2.1. Überblick über die chinesische Sprache
2.2. Die deutsche Sprache im chinesischen Kontext
3. Kontrastive Analyse der suprasegmentalen Merkmale zwischen dem Deutsch und dem Chinesisch
3.1. Akzentuierung
3.2. Melodisierung
3.3. Rythmisierung
3.4. Gliederung
3.5. Fehlerprognose
4. Koartikulation
5. Fehleranalyse und Hinweise zum Deutschphonetikunterricht
5.1.Fehleranalyse
5.2. HInweise zum Deutschphonetikunterricht
6. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die suprasegmentalen Ausspracheabweichungen chinesischer Deutschlernender im Vergleich zur deutschen Zielsprache, um ein tieferes Verständnis für phonetische Lernschwierigkeiten zu entwickeln und didaktische Empfehlungen abzuleiten.
- Suprasegmentale Merkmale (Akzentuierung, Melodisierung, Rhythmisierung, Gliederung)
- Kontrastive Sprachanalyse zwischen Deutsch und Chinesisch
- Fehleranalyse anhand von Tonaufnahmen
- Didaktische Hinweise für den Deutschphonetikunterricht
- Einfluss der Muttersprache auf die Zielsprachenphonetik
Auszug aus dem Buch
3.1. Akzentuierung
Akzente werden aus einer Mischung aus Anstieg der Lautstärke, Erhöhung der Tonhöhe und Dehnung der Silbe realisiert (Svobodová 2009: S. 28). Tonhöhenbewegungen dienen im Chinesischen unter anderem auch der Akzentuierung (Honold 2009: S. 42). Im Chinesischen unterscheidet man, ähnlich wie im Deutschen, zwischen Wortakzent und Satzakzent (Helbig/ Götze/ Henrici/ Krum 2001: S. 157; Hirschfeld/ Kelz/ Müller: S. 5-7; Hunold 2004: S. 2). Der Wortakzent ist die Hervorhebung von bestimmten Silben im Wort (Svobodová 2009: S. 28). Im Chinesischen ist er nur sehr schwer erkennbar und zusätzlich durch verschiedene Toneme gekennzeichnet. Zahlreiche Regeln bestimmen in beiden Sprachen, wann ein Akzent vorzuliegen hat bzw. vorliegen kann. Im Deutschen ist die Akzentsilbe meistens bereits vorgegeben und ergibt sich aus der „Stammbetonung“.
z.B. schreiben - Schreibtisch - verschreiben (Helbig/ Götze/ Henrici/ Krum 2001: S. 157; Hirschfeld/ Kelz/ Müller: S. 157). Im Chinesischen hingegen liegt er meistens auf der letzten Silbe, wobei es prinzipiell auf jeder tontragenden Silbe vorkommen kann. Betonte Silben werden durch Länge, Lautstärke oder Pausen hervorgehoben. Henne (1977: S. 37) nennt folgende Beispiele für den Wortakzent: Wortakzent auf der 1. Silbe: shítou 石头 (Stein), Wortakzent auf der 2. Silbe: huŏchē 火车 (Zug), Wortakzent auf der 3. Silbe: huŏchēzhàn 火车站 (Bahnhof), Wortakzent auf der 4. Silbe: gāngānjìngjìng 干干净净 (sauber).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung des Deutschen im chinesischen Kontext und die damit verbundenen suprasegmentalen Ausspracheprobleme, die häufig unterschätzt werden.
2. Überblick über die chinesische Sprache und die deutsche Sprache im chinesischen Kontext: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten des Chinesischen als Tonsprache sowie die historische und aktuelle Entwicklung des Deutschunterrichts in China.
3. Kontrastive Analyse der suprasegmentalen Merkmale zwischen dem Deutsch und dem Chinesisch: Es erfolgt ein systematischer Vergleich der Akzentuierung, Melodisierung, Rhythmisierung und Pausensetzung zwischen den beiden Sprachen nebst einer Fehlerprognose.
4. Koartikulation: Hier werden die gegenseitigen Beeinflussungen von Lauten analysiert und die spezifischen Schwierigkeiten chinesischer Lernender mit der deutschen Assimilation und Reduktion hervorgehoben.
5. Fehleranalyse und Hinweise zum Deutschphonetikunterricht: Anhand einer konkreten Tonaufnahme werden Aussprachefehler analysiert und didaktische Vorschläge für einen effektiven Phonetikunterricht gemacht.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Notwendigkeit unterstrichen, suprasegmentale Merkmale stärker in den Fokus der Forschung und des Unterrichts zu rücken.
Schlüsselwörter
Deutsch als Fremdsprache, Chinesisch, suprasegmentale Merkmale, Phonetik, Akzentuierung, Melodisierung, Rhythmisierung, Kontrastive Analyse, Fehleranalyse, Phonetikunterricht, Sprechmelodie, Satzakzent, Koartikulation, Sprachdidaktik, Ausspracheabweichungen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den suprasegmentalen Ausspracheabweichungen von chinesischen Deutschlernenden, also Aspekten wie Akzent, Melodie und Rhythmus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die kontrastive Analyse zwischen Deutsch und Chinesisch, die Untersuchung von Aussprachephänomenen wie Akzentuierung und Koartikulation sowie die praktische Fehleranalyse.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die suprasegmentalen Unterschiede zwischen den Sprachen festzustellen und chinesischen Lernenden durch gezielte Analysen und didaktische Hinweise bei der Aussprache zu helfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein kontrastiver Ansatz gewählt, der theoretische Grundlagen mit einer praktischen Fehleranalyse anhand von Tonaufnahmen einer Probandin verbindet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert theoretisch Akzentuierung, Melodisierung, Rhythmisierung, Gliederung und Koartikulation und führt darauf basierend eine Fehleranalyse durch.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind suprasegmentale Merkmale, Fehleranalyse, Kontrastive Analyse, Phonetikunterricht und Chinesische Deutschlernende.
Warum spielt die Tonsprache Chinesisch bei der deutschen Aussprache eine Rolle?
Da das Chinesische Tonsprachenmerkmale aufweist, fällt es den Lernenden schwer, die für das Deutsche wichtige, nicht tonale Akzentuierung und Intonation korrekt umzusetzen.
Welche spezifische Empfehlung gibt die Autorin für den Phonetikunterricht?
Die Autorin empfiehlt, den Phonetikunterricht abwechslungsreicher zu gestalten und Dialoge, die Emotionen erfordern, intensiv mit Muttersprachlern zu üben.
Warum wird im Anhang eine detaillierte Fehleranalyse durchgeführt?
Der Anhang dokumentiert die spezifischen phonetischen Probleme der Probandin (wie fehlerhafte Pausen oder Akzente), um die theoretischen Aussagen der Arbeit durch ein Praxisbeispiel zu stützen.
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- Na Chen (Author), 2014, Kontrastive Analyse der suprasegmentalen Ausspracheabweichungen von chinesischen Deutschlernenden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428353