Umsetzbarkeit unternehmerischer Suffizienzstrategie im kompetitiven Wettbewerbsmarkt


Bachelorarbeit, 2017

86 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemaufriss und Zielsetzung
1.2 Vorgehensweise und Aufbau

2. Suffizienz
2.1 Suffizienz in der Theorie
2.1.1 Eine Wortanalyse
2.1.2 Suffizienz in der Literatur
2.1.3 Aktuelle Diskussion und Kritik
2.2 Unternehmerische Suffizienz
2.2.1 Die Suffizienzstrategie
2.2.2 Ansatzpunkte der Suffizienzstrategie
2.2.3 Unternehmenskulturelle Aspekte
2.2.4 Das Geschäftsmodell des Weniger
2.2.5 Abgrenzung und Zusammenspiel der Nachhaltigkeitsstrategien
2.2.6 Suffizienzpolitik
2.3 Suffizienzstrategie und Wachstum

3. Methodik

4. Suffizienzstrategie in der Praxis
4.1 Richard Henkel GmbH
4.1.1 Geschäftsmodell
4.1.2 Umsetzung der Suffizienzstrategie
4.1.3 Unternehmenskultur
4.2 Hess Natur-Textil GmbH
4.2.1 Geschäftsmodell
4.2.2 Umsetzung der Suffizienzstrategie
4.2.3 Unternehmenskultur
4.3 Vaude Sport GmbH & Co. KG
4.3.1 Geschäftsmodell
4.3.2 Umsetzung der Suffizienzstrategie
4.3.3 Unternehmenskultur
4.4 Herrmannsdorfer Landwerkstätten GmbH & Co. KG
4.4.1 Geschäftsmodell
4.4.2 Umsetzung der Suffizienzstrategie
4.4.3 Unternehmenskultur

5. Umsetzbarkeit unternehmerischer Suffizienzstrategie im kompetitiven Wettbewerbsmarkt

6. Fazit und Ausblick

7. Literatur- und Quellenverzeichnis

Anhang

Erklärung zur Bachelorarbeit

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Doppelte Entkopplung

Abbildung 2: Die vier E's

Abbildung 3: Strategien einer nachhaltigen Entwicklung

Abbildung 4: Der „ERGO“-Rahmen der Suffizienzpolitik

Abbildung 5: Pyramide der Suffizienzpolitik

Abbildung 6: Kernforderungen der Postwachstumsökonomie

Kurzfassung

Die hier vorliegende Arbeit befasst sich mit der Umsetzbarkeit unternehmerischer Suffizienzstrategie im kompetitiven Wettbewerbsmarkt der heutigen Zeit. Da die bisherige Konzentration auf Effizienz- und Konsistenzstrategie, ohne den As- pekt der Suffizienz, keinen umfassenden Ansatz nachhaltiger Entwicklung bietet, gewinnt diese Strategie zunehmend an Bedeutung. Aus dem Grund rückt die Analy- se eines unternehmerisch suffizienten Strategieansatzes in den Fokus der Betrach- tung.

Eine Literaturanalyse stellt zunächst den aktuellen Forschungsstand dar. Darauf aufbauend werden die wesentlichen Inhalte der leitfadengeführten Experteninterviews wiedergegeben, um auf Basis der gesammelten Informationen die Validität der Theorie für die Anwendung in der Unternehmenspraxis zu überprüfen.

Als Ergebnis dieser Arbeit wird neben einer hinreichenden Beantwortung der Forschungsfrage, sowohl ein Fazit als auch Ausblick für Unternehmen gegeben.

Abstract

The following paper examines the practicability of entrepreneurial sufficiency strategy in the competitive market in the present time. As the previous concentration on the strategies of efficiency and consistency, without the aspect of sufficiency, doesn ’ t provide an extensive approach of sustainable development, this strategy gains in- creasing importance.

Initially, a literature review displays the current state of research in the respective field. On this basis the main contents of the guided interviews are reflected, to ana lyse the validity of the theory for the application in corporate practice.

This paper ’ s outcome is, next to the sufficient response of the research issue, a con clusion as well as an outlook for companies.

1. Einleitung

Wer heute einen Internetanschluss bucht, hat kaum eine andere Wahl als die digitale TV-Box mit 250 Sendern hinzu zu wählen. Abermals günstiger wird das Angebot, wenn man sich bei dem Paket noch für ein Smartphone inklusive Vertrag entscheidet. Freudig strahlt dazu der Händler und rechnet vor, wie viel man spart und wie einfach zukünftig doch alles wird. Der Aussage: „Ich will aber nur einen Internetanschluss!“ folgt nur ein verständnisloser Gesichtsausdruck: Warum will jemand nicht mehr, wenn er es doch haben könnte?1

Doch sich dem materiellen Überfluss entsagen, sich mit weniger zufrieden geben, scheint derzeit sowohl in der Öffentlichkeit, als auch in den Medien stärker in den Fokus zu rücken. Ob Minimalismus, Cult of Less oder Voluntary Simplicity, gemeint ist stets dasselbe: Ein bewusster Verzicht auf übermäßigen Konsum sowie ein kriti- sches Hinterfragen der eigenen Verhaltensweisen.2 Immer mehr Menschen durch- laufen eine Metamorphose vom „homo consumens“ zu einem „homo sufficiens“. Dies drückt sich in einer Entledigung von Produkten (Coffee-to-go), Mobilität (Easy Jet) oder Kommunikationstechnologien (Smartphone) aus, die nicht zwingend zum Leben benötigt werden.3 Nicht nur in der privaten Sphäre ist ein wachsendes Bewusstsein zu erkennen, auch in Unternehmen ist der Begriff Nachhaltigkeit ein Schlagwort der Stunde 4 und das Konzept der Suffizienz gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Zu Beginn der ersten industriellen Revolution und dem mit ihr einhergehenden Pro- duktivitätsfortschritt, hatte die Weltkarte noch überwiegend weiße Flecken: Bei die- sen sprach Isaac Newton von „storehouses of matter“, scheinbar unerschöpflichen Rohstofflagern der Industriegesellschaften. Auf Annahme jener beruht letztendlich das Prinzip der Wachstumsgesellschaft: Die Vorstellung der unendlich verfügbaren Ressourcen. Den seither letzten Aufschwung stellt die Globalisierung in Form der Universalisierung der kapitalistischen Wachstumswirtschaft dar. Bis heute birgt sie jedoch eine maßlose Übernutzung der verfügbaren Überlebensressourcen, sodass sie ihre eigenen Funktionsvoraussetzungen in zwei, drei Jahrzehnten zerstört haben wird.5 Auch wenn Nachhaltigkeit, als ressourcenökonomisches Prinzip, es vermag, ein System in seiner Funktionsweise zu bewahren, so ist hier eine Ganzheitlichkeit der Problemerfassung von Nöten, welche sowohl eine neue Systematik, als auch Intelligenz und Ethik fordert.6

Die Gesellschaft ist umfassend geprägt von Übernutzung: Sowohl von Ökosystemen als auch von natürlichen Ressourcen wie Luft, Wasser und dem Erdreich. Das 20. Jahrhundert war ressourcenintensiver als jede Epoche zuvor.7 Die fortschreitende Expansion in Zeit statt Raum, wird von dem Beispiel des „Earth-Overshoot-Day“ (auch „Ecological Debt Day“ oder auf Deutsch „Welterschöpfungs- / Weltüberlas- tungstag“) veranschaulicht. Dieser Theorie liegt die Überlegung zugrunde, dass man erst dann nachhaltig wirtschaftet, sobald der Ressourcenverbrauch für 365 Tage so eingeteilt ist, dass die rechnerisch verfügbare Menge nach einem Jahr verbraucht ist und die gleiche Menge wieder zur Verfügung steht.8 Seitdem die Kennzahl ermittelt wird, fällt der Stichtag immer früher ins Jahr: 1971 war es der 21. Dezember, 2016 bereits der 03. August.9 Solche Beispiele, die verdeutlichen, dass sich etwas ändern muss, gibt es viele. Der Klimaforscher Mojib Latif beschrieb passend, dass kein Er- kenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem besteht.10

Ohne Suffizienz ist die globale Herausforderung einer nachhaltigen Entwicklung nicht zu bewältigen. Von eben dieser Bewegung hängt zukünftig vieles ab. Nachhaltige Entwicklung fordert eine intergenerationelle Gerechtigkeit. Das bedeutet die Bedürfnisse der heute lebenden Menschen zu befriedigen, ohne kommende Generationen der Möglichkeiten zur Bedürfnisbefriedigung substantiell zu beschneiden.11 Umso wichtiger ist es zu verstehen, dass Suffizienz nicht als aktueller Trend zu sehen, sondern als elementares Konzept zu betrachten ist: Neben der privaten und politischen, auch auf wirtschaftlichen Ebene.12

Entgegen aller Argumente der Wachstums-Befürworter gibt es bereits eine Reihe von Unternehmen, die sich Suffizienz und der Abkehr vom Wachstumsparadigma verschrieben haben - und doch ökonomisch erfolgreich sind. Somit stellt sich die Frage: Wie ist das möglich?

1.1 Problemaufriss und Zielsetzung

Die öffentliche Wahrnehmung schreibt Suffizienz eine deutliche Ausrichtung vor: Bis- her stehen Konsumenten und politische Akteure im Fokus wenn es an eine aktive Umsetzung geht. Dagegen wird die Rolle der Unternehmen meist nur beiläufig er- wähnt. Ebendiese aus der Verantwortung heraus zu lassen, scheint, angesichts der proklamierten Entkommerzialisierung, zunächst schlüssig. Doch gerade die Wirt- schaftsakteure, als größte Profiteure des anhaltenden Konsums, beeinflussen maß- geblich die Durchsetzungskraft der Suffizienzbewegung. Da Suffizienz aus unter- nehmerischer Sicht die bis heute umstrittenste und am wenigsten implementierte Idee des Nachhaltigkeitsmanagements ist13, besteht das übergeordnete Ziel der vor- liegenden Arbeit darin, die mögliche Praktikabilität aktiver Suffizienzstrategie im Un- ternehmen zu analysieren.

Im Zentrum steht hierbei die Frage, ob unternehmerische Suffizienzstrategie im kompetitiven Wettbewerbsmarkt erfolgreich umsetzbar ist. Aus dieser Themenstellung lassen sich weitere Überlegungen ableiten: Wo können Unternehmen mit suffizientem Handeln ansetzen und kann Beschränkung Teil eines Geschäftsmodells sein? Welche Rolle spielt die Politik? Wie gestaltet sich das Verhältnis von Suffizienz und Wachstum? Viele weitere Fragen verdeutlichen, wie umfangreich sich das Feld der unternehmerischen Suffizienz gestaltet. Zur Ausarbeitung und Beantwortung der Forschungsfrage müssen daher die verschiedene Teilbereiche betrachtet werden, deren Inhalte zielführend und eingängig aufgezeigt werden.

1.2 Vorgehensweise und Aufbau

Für eine sinnvolle Ausarbeitung der Forschungsfrage gilt es zunächst, einige grund- legende Aspekte zu betrachten. Demnach wird zunächst die bestehende Fachlitera- tur untersucht, welche der weiterführenden Forschung einen klaren Rahmen vorgibt. Eine allgemeine Hinführung an das Thema Suffizienz, sowie die Festlegung der Ab- grenzung dieser Arbeit (1.) stehen der theoretischen Analyse des Begriffs Suffizienz (2.1), im Rahmen einer Wortanalyse (2.1.1), der von der Literatur gegebenen Bedeu- tung (2.1.2) und Inhalte aktueller Diskussionen sowie Kritik (2.1.3), voran. Auf dem Diskurs der unternehmerischen Suffizienz (2.2) aufbauend, wird die unter- nehmerische Suffizienzstrategie (2.2.1), die bestehenden Ansatzpunkte (2.2.2), so- wie unternehmenskulturelle Voraussetzungen (2.2.3) dargelegt und anschließend die Möglichkeiten von Suffizienz als Geschäftsmodell (2.2.4) aufgezeigt. Sowohl Ab- grenzung und Zusammenspiel der Nachhaltigkeitsstrategien (2.2.5), als auch die Möglichkeiten politischer Maßnahmen (2.2.6) werden analysiert. Der theoretische Teil wird durch die Gegenüberstellung von Suffizienzstrategie und Wachstum (2.3) mit den Aspekten der Postwachstumsökonomie (2.3.1) und Green Growth bzw. Green Economy (2.3.2) abgeschlossen.

Im Folgenden knüpft die weiterführende Forschung an, die in Form von Interviews ausgearbeitet wurde. Auf die Erläuterung der Methodik (3.) folgt die Darlegung der Suffizienz in der Praxis (4.). Hierbei werden Gesprächsinhalte von erfahrenen und an Nachhaltigkeit orientierten Akteuren in Bezug auf ihren jeweiligen unternehmerischen Kontext wiedergegeben. Abschließend folgt auf die Zusammenfassung der gewonnen Ergebnisse (5.) ein Fazit samt Ausblick (6.).

2. Suffizienz

„ Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche. “ (Sokrates)

Das obenstehende Zitat des griechischen Philosophen (479 v. Chr. - 399 v. Chr.) verdeutlicht, dass das Konzept der Suffizienz nicht neu ist. Doch bevor tiefer in die Themen Suffizienz und Suffizienzstrategie eingestiegen werden kann, bedarf es einem einheitlichen Verständnis der Begrifflichkeiten. Zu Beginn wird daher die Theorie der Terminologie untersucht, um im Folgenden die Nachhaltigkeitsstrategie der Suffizienz in den Unternehmenskontext zu stellen und den Zusammenhang von Suffizienzstrategie und Wachstum zu analysieren.

2.1 Suffizienz in der Theorie

Im Folgenden werden nach der Untersuchung des Wortstamms grundlegende theo- retische Lehrmeinungen sowie Kritik und aktuelle Diskussionen am Thema erörtert.

2.1.1 Eine Wortanalyse

Wie viele Aspekte aktueller Nachhaltigkeitsdebatten ist auch der Begriff der Suffizi- enz nicht transparent und eindeutig definiert. Das heute vielfach verwendete Wort hat seine Herkunft in den lateinischen sowie spätlateinischen Begriffen sufficere und suf- ficientia, welche so viel bedeuten wie „genügen“ und „ausreichen“. Dieser Tage wird synonym oft von Genügsamkeit und Maßhalten, teilweise von Verzicht, gesprochen. Zwar lässt sich der englische Begriff sufficiency mit „Suffizienz“, „Angemessenheit“ oder „hinreichende Menge“ übersetzen, so impliziert die Theorie durch die Worterläu- terung „to meet one’s needs“ jedoch die Erfüllung von Bedürfnissen. Demnach findet der Terminus nur selten in seiner deutschen Bedeutung Verwendung, sondern steht meist sinngleich für systemische Modelle wie „de-growth“ oder „post-growth“. Diese Begriffe werden im Deutschen mit Wachstumsneutralität und Null-Wachstum assozi- iert und mit der Postwachstumsökonomie in Verbindung gebracht. Wie zahlreiche andere Teilgebiete ist hier der Diskurs geprägt von Unstimmigkeiten in Expertenkrei- sen. Beispielsweise sieht der deutsche Ökonom Niko Paech Suffizienz, gleichbedeu- tend mit Subsistenz, als Teil der Postwachstumsökonomie - Wolfgang Sachs hinge- gen Subsistenz als Teil der Suffizienz.

Es wird schnell deutlich, wie verwoben die Begrifflichkeiten im Feld der Suffizienz sind und wie wichtig es für die Bearbeitung ist einen klaren Rahmen zu definieren. Um hier ein einheitliches Verständnis zu schaffen, wird im nachfolgenden Abschnitt die Literatur, reduziert auf die deutschen Begriffe, wiedergegeben. Darüber hinaus untersucht diese Arbeit Suffizienz nicht als Teil eines bestimmten (Wirtschafts-) Sys- tems, sondern davon losgelöst die Potentiale der unternehmerischen Suffizienzstra- tegie im Wettbewerb.

2.1.2 Suffizienz in der Literatur

Der Begriff der Nachhaltigkeit klingt heute fast selbstverständlich, er ist in der Gesell- schaft angekommen. Auch Suffizienz erlangt immer mehr Präsenz, doch das Kon- zept ist fremd. Weil häufig zu allgemein und theoretisch, bleibt unklar, wie das große abstrakte Ziel der Suffizienz im Kleinen konkret zu erreichen ist. Richtet man den Blick auf die Literatur, zeichnet sich ein tiefer greifendes Bild ab. „Schneller“, „Grö- ßer“, „Weiter“ - das waren die Entwicklungslinien der vergangenen Jahrzehnte, er- möglicht durch eine Wirtschaftspolitik des freien Handels und der Marktliberalisierung möglichst vieler Gesellschaftsbereiche. Als Ergebnis sind heute ein bisher nicht ge- kannter materieller Wohlstand, sowie eine unerwartete Produkt- und Dienstleistungs- vielfalt zu beobachten. Die ausgelöste Dynamik bedrängt jedoch und verdeutlicht, dass für ein gutes Leben auch Räume für ein „Langsamer“, „Weniger“, „Näher“ von Bedeutung sind. Ebendiese verbergen sich hinter der grundlegenden Idee der Suffi- zienz. Es wird das richtige Verhältnis von Zeit und Raum sowie Besitz und Markt fo- kussiert. Somit strebt Suffizienz einen reduzierten Verbrauch von Ressourcen infolge einer verringerten Nachfrage an Gütern und Dienstleistungen an, wenn diese Materi- al und Energie verbrauchen. Konzeptionelles Ziel ist folglich nicht bestehende Be- dürfnisse mit weniger oder anderem Ressourcenaufwand zu befriedigen, sondern jene kritisch zu hinterfragen.14 Eine Orientierung an Suffizienz strebt nach der Wie- dergewinnung von Gleichgewichten, bei der es nicht um die Abkehr von Produktions- fortschritt, sondern viel mehr um ein neues Miteinander von produktivem Fortschritt und Genügsamkeit geht.15 Somit wird eine Minderung der absoluten Höhe von Ener- gie- und Ressourcennachfrage verstanden, welche massive Veränderungen in allen Bereichen des Lebensstils bedingt. Der Fokus liegt hier besonders auf der Realisie- rung von Mentalitäts- und Verhaltensveränderungen.16 Demnach steht Suffizienz für die Bemühung, auf freiwilliger Basis ebenso Konsum wie auch Wünsche nach Wohl- stand und Optionen an einem Maß zu orientieren, welches sowohl individuell als auch kollektiv als ausreichend erscheint. Suffizienz als eine aufgeklärte und moderne Interpretation von Genügsamkeit, eine Art Ethik und Ästhetik des Maßhaltens.17

Zusammenfassend ist somit zu sagen, dass eine den Begriff qualifizierende Bedeu- tung „Das, was richtig / angemessen ist“ ihm erst durch Interpretation beigelegt wer- den muss.18 Davon abgesehen kann jedoch gesagt werden, dass bereits das Zulas- sen der Überlegung, dass etwas genug sein könnte, sowie das Anerkennen der Be- grenzung und Endlichkeit natürlicher Ressourcen einen Teil der Suffizienz darstel- len.19 Der Suffizienzbegriff hat in der Fachdiskussion seinen berechtigten Platz, doch ist er noch ein Abstraktum und hat aktuell somit wenig Potential zu einem Leitbild.20

Rückt der Zusammenhang von Suffizienz und Subsistenz in den Fokus, sind sich die Experten uneinig. Letzteres, von lat. subsistentia, kann als philosophisches Kon- zept erachtet werden, bei dem sich das Bestehende aus sich selbst heraus erhält. Iris Pufé impliziert ein reichhaltiges Kontinuum unterschiedlicher Fremdversorgungs- grade zwischen reiner Subsistenz und industriellem Konsum. Materielle Ressourcen für Neuproduktion werden von drei neuartigen Inputkategorien in dekommodifizierter, d.h. vom Markt entkoppelter, Form ersetzt: Handwerkliche Fähigkeiten (für Eigenpro- duktion und Nutzungsdauerverlängerung), die eigene und dazu nötige Zeit sowie soziale Beziehungen (für gemeinschaftliche Nutzung und Leistungsaustausch). Hier- bei werden drei Outputkategorien von urbaner Suffizienz generiert: eigene Produkti- on, selbsttätige Nutzungsdauerverlängerung und Nutzungsintensivierung. Sie redu- zieren sowohl den Bedarf an industrieller Produktion sowie weiterführend den Kapi- talbedarf.21

Obwohl sich das Konzept der Suffizienz stetig weiterentwickelt, ist es gerade in der aktuellen Literatur ein sehr junger Bereich, welcher durchaus noch Potentiale in sich trägt. Ein Einblick in aktuelle Debatten und Kritik am aktuellen Forschungsstand wird im Folgenden gegeben.

2.1.3 Aktuelle Diskussion und Kritik

Die Theorie verdeutlicht zwar, dass auf manches „verzichtet“, dafür jedoch auch Lebensqualität gewonnen wird. Viele Studien zeigen, dass Konsum nur kurz zu Euphorie und auf lange Sicht zu Unzufriedenheit führt. Besitz belastet und somit stellt freiwilliger Verzicht auf Konsum keinen Verzicht dar, sondern eine Befreiung und Entlastung.22 Suffizienz kann demnach mit der Identifikation und Entledigung von Ballast, welcher sowohl Zeit und Geld, als auch Raum und ökologische Ressourcen erfordert, hingegen aber nur minimalen Nutzen stiftet, verknüpft werden. Es wird von zeit ö konomischer Optimierung gesprochen.23

Folglich ist die häufig pauschalisierte Gleichstellung der Begriffe Suffizienz und Ver- zicht allgemeingültig nicht zulässig und erfordert mehr auf die Sprache zu achten. Gerade mit dem Wort „Verzicht“ werden Nebenbedeutungen wie Mangel, Entsagung und Einschränkung assoziiert, doch von Einschränkungen und Bescheidenheit zu sprechen verhindert Suffizienz. Die Bemühungen jedoch lediglich als Gewinn darzu- stellen, macht diesen Nachhaltigkeitsansatz ebenso unglaubwürdig. Natürlich bein- haltet praktizierte Suffizienz sowohl viele Gewinn-Situationen wie auch Verluste, denn in vielen Fällen ist eine Wahl zu treffen und derlei bedeutet auch immer eine Abwahl.24

Kritisch zusehen ist, dass sich die der Suffizienz beigemessene Bedeutung und die Definition des Begriffs auf den ökologischen Aspekt in Form von Fokussierung der Reduktion des Ressourcenverbrauchs konzentrieren. Suffizienz ist, ebenso wie die weiteren Nachhaltigkeitsstrategien primär auf Ökologie ausgerichtet und somit nicht ausreichend. Für eine umfassende nachhaltige Entwicklung müssen die sozialen sowie ökonomischen Dimensionen stärker eingebunden werden.

Die Aspekte der Umsetzung von unternehmerischer Suffizienz werden im nachfol- genden Kapitel beschrieben. Die Erörterung der Suffizienzstrategie schließt an eine kurze Einleitung an, bevor Ansatzpunkte und unternehmenskulturelle Aspekte erör- tert werden. Darüber hinaus wird die Bedeutung einer Suffizienzpolitik dargelegt, nachdem suffiziente Geschäftsmodelle und die Abgrenzung zu weiteren Nachhaltigkeitsstrategien analysiert wurden.

2.2 Unternehmerische Suffizienz

„ Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand. “

(Charles Darwin)

Es ist, als hätte der Naturwissenschaftler Charles Darwin (1809 - 1882) es bereits zu Lebzeiten geahnt: Umfassende Nachhaltigkeit ist das Leitbild für zukünftige Entwick- lung - heute mehr denn je. Somit gibt es verschiedene Gründe, weshalb sich auch Unternehmen verstärkt dem Thema Suffizienz annehmen müssen: Zum einen steigt die Zahl der Unternehmensgründungen welche aus sozialen, zivilgesellschaftlichen oder ökologischen Impulsen heraus entstehen. Zum anderen werden etablierte Un- ternehmen durch ihr Marktumfeld und dessen Sättigungstendenz, einer veränderten und wegbleibenden Nachfrage, neuen technischen Möglichkeiten (z. B. Nutzungszu- gängen) und veränderten Kooperationsformen und -erfordernissen von Konsumen- ten und Produzenten verstärkt zu einer Suffizienz-Orientierung getrieben.25 Darüber hinaus bedarf es nicht nur Einzelpersonen, die im privaten Umfeld und in Ehrenäm- tern mit gutem Beispiel voran gehen, gleichwohl auch Unternehmen die Zukunfts- als auch Verteilungsgerechtigkeit ernst nehmen.26 Die investitions-, produkt- und produk- tionsprozessbezogenen Entscheidungen von Unternehmen, als Hersteller von Dienstleistungen (DL) und Gütern, sowie die Durchführung - oder das Unterlassen - von Aus- und Weiterbildung und Forschung, beeinflussen direkt die Entwicklung von Umweltbelastung, Ressourcenverbrauch und der Art und Weise des Einsatzes von Wissen, Arbeit und Kapital. Ebenso beeinflussen Unternehmen jedoch auch indirekt zum Einen durch ihren Einfluss auf Konsum- und Lebensstile, im Speziellen durch Werbung, zum Anderen auf die Politik durch Lobby- und Gremienarbeit. 27

Für eine nachhaltige, suffiziente Entwicklung sind global-agierende Konzerne und national-tätige, klein und mittelständische Unternehmen (KMU) von unterschiedlicher Bedeutung. Doch gerade hier in Deutschland stellen die KMU eine elementare Schicht der Wirtschaftsstruktur dar und spielen in Folge eine wichtige Rolle für den Wandel hin zu umfassender Nachhaltigkeit. Die Umsetzung eines integrativen Nach- haltigkeitsleitbildes muss in ein erweitertes Rollenverständnis, hinsichtlich der Ver- antwortlichkeiten von Unternehmen münden. Teil der internen Perspektive ist die ökonomische Verantwortung hinsichtlich des Fortbestehens des Unternehmens, der Eigentümerinteressen sowie der Interessen der Mitarbeiter. Die äußere Perspektive beinhaltet die Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette, für den Standort, so- wie für die Gesellschaft hinsichtlich der umfänglichen - positiven wie negativen - so- zialen, ökologischen, ökonomischen sowie kulturellen Auswirkungen des unterneh- merischen Wirtschaftens.28

Nachdem die Grundideen des zunächst als Ergänzung zu den klassischen Nachhal- tigkeitsstrategien Effizienz und Konsistenz implementierten Ansatzes der Suffizienz derzeit eine Renaissance erlebt,29 werden nachfolgend die strategische Aspekte dar- gelegt. Das Kapitel gliedert sich in die Abschnitte der Suffizienzstrategie, ihrer An- satzpunkte, ihren Zusammenhang mit der Unternehmenskultur, mögliche Herange- hensweisen für ein suffizientes Geschäftsmodell, die Abgrenzung und das Zusam- menspiel mit den anderen Nachhaltigkeitsstrategien und der Bedeutung der Suffi- zienzpolitik.

2.2.1 Die Suffizienzstrategie

Die Suffizienzstrategie stellt einen wichtigen Baustein dar, um die Herausforderung der nachhaltigen Entwicklung zu bewältigen. Statt sich schlicht auf technologische Innovationen zu verlassen, wählt Suffizienz den kulturellen Weg im Sinne sozialer Veränderungen.30 Im Unterschied zu den anderen Nachhaltigkeitsstrategien, die für Ressourcenproduktivität oder ein mit der Natur symbiotisches Wirtschaften stehen, liegt bei diesem Ansatz demnach der Blick auf Verhaltensänderungen, reduziertem Konsum und in Folge dessen weniger Produkten. Derlei widerspricht (zunächst) der Logik des Kapitalismus31 und lässt sich hinsichtlich der operationalen Konzepte nachhaltigen Wirtschaftens, als einen freiwilligen Verzicht von Verbrauch und Ge- winn definieren. Die Suffizienzstrategie impliziert Wohlstand mit reduziertem Materi- al- und Naturverbrauch, sowie eine Balance zwischen Güter-, Zeit-, und Bezie- hungswohlstand.32 Ziel ist hier die Lösung und kollektive Bewältigung ökologischer und sozialer Problemlagen.33

Da Besagtes allerdings zunächst nur für die Wirtschaft im Gesamten gilt, muss eine Differenzierung in gesamt- und betriebswirtschaftliche Suffizienz getroffen werden. Denn auch in einer am rechten Maß orientierten Wirtschaft kann es durchaus Unter- nehmen mit steigendem Produktabsatz und wachsenden Marktanteilen geben. In den meisten Fällen wird in diesem Kontext die Entwicklung von Produkten ange- strebt, welche die Umsetzung suffizienter Lebensstile der Konsumenten fördern.34

Besonderes Kennzeichen der Suffizienzstrategie ist die, unter idealen Umständen, viel schnellere Umsetzbarkeit als bspw. die Entwicklung neuer Technologien. Letzte- re sind mit aufwendiger Entwicklung, Erprobung und Verbesserung verbunden und brauchen darüber hinaus die entsprechende Durchsetzungskraft am Markt.35 Leicht veranschaulicht wird die zügige Realisierbarkeit einer Suffizienzstrategie am Beispiel der Energiesparinitiative „Setsuden“, die der Atomkatastrophe in Fukushima, Japan, folgte. Hierbei wurden in kürzester Zeit Energieeinsparungen von 15-20% erreicht - und dies ohne nennenswerte Einschränkungen. Um den Einsatz von Kli- maanlagen in japanischen Büros zu reduzieren, wurde der Dresscode an die gege- benen Temperaturen angepasst. Ebenso wurden die Menschen angehalten, Licht bewusster zu nutzen.

In Deutschland wäre hingegen, nach Berechnungen des Umweltbundesamtes, bei einer flächendeckenden Einführung des Tempolimits von 100 km/h eine unmittelbare Kraftstoffeinsparung von rund fünf Prozent möglich.36

Im unternehmerischen zielen Suffizienz-Schritte oftmals zunächst auf die Verbesse- rung der ökologischen Bilanz ab. Vorwiegend auf die Verringerung des Energiever- brauchs oder das Bestreben nach intelligenten Transportwegen, gefolgt von einer Überprüfung der Produktpalette auf Haltbarkeit, Reparaturmöglichkeiten sowie Un- schädlichkeit. Stetig steigt der Druck für Unternehmen, Verantwortung für das Allge- meinwohl zu übernehmen. Besonderes Potential für die Umsetzung suffizienten Wirtschaftens liegt daher bei zukunftsträchtigen Produkten und Dienstleistungen mit einer gesicherten Nachfrage. Gerade jungen Unternehmern und Start-Ups kann eine wichtige Rolle zugeschrieben werden, da sie darüber hinaus die Chance haben, Suffizienz von Beginn an Teil der Unternehmensphilosophie sein zu lassen.37

Überdies vermag es die Suffizienzstrategie Unternehmen ökonomische Resilienz, in Form von gesteigerter Unabhängigkeit vom volatilen Marktgeschehen, zu ermögli- chen.38 Gemeint ist hier eine Toleranz gegenüber Beeinträchtigungen von innen oder außen, welche die Frage vorgibt: „Kann das Unternehmen bei Verschlechterung der Rahmenbedingungen, kreativ und situativ darauf reagieren, weiter überleben und dem Gemeinwohl dienen?“ Die implizierten möglichen Störungen der Geschäftstätig- keit können gesamtwirtschaftliche Krisen (z.B. Finanzkrise), Umsatzrückgang oder Kostensteigerungen (z.B. steigende Rohstoffpreise) sein. Positiv beeinflusst wird ökonomischer Resilienz durch eine hohe Eigenkapitalquote (im Branchenvergleich etwa 100-200% mehr), eine qualitative Geschäftsführung, nachhaltige Lieferanten- beziehungen und ein sowohl nachhaltiges als auch gemeinwohlökonomisches Enga- gement des Unternehmens.39

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Doppelte Entkopplung

(Eigene Darstellung nach Schneidewind, U. & Palzkill, A., 2012)

Aufgrund der sich ergebenden kaum kalkulierbaren global-ökologischen Risiken, muss eine absolute Belastungsreduktion der Umweltdimension stattfinden. Um welt- weit eine sowohl essentielle wie wünschenswerte, quantitative Wohlfahrtssteigerung zu bewirken, ist die absolute Entkopplung des Ressourcen- und Umweltverbrauchs von einer wohlfahrtssteigernden Wirtschaft notwendig. Wichtig hierbei ist der Bezug der Entkopplung auf die Umweltbelastung in ihrer Gesamtheit und nicht die Entlas- tung in einer ökologischen Dimension auf Kosten einer anderen, im Sinne einer Um- verteilung der Belastung.40 Der ideale Zustand ist in Abbildung 1 zu erkennen: Hier ist im ersten Schritt das ökonomische Wachstum von Naturverbrauch mit Hilfe der Entkopplung 1. Ordnung durch die Effizienz- und Konsistenzstrategie entkoppelt. Im zweiten Schritt wird durch Suffizienz und ein erweitertes Wohlstandsverständnis Le- bensqualität vom ökonomischen Wachstum im Sinne der Entkopplung 2. Ordnung gelöst.

Nachdem die von der Suffizienzstrategie geforderte(n) Verhaltensänderung(en) vielfach Schwierigkeiten und Zweifel in der Umsetzung bereithalten, können sowohl klar formulierte Ziele als auch die Orientierung an Vorbildern hilfreich sein. Welche Ansatzpunkte bisher für die Strategieanwendung definiert wurden, wird im nachfolgenden Kapitel beschrieben.

2.2.2 Ansatzpunkte der Suffizienzstrategie

Seit 1993 bieten die von Wolfgang Sachs eingeführten „4 E’s“ einen Orientierungs- rahmen, welcher Suffizienz plakativ rahmt und Strategien des „Weniger“ aufzeigt. Jene Ansatzpunkte zeigen, welche ökologischen Entkopplungspotentiale bei einem einhergehenden wohlstandsfördernden Suffizienzgedanken liegen. Nach Sachs las- sen sich die vier Suffizienz-E’s in Entr ü mpelung, im Sinne einer absoluten Reduktion des Konsums, in Entschleunigung hin zu einer langsameren, bewussteren und zu- verlässigeren Lebensweise, in Entkommerzialisierung im Hinblick auf ein „Selberma- chen“ und in Entflechtung, mit Ziel der Regionalisierung, Übersichtlichkeit und Nähe, gliedern.41 Obwohl die genannten 4 E’s keine trennscharfe Differenzierung der Stra- tegien zulassen, zeigen Praxisbeispiele, dass diese sowohl als gut handhabbar als auch richtungssicher erachtet werden können.42

Entr ü mpelung oder die Eleganz der Einfachheit

Sowohl aus Weisheitslehren verschiedener Kulturen, als auch aus der Erfahrung vie- ler Generationen lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass ein gelungenes Leben nicht über die Akkumulation von Reichtümern erreicht wird. Eine Überzahl an Dingen zerstreut die Aufmerksamkeit und nur ein vorsichtiger Umgang mit ihnen ermöglicht genügend Ressourcen an Zeit und Achtsamkeit aufzubringen, dem individuellen Le- bensprojekt die richtige Gestalt zu geben. Der amerikanische Schriftsteller und Philo- soph Henry David Thoreau schrieb bereits im 19. Jahrhundert in sein Tagebuch: „Ein Mensch ist reich in Proportionen zu den Dingen, die sein zu lassen, er sich leisten kann.“43

In der heutigen Zeit impliziert die Formel „Simplify your Life“ Komplexität in einer übersättigten Welt zu reduzieren. Obwohl ein „Weniger“ zunächst kein Potential für Geschäftsstrategien beinhalten mag, so schlägt sich es doch bereits in einigen Geschäftsmodellen nieder: puristische Interieur-Stile, bei denen sich der wahre Luxus in klaren Linien und Ruhe wiederspiegelt oder eine schlanke, gut sortierte Auswahl im Handel, die einen unkomplizierten Einkauf ermöglicht.44 Langfristige Stabilität und ökologische Entlastung kann eine entsprechende Bereinigung des Produktspektrums in zunehmend gesättigten Märkten darstellen.45

Dieser kulturelle Trend hat auch weitere Lebens- und Produktbereiche erreicht. Das Auto zum Beispiel, hat, gerade bei vielen jungen Menschen, besonders in urbanen Gebieten, sein Statussymbol verloren. Pflege, Reparaturen und Parkplatzsuche stel- len mehr Last als Lust dar. War Carsharing zunächst eine alternative Mobilität in selbst-organisierter Form, meist genutzt von ökologisch-sensiblen Teilen der Gesell- schaft, so haben sich heute führende Autohersteller daran orientiert und ein passen- des Angebot entwickelt.46 Das Beratungsunternehmen Civity stellte im Rahmen einer Studie 2014 die These auf, dass es sich bei Free-Floating-Systemen des Car- Sharing’s (FFC) in großem Stil um „motorisierte Bequemlichkeitsmobilität im Nahbe- reich“ handelt. Ergebnis der Datenerhebung war, dass Fahrten, welche sonst bspw. mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegte wurden, nun durch das Auto ersetzt wurden.47 Ob diese etablierte und kommerzialisierte Form tatsäch- lich (noch) dem Grundgedanken der Suffizienz entspricht, ist fraglich und die aktuel- len Veränderungen der Mobilität in urbanen Regionen hinsichtlich der FFC-Systeme kritisch zu bewerten.

Dies ist jedoch nicht der einzige Ansatz der „Share-Economy“. Durch die Möglichkei- ten der neuen Medien greift solcherlei Anstoß auf viele weitere Gebrauchsgüter über. Wichtig ist jedoch, dass diese einfach, reduziert produzierten Produkte keinen reinen Zusatzkonsum darstellen, denn in Folge wäre Suffizienz der Auslöser für Mehrkon- sum und würde zu einem „Suffizienz-Rebound“ führen. Hilfreich ist es hier, wenn Un- ternehmen ihre Strategie nicht auf Wachstum auslegen, sondern wachstumsneutral agieren.48

Entschleunigung oder die Entdeckung der Gemächlichkeit

Wer den jungen Bismarck auf das „Tempo“ der Zeit angesprochen hätte, wäre auf Unverständnis gestoßen, denn dieser hätte vermutlich an die Musik gedacht. Denn „Tempo“ hieß im 19. Jahrhundert „im angemessenen Zeitmaß“ zu spielen. Erst um die Jahrhundertwende nimmt der Begriff eine Bedeutung von „hoher Geschwindig- keit“ an. Die Sprache spiegelt hier ganz deutlich eine Bewegung wieder, deren Ideal nicht mehr das jeweils rechte Maß, sondern die höchstmögliche Geschwindigkeit ist. Heute zeigt Beschleunigung, wenn gründlich betrieben, die missliche Tendenz sich selbst aufzuheben: Orte werden immer schneller erreicht, doch wird immer kürzer dort verweilt. Gleichgültigkeit gegenüber dem Hier und Jetzt ist die kontraproduktive Seite der Beschleunigung.49 In einer beschleunigten Gesellschaft ist „Zeit ist Geld“ die Formel eines immer schnelleren, effizienteren Konsums, der vermeintlich für Zei- tersparnis sorgen soll.50 Doch bei einer unübersichtlich gewordenen Zukunft, verliert auch das Gebot der Beschleunigung seine Autorität. Nach Sachs kann sich somit eine Gesellschaft, die sich vom 19. Jahrhundert gelöst hat, wieder mehr Gelassen- heit leisten.51 Somit spiegelt sich mit der Zeit auch in den Märkten ein bewussterer Zeitgebrauch, nach der Formel „Zeit ist Lebensqualität“, wieder. Ansätze wie „Slow Food“, „Slow Travel“ und „Slow Fashion“ sind Ausdruck der Entschleunigungsten- denz und zielen damit auf langsamere, meist hochwertigere und zuverlässigere Pro- dukte ab. Für Bahnreisende zum Beispiel steht meistens weniger eine verkürzte Ge- samtdauer oder die effizientere Kombination der Fahrten im Fokus, sondern eher die angemessenen Umsteigezeiten und, dass genannte Ankunftszeiten eingehalten werden. Hier sorgt die gedrosselte Geschwindigkeit für mehr Zuverlässigkeit, doch auch in anderen schnelllebigen Produktfeldern können sich erfolgversprechende Strategien des „Langsamer“ ergeben. In der Telekommunikationsbranche ließe ein Verbot geplanter Obsoleszenz bzw. eine Nutzungsdauerverlängerung von Handys von zwei auf bspw. vier Jahre die Ressourcenintensität um die Hälfte sinken. Da ge- rade der Softwarebereich von einer Innovationsdynamik geprägt ist, könnte ein mo- dulares „Slow Phone“ eine Möglichkeit darstellen, trotzdem die neuesten Applikatio- nen günstig und umfassend nutzen zu können.52 Vielversprechende Ansätze sind bisher bei Lenovo mit dem „Moto Z“ oder bei Fairphone zu erkennen. Letztere ver- sprechen darüber hinaus ein ethisch korrektes Smartphone mit fairer Wertschöp- fungskette. Auch wenn sich eine vollständige Entschleunigung der Wirtschaft als un- realistisch darstellt, zeichnet sich bereits ein neuer Rhythmus zwischen Be- und Ent- schleunigung ab.53

Entkommerzialisierung oder Ausschau nach den „ Commons “

Seit Adam Smith die warenerzeugende Arbeit als Ursprung nationalen Wohlstands vermittelt hat, verloren die Ökonomen nicht nur die Natur, sondern auch die Gemein- schaft, die Sphäre nicht-kommerzieller Tätigkeiten aus dem Blick. Seither wird in den Leistungen außerhalb des Marktes, wie Haushalt und Kindererziehung, Eigenarbeit oder Gemeindekultur, keine Wertschöpfung gesehen. Doch Studien belegen, dass sich 30-50% der gesellschaftlichen Arbeit im informellen Sektor abspielen. Dieser verdeckte Ausgangspunkt des Wohlstands kann durch den Begriff „Commons“ in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden. Wird die Überlegung nach einer stationä- ren oder gar schrumpfenden Wirtschaft angestellt, gehen weitere Fragen einher: Wie ist soziale Sicherheit ohne wachsende Wirtschaft möglich? Eine Möglichkeit besteht darin, Ressourcen an Recht, Land, Infrastruktur und Geld so einzusetzen, Bürgern zu ermöglichen viele Dinge in Selbsttätigkeit und freier Trägerschaft tun zu können.54 Zur Steigerung von Lebensqualität erlangen in einer wachstumsbefriedeten Welt nicht-kommerzialisierte Produkte und Räume immer mehr an Bedeutung. Als ein- gängiges Beispiel können hier städtische Gemeinschaftsgärten genannt werden. Als

Unternehmensstrategie hingegen erscheint Entkommerzialisierung durch den Entzug

bestimmter Produkte und DL vom Markt meist als äußerst herausfordernd. Bei ge- nauerem Hinsehen zeigen sich jedoch Anknüpfungspunkte: Zum Beispiel in der Ver- lagerung der Wertschöpfung in eine Subsistenzwirtschaft. Nachdem das „Selberma- chen“ vielerlei Fertigkeiten des Einzelnen erfordert, können sich hier von alltagsprak- tischen bis hin zu berufsbezogenen Trainings und Workshops zukunftsweisende Ge- schäftsideen entwickeln. Diese können dem bestehenden Qualifikations- und Ausbil- dungsbedarf begünstigen und die Chance auf Neugestaltung von unternehmerischen Strategien bieten. Kochkurse, Workshops zu handwerklichen Fähigkeiten oder das Erlernen von Programmiersprachen beispielsweise wirken sich folglich sowohl auf Einzelpersonen als auch auf die Gesellschaft und Unternehmen aus. Im Zentrum der Entkommerzialisierung steht nicht die Forderung unternehmerische Tätigkeiten ihrer Grundvoraussetzungen zu beschneiden, sondern vielmehr das Wissen zu nutzen, um neue, zukunftsweisende Strategien abzuleiten und hybride Wertschöpfung voran zu treiben.55

Entflechtung und die Renaissance der Orte

Verflechtung bedeutet stetig steigender Transport. Die Distanzen zwischen Produ- zent und Konsument (auch zwischen Konsument und Wiederverwertung bzw. Ent- sorgung) weiten sich aus. Bekannte Beispiele sind hier Schuhe aus Taiwan, gepulte Krabben aus Marokko und Blumen aus Kenia. Auch die Entfernungen von Zuliefe- rern und Endfabrikanten spreizen sich auf. So beziehen viele Unternehmen durch „Global Sourcing“ Halbfabrikate aus der ganzen Welt und die Bestandteile eines simplen Joghurtbechers haben unter Umständen bereits 9000 km Reiseweg hinter sich. Geringere Fertigungstiefen verlängern Zuliefererketten und mit ihnen die Weg- strecken. „Lean Production“ bedingt „Fat Transportation“.56 Dabei ist Entflechtung die vermutlich einfachste Suffizienzstrategie für Unternehmen, wie regionale Lebensmit- tel und dezentrale Energieversorgung zeigen. Vermehrt entscheiden sich Unterneh- men bereits gegen eine kosteneffiziente(re) (globale) Wertschöpfungskette, da ein regionales Beschaffungswesen oft mehr Kontrolle ermöglicht und Verantwortung er- laubt. Beispielsweise wird aufgrund der zunehmenden Kundensensibilität in der Le- bensmittelbranche immer häufiger die Produktverantwortung über eine kosteneffizi- ente Produktion gestellt. Diese Regionalisierungstendenz verdeutlicht den Wandel von Innovationsverständnis, Geschäftsstrategien und Kundenbedürfnissen. Beson- ders Interessant können Branchen sein, denen auf den ersten Blick nicht unbedingt Potentiale für erfolgreiche Entflechtung zugeschrieben werden, jedoch Ansatzpunkte für weitgehende Suffizienzstrategien bieten57, wie zum Beispiel die Textilindustrie.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die vier E's

(Eigene Darstellung nach Sachs, W., 1993)

Diese kurzen Illustrationen der in der Literatur vielfach genannten vier E’s der Suffizienzstrategie verdeutlichen bereits wie lohnenswert es ist, Suffizienzstrategie aus einer geschäftsstrategischen Perspektive zu betrachten.

Auch wenn die beschriebenen vier Ansatzpunkte bereits ein umfassendes Feld an Möglichkeiten aufzeigen, so kann es noch weitere Ideen, abhängig vom Verständnis des Suffizienzbegriffs geben. Darüber hinaus wird die unternehmerische Umsetzbarkeit stark von der Branche des Unternehmens beeinflusst. Bisher ist in der Literatur jedoch von diesen nicht die Sprache.

Aufgrund der Ausrichtung von Suffizienz auf Verhaltensänderungen besteht gerade für Unternehmen eine kulturelle Ausrichtung im Mittelpunkt. In welcher Form und Umfang Unternehmensphilosophie und -kultur eine Rolle für die Umsetzbarkeit spielen, wird im nachfolgenden Absatz beschrieben.

2.2.3 Unternehmenskulturelle Aspekte

Für die erfolgreiche Implementierung einer (Suffizienz-) Strategie hat die Unternehmenskultur maßgebliche Relevanz. Unbestritten im Strategischen Management ist die Tatsache, dass der Erfolg der Umsetzung maßgeblich von soft facts, unter anderem von der Unternehmenskultur, abhängig ist. Es wird darauf hingewiesen, dass die Unternehmenskultur darüber hinaus sowohl Wahl der Strategie als auch ihre Implementierung implizit steuert.58

Ökonomen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) haben in einem Projekt die Erkenntnis gewonnen, dass ewiges Wachstum kein Wesensbestandteil des Unternehmertums ist. Im Rahmen dieser Umfrage von KMU bezüglich ihrer Wachstumsabsichten zeigte sich, dass es bereits ein Wirtschaftsleben in selbstge- wählter und überzeugter Stagnation gibt. Eine detaillierte Analyse der Gemeinsam- keiten jener Unternehmen sowie der Unterschiede zu sehr viel präsenteren Wachs- tumsunternehmen zeigte deutlich: In solchen KMU stehen nicht die Bilanzzahlen, sondern die Qualität im Mittelpunkt. Nicht nur die Qualität der Produkte, auch die Qualität des Arbeitslebens der Mitarbeiter. Es wurde erkennbar, dass sich die wachs- tumsneutralen Unternehmen auf Basis verlässlicher Kooperationen vor Marktrisiken absichern und von der Konkurrenz eher als Mitstreiter oder „Kollegenfirmen“ gese- hen werden. Den interessantesten Aspekt stellt aber die Tatsache dar, dass diese Unternehmen durchwegs inhabergeführt sind. Demnach trifft der Unternehmer selbst die Entscheidung, nicht oder zumindest nicht zwingend, zu wachsen, nachdem er sich neben den inneren, auch von den äußeren Expansionszwängen befreit hat. Wiederholt betont wurde von den Unternehmern ihre Unabhängigkeit von Kapitalge- bern, die Geschäftstätigkeit sowie die Investitionen selbst zu finanzieren und Erträge primär zu reinvestieren.59

Um Suffizienz erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es sowohl einer transparenten Unternehmensphilosophie als theoretischem Überbau, als auch eine nachhaltige Un- ternehmenskultur als deren Umsetzung, Verankerung und Kommunikation. Wenn Faktoren wie Profitstreben und ausnutzen aller sich bietenden Möglichkeiten zentra- ler Antrieb einzelwirtschaftlichen Wachstums sind, so bedarf Suffizienz sowohl Refle- xion als auch eines Einstellungswandels, der sich zunächst in der Philosophie und folglich in der Kultur des Unternehmens widerspiegelt.60

In der Literatur werden verschiedene Merkmale einer Kultur genannt, die ein suffizi- entes Wirtschaften fördern sollen. Neben großem Vertrauen, sind Gestaltungsmög- lichkeiten, Mitbestimmung sowie selbstbestimmtes Arbeiten für die Mitarbeiter rele- vant. Kontinuierliche Erweiterung des Horizonts, stetiges Hinzulernen in Form von immer neuem Input dient dazu, die Arbeit nie als monoton oder stupide wahr zu nehmen, sondern stets als Möglichkeit der Weiterentwicklung. Qualität, Langlebigkeit und Nutzen der Produkte, sowie eine für sinnhaft empfundenen Unternehmensphilo- sophie, Zusammenhalt sowie der Kollektivgedanke sind ebenso Eigenschaften einer an Suffizienz orientierten Unternehmenskultur. Die Geschäftsführungen konstatieren die Bedeutsamkeit des Menschen, häufig wird eine Unternehmensgröße präferiert, die es erlaubt, sich untereinander zu kennen. Immer häufiger wird Heterarchie, also flache hierarchische Strukturen bei denen die Verantwortung nicht zwischen oben und unten sondern zwischen Gleichen verteilt ist, als Erfolgsfaktor genannt, zugleich wie Arbeit, die stets an Verantwortung und Eigenständigkeit gekoppelt ist.61

Es wird deutlich, wie wichtig eine zuverlässige Unternehmensphilosophie und in Fol- ge eine authentisch gelebte Kultur für die Umsetzung unternehmerischer Suffizienz ist.62 Um einer möglichen Diskrepanz zwischen der Kultur und der Strategie präventiv entgegen zu wirken, ist die Berücksichtigung der Kultur als Teil der Strategiekonzep- tion unabdingbar. Folglich sollten sich Unternehmen vor der Implementierung einer Suffizienzstrategie mit den vorherrschenden Werten, Normen und Einstellungen der Suffizienz identifizieren können.

Aufgrund der wechselseitigen Beziehung von Unternehmenskultur und dem Geschäftsmodell, wird Letzteres, in Anbetracht der Möglichkeiten suffizienter Modelle, nachfolgend eingehend analysiert.

2.2.4 Das Geschäftsmodell des Weniger

Um eine mögliche Integration von Suffizienz in ein Geschäftsmodell eingehender darlegen zu können, ist ein einheitliches Verständnis des Begriffes Voraussetzung. Dass sich dies als nicht einfach erweist, obwohl der Geschäftsmodell-Begriff inzwischen in Wissenschaft und Praxis angekommen ist, verdeutlicht ein Blick in die Literatur. Trotz einer Vielzahl von Publikationen, hat sich bisher keine eingehende betriebswirtschaftliche Definition eröffnet.63

Neben Ansätzen von Baatz (1996), welcher das „wie“ des Geldverdienens als we- sentlichen Inhalt des Geschäftsmodells sieht und Timmers (1998), welcher zeitlich nachfolgende Arbeiten als Grundlage zur Beschreibung von Geschäftsmodellen sah, zu denen sowohl Produkt-, Dienstleistungs- oder Informationsflüsse gehören, stellt Servatius (2002) die Perspektiven der Balanced Scorecard in den Fokus jedes Ge- schäftsmodells. Diese sind neben der Finanz-, die Prozess-, Kunden- und Potential- perspektive. Ursprünglich entstand der Begriff in Verbindung mit der Kommerzialisie- rung des Internets gegen Ende der 90er Jahre und lässt sich zusammenfassend als die modellhafte Repräsentation betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge darstel- len.64 Der Begriff ermöglicht eine differenzierte Beschreibung der verschiedenen Di- mensionen eines Unternehmens, meist in der Dreiteilung von Kundennutzenverspre- chen, Architektur der Wertschöpfung und finanzieller Logik. Mit dem Kundennutzen- versprechen stellt sich die Frage nach dem Nutzen, der für die Zielgruppe sowie wei- tere Stakeholder generiert wird. Die Architektur der Wertschöpfung bildet ab, wie die vorhandenen Unternehmensressourcen koordiniert werden, das heißt, wie der Nut- zen innerhalb der Wertschöpfungskette generiert wird. Die finanzielle Logik bildet demnach das Erlös- und Kostenmodell ab, das die Erstellung des Kundennutzens sowie das Unternehmen finanziert.65

Im Folgenden werden Formen der Integration von Suffizienz in das Geschäftsmodell aufgezeigt. Die Herangehensweise des Operationalisierens lässt eine Gliederung in drei Bereiche zu:

[...]


1 Kobler, S., Konsum, 2014

2 Seidl, I., Suffizienz, 2016, S. 9

3 Kobler, S., Konsum, 2014

4 Pufé, I., Nachhaltigkeit, S. 20

5 Welzer, H., Wachstum, 2015, S. 58/59

6 Pufé, I., Nachhaltigkeit, S. 17/18

7 Leng, M.; Schild, K. & Hofmann, H., Genug genügt, 2016, S. 13

8 Welzer, H., Wachstum, 2015, S. 60

9 Earth Overshoot Day, Ressourcenverbrauch, o.J.

10 Storch, H. v., Deutsches Klima-Konsortium, 2015

11 Schneidewind, U. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2013, S. 17

12 Reichel, A., Geschäftsmodell des Weniger, 2013, S. 92

13 Loske, R., Wachstumszwang, 2011, S. 6

14 Ebinger, K. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2017, S. 8

15 Schneidewind, U. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2013, S. 12-14

16 Hübner, J., Transformation, 2015, S. 50

17 Schmies, M. & Seewald, M., Psychologische Glückspotentiale, 2015, S. 158

18 Linz, M., Suffizienz, 2004, S. 47

19 Ebinger, K. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2017, S. 17

20 Linz, M., Suffizienz, 2004, S. 47

21 Pufé, I., Nachhaltigkeit, 2014, S. 278/279

22 o. V., Verzicht, 2015

23 Pufé, I., Nachhaltigkeit, 2014, S. 278

24 Linz, M., Suffizienz, 2004, S. 46

25 Reichel, A., Geschäftsmodell des Weniger, 2013, S. 97

26 Ebinger, K. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2017, S. 18

27 Grunwald, A. & Kopfmüller, J., Nachhaltigkeit, 2012, S. 182/183

28 Grunwald, A. & Kopfmüller, J., Nachhaltigkeit, 2012, S. 182/183

29 Schmies, M. & Seewald, M., Psychologische Glückspotentiale, 2015, S. 158

30 Schneidewind, U. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2013, S. 20

31 Linz, M., Suffizienzpolitik, 2013, S. 29

32 Linz, M., Suffizienzpolitik, 2013, S. 25

33 Reichel, A., Geschäftsmodell des Weniger, 2013, S. 94

34 ebd., S. 92/93

35 Schneidewind, U. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2013, S. 20/21

36 ebd., S. 20/21

37 Minge, B., Nachhaltigkeit, o. J.

38 Pufé, I., Nachhaltigkeit, 2014, S. 278

39 Blachfellner, M., Ökonomische Resilienz, o. J.

12

40 Palzkill, A. & Schneidewind, U., Suffizienz als Business Case, 2013, S. 23

41 Palzkill, A.; Wanner, M. & Markscheffel, F., Suffizienz als Geschäftsmodell, 2015, S. 2

42 ebd., 2015, S. 3

43 Sachs, W., Die vier E’s, 1993, S. 74/75

44 Palzkill, A. & Schneidewind, U., Suffizienz als Business Case, 2013, S. 23

45 ebd., 2013, S. 11

46 Schneidewind, U. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2013, S. 152

47 Civity, Urbane Mobilität, 2014

48 Schneidewind, U. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2013, S. 152/153

49 Sachs, W., Die vier E’s, 1993, S. 70-72

50 Palzkill, A. & Schneidewind, U., Suffizienz als Business Case, 2013, S. 23

51 Sachs, W., Die vier E’s, 1993, S. 70-72

52 Palzkill, A. & Schneidewind, U., Suffizienz als Business Case, 2013, S. 24

53 Schneidewind, U. & Zahrnt, A., Suffizienz, 2013, S. 153

54 Sachs, W., Die vier E’s, 1993, S. 74

55 Palzkill, A. & Schneidewind, U., Suffizienz als Business Case, 2013, S. 24

56 Sachs, W., Die vier E’s, 1993, S. 72-73

57 Palzkill, A. & Schneidewind, U., Suffizienz als Business Case, 2013, S. 24

18

58 Raps, A., Strategieimplementierung, 2008, S. 129

59 Knauß, F., Postwachstum, 2015, S. 2

60 Deimling, D., Unternehmenskultur, 2016, S. 257

61 ebd., S. 261

62 ebd., S. 274

63 Schallmo, D., Geschäftsmodell, 2013, S. V

64 Bieger, T.; Bickhoff, N.; Caspers, R.; Knyphausen-Aufseß, D. v. & Reding, K., Geschäftsmodell, 2002, S. 4

65 Palzkill, A.; Wanner, M. & Markscheffel, F., Suffizienz als Geschäftsmodell, 2015, S. 4

Ende der Leseprobe aus 86 Seiten

Details

Titel
Umsetzbarkeit unternehmerischer Suffizienzstrategie im kompetitiven Wettbewerbsmarkt
Hochschule
Hochschule München
Veranstaltung
Nachhaltiges Management
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
86
Katalognummer
V428438
ISBN (eBook)
9783668754089
ISBN (Buch)
9783668754096
Dateigröße
2258 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeitsstrategien, Suffizienz, Suffizienzstrategie, Nachhaltiges Management, Ressourcenknappheit, Wirtschaft, Herausforderung
Arbeit zitieren
Inken Bräger (Autor:in), 2017, Umsetzbarkeit unternehmerischer Suffizienzstrategie im kompetitiven Wettbewerbsmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428438

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