Erfahrungsbericht zum Aufbau von emotional-sozialen Beziehungen im Kindergarten

Altersgruppe 3 bis 6 Jahre im Arbeitszeitraum 04/09/2014 bis 30/03/2015


Diplomarbeit, 2015

38 Seiten, Note: 16


Leseprobe

Titelblatt

1. Umstände, Bedingungen und Anforderungen des Arbeitsverhältnisses
1.1. Beweggründe für meinen Berufsauswahl
1.2. Einflüsse
1.2.1. Vor dem Start
1.2.2. Voraussetzungen für bilinguale Erziehung in Moosch

2. Meine pädagogische Praxis
2.1. Die Betreuung der bilingualen Sektion in Moosch unter meiner Leitung
2.2. Meine ersten Erfahrungen im Kindergarten
2.3. Pädagogische Aktivitäten und Problemsituationen
2.4. Die Rolle der Fortbildung

3. Projekt „Gefühle in Hülle und Fülle“
3.1. Theoretische Ansätze
3.2. Die Umsetzung des Projektes "Gefühle in Hülle und Fülle"

4. Ausblick

Bibliographie

Anhang 1.

Anhang 2.

1. Umstände, Bedingungen und Anforderungen des Arbeitsverhältnisses

In unserem Leben gibt es immer wieder Menschen, die einem wie ein leuchtendes Beispiel den richtigen Weg weisen. In meiner Arbeit möchte ich auf diejenigen Beziehungen eingehen, die die Grundlagen für die Herausbildung des Selbstvertrauens bilden. Hierzu gehören vor allen die Beziehungen zwischen ErzieherInnen und Kindergartenkindern. Denn neben den Eltern sind ErzieherInnen diejenigen, denen Kinder ihr Vertrauen schenken. Eine stabile Erzieherin-Kind- Beziehung aufzubauen, ist daher eine wichtige Aufgabe speziell im bilingualen Zweig.

Im ersten Teil dieser Arbeit möchte ich auf meine Erfahrungen als Erzieherin im bilingualen Bereich eingehen. Zuerst erkläre ich, wodurch meine heutige Berufswahl bestimmt wurde (1.1). Danach schildere ich die Einflüsse, die meine Arbeit dieses Jahr bestimmt haben (1.2).

1.1. Beweggründe für meine Berufswahl

Ich bin gebürtige Russin (33) und stamme aus der südrussischen Stadt Rostov am Don. Meine Eltern stammen beide aus einer Arbeiterfamilie. Mein Vater (56) arbeitet im Bereich der Agrartechnik als Vertreter einer deutschen Firma. Meine Mutter (57) ist Rentnerin. Als studierte Ökonomin hat sie auch ausserhalb ihres Fachbereiches gearbeitet und zwei Kinder großgezogen. Ich habe einen jüngeren Bruder (31), der gemeinsam mit meinem Vater arbeitet. Meine erste Erfahrung mit der deutschen Sprache habe ich im Alter von 5 Jahren im Familienkreis gemacht. Eine Freundin unserer Familie, ebenfalls Russin, war während des Zweiten Weltkrieges nach Deutschland ausgereist, und lebte seitdem in Solingen mit ihrem deutschen Mann. Sie kam regelmässig mit ihrem deutschen Mann zu Besuch zu ihrer russischen Familie nach Rostov. Bei diesen Treffen herrschte eine besondere Atmosphäre, die mein Bild von den Deutschen nachhaltig prägen sollte.

Mit 10 Jahren wählte ich Deutsch als erste Fremdsprache in meiner allgemeinbildenden Mittelschule 1. Meine Deutschlehrerin Frau Ljubov Pavlovna Panassenko ist eine passionierte Pädagogin. Diese Person hat mir geholfen, die deutschsprachige Welt zu entdecken und solide Sprachkenntnisse zu erwerben. In meinen Augen ist sie auch das Vorbild einer richtigen Lehrerin, die immer für ihre Schüler und Kollegen da ist. Sie war auch diejenige, die darauf bestanden hat, dass ich Lehrerin werden sollte. Dieser Beruf schien mir aber zum damaligen Zeitpunkt nicht attraktiv genug. Diesem zog ich im Jahre 1998 die akademische Ausbildung zur Übersetzerin an der Rostover Universität vor. Diese Wahl traf ich nach einer Deutschland-Reise, die ich 1997 mit meiner Folkloregruppe unternommen hatte. Ich leitete unsere Auftritte stets mit einem Text auf Deutsch ein, den meine Deutschlehrerin für mich übersetzt hatte. Dieser erste Erfolg, in einer Fremdsprache sprechen zu können, motivierte mich entscheidend. Nach dem Schulabschluss im Jahre 1998, begann ich ein Germanistikstudium. Die Spezialisierung „Übersetzer“ wurde von Pädagogen des Instituts für Germanistik und Romanistik an der Rostover Universität 2. Während meines Germanistikstudiums in Russland musste ich neben Deutsch- und Englischkursen auch verpflichtend andere Seminare aus dem Bereich der Linguistik, Literaturwissenschaft, Geschichte, Ökonomie, Pädagogik, Psychologie und Medizin besuchen.

Nach drei Jahren Germanistikstudiums wechselte ich mit neunzehn Jahren an die Partneruniversität in Dortmund. Dies wurde dank meines deutschen Bekannten Heinz-Josef Wiggers möglich, den ich während russisch-deutscher Wirtschaftstage in Rostov als Übersetzerin im Rahmen meines Praktikums betreut hatte. Er hat mich in seine Familie aufgenommen und mir das teuere Studentenleben in Deutschland ermöglicht. Aus seiner Leidenschaft heraus, anderen Menschen zu helfen, wurde die Organisation „Humanitas Ost-West e.V.“ gegründet, um gezielte Hilfeleistungen und Hilfsgüter direkt an Bedürftige in der ganzen Welt zu bringen. Ich konnte an einigen seiner Hilfsaktionen teilnehmen und bin ihm für diese Erfahrung sehr dankbar. Mit 20 Jahren konnte ich stolz darauf sein, einigen meiner Landsleute tatkräftig geholfen zu haben.

In Dortmund habe ich Deutsch und Geschichte auf Lehramt für Sekundarstufe I studiert und legte dort nach drei Jahren meine Zwischenprüfung ab. Meine Kurse waren an diesen zwei Fächern ausgerichtet, ausserdem besuchte ich die Einführungen in Didaktik und Pädagogik. Darüberhinaus nahm ich am Projekt „DORTMUNDER MODELL: SPRACHLICHE KOMPETENZ FÜR SCHÜLER MIT MIGRATIONSHINTERGRUND“ 3 teil und sammelte dort meine ersten pädagogischen Erfahrungen mit Kindern zwischen 10 und 12 Jahren. Gleichzeitig meldete ich mich für einen Übersetzer-Kurs an. Mein Ziel war es, die Prüfung bei der IHK abzulegen, um als geprüfte Übersetzerin für Russisch/Deutsch und Deutsch/Russisch arbeiten zu können. Dank meiner Dolmetschertätigkeit bei Humanitas Ost-West e.V. lernte ich im Jahre 2002 meinen Mann Thomas kennen, der in Osteuropa als Elektrotechnicker Montagenarbeiten für ein deutsch-elsässischen Unternehmen durchführte. Seither ist Deutsch/Elsässisch unsere Umgangssprache.

Nach geraumer Zeit entschieden wir, zusammen zu ziehen, und wir leben nun seit fast neun Jahren in seinem Heimatort Oderen. Wir haben zwei Kinder, Lena (5) und Artyom (2). Unsere Kinder erziehen wir zweisprachig nach dem Partnerprinzip: Der Vater spricht Französisch und ich als Mutter Russisch. Meine Schwiegereltern sprechen untereinander Elsässisch und bringen so den Enkelkindern auch einige Wörter dieses Dialektes bei. Ich beobachte jeden Tag, wie einfach unsere Kinder die drei Sprachen lernen. Mein Mann ist zweisprachig aufgewachsen und kann jetzt von seinen Kenntnissen profitieren. Er arbeitet in der Schweiz und spricht dort sowohl Baseldütsch als auch Elsässisch. Um meine Sprachkenntnisse im Deutschen zu perfektionieren, halte ich wöchentlich ein Tandem mit meiner deutschen Freundin Marie-Christine ab, die Hochdeutsch spricht. Die deutsche Sprache hat mein persönliches Leben sehr geprägt, aber sie hat auch meine Karriere bestimmt: Ich habe mein Studium in Deutschland mit dem Abschluss Magister Artium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau erfolgreich abgeschlossen. Meine Studienfächer waren Sprachwissenschaft des Deutschen, Osteuropäische Geschichte und Ostslavistik. Diesen Abschluss lies ich dann in Frankreich anerkennen. Er wurde nach dem europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) als siebtes Niveau (master, DEA, DESS) eingestuft. Während des Studiums arbeitete ich als Wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Freiburg, als aber unsere Tochter geboren wurde, unterbrach ich meine Forschungstätigkeit an der Universität und zog zu meinem Mann ins Elsass.

Ende November 2011 wurde ich als Deutschlehrerin im Robert Schuman Collège in St. Amarin für 11,5 Wochenstunden eingestellt. Ich las eine Zeitungsanzeige, der zufolge das Collège seit Schulanfang vergeblich nach einem Deutschlehrer suchte, und deshalb meldete ich mich im Collège. Die darauf folgende Anstellung am Collège und auch die Tätigkeit dort, war für mich allerdings mit einer Enttäuschung verbunden: Ich habe meinen Beruf ausgewählt, ohne ihn wirklich zu kennen. Aufgrund des geringen Leistungsniveaus der Schüler und auch aufgrund ihrer mangelnden Begeisterung für das Fach Deutsch, konnte ich mit keiner meiner vier Gruppen den Deutschunterricht durchgängig auf Deutsch abhalten. Auf der anderen Seite war mein Französisch nicht umfassend genug, um mich mit den Schülern oder auch mit dem Lehrpersonal sicher zu verständigen. Meine Mails an Schüler und Eltern schrieb ich immer mit einem Wörterbuch. Hinzu kommt, dass ich auch nur wenig Lehrerfahrung hatte. Nach dem Besuch einer Fachberaterin im November fing ich an, meinen Unterricht zu strukturieren und nach anderen Aktivitäten zu suchen, die für die Schüler interessanter sein könnten. Am Ende des Jahres konnte ich eine leistungsschwache Gruppe von sechzehn Schülern für mein pädagogisches Projekt zum Thema Technik gewinnen. Als Ansporn hierzu habe ich eine Fahrt zum Europapark nach Deutschland organisiert. Die Jugendlichen haben sich mit den Fragen der Wissensrallys in deutscher Sprache auseinandergesetzt, sie übersetzt und versucht, eine korrekte Antwort mit eigenen Worten auf Deutsch zu geben 4. Durch dieses Projekt und diese Fahrt nach Rust haben alle eine neue Motivation gewonnen. Bis auf eine Schülerin haben alle mit Interesse mitgearbeitet.

Ähnliche Projekte dieser Art waren in anderen Fächern bereits geplant gewesen, scheiterten aber stets an Skepsis und mangelnder Ideengebung. Aus diesem Grunde organisierte ich diese Reise auf eigene Initiative. Im Nachhinein rief mein Projekt bei einigen Kollegen und auch Schülern anderer Klassen eher Neid und Missgunst hervor, und ich erntete für meinen Einsatz nicht immer Anerkennung. Im Jahr darauf wurde mein Arbeitsvertrag am Collège nicht verlängert.

Stattdessen arbeitete ich als Vertretungslehrerin im Lycée und konnte ferner meine Französisch- Kenntnisse mit CNED verbessern. Auch nach der Geburt unseres zweiten Kindes habe ich Anfang September 2013 wieder im selben Collège einen neuen Lehrauftrag erhalten, nachdem eine Deutschlehrerin kurzfristig vor Schuljahresbeginn abgesagt hatte.

Mir wurden dieses Mal fünfzehn Wochenstunden und sechs Schülergruppen vier unterschiedlicher Sprachniveaus zugeteilt. Die ersten zwei Monate habe ich mit dem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen zugebracht: Fehlendes Arbeitsmaterial, Lernschwierigkeiten der Schüler, die seit einigen Monaten keinen Deutschunterricht mehr hatten, und nicht erbrachte Hausaufgaben stellten mich vor schwierige Herausforderungen. Zurückblickend auf meine Tätigkeit im Collège möchte ich meine Erfahrungen mithilfe einer Tabelle wie folgt zusammenfassen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mich beschäftigten die Fragen zur Leitung einer Gruppe und zur Akzeptanz durch meine Schüler. Ich fand keine zufriedenstellende Antwort auf meine Fragen, und am Ende des Jahres stand für mich fest, dass ich diesen Beruf so nicht weiter ausüben würde.

Darüberhinaus hatte ich im Mai und Juni 2014 zusätzlich im Rahmen eines Probeprojektes „Aide aux Devoirs“ für fünf Kinder aus dem bilingualen Bereich für APEPA 6 gearbeitet und dort positive Erfahrungen gemacht.

Aus diesem Grund reichte meine Bewerbung als Lehrerin für den bilingualen Bereich der Vor- und Grundschule im Juni 2014 ein. Meine Motivation dabei war, weniger Stress im Umgang mit meinen Schülern zu haben, mehr Kreativität und Freiheit in meiner Arbeit einsetzen zu können und mehr Zeit für meine Familie zu gewinnen. Durch mein langjähriges Studium und meine persönliche familiäre Erfahrung hatte ich bereits ein solides Wissen im Bereich der bilingualen Erziehung. Nach den Details meines Werdeganges möchte ich meine Erfahrungen als Kindergärtnerin schildern.

1.2. Einflüsse

Im Folgenden möchte ich auf meine institutionellen Erfahrungen eingehen, die meine heutige Arbeit beeinflussen. Wie aus den vorherigen Ausführungen deutlich wurde, bin ich als Kind und Jugendliche im russischen Bildungssystem erzogen worden. Später studierte und hospitierte ich in Deutschland und lernte so auch das deutsche Bildungssystem kennen. Meine ersten Erfahrungen im Collège wurden dadurch erschwert, dass ich keine französische Ausbildung und keine Erfahrung als Lehrerin hatte und zudem als Vertragslehrerin nur wenig Förderung im Collège habe erlangen können. Ich hoffte auf bessere Ausbildungschancen für meinen künftigen Beruf.

1.2.1. Vor dem Start

Ende Juni hatte ich ein Vorstellungsgespräch mit Frau K. für die Einstellung im bilingualen Bereich. Sie war es auch, die mir den zweisprachigen Studiengang „DU Intervenant Bilingue“bei NovaTris 7 empfahl. Auf meine Frage, wie ich mich auf meinen neuen Beruf vorbereiten könnte, gab sie mir eine Liste mit Internetlinks für den bilingualen Vor- und Grundschulbereich. Anfang Juli fand dann das Vorstellungsgespräch mit NovaTris an der Universität statt. Eine Woche später erhielt ich eine voraussichtliche Zusage des französischen Bildungsministeriums für eine halbe Stelle im Kindergarten in Moosch. Sobald ich davon erfuhr, traf ich mich mit meiner künftigen Kollegin, die gleichzeitig die Kindergartenleiterin ist. Da wir uns schon zuvor kennengelernt hatten, war dieses Treffen auch zur Ferienzeit möglich. Sie zeigte mir den Kindergarten und schickte mir einige Dokumente zu, die meine neue Arbeit betreffen würden. Als Ergebnis dieses Treffens erhielt ich exemplarisch folgende Unterlagen: Die Liste meiner zukünftigen bilingualen Kindergartenkinder, ein exemplarisches Schulzeugnis (livret scolaire), sowie die vorgesehene Lernprogression für die graphische Gestaltung (graphisme) und die Liste deutschsprachiger Bibliotheksbücher.

Um meine Arbeit vorzuplanen, wollte ich wissen, wie die im Schulzeugnis aufgeführten Kompetenzen in der Praxis erreicht werden könnten. Ich habe mir die Kindergartenhefte meiner vierjährigen Tochter angesehen und versucht, einige Paralellen zwischen Theorie und Praxis zu ziehen. Das Erste, worauf ich aufmerksam wurde, ist das Photo meiner weinenden Tochter, das eine Bekannte am ersten Tag meiner Tochter im Kindergarten gemacht hatte. Scheinbar fiel ihr der Übergang von familiärer Betreuung zum Aufenthalt im Kindergarten zumindest am Anfang schwer. Als Mutter durfte und konnte ich während dieser Zeit an diesem Gewöhnungsprozess leider nicht aktiv teilnehmen.

Um mir meinen künftigen Beruf der Erzieherin besser vorstellen zu können und Frühkindpädagogik im Einsatz zu sehen, habe ich während der Ferienzeit in meiner Heimatstadt Rostov zwei Kindergärten besucht. Der erste Kindergarten „Družba“ betreut 270 Kinder unterschiedlicher Altersstufen 8, der zweite bereitet 56 Vorschulkinder auf die Schule vor 9. Beide Kindergärten befinden sich in meinem Stadtviertel und ich konnte schnell einen Kontakt mit KollegInnen herstellen und diese durfte auch dort hospitieren.

Vor Ort musste ich festgestellen, dass die russischen Kindergärten im Sommer eher als Kinderhort denn als Kindergarten funktionieren. Innerhalb dieser Ferien- und Urlaubsperiode werden die Kinder in altersgemischten Gruppen betreut, wobei kein strukturiertes Unterrichtsangebot zur Verfügung gestellt wird. Während meines Hospitierens beobachtete ich, wie die Erzieher mit den Kindern umgehen. Es wurde viel draußen gespielt, gesungen und gelesen. Ich sah die Ausstattung, die Raumgestaltung und welche Spiele die Kinder besonders gerne gespielt hatten. Ausserdem beeindruckte mich eine Stoffpuppe, die meine Kollegin in ihrer Interaktion mit den Kindern benutzt hatte. Darauf werde ich aber im zweiten Kapitel dieser Arbeit noch zurückkommen. Was den Alltag der Kindergärtnerinnen in Russland betrifft, so habe ich gesehen, dass sie in jeder freien Minute irgendwelche Pläne schreiben. Auf Nachfrage sagte meine russische Kollegin, dass es sich um Selbstbewertungen ihrer Betreuungsangebote handle, die jede Kindergärtnerin in ein eigenes Heft einträgt und so mit den vorgegebenen Lehrplänen abgleicht und auswertet. Diese Hefte bilden die Grundlage für das alltägliche pädagogische Vorgehen. Ihrer Form nach stellen sie Lehrpläne dar, die Unterrichtsentwürfe zur Gestaltung des Tagesablaufs für das ganze Jahr enthalten. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene können sich an diesen, von erfahrenen Pädagogen veröffentlichten Skripten orientieren. Ausserdem werden die Inhalte der Hefte im Rahmen unterschiedlicher Bildungsprogramme erfasst 10. In einer Fachbuchhandlung für Lehrer zeigte mie meine Kollegin die existierenden Programme 11 und weiterführende Literatur, sowie Lehrpläne für altersähnliche und altersgemischte Gruppen. Ein russisches Buch mit dem Programm „Detstvo“ 12 für die Altersstufe 5 Jahre, das mir meine Kollegin empfohlen hatte, habe ich mir gekauft, um eine Vorstellung davon zu erhalten, wie ein Jahr organisiert werden kann. Jede dort angebotene Aktivität wird an ein pädagogisches Ziel gebunden. Das damit verbundene Thema wird zu einem Sprechanlass, der während des Morgenkreises mit den Kindern besprochen und durch Spiele und Lernsituationen einführt wird. Im Laufe des Tages und innerhalb einer Woche werden so Fähigkeiten und Fertigkeiten aus unterschiedlichen Lernbereichen eingeübt, die spielend an das Thema anknüpfen und es aus mehreren Perspektiven bearbeiten. Dieses Erzieherheft sah ich als eine Orienierungshilfe für mich, die mich in der Wahl meiner eigenen Unterrichtsinhalte unterstützen sollte.

Während der Sommerferien konnte ich in Frankreich allerdings nichts Vergleichbares für den bilingualen Kindergarten finden. In den staatlichen Bildungsstandards (programmes) für Kindergärten werden keine konkreten Inhalte für den Kindergarten festgelegt, sondern es werden lediglich die zu erwerbenen Fähigkeiten und Kompetenzen beschrieben 13. Es gibt keine genauen Angaben darüber, wie die Lernprogression aufzubauen sei, oder etwa wie man mit einer altersgemischten Gruppe arbeiten soll.

Da ich vor dem neuen Schuljahr viele ungelöste Fragen zur Pädagogik und Didaktik hatte, beschloss ich, mich an die Université de Haut-Rhin für den neuen Studiengang „DU Intervenant Bilingue“ einzuschreiben. Der Schuljahresanfang fiel mit Beginn meines Studiums zusammen. Nachdem hier die unterschiedlichen Einflüsse, die für meine pädagogische Praxis eine Rolle spielen, geschildert wurden, möchte ich zu meinen Arbeitsbedingungen im französischen Kindergarten übergehen.

1.2.2. Voraussetzungen für bilinguale Erziehung in Moosch

Der Kindergarten befindet sich in Moosch, einer elsässischen Gemeinde mit 1816 Einwohnern. In dieser öffentlichen Einrichtung werden zur Zeit 58 Kinder in zwei Gruppen betreut 14. In die bilinguale Sektion sind dieses Jahr 12 Kinder eingeschrieben. Neben dem Gebäude des Kindergartens befindet sich die öffentliche Grundschule, in der zur Zeit 85 Schüler in sieben Klassen unterrichtet werden. Deutsch wird für diese ältere Schüler im Umfang von drei Wochenstunden unterrichtet. Seit 2013 steht in Moosch ein bilinguales Angebot zur Verfügung, das von privaten Trägern ermöglicht wurde. Eine altersgemischte, bilinguale Klasse (CP, CE1, CE2) einer privaten Schule „A.B.C.M. Zweisprachigkeit“ ist im gleichen Gebäude untergebracht. Dort werden Kinder drei Tage auf Deutsch und einen Tag auf Französisch unterrichtet.

Die Eröffnung dieser Klasse entstand als Reaktion der Eltern auf die Ablehnung seitens des französischen Bildungsministeriums, eine bilinguale Sektion im öffentlichen Bereich zu öffnen 15.

Zurzeit besteht für ältere bilinguale Kindergartenkinder die Möglichkeit, entweder bei A.B.C.M. oder in der nächsten, öffentlichen Grundschule in der Nachbarstadt St. Amarin den bilingualen Zweig fortzusetzen. Denn dort befindet sich eine weitere, bilinguale Klasse des zweiten Zyklus (CP/CE1). Das französische Bildungsministerium plant die Eröffnung eines bilingualen Zweiges im Collège Robert Schuman in St. Amarin für das Jahr 2018, wenn die Schülerzahl bis dahin ausreichend ist 16. In dieser Situation sehe ich es als eine wichtige Aufgabe an, das Interesse der Eltern und Schüler für den bilingualen Zweig zu wecken und die bestehenden bilingualen Projekte zu unterstützen.

In meinem Kindergarten ist zugleich ein fühlbarer Rückgang der Schülerzahl auch im bilingualen Bereich zu beobachten: Die Zahl hat sich von 26 Kindern im Jahre 2012 auf 12 im Jahr 2014 reduziert. Dieser Rückgang kann aus mehreren Gesichtspunkten begründet werden. An dieser Stelle möchte ich zusammenfassend einige Meinungen anführen, die mir am Anfang meines Arbeitsverhältnisses zu Ohren gekommen sind. Die von Eltern geäußerten Meinungen charakterisieren wohl am ehesten die vorherrschenden Einstellungen zum deutsch-französischen Bilingualismus in der Region.

Eltern machen sich Sorgen, dass der Einstieg in den bilingualen Bereich mit Problemen verschiedener Art verbunden sein wird:

- Die Kinder sind noch nicht reif genug, um eine Fremdsprache zu lernen;
- Die Kinder werden später Probleme mit der Muttersprache und Wissenslücken wegen der Zweisprachigkeit haben;
- Der Wechsel des Lehrpersonals und die chaotische Organisation des bilingualen Angebotes in der Gegend ist bedenklich;
- Die Angst vor der Schliessung monolingualer Klassen ist präsent 17.

Aus meinem Studium in Deutschland kannte ich einige dieser Argumente bereits und versuchte, passende Literatur zum Thema Frühbilingualismus für mich selbst aufzufrischen. Dies sollte mir kompetente Argumente für den Dialog mit verunsicherten Eltern an die Hand geben 18. Was den Wechsel des Lehrpersonals an diesem Ort betrifft, so stellte ich ferner fest, dass Lehrer, die hier arbeiteten, mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert wurden.

Aus der Sicht der Lehrkräfte stellt die neu entstandene bilinguale Einrichtung ohne Zweifel auch weiterhin eine Herausforderung dar. Der Alltag muss reorganisiert werden, viele Einstellungen der Kollegen müssen überdacht werden, eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten soll verstärkt ausgebaut werden. Auf eine mögliche Vorgehensweise zur Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten möchte ich im folgenden Kapitel während der Beschreibung meiner eigenen pädagogischen Praxis ausführlicher eingehen.

2. Meine pädagogische Praxis

2.1. Die Betreuung der bilingualen Sektion in Moosch unter meiner Leitung

Die Betreuung der Kindergartenkinder erfolgt von Montag bis Freitag. Die Öffnungszeiten des Kindergartens sind täglich von 7:50 Uhr bis 11:30 Uhr und von 13:30 Uhr bis 16 Uhr, ausser mittwochs, an dem die Betreuung nur bis 10:30 Uhr stattfindet. Ich arbeite montags und donnerstags jeweils mit meiner 12-köpfigen Gruppe, die „section bilingue“ genannt wird.

Ausserdem biete ich seit Januar jeden Mittwoch von 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr einen Nachhilfe- Unterricht (APC) an. Die Nachhilfe erfolgt in einer altersgemischten Gruppe im Klassenraum, so dass ich auf die Unterrichtsmaterialien zugreifen kann. An anderen Tagen werden Kinder zusammen mit monolingualen Kindern von zwei Kollegen betreut: eine Gruppe von 28 19 drei- bis vierjährigen Kindern (PS und MS) und eine andere von 26 fünfjährigen Kindern (GS). Meine Gruppe ist viel kleiner aber stärker altersgemischt. Letztes Jahr waren die bilingualen Kinder als eine bilinguale Klasse von insgesamt vier Personen betreut, drei davon sind aber mit dem Wechsel zur Sektion nicht mehr im Kindergarten tätig. Dies hat zu Folge, dass Anfang des Jahres die Kinder drei neue Erwachsene kennenlernen mussten. Während meine erste Kollegin und viele der Kinder sich nicht kennen, betreut der zweite Kollege seine Schützlinge schon seit einem Jahr und hat nur einige neue Kinder in der Gruppe, nämlich diejenigen aus ehemaliger bilingualer Klasse. Meine Erziehungshelferin (ATSEM) wurde von der Gemeinde im Frühling vorigen Jahres für eine volle Stelle eingestellt. Sie ist diejenige Person, die die Kinder am besten kennt, aber leider weder Deutsch noch Elsässisch spricht. Unter den Eltern meiner Schüler gibt es einige, die Deutsch beruflich verwenden oder es teilweise gleichzeitig mit den Kindern erlernen. Die Verbindung zu den Eltern soll sowohl durch ein Verbindungsheft, das meine Kollegen zur Verfügung stellen, als auch mündlich oder per Telefon erfolgen. Ausserdem gibt es einen Ordner, in dem die Dokumentation der kindlichen Entwicklung gesammelt und benotet werden soll. Zum Anfang des Kindergartensjahres habe ich ein persönliches Schreiben vorbereitet, in dem ich mich vorstelle, und welches mit meinen Kontaktdaten in diesen Ordner eingeheftet wurde. Auf diese Weise möchte ich einen guten und sicheren Kontakt zu den Eltern aufbauen. Was mir besonders am Herzen liegt, ist, dass alle Kinder Freude haben, miteinander im Kindergarten zu sein und dass sie sich dort wohl fühlen, auch wenn sie als Sektion anders funktionieren müssen als im vorherigen Gruppenverband.

2.2. Meine ersten Erfahrungen im Kindergarten

An meinem ersten Tag habe ich in zwei verschiedenen Kindergartengruppen hospitiert. Diese Erfahrung half mir, meinen Stundenplan mit dem meiner Kollegen abzustimmen und gab mir Hinweise für die Gestaltung meines künftigen Unterrichts. Im Unterschied zu meinen Kollegen wollte ich aber den Kindern mehr Freiraum fürs Spielen geben. Ich empfange zum ersten Mal meine Kinder im Klassenraum, den ich mit meinem Mann in den Ferien freundlicher und übersichtlicher gestaltet habe. Solange bis alle Kinder im Kindergarten angekommen sind, können sie bei mir frei spielen oder ein Bild malen. Währenddessen beobachte ich die Kinder. Sie sind in dieser Eingewöhnungsphase verunsichert, einige trauen sich nicht, sich an mich zu wenden und wenden sich an meine Erziehungshelferin, die sie schon kennen. Ein Glöckchen läutet dann zum Aufräumen, zu dem ich mehrmals aufrufe. Ich versuche, mich nicht einzumischen und meine Gruppe weiterhin zu beobachten. Einige Jungen aus der mittleren Altersgruppe wollen nicht aufräumen und werfen mit Spielzeug um sich, andere Kinder wollen alles in Ordnung bringen. Meine Erziehungshelferin fängt an, die vierjährigen Störenfriede anzuschreien, um sie für den Spaziergang zum Bewegungsraum zu gruppieren. Dort machen wir zusammen im Kreis zwei Kennenlernspiele mit Bällen, wie ich es bei meiner Kollegin gesehen habe. Meine Erziehungshelferin muss unterdessen andere Sachen erledigen, was ich schade finde. Dann holt sie die Kinder ab, um mit ihnen auf die Toilette zu gehen. Bei der Rückkehr in den Klassenraum setzen sich die Kinder auf die Bänke zum Morgenkreis. Ich stelle unser Kindergartenspieltier vor, den grünen Drachen Bamsy. Hierbei habe ich von meiner Erfahrung im russischen Kindergarten profitiert: Die Erzieherin dort vor Ort las und besprach mit den Kindern kleine Geschichten, in denen eine Stoffpuppe ähnlich wir Bamsy unterschiedliche alltagstypische Situationen erlebt. Ich hatte vor, diese kleinen Geschichten ins Deutsche zu übersetzen, schaffte es aber nicht vor dem Beginn des Schuljahres. Diese Interaktion mit dem Stofftier habe ich auf meine Kindergruppe übertragen. Der Drache Bamsy will ebenfalls die Kinder kennenlernen und singt ein einfaches Kennenlernlied. Anschliessend malen die Kinder ein Bild von Bamsy aus, spielen Spiele, die wir zusammen aus den Schränken holen. In der Pause soll ich die Kinder beobachten und unterhalte mich mit meinem Kollegen auf Französisch. Ich spüre, dass meine Kindergartenkinder versuchen, herauszufinden, wo die Grenzen liegen: Sie wollen sehen, wie weit sie gehen müssen, bis ich auch ihnen doch auf Französisch antworte.

Unsere nächste Aktivität ist die Einrichtung des neuen Ablagefaches. Die Kinder sollen mit Farben ihrer Wahl ihre eigenen Fächer bemalen. Nachdem ich die Aktivität auf Deutsch mit Worten erklärt habe, ziehen wir den Kindern die Schürzen an. Sie sollen im Team entscheiden, welches Fach wem gehört soll und danach ihren Namen in das Fach hineinlegen. Ich erkläre es meiner Erziehungshelferin, die diese Aufgabe den Kindern nochmal auf Französisch erläutert. Am ersten Tag meiner Arbeit stört mich sehr, dass sie kein Deutsch spricht und sich auf Französisch schreiend einmischt, um Ruhe zu schaffen oder die Kinder zu gruppieren. Ich überlege, was ich an meiner Kommunikation mir ihr ändern soll, damit auch sie als Erwachsene sich angesprochen fühlt und Anerkennung findet. Mich beschäftigt die Frage der Autorität ebenso wie die der Disziplin in meiner neuen Gruppe. Gleichzeitig möchte ich friedlich mit allen zusammenarbeiten.

[...]


1 http://school97rnd.my1.ru/ , aufgerufen am 29.03.2015.

2 http://sfedu.ru/ , aufgerufen am 29.03.2015.

3 http://www.dokoll.tu-dortmund.de/cms/de/forschung/forschungsprojekte/dortmunder_modell/index.html, aufgerufen am 15.02.2015.

4 http://www.europapark.de/sites/default/files/Gruppen/Wissensrallye/Energie-Rallye.pdf, aufgerufen am 23.02.2015.

5 Vopel 2001

6 http://www.apepa.fr/outils/aide-aux-devoirs/, aufgerufen am 01.03.2015.

7 Vgl.: http://www.uha.fr/novatris , http://www.novatris.uha.fr/ , aufgerufen am 29.03.2015.

8 http://sadik299.ru/, aufgerufen am 15/02/2015.

9 http://school97rnd.my1.ru/index/vakantnye_mesta_dlja_priema_perevoda/0-37, aufgerufen am 15/02/2015.

10 Diese funktionieren gemäß dem Gesetz zu föderativen staatlichen Bildungsstandards der vorschulischen Erziehung (federal’nye gosudarstvennye obrasovatel’nye standarty doškol’nogo vospitanija, FGOS). Die Inhalte dieser Programme und der institutionelle Rahmen sind im Internet frei zugänglich, so dass Kindergarteneinrichtungen aber auch Eltern entscheiden können, welches Programm ihrer Philosophie am Ehesten entspricht.Über die Programme http://www.firo.ru/?page_id=11684, aufgerufen am 15/02/2015.

11 Die Wahl eines bestimmten Programms, die Anschaffung des jeweiligen Lehrmaterials liegt in der Kompetenz eines jeweiligen Kindergartens.

12 Aus dem Rus. „Kindheit“. Im Programm wird die Entwicklung des Kindes, die einzelnen Lernbereiche und die Didaktik und Methoden ausführlich auf Russisch beschrieben: http://www.firo.ru/wp- content/uploads/2014/02/Child.pdf , aufgerufen am 15/02/2015. Vgl.: Gladyševa/Seržantova 2012.

13 „Bulletin officiel du minestère de l’éducation nationale et du ministère de l’enseignement supérieur et de la recherche“ vom 19. Juni 2008. ftp://trf.education.gouv.fr/pub/edutel/bo/2008/25/25.pdf , aufgerufen am 24/03/2015.

14 http://www.education.gouv.fr/annuaire/68-haut-rhin/moosch/etab/ecole-maternelle-publique-e.m.pu.html , aufgerufen am 29.03.2015.

15 Über die Situation bei der Eröffnung dieser Klasse in: Marchetti 2013.

16 Eigene Notizen nach der Versammlung der Inspection de l’education nationale mit Eltern am 06.09.2013.

17 Eigene Notizen des Gespräches mit Eltern nach der Info-Versammlung mit Education Nationale im Herbst 2014.

18 Ich stütze mich hierbei im Wesentlichen auf die Literatur zum Erst- und Zweitspracherwerb, die ich für meine Magisterprüfung gelesen habe. Vgl. Bickes/Pauli 2009, Klann-Delius 2008, Szagun 2008, Tracy/Gawlitzek- Maiwald 2000.

19 Die Zahl der Kinder hat sich im Laufe des Jahres geändert. Momentan werden in dieser Gruppe 32 Kinder betreut.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Erfahrungsbericht zum Aufbau von emotional-sozialen Beziehungen im Kindergarten
Untertitel
Altersgruppe 3 bis 6 Jahre im Arbeitszeitraum 04/09/2014 bis 30/03/2015
Note
16
Autor
Jahr
2015
Seiten
38
Katalognummer
V428612
ISBN (eBook)
9783668725300
ISBN (Buch)
9783668725317
Dateigröße
749 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erfahrungsbericht, Bilingual, Elsass, Lehrer im Elsass, Deutsch als Fremdsprache, Deutsch als Zweitsprache, Frankreich, Französisches Bildungssystem, Vertragslehrer, DaF/DaZ, немецкий во Франции, французский, emotional-soziale Beziehungen, Kindererziehung, Schulsystem, Gefühle, NovaTris, mémoire, rapport de stage
Arbeit zitieren
Olga Shabanova (Autor), 2015, Erfahrungsbericht zum Aufbau von emotional-sozialen Beziehungen im Kindergarten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428612

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