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Das Leiden an der Liebe in der Lyrik. Analyse von 3 Beispielgedichten aus dem Barock, der Weimarer Klassik und Moderne

Titel: Das Leiden an der Liebe in der Lyrik. Analyse von 3 Beispielgedichten aus dem Barock, der Weimarer Klassik und Moderne

Facharbeit (Schule) , 2018 , 23 Seiten , Note: 14

Autor:in: Alyssa Hendrikx (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Facharbeit beschäftigt sich genauer mit unterschiedlichen Einstellungen zur Liebe (und insbesondere zum Leiden an der Liebe) in den Epochen des Barock, der Klassik und der Moderne anhand der Analysen und Interpretationen dreier Beispielgedichte - "Vergänglichkeit der Schönheit" (Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau, Barock), "Nähe des Geliebten" (Johann Wolfgang von Goethe, Klassik/Weimarer Klassik) und ["Ach schreien, schreien!"] (Anfangsvers, da kein Titel vorhanden, aus "Spindel im Mond", Chrisitine Lavant, Moderne).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1. DER BAROCK

1.1. ANALYSE EINES BAROCKEN BEISPIELGEDICHTS

2. DIE KLASSIK

2.1. ANALYSE EINES KLASSISCHEN BEISPIELGEDICHTS

3. DIE MODERNE

3.1. ANALYSE EINES MODERNEN BEISPIELGEDICHTS

4. ZUSAMMENFASSUNG DER ANALYSEERGEBNISSE

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Facharbeit untersucht die Entwicklung der Darstellung und Wahrnehmung des Leidens an der Liebe in der Lyrik über drei verschiedene Epochen hinweg. Das primäre Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie sich das Verhältnis des Menschen zur Liebe im Kontext der jeweiligen geschichtlichen Rahmenbedingungen verändert hat und inwiefern der historische Kontext die Einstellung zum Liebesleiden beeinflusst.

  • Vergleichende Analyse von Liebeslyrik des Barocks, der Klassik und der Moderne.
  • Einfluss des historischen Kontextes (z.B. Dreißigjähriger Krieg, Französische Revolution) auf das Liebesverständnis.
  • Untersuchung von Epochen-spezifischen Motiven und Stilmitteln.
  • Analyse der Transformation vom idealisierten Liebesbild zum subjektiven, egozentrischen Ausdruck der Moderne.
  • Beleuchtung der Rolle des „Ichs“ im Kontrast zur Darstellung des Partners.

Auszug aus dem Buch

1.1. Analyse eines barocken Beispielgedichts

In dem Gedicht „Vergänglichkeit der Schönheit“, das um 1970 -das genaue Entstehungsjahr ist unbekannt- von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau verfasst wurde, erblickt das lyrische Ich eine junge Frau und wird sich der Vergänglichkeit ihrer Schönheit bewusst.

Das Gedicht ist in vier Strophen eingeteilt, wobei die ersten beiden Quartette sind und die dritte bzw. die vierte Strophe jeweils drei Verse aufweisen. Diese Form lässt darauf schließen, dass es sich bei dem Gedicht um ein Sonett handelt, eine für den Barock sehr typische Gattung. Die Struktur ist auf die Reform der deutschen Dichtung durch Martin Opitz zurückzuführen, die die deutsche Lyrik auch noch weit über den Barock hinaus prägte. In seinem „Buch von der deutschen Poeterey“ erlegte dieser der Dichtung strenge Regeln auf, die die Form, das Thema und das Metrum einzelner Gattungen festlegten. So ist es keine Überraschung, dass das Metrum dieses Sonetts ein sechs-hebiger Jambus, auch Alexandriner genannt, ist.

Das Sonett beginnt mit der Vorahnung des Lyrischen Ichs, dass der bleiche Tod dem Lyrischen Du „mit seiner kalten hand (...) umb [s]eine brüste streichen“ wird. Der Tod wird hierbei durch das Hinzufügen menschlicher Attribute wie z.B. einer Hand personifiziert, was weniger abstrakt und dadurch bedrohlicher wirken lässt. Auch die beiden Adjektive, mit denen das lyrische Ich den Tod beschreibt, „bleich“ und „kalt“, erinnern an Leichen und werden dadurch mit Krankheit oder dem Tod assoziiert. Brüste stehen für die Weiblichkeit des lyrischen Dus, wobei sie im Zusammenhang mit dem Tod auch an das darunterliegende Herz denken lassen, das der Tod zu schlagen aufhören lassen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

VORWORT: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation der Autorin für die Auseinandersetzung mit der Lyrik und definiert die zentrale Forschungsfrage nach der Veränderung des Liebesleidens im historischen Wandel.

1. DER BAROCK: Dieses Kapitel beschreibt das von Pessimismus, Todesangst und dem „Memento Mori“-Gedanken geprägte Weltbild des Barocks und wie diese Faktoren die Liebeslyrik beeinflussten.

1.1. ANALYSE EINES BAROCKEN BEISPIELGEDICHTS: Anhand des Sonetts „Vergänglichkeit der Schönheit“ wird aufgezeigt, wie der Tod als unvermeidbare Kraft dargestellt wird, der die irdische Schönheit und damit die Liebe bedroht.

2. DIE KLASSIK: Das Kapitel beleuchtet das Streben der Klassik nach Harmonie, Vernunft und einem idealistischen Menschenbild im Kontext der Umbrüche nach der Französischen Revolution.

2.1. ANALYSE EINES KLASSISCHEN BEISPIELGEDICHTS: Goethes „Nähe des Geliebten“ dient als Beispiel für die Idealisierung der Liebe als beständige, seelische Verbindung, die Distanz überwindet.

3. DIE MODERNE: Die Moderne wird als eine Epoche definiert, die durch stilistische Freiheit, eine neue Subjektivität und die Zentrierung auf das Individuum gekennzeichnet ist.

3.1. ANALYSE EINES MODERNEN BEISPIELGEDICHTS: Die Analyse des titellosen Gedichts von Christine Lavant verdeutlicht, wie in der Moderne persönlicher Schmerz, Egozentrik und der Verlust des Partners im Vordergrund stehen.

4. ZUSAMMENFASSUNG DER ANALYSEERGEBNISSE: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt die Entwicklung vom kollektiv-christlichen Liebesverständnis hin zur modernen, biographisch geprägten Ich-Zentrierung gegenüber.

Schlüsselwörter

Barock, Klassik, Moderne, Liebeslyrik, Liebesleiden, Vergänglichkeit, Memento Mori, neue Subjektivität, historische Epochen, Literaturanalyse, Sonett, Alexandriner, Christine Lavant, Goethe, Hoffmann von Hoffmannswaldau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Darstellung des Leidens an der Liebe in der deutschen Lyrik über die Epochen des Barocks, der Klassik und der Moderne hinweg gewandelt hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen das Verhältnis von Liebe und Tod, die Auswirkungen historischer Kontexte auf literarische Epochen, das Motiv der Vergänglichkeit sowie die Entwicklung des lyrischen Ausdrucks von Objektivität zu ausgeprägter Subjektivität.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Hauptfrage ist, ob und wie sich die Menschheit in ihrer Beziehung zum Thema Liebe und dem dazugehörigen Leiden verändert hat und warum Menschen in unterschiedlichen Epochen verschieden mit Liebesleiden umgehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse ausgewählter Gedichte pro Epoche, welche unter Berücksichtigung des jeweiligen historischen Kontextes und literarischer Gattungsmerkmale untersucht und anschließend miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert jeweils exemplarische Gedichte des Barocks, der Klassik und der Moderne, um die spezifischen Merkmale der Epochen hinsichtlich Weltbild, Liebesverständnis und formaler Gestaltung herauszuarbeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Liebeslyrik, Barock, Klassik, Moderne, Vergänglichkeit, neue Subjektivität sowie die Namen der analysierten Dichter wie Goethe, Hoffmann von Hoffmannswaldau und Christine Lavant.

Warum wird im Barock das Liebesleiden vor allem mit dem Tod in Verbindung gebracht?

Aufgrund historischer Ereignisse wie dem Dreißigjährigen Krieg und der Pest war das Bewusstsein für die Endlichkeit und den Tod (Memento Mori) so allgegenwärtig, dass auch die Liebe untrennbar mit dem Gedanken an deren Vergänglichkeit verbunden wurde.

Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung der Liebe in der Moderne grundlegend von den vorangegangenen Epochen?

Während im Barock und in der Klassik die Liebe als ein emotionaler Bund zwischen zwei Personen gesehen wurde, rückt in der Moderne das „Ich“ ins Zentrum. Das Leiden resultiert hier oft aus einem egozentrischen Weltbild und überhöhten Erwartungen an den Partner.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Leiden an der Liebe in der Lyrik. Analyse von 3 Beispielgedichten aus dem Barock, der Weimarer Klassik und Moderne
Note
14
Autor
Alyssa Hendrikx (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V428621
ISBN (eBook)
9783668732490
ISBN (Buch)
9783668732506
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lyrik Deutsch Epochen Liebe Liebeslyrik Barock Klassik Moderne neue Subjektivität Facharbeit Hausaufgabe Christian Hoffmann Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau Goethe Johann Wolfgang von Goethe Christine Lavant Lavant Postmoderne Gedicht Gedichte Liebesgedicht Liebesgedichte Arbeit Interpretation Gedichtsinterpretation Analyse Gedichtsanalyse Leiden Dichter Weimarer Klassik
Produktsicherheit
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Arbeit zitieren
Alyssa Hendrikx (Autor:in), 2018, Das Leiden an der Liebe in der Lyrik. Analyse von 3 Beispielgedichten aus dem Barock, der Weimarer Klassik und Moderne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428621
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Leseprobe aus  23  Seiten
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