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Offenbarung und Film in Bezug auf "Das brandneue Testament"

Titel: Offenbarung und Film in Bezug auf "Das brandneue Testament"

Hausarbeit , 2018 , 20 Seiten , Note: 2

Autor:in: Matteo Carmignola (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit, die im Zusammenhang mit der Lehrveranstaltung Fundamentaltheologisches Seminar (Offenbarung – im Film) verfasst wurde, soll nicht so sehr eine Spurensuche und Deutung zahlreicher Anspielungen sein, als viel mehr Themen, Inhalte und Darstellungsformen im Film zum Anlass nehmen um über die Dynamiken der Offenbarung nachzudenken und die Denkanstöße, die geboten werden, aufzugreifen.

Das Filmplakat warb mit „Die Offenbarung des Kinojahres“ und mit der Erscheinung wurden auch zahlreiche Unterrichtsmaterialien online veröffentlichen, für den Einsatz im Religions- und Ethikunterricht, wie auch in den Sprachenfächern. So stellt diese Arbeit für mich eine Möglichkeit dar, mich differenziert, theologisch auf den Einsatz in der Schule (und ev. Pastoral) vorzubereiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Das brandneue Testament – eine Inhaltsangabe

3 Das brandneue Testament – drei offenbarungstheologische Denkanstöße

3.1 Neuoffenbarung und Religionskritik

3.2 The medium is the revelation

3.3 Topologie der Schwäche

4 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Film „Das brandneue Testament“ von Jaco Van Dormael, um mithilfe dessen narrativer Strukturen und Darstellungsformen grundlegende Dynamiken der Offenbarungstheologie zu reflektieren und Ansätze für eine differenzierte Auseinandersetzung in Schule und Pastoral zu gewinnen.

  • Analyse von Offenbarungstheologie im Medium Film
  • Reflexion über Religionskritik und neue Gottesbilder
  • Die Rolle von Gender und Autonomie in der Heilsgeschichte
  • Das Konzept der "Topologie der Schwäche"
  • Verbindung von Medientheorie und religiösem Verständnis

Auszug aus dem Buch

3.2 The medium is the revelation

Im allgemeinen Sprachgebrach, so auch in einem naiven religiösen Verständnis, steht Offenbarung für das Geschehen einer Kundmache, für einen Prozess der Kommunikation in dem Neues, noch nicht Gehörtes, verlautbart wird. Von einer Offenbarung wird erwartet, dass ihr neue Erkenntnisse entspringen, Wissen über Bereiche, die zuvor nicht erschlossen waren, Botschaften und Mitteilungen, die das eigene Leben verändern.

Das brandneue Testament erfüllt diese Erwartungen nicht, öffnet aber eine Reflexion darüber, welches Verständnis von Offenbarung in der jüdisch-christlichen Schrifttheologie vertreten wird. Das Aufsuchen der Menschheit durch Éa bringt keine neuen Gebote, keine Feld- oder Bergpredigten, keine Gleichnisse, die eine tiefere Botschaft haben. Sie bringt sich ein, als Mensch, als göttliche Erscheinung, in der Begegnung mit anderen Menschen.

Damit klingt der Ansatz von McLuhan an, den Pezzoli-Olgiati als Referenzmodell zur Diskussion vom Verhältnis von Medien und Religion anführte, gerade in Anbetracht des Verschwindens der Botschaft durch das Medium. Der Medientheoretiker Marshall McLuhan eröffnet sein Werk Understanding Media (1964) mit folgender These:

In a culture like ours, long accustomed to splitting and dividing all things as a means of control, it is sometimes a bit of a shock to be reminded that, in operational and practical fact, the medium is the message. […] This fact, characteristic of all media, means that the “content” of any medium is always another medium. The content of writing is speech, just as the written word is the content of print, and print is the content of the telegraph. If it is asked, “What is the content of speech?,” it is necessary to say, “It is an actual process of thought, which is in itself nonverbal.”

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Der Autor hinterfragt die offene Haltung der katholischen Kirche gegenüber dem Film und identifiziert ihn als Raum, in dem sich Menschen mit theologischen Dauerbrennern auseinandersetzen können.

2 Das brandneue Testament – eine Inhaltsangabe: Es wird die Handlung des Films skizziert, in der Gott als jähzorniger Familienvater in Brüssel existiert und seine Tochter Éa durch eine Befreiungsaktion die Welt von seinem Einfluss befreit.

3 Das brandneue Testament – drei offenbarungstheologische Denkanstöße: Dieses Kapitel verknüpft filmische Inhalte mit offenbarungstheologischen Diskursen, wobei insbesondere Religionskritik, Medientheorie und das Konzept der menschlichen Schwäche beleuchtet werden.

3.1 Neuoffenbarung und Religionskritik: Hier wird analysiert, wie der Film ein neues Verständnis von Offenbarung entwirft, das bestehende religiöse Praxis kritisiert und die Notwendigkeit einer neuen Grundausrichtung betont.

3.2 The medium is the revelation: Unter Rückgriff auf Marshall McLuhan wird diskutiert, wie Offenbarung im Film nicht durch den "Inhalt", sondern durch die Unmittelbarkeit der Begegnung als göttliches Handeln erfahrbar wird.

3.3 Topologie der Schwäche: Das Kapitel vergleicht die Entstehung des "brandneuen Testaments" im Film mit der christlichen Tradition und hebt hervor, wie menschliche Schwäche und Ohnmacht zentrale Momente der Offenbarung bilden.

4 Schlussbemerkungen: Der Autor reflektiert die Ergiebigkeit der theologischen Diskurspotentiale des Films und kritisiert die mangelnde Relevanz von Religion in einer Stadt, in der die Menschen weiterhin ein unerlöstes Leben führen.

Schlüsselwörter

Offenbarungstheologie, Filmtheologie, Jaco Van Dormael, Das brandneue Testament, Religionskritik, Medientheorie, Marshall McLuhan, Topologie der Schwäche, Theodizee, Gender, Autonomie, Heilsgeschichte, Transformation, Memento Mori, Christentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Spielfilm „Das brandneue Testament“ unter fundamentaltheologischen Aspekten, um zu zeigen, wie filmische Erzählungen als Reflexionsraum für religiöse Grundfragen dienen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Religionskritik, dem Verständnis von Offenbarung, der Bedeutung von Geschlechterrollen und der Rolle der menschlichen Schwäche im Kontext der Erlösung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die offenbarungstheologischen Denkanstöße des Films herauszuarbeiten, um für den Einsatz im Religionsunterricht oder der Pastoral theologisch reflektierte Impulse zu gewinnen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine theologisch-hermeneutische Analyse, die mit medientheoretischen Ansätzen (McLuhan) und kirchenhistorischen bzw. religionsphilosophischen Referenzen (da Fiore, Barth, Rosenzweig) verknüpft wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden drei zentrale Thesen entfaltet: Neuoffenbarung im Kontext von Religionskritik, die mediale Vermittlung von Offenbarung sowie die Topologie der Schwäche als Grundlage menschlicher Erlösung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Offenbarung, Erlösung, Schwäche, Transformation, Religionskritik und das Spannungsfeld zwischen Diesseits und Jenseits geprägt.

Wie bewertet der Autor die im Film dargestellte „Erlösung“?

Der Autor interpretiert die im Film gezeigte Erlösung als einen Akt, der die menschliche Schwäche und das diesseitige Handeln in den Fokus rückt, statt sich auf ein metaphysisches Jenseits zu verlassen.

Warum spielt die Figur der Éa eine so zentrale Rolle für die theologische Argumentation?

Éa fungiert als Verkörperung einer neuen Art von Offenbarung, die nicht durch machtvolle Wunder, sondern durch menschliche Begegnung und das Aufbrechen patriarchaler Strukturen wirkt.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Offenbarung und Film in Bezug auf "Das brandneue Testament"
Hochschule
Universität Salzburg
Note
2
Autor
Matteo Carmignola (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V428656
ISBN (eBook)
9783668722989
ISBN (Buch)
9783668722996
Sprache
Deutsch
Schlagworte
offenbarung film bezug brandneue testament
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matteo Carmignola (Autor:in), 2018, Offenbarung und Film in Bezug auf "Das brandneue Testament", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428656
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Leseprobe aus  20  Seiten
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