Antonymische Relationen in Sprichwörtern


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009
23 Seiten, Note: 1.3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Problematik der Antonymie aus semantischer Sicht

2. Antonymie in der formalistischen Semantik

3. Prototypische Effekte bei der Begriffsbildung „Antonymie“

4. Antonymischen Relationen in der Parömiologie

5. Zusammenfassung

6. Bibliographie

1. Einführung : Antonymische Relationen aus semantischer und parömiologischer Sicht

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Antonymischen Relationen in Sprichwörtern1. Den Terminus “Antonymische Relationen” gebraucht die funktionelle Semantik, um die Korrelation einzelner Formen untereinander anhand von literarischen Texten zu beschreiben. Das linguistische Phänomen der Antonyme wird meistens aus lexikalischer Sicht paradigmatisch untersucht (Vgl. LANG 1995, LÖBNER 2003, LYONS 1975, NOVIKOV 1973). Es gibt jedoch auch syntagmatische An- sätze, die Antonymie als eine kohärenzbildende Einheit im Text betrachten und nach gemein- samen Merkmalen und Rekurrenten fragen. (Vgl. KOMISSAROV 1957, NOVIKOV 1973, RODIýEVA 1968). Diese oppositionellen Beziehungen anhand von Texten zu erkennen, scheint nicht immer leicht zu sein, da zwischen den Konstituenten einer Antonymischen Relation eine assoziative Bindung möglich ist, die nicht unbedingt im Sprachsystem verankert ist (PATZKE 2000, 64).

Deshalb soll zuerst anhand eines Vergleiches formalistischer Klassifikationen mit dem funktionellen Ansatz eine Definition der “Antonymischen Beziehungen” ausgearbeitet werden. In den formalistisch beeinflußten Arbeiten wird die Antonymie meist auf der Ebene der Ein- Stufen-Semantik analysiert, die konzeptuellen und semantische Einheiten gleichsetzt (CHUR/SCHWARZ-FRIESEL 2007). Dabei wird nicht selten die logische Komponente als Basis be- sonders hervorgehoben. Diese ist zwar für Begriffsbildung und Kategoriesierung entscheidend, beeinträchtigt aber die Definition der Antonyme insofern, als dass behauptet wird, die Anto- nyme drückten oppositionelle Begriffe aus und verfügten über symmetrisch „polare“ Bedeu- tungen2. Neben dieser Meinung gibt es auch diametrale Position über den asymmetrischen Cha- rakter der Antonyme (APRESJAN 1974). Nach der Analyse und Kritik der paradigmatischen Sichtweise sollen mit Rücksicht auf die neueren Forschungen (Vgl. LEVIN-STEINMANN 1992, PATZKE 2000), andere Ansätze vorgestellt werden, die Antonyme innerhalb eines Textes betrachten. Ein weiterer Gedanke, der in vielen Untersuchungen zur Sprache kommt, ist die Vorstellung einer Prototypenstruktur. Dies soll anhand der These von Una Patzke über die prototypische Struktur der Antonymischen Beziehungen (PATZKE 2000) verdeutlicht werden. Wie genau der Prozess der Bedeutungserstellung bei der Antonymie nachvollzogen werden kann, und welche Entwicklungstrends in der Forschung stattgefunden haben, ist in diesem Teil der Arbeit abzuklären.

Im zweiten Teil der Arbeit soll anhand kleiner Folkloretexte gezeigt werden, wie das Konzept der Antonymischen Relationen zwischen Sprichwörtern aufgebaut wird. Hierfür bediene ich mich einerseits der Permjakovschen Taxonomie (PERMJAKOV 1978). Es soll deutlich gemacht werden, wie Logik als Basis der Kategorisierung der Sprichwörter in der Semiotik benutzt werden kann. Andererseits wird das weiterführende Konzept von Levin untersucht, der die taxonomisch dargebotenen Parömien-Gruppen mit der lexikalischen Beziehungen der Antonymie und Synonymie vergleicht. Er spricht von einem “parömiologischen Raum”, der durch mehrdimensionale Beziehungen mehrerer miteinander verwandten Sprichwörter charakterisiert werden kann (LEVIN 1980, 486ff.).

2.Antonymie in der Semantik. Sind formalisierende Anforderungen immer hilfreich?

„Wenn du nicht nach vielem begehrst, wird dir das Wenige viel erscheinen. Denn bescheidenes Begehren macht die Armut gleich stark mit dem Reichtum“

(DEMOKRITOS, FRAGMENT 284).

Dieser Aphorismus des griechischen Naturphilosophen Demokritos spiegelt die Problematik des sprachlichen Phänomens der Antonymie wieder: Die Grenzen zwischen den Gegensätzen sind fließend. Die polysemen Entitäten „Reichtum“ und „Armut“ werden mittels anderer Wör- ter relativiert. Im gegebenen Fall richtet sich die Werteskala nach der Konstante „bescheidenes Begehren“, und ist gleichzeitig ein Oxymoron. Die Aufgabe dieses Kapitels soll es sein, eine theoretische Betrachtung einiger, in der Semantik verbreiteten Ansätze über die Kategorie der Gegensätze zu verdeutlichen.

Bei der Festlegung der Gegensätze geht es um eine Bedeutungserstellung. In der Semantik wer- den die Bedeutungsbeziehungen zum Hauptziel mehrerer Untersuchungen proklamiert, jedoch scheint bei manchen Betrachtungen diejenigen in der Logik vorgenommene Unterteilung be- sonders bevorzugt zu sein, die sich auf Begriffe konzentriert. Dabei kommt es vor, dass Semantiker sich anstatt mit Bedeutungsbeziehungen der Wörter mit den logischen Eigenschaften der Implikation und der Unterordnung beschäftigen und damit die Beziehungen der eigentlichen Denotationen untersuchen. Die logischen Eigenschaften und Beziehungen betreffen die Bedeutung nicht direkt, so etwa die Kritik von Löbner (LÖBNER 2003, 112). Im Endeffekt werden zwei unterschiedliche Phänomene „Begriff“ und „Bedeutung“ gleichgesetzt. Diese Prämisse werde ich im Folgenden genauer anhand der Beispiele aus Forschungsarbeiten erklären.

So definiert Lyons die Antonymie als eine Art symmetrische Bedeutungsopposition, als eine der drei „oppositions of meaning“ (complementarity, antonymy, converseness) (LYONS 1968, 460-470). Die so genannten <Gegensätze> par excellence seien dadurch gekennzeichnet, dass sie „ganz regelmäßig gradierbar“ seien (LYONS 1975, 473). Wie ersichtlich, versucht Lyons, das Gegensatzverhältnis der Antonymie mithilfe des Terminus’ „grading“ oder einer Komparation zu beschreiben, der von Edward Sapir stammt und sich in den neueren Kognitivistik-Forschun- gen als eine Operation der Komparativität durchgesetzt hat (SAPIR 1985). Dem Prozess der Graduierung liege ein bewußtes Vergleichen zugrunde, dessen Resultat die Feststellung von Gleichheit bzw. Ungleichheit sei (WINGENDER 2005, 48-49). Die Kategorie der Graduierung wird durch die morphologische Kategorien der Komparation, durch graduierende Wortbildungmittel, Graduierungs- bzw. Intensitätspartikeln und -adverbien, Aktionsarten mit graduierender Bedeutung sowie stabile lexikalische Einheiten wie Phraseologismen und Sprichwörter ausgedrückt (WINGENDER 2005, 50). Lyons betrachtet die implizit oder explizit gra- dierten Antonyme anhand der skalaren Adjektive „groß-klein“, gut-schlecht“, „weit-nahe“ o.ä., ohne das er die Natur der oben genannten Relationen genau untersucht. Das Gegensatzverhält- nis zweier Antonyme erklärt er mit dem logischen Begriff der Implikation, der die Negation einer Einheit und die Assertion der zweiten, d.h. derer Behauptung, involviere. Lyons be- schreibt solche Phänomene der Antonymischen Relation, wie Polarität (a.a.O., 480) und Markie- rung (a.a.O., 477). Diese hängen mit einer „allgemein menschlichen Neigung“ zusammen, „Er- fahrung und Urteil zu <polarisieren> - <in Gegensätzen zu denken>“ (a.a.O.).

In seiner Arbeit über die Antonyme innerhalb der russischen Sprache unternimmt Novikov eine Analyse der Begriffskonstituierung der Antonyme in der Antike und versucht, die grundlegen- den Ansichten bezüglich der Gegensätze in der Philosophie darzustellen (NOVIKOV 1973, 37). Aristoteles hat in der Schrift „Kategorien“, die seine Rezeption zu den Pragmatien zählt, ge- lehrt, dass Gegensätze entweder einem Geschlecht (einer Entität) angehören, oder gegenüber- gestellten Geschlechtern, oder schließlich selber im Verwandtschaftsverhältnis zueinander ste- hen“ (ARISTOTELES, KATEGORIEN)3. Im Weiteren reflektiert er über Platons Beschreibung der Gegensätzlichkeit. Und zwar unterscheidet Platon zwischen linearen und zyklischen Gegensät- zen, die er anhand der Beispiele „wunderschöner-hässlicher“ und „Schlaf-Erwachen-Wachsein- Einschlafen“ veranschaulicht. Novikov weist auf stabile semanitsche Verbindungen, die diese Paare und auch „kleine Microsysteme der lexikalischen Einheiten“ bilden (NOVIKOV 1999, 233) hin. Denn weiteres Unterscheidungskriterium der Antonymie, das bereits Platon vorschlug, ist das Konzept des Mittelbereiches:

„ Denn gibt es nicht zwischen jeweiligen Gegens ä tzen etwas quasi dazwischen? Zum Beispiel, ist es denkbar, dass zwischen einem gr öß eren und kleineren Ding ein Wachsen und ein Abnehmen m ö glich w ä ren? “ (PLATON, PHAIDON).

Ferner definiert Nivikov die sprachliche Erscheinung der Antonymie als Rahmen, in dessen Grenzen eine Qualität, ein Merkmal, eine Eigenschaft oder eine Beziehung abgebildet werden kann. Die Antonyme bezeichneten die Grenzwerte dieses Rahmens und bildeten hiermit eine „extreme Opposition“ (´predelnaja protivopoložnost´) aus (NOVIKOV 1973, 50). Diese dürfe nicht mit dem „abgeschwächten Gegensatz“ (´oslablennaja protivopoložnost´), die er mit einer ein- fachen Negierung oder Negation ausdrückt, gleichgesetzt werden. Das Mittelfeld und die oben nur angedeutete Skalierbarkeit der Antonyme weitet Novikov zu den Konzepten der qualitati- ven graduellen Antonymie aus (a.a.O., 52ff)4. Das für Semantiker evidente Problem der Bedeu- tungsbildung löst Novikov ebenso wie Lyons auf der begrifflich-logischen Ebene auf. Er ver- einbart die drei Klassen der Sinnesopposition in qualitativ graduelle, komplementäre und kon- versive Antonymie (NOVIKOV 1999, 235).

Die ersten zwei Untersuchung gehen vom Standpunkt der Formalisten aus, dessen Arbeiten durch Logik inspiriert sind und daraus die Erklärungen der opositionellen Beziehungen vorneh- men. So unterscheidet Lyons zwischen Kontrarietät und Kontradiktion. Unter Kontrarietät wird eine logische Beziehung verstanden, bei der zwei Begriffe sich gegenseitig ausschließen und sich widersprechen. Ein „klassisches Beispiel der Kontrarietät“ wird sowohl nach Lyons als auch nach Novikov aus paradigmatischer Sicht dargeboten, und anhand solcher Gegensätze wie „schwarz - weiß“ oder „groß - klein“ dargestellt (NOVIKOV 1973, 49; LYONS 1975, 476). Die Kontrarietätsrelation zeichne sich durch Vorhandensein eines Mittelfeldes aus und sei symmet- risch. Im Unterschied zu Kontrarietät sei Kontradiktion eine „abgeschwächte Opposition“, auch eine Negation genannt. Sie dürfe nicht mit der so genannten „extremen Opposition” gleichge- setzt werden, da in diesem Fall beide Begriffe keinen direkt aufeinander bezogenen Gegensatz bildeten (NOVIKOV 1973, 50). Er beziehe sich dabei auf das Paar „weiß - nicht weiß“.

Dieser entscheidende Unterschied zwischen der Bedeutung und dem Begriff wird auch in neu- eren Untersuchungen außer Acht gelassen. So macht LÖBNER 2003 die Festlegung der Bedeu- tung der Lexeme zu seinem Anliegen. Er unterscheidet zwischen fünf Oppositionsarten: Anto- nymie, Konversität, Heteronymie, semantische Komplementarität und direktionale Opposition

(LÖBNER 2003, 131). Jede Art der Opposition bilde ein semantisches Wortfeld, das folgende Be- dingungen erfüllen müsse:

- seine Lexeme gehören zu derselben grammatischen Kategorie;
- die Bedeutungen der Lexeme haben gemeinsame Bestandteile;
- zwischen den Bestandteilen bestehen klar definierte Bedeutungsbeziehungen;  die Gruppe ist bezüglich dieser Beziehungen abgeschlossen.

Der Ansatz von Löbner bewegt sich im Rahmen der Wortfeldtheorie, die von den Vertretern der strukturellen Richtung entwickelt wurde (Vgl. COSERIU 1973). Das Wortfeld ist demnach ein le- xikalisches Paradigma, das durch die Aufteilung eines lexikalischen Inhaltskontinuums unter verschiedene, in der Sprache als Wörter gegebene Einheiten entsteht, die durch einfache in- haltsunterscheidende Züge in unmittelbarer Opposition zueinander stehen. Auf diese Weise sind die Bedeutungsbeziehungen bei Löbner in Listen von Lexemen zusammenfasst, wobei je- des Antonymenpaar das kleinste vollständige Wortfeld bildet. Antonyme bei Löbner sind als eine Opposition zweier Wörter in graduellen Abstufungen auf der Skala der „entgegengesetzten Extremen“ zu sehen (LÖBNER 2003, 123). Bei seiner paradigmatischen Untersuchung gibt er sich aber mit den „skalaren Adjektiven“ als „prototypischen Beispiele“ zufrieden. Diese Beispiele sind folgende, in dieser Arbeit schon erwähnte, Paare: „alt-jung“, „alt-neu“, „groß-klein“, „dick-dünn“, „hell-dunkel“, „leicht-schwer“ (a.a.O., 124). Nach der Behauptung Löbners kann eine Opposition mit einem nach oben bzw. unten offenen Bereich hoher bzw. niedriger Werte dargestellt werden5. Der neutrale Mittelbereich könne frei bleiben, werde aber „weder dem ei- nen noch dem anderen Fall zugeschlagen“ (a.a.O.). Am Beispiel der skalaren Adjektive klein und groß beschreibt Löbner die Denotationsverhältnisse der Antonyme als logisch inkompati- bel, d.h. die Denotationen überschneiden sich nicht und sind wegen der Möglichkeit eines neut- ralen Mittelbereichs nicht komplementär, d.h. die Menge aller Möglichkeiten eines Domäns (in diesem Fall „Größe“) wird nicht abgedeckt. Auf der logischen Basis führt Löbner einen Impli- kationstest durch: „nicht groß“ ist nicht äquivalent zu „klein“, weil es möglich ist, dass etwas „ nicht gro ß und nicht klein “ ist. X ist klein impliziert x ist nicht gro ß und x ist gro ß impliziert x ist nicht klein, aber x ist nicht klein impliziert nicht x ist gro ß (a.a.O., 124) . Der „Neutralbereich“ bleibt in seiner Abbildung leer. Bezeichnungen für den neutralen Mittelbereich seien nach Löbners Bemerkung überhaupt selten und stellten meistens ziemlich junge Wortbildungen wie mit- telgro ß dar. Meistens könne der neutrale Fall nur durch „umständliche Wendungen“ wie weder teuer noch billig ausgedrückt werden (ebd.), so die Erklärung Löbners. Die sprachlich mögli- chen Bedeutungen werden in dieser Untersuchung vernachlässigt. Nach diesem kurzen Einblick in die Beschreibungen der Antonyme wird eine gewisse Anpassung des sprachlichen Materials an das in der Logik ausgearbeitete Schema. Die Klassifikation von Löbner ist der von Lyons ähnlich, beide sind meines Erachtens nach jedoch unscharf, da es unter Anderem unklar bleibt, wie sich die oben genannten Beispiele auf einer Skala der Größe, Menge oder sonst anderer genannten Werte dichotomisch einordnen lassen. Lyons erklärt den Gradierungsprozess der strittigen Fälle mit verschiedenen „sekundären Implikationen oder Konnotationen“ (LYONS 1980, 289), beschreibt sie aber nicht. Bei der Klassifikation von Löbner wird nicht klar dargelegt, warum skalare Adjektive mit anderen Wortarten in die Gruppe der Antonyme angenommen werden (Pronomen „alles-nichts“, Verben „rasen-schleichen“ Adverbien „immer-nie“, „oft-sel- ten“), andere (komplementäre Adjektive „möglich-unmöglich“, „frei-besetzt“) hingegen nicht.

Novikovs Untersuchung beinhaltet neben der paradigmatischen auch syntagmatische, und pragmatische Komponenten der Analyse (NOVIKOV 1973). In der Syntagmatik treten die Antonyme als Lexeme auf, die nach Häufigkeit des Zusammentreffens in bestimmten Kontexten vorkommen, in denen eine der „typischen“ Bedeutungen (Gegenüberstellung, Vergleich, Vereinigung usw.) realisiert wird. Die pragmatische Analyse berücksichtigt besonders typische Vertreter dieser Art Opposition aus der Sicht eines Sprechenden, seines Kulturkreises und seiner sprachlichen Gewohnheiten (NOVIKOV 1973, 124). Aus Saussures Behauptung über die Gegenüberstellungen „in absentia” und „in praesentia” entwickelt Novikov ein Textualitätskonzept, demzufolge die als Kontrast konzipierten, oppositionellen Bedeutungen eines Lexems im Text strukturell realisiert werden können (a.a.O., 126). Es sind mehrere Beispiele aus der Literatur und Benennungen entnommen einzelner Gespräche, die Novikov den beiden Analysearten zuschreibt, jedoch bleiben seine Untersuchungsmethoden unklar. Trotz der definitorischen Problematik, darf die Bedeutung des formalistischen Ansatzes für die Beschreibung der semantischen Relationen nicht unterschätzt werden: Das Beschrei- bungsmodell im Terminus semantischer Implikation habe einen ganz entscheidenden Einfluss auf die weitere Forschung gehabt (Vgl. PATZKE 2000)6.

[...]


1 Der terminus technicus „Antonymische Relationen“ wurde aus der Untersuchung von PATZKE 2000 übernommen, und wird deswegen hier und im weiteren Verlauf des Textes gross geschrieben.

2 Vgl. Kritik dazu APRESJAN 1974, 284.

3 Einen Versuch, die Vorgeschichte des Begriffes „Antonymie“ im Gedankengut der klassischen Philosophen und Logiker der Antike zurückzuverfolgen, unternimmt Lev Novikov in seiner Arbeit „Gegensatz als semantische Grundlage der Antonymie“ (NOVIKOV, 1973).

4 Vgl. Lyons' Konzept der „implizit gradierten Antonyme“ in: LYONS 1975, 475-478. 6

5 Löbner nennt folgende Skalen: Alter, Größe, Dicke, Helligkeit, Gewicht.

6 Das Instrumentarium wurde laut Patzke von Ehrich 1975, Gsell 1979, Geckeler 1979, 1983, Lutzeier 1985, Cruse 1986, Apresjan 1974 benutzt (Vgl.: PATZKE 2000, 33)

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Antonymische Relationen in Sprichwörtern
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Deutsches Seminar)
Veranstaltung
Sprache und Kognitivistik
Note
1.3
Autor
Jahr
2009
Seiten
23
Katalognummer
V428749
ISBN (eBook)
9783668726598
ISBN (Buch)
9783668726604
Dateigröße
664 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprichwörter, Antonyme, Löbner, Permjakov, Wortfeldtheorie, Prototypensemantik, Parömiologie, Apresjan, Quasi-Synonymie, Antonymie, Quasi-Antonymie, Synonymie, deutsch, russisch, Transformationen, Transformen, Frege, Opposition, Semiotik der Moskauer und Tartauer Schule
Arbeit zitieren
M.A. Olga Shabanova (Autor), 2009, Antonymische Relationen in Sprichwörtern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428749

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