In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, welche Jugendgeneration das 21. Jahrhundert prägt. Um eine mögliche Antwort herauszustellen, habe ich mich mit vier verschiedenen Generationsbezeichnungen, bzw. -beschreibungen befasst und werde im Folgenden auf ausgewählte Merkmale und Besonderheiten der jungen Menschen hin-weisen. Die gewählten Artikel, bzw. Autoren haben jeweils eine andere Herangehensweise gewählt, sodass ein breiterer Blick auf die Thematik möglich wird.
Beginnen möchte ich aber nun zunächst mit dem Jugendalter allgemein, wie man sich dem Begriff annähern kann und welche Entwicklungsaufgaben auftreten. Im Anschluss wird der Begriff Generation erläutert und warum Jugendgenerationen betitelt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Jugendliche, Postadoleszenz oder junge Erwachsene?
3. Die Bezeichnung einer Jugendgeneration
3.1 Z wie Zombie?
3.2 R wie relaxed?
3.3 oder What?
3.4 Wie tickt die Jugend?
4. Die aktuelle Jugendgeneration – ein Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Identifikation und Charakterisierung aktueller Jugendgenerationen im 21. Jahrhundert auseinander. Ziel ist es, die Vielschichtigkeit der Generationsbegriffe zu beleuchten, die sozialen sowie psychischen Entwicklungsbedingungen Jugendlicher zu verstehen und zu hinterfragen, ob eine pauschale Einordnung in Bezeichnungen wie Generation Z, R oder "What?" überhaupt sachgemäß möglich ist.
- Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff "Generation" und dessen Entstehung.
- Analyse der Lebenswelt Jugendlicher unter Berücksichtigung von Entwicklungsaufgaben.
- Vergleichende Betrachtung verschiedener Generationsstudien und deren spezifischer Fokussetzungen.
- Untersuchung der Werte, politischen Ambitionen und Arbeitsvorstellungen junger Menschen.
- Kritische Reflexion über die Relevanz und Validität von Generationszuschreibungen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Z wie Zombie?
„ […] Mit dem großen Büro, […] den vielen Urlaubstagen und der Möglichkeit eines Home Office hatte die Firma den frischgebackenen Hochschulabsolventen am meisten überzeugt und sich gegen fünf andere Bewerber erfolgreich durchgesetzt. Es klopft an der Tür. ‚Guten Morgen Niklas! Wie sieht’s aus, kannst du die Präsentation heute halten?‘, fragt der Chef in einer Mischung aus Freundlichkeit und Zurückhaltung, als er das Büro betritt. ‚Morgen Frank, klar ich bin soweit. Ich würde dann heute aber gerne schon um vier gehen und den Rest zu Hause erledigen‘, erklärt Niklas. […]“ (Scholz 2014, S. 117f.).
Mit kurzen fiktiven Erzählungen aus dem jungen Leben der Emily begleitet der Ökonom Christian Scholz in seinem Buch „Die Generation Z. Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt“ (Scholz 2014) die Merkmale der Generation Z.
Das Wertemuster unterscheidet sich grundlegend von dem der Generation Y, scheint, so Scholz, aber ansteckend zu sein. Aus diesem Grund bezeichnet er die Generation Z auch als Zombies, die alle anderen Generation allmählich mit ihren Gedanken ansteckt (vgl. ebd., S. 199). Die Generation Y scheint bereits schon jetzt allmählich zu Z zu mutieren, was erklärt, warum jüngere Studien über die Vorgängergeneration sich inhaltlich bereits eindeutig auf die Generation Z beziehen (vgl. ebd., S. 30).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Jugendgenerationen ein, stellt die Relevanz der Begriffsfindung dar und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Jugendliche, Postadoleszenz oder junge Erwachsene?: Dieses Kapitel beleuchtet das Lebensalter "Jugend", definiert entwicklungspsychologische Grundlagen und diskutiert die Phasen der Adoleszenz und Postadoleszenz.
3. Die Bezeichnung einer Jugendgeneration: Hier wird die theoretische Herleitung des Generationsbegriffs vorgenommen und der aktuelle Forschungsstand anhand verschiedener Studienergebnisse analysiert.
3.1 Z wie Zombie?: Der Abschnitt untersucht die spezifischen Merkmale der Generation Z, insbesondere im Hinblick auf Arbeitswerte und die Abgrenzung zur Generation Y.
3.2 R wie relaxed?: Fokus dieses Kapitels sind die Ergebnisse der Shell Jugendstudie, welche die Generation R als politisch ambitionierter und zugleich entspannter charakterisiert.
3.3 oder What?: Dieses Kapitel analysiert die europaweite "Generation What?"-Studie und vergleicht Einstellungen junger Menschen in Europa zu Themen wie Politik, Arbeit und Familie.
3.4 Wie tickt die Jugend?: Auf Basis der SINUS-Studie werden die verschiedenen Lebenswelten der Jugendlichen und deren unterschiedliche Orientierungen und Bedürfnisse dargestellt.
4. Die aktuelle Jugendgeneration – ein Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, hinterfragt kritisch die Pauschalität von Generationenbezeichnungen und gibt einen Ausblick auf die notwendigen Anpassungen im Arbeits- und Politiksektor.
Schlüsselwörter
Generation Z, Generation Y, Generation R, Generation What, Jugendstudie, Adoleszenz, Arbeitsmarkt, Work-Life-Balance, Sozialisation, Lebenswelten, Wertewandel, Politikverdrossenheit, demografischer Wandel, Entwicklungsaufgaben, soziale Ungleichheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Bezeichnungen und Charakteristika, die aktuell genutzt werden, um die heutige Jugendgeneration des 21. Jahrhunderts zu beschreiben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Jugend und Generationen, die Bedeutung von Arbeit und Work-Life-Balance, das politische Interesse junger Menschen sowie ihre Zukunftserwartungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu ergründen, welche Jugendgeneration das 21. Jahrhundert prägt und inwieweit die verschiedenen, oft uneinigen Generationsbezeichnungen eine valide Beschreibung der jungen Lebensrealitäten ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, bei der aktuelle Studien (wie die Shell Jugendstudie, die SINUS-Studie und die Generation What-Studie) herangezogen werden, um ein umfassendes Bild der Thematik zu zeichnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe Jugend und Generation theoretisch fundiert. Danach erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Bezeichnungen Generation Z, R und "What?" sowie eine Untersuchung, wie Jugendliche im Hinblick auf Milieus und soziale Kontexte "ticken".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind die Begriffe Generation Z, Lebenswelten, Arbeitsmarkt, politische Partizipation, Wertewandel und Entwicklungsaufgaben.
Warum verwendet der Autor den Begriff "Zombie" im Zusammenhang mit der Generation Z?
Der Begriff stammt von Christian Scholz und beschreibt die Theorie, dass die Generation Z eine Art "ansteckendes" Wertemuster besitzt, das auch auf ältere Generationen wie die Generation Y übergeht.
Was zeichnet die "Generation R" aus, wie sie im Text beschrieben wird?
Die "Generation R" (relaxed) zeichnet sich laut Klaus Hurrelmann durch eine Kombination aus politischer Ambition und einer entspannten Grundhaltung gegenüber dem Leben aus.
- Arbeit zitieren
- Lisa Bartschat (Autor:in), 2018, Generation Z, R oder "What?" Welche Jugendgeneration prägt das 21. Jahrhundert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428757