Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Moderne Elternschaft. Herausforderungen in der heutigen Zeit

Titel: Moderne Elternschaft. Herausforderungen in der heutigen Zeit

Hausarbeit , 2018 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Peter Stepper (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein 3-jähriges Kind weint und möchte im Supermarkt um jeden Preis die Süßigkeit in der Quängelzone kurz vor der Kasse. Es wirft sich zu Boden und fängt an zu weinen. Strafende Blicke der anderen Kunden, ein genervter Blick der Kassiererin und richterliche Blicke der Rentner an der anderen Kasse.

Wie soll man sich als Elternteil verhalten? Eltern zu sein, kann eine der erfüllendsten und schönsten Erfahrungen eines Lebens sein, aber das bedeutet nicht, dass es einfach ist. Egal welches Alter das Kind oder oftmals im Plural, die Kinder - die Erwartungen an Eltern werden nicht weniger! Um ein gutes Elternteil zu sein, gibt es gerade in Zeiten von Social Media, medialer Überpräsenz sogenannter Helikoptereltern und Erziehungssendungen, wie „Mein Kind, dein Kind“ auf dem Privatsender VOX, beinahe unerreichbare Ziele und Anforderungen an junge oder auch alte Eltern. Genügend Ratgeber teilen mit, wie sich Kinder geschätzt und geliebt fühlen lassen, wie man ihnen richtig und falsch beibringt.

Und doch ist es so, dass sich trotz dieser schwierigen Aufgabe und unter dem gesellschaftlichen Druck, viele Paare entscheiden, Kinder zu bekommen. Denn der innere Wunsch nach Familie scheint groß. Die vertraute Bindung zum Nachwuchs verleitet uns und der innere Kern einen Ort zu schaffen, an dem man sich wohl und beschützt fühlt, wird in den meisten Fällen als großes Ziel gesetzt.

Doch der immer weiter anziehende Druck auf Eltern lastet auf ihren Schultern - doch nicht nur auf diesen, sondern gar der Kinder. Der gesellschaftliche Wandel, also viele alleinerziehende Mütter, Vollzeitbeschäftigungen und die, mehr in die Erziehung eingebundene, Vaterrolle, sind nur einige wenige Punkte, die hier besprochen wurden. In dieser Arbeiten werden Erwartungen an eine moderne Elternschaft diskutiert, kritisiert und eigene Erfahrungswerte eingebracht. Die folgende Arbeit soll dazu dienen Erwartungen und Ansprüche anzusprechen und diese zu bewerten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Familie - eine begriffliche Annäherung

3. Erwartungen und Herausforderungen an die Elternschaft

4. Gute Mütter?

5. Neue Väter?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den gesellschaftlichen Wandel und den damit einhergehenden steigenden Erwartungsdruck an moderne Elternschaft, wobei insbesondere die Rollenbilder von Müttern und Vätern in verschiedenen sozialen Milieus analysiert werden.

  • Historische und soziologische Einordnung des Familienbegriffs.
  • Die Auswirkungen von Pränataldiagnostik und Bildungsdruck auf Eltern und Kinder.
  • Differenzierung der Mutterrolle in verschiedene Typologien (z.B. Erziehungs-Managerin, Lebensphasen-Begleiterin).
  • Analyse moderner Väterrollen und deren Einbindung in die Kindererziehung.
  • Der Einfluss von sozialer Schichtzugehörigkeit auf die elterliche Erziehungspraxis.

Auszug aus dem Buch

3. Erwartungen und Herausforderungen an die Elternschaft

Bezugnehmend auf Thomas Meyer, einem Politikwissenschaftler, baute das Referat im Seminar, auf seine Ausführungen zum Thema „Moderne Elternschaft - neue Erwartungen, neue Ansprüche“ auf. Der Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Familienforschung bat eine Grundlage, um sich kritisch mit den heutigen Bild moderner Eltern auseinanderzusetzen und eigene Erfahrungswerte und Meinungen einzubringen.

Er grenzt in seinen Ausführungen, 5 Teilbereiche der Elternschaft ab und klammert diese ein, indem er die Elternrolle als „umfangreicher, anspruchsvoller und schwieriger“ bezeichnet (Meyer, 2002, S. 40).

Elternschaft beginnt in den meisten Köpfen ab dem Zeitpunkt, ab dem man sich mit seinem Kind auseinandersetzen muss. Doch die vorgelagerte Elternschaft geht zurecht davon aus, dass diese bereits aktiv beginnt, wenn man noch werdende Mutter oder werdender Vater ist. Schwangerschaft ist heutzutage angeblich mehr als häufig mit Risiken belastet und die Pränataldiagnostik trägt hier ihren Teil bei. Diverse Untersuchungen, Vorsorgetermine, Ultraschall, Fruchtwasseruntersuchungen sollen das Risiko mindern, behinderte oder kranke Kinder zur zu bringen. Meyer beleuchtet hier einen wichtigen Punkt. Auch wenn jedem die freie Entscheidung darüber gelassen wird, ob und inwieweit er diese Untersuchungen wahrnimmt, der gesellschaftliche Druck, sich diesen zu unterwerfen, ist enorm hoch. Denn immer wieder hört man, dass man behinderten Kindern einen Gefallen tun würde, dass sie nicht leben müssten. Das Dilemma vor dem Eltern stehen, besteht darin, dass es die Möglichkeiten gibt und sie automatisch, trotz jeder Freiwilligkeit, in eine Art Abhängigkeitsgefüge fallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Druck auf Eltern im Alltag, geprägt durch soziale Medien und Ratgeber, und formuliert das Ziel, moderne Erwartungen kritisch zu hinterfragen.

2. Familie - eine begriffliche Annäherung: Dieses Kapitel zeichnet die etymologische Entwicklung des Familienbegriffs nach und diskutiert den Wandel von der Zweckgemeinschaft hin zu emotional geprägten modernen Familienkonstellationen.

3. Erwartungen und Herausforderungen an die Elternschaft: Hier werden die fünf Teilbereiche der modernen Elternschaft analysiert, wobei besonders der Einfluss der Pränataldiagnostik sowie der Leistungsdruck im Bildungsbereich thematisiert werden.

4. Gute Mütter?: Dieses Kapitel klassifiziert Mütter in verschiedene Rollenbilder, abhängig von ihrer sozialen Schicht, wie beispielsweise die "Erziehungs-Managerin" oder die "Lebensphasen-Begleiterin".

5. Neue Väter?: Es werden verschiedene Vater-Typologien erörtert, die den gestiegenen Anspruch an Väter verdeutlichen, mehr Verantwortung und Zeit in die Kindererziehung zu investieren.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Elternschaft einem massiven Wandel unterliegt und die professionelle Ausgestaltung von Kindheit durch Bildungsangebote den elterlichen Stressfaktor signifikant erhöht.

Schlüsselwörter

Moderne Elternschaft, Familienbild, Rollenbilder, Erziehungsdruck, Pränataldiagnostik, Frühförderung, Bildungsengagierte Elternschaft, Mutterrolle, Vaterrolle, soziale Schicht, Kindheit, Inklusion, pädagogische Herausforderungen, Sozialisation, Lebenswelt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der modernen Elternschaft und der Frage, wie gesellschaftliche Erwartungen, mediale Präsenz und Leistungsdruck die heutige Erziehung prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören der Wandel des Familienbegriffs, die verschiedenen Rollenbilder von Müttern und Vätern in Abhängigkeit von der sozialen Schicht sowie die Herausforderungen durch den zunehmenden Bildungsdruck.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ansprüche an eine moderne Elternschaft kritisch zu diskutieren, die durch Forschungsergebnisse (insbesondere nach Thomas Meyer) untermauert und durch eigene Reflexionen ergänzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer sozialwissenschaftlichen Grundlagenanalyse sowie der Auswertung von Seminarbeiträgen, um Rollenbilder von Müttern und Vätern zu kategorisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition von Familie, die Belastungen während der Schwangerschaft durch Pränataldiagnostik, die Typisierung verschiedener Mutter- und Väterrollen sowie die Rolle von Bildung und Freizeitgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie moderne Elternschaft, Erziehungsdruck, Rollenbilder, soziale Schicht und Bildungsengagement fassen den Inhalt der Publikation am besten zusammen.

Warum spielt die soziale Schicht eine so große Rolle für die Rollenbilder?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Erwartungshaltung an Erziehung und die Auswahl an Bildungsangeboten stark vom sozioökonomischen Hintergrund der Eltern abhängen, was zu unterschiedlichen Modellen wie der "Erziehungs-Managerin" oder dem "Geldverdiener" führt.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Pränataldiagnostik?

Der Autor sieht darin ein Dilemma, da Eltern zwar formal frei entscheiden können, aber durch hohen gesellschaftlichen Druck in ein Abhängigkeitsgefüge geraten, das eine "Kontrollbedürftigkeit" von Schwangerschaften impliziert.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Moderne Elternschaft. Herausforderungen in der heutigen Zeit
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2,0
Autor
Peter Stepper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
14
Katalognummer
V428776
ISBN (eBook)
9783668722835
ISBN (Buch)
9783668722842
Sprache
Deutsch
Schlagworte
moderne elternschaft herausforderungen zeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Stepper (Autor:in), 2018, Moderne Elternschaft. Herausforderungen in der heutigen Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428776
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum