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Das Doppelgleichnis vom Senfkorn und Sauerteig

Titel: Das Doppelgleichnis vom Senfkorn und Sauerteig

Quellenexegese , 2018 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Peter Stepper (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit sollen die Gleichnisse des Senfkorns (Mt 13,31-32) und das Gleichnis vom Sauerteig (Mt 13,33) interpretiert und aufeinander bezogen werden. Beide zusammen gelten als ein Doppelgleichnis, das den Kontrast vom kleinen Anfang und des großen Endes darstellt. Hierfür wird methodisch der Perikopenumfang bestimmt, die Gliederung des Textes erarbeitet, Umweltbezüge hergestellt, Leitworte lokalisiert und geklärt, sowie Akteure der Handlungen bestimmt, Bildfelder und das Geschehen analysiert und die Pointe ermittelt.

Die Gleichnisse Jesu sind faszinierende, rhetorische und vor allem theologische Texte mit großer Aussagekraft. Jesus hat in vielen Gleichnissen geredet und damit versucht seinen Zuhören etwas mitzuteilen. Hierzu wird etwas bildlich dargestellt, aber nicht explizit benannt - trotzdem waren sie so formuliert, dass sie jeder verstehen konnte.

Das geschilderte alltägliche Leben war also Anknüpfungspunkt für Jesus, um die Gottesherrschaft zu verkünden, wofür die damaligen Alltagserfahrungen und Lebenswelten eingebaut wurden. Er wollte, dass Menschen verstehen, was er ihnen über Gott und Gottes Reich erzählte. Gleichnisse vermitteln also, wie Gott ist oder reflektieren das eigenes Verhalten.

Gleichnisse sind also meist kürzere Texte mit erzählendem Charakter, welche zwei Ebenen aufweisen. Einerseits die Bildebene, also die konkret erzähle Geschichte und die Sachebene, auf der man den Inhalt und die Intention erschließen kann. Beide Ebenen lassen sich also aufeinander beziehen und schneiden sich in einem Vergleichspunkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Text

3. Textklärung

3.1. Perikopenumfang

3.2. Gliederung des Textes

3.2.1. Das Gleichnis vom Senfkorn

3.2.2. Das Gleichnis vom Sauerteig

4. Bildspendender Bereich

4.1. Das Gleichnis vom Senfkorn

4.2. Das Gleichnis vom Sauerteig

5. Bildempfangender Bereich

6. Textgeschichte und Grundsatzüberlegungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit interpretiert das Doppelgleichnis vom Senfkorn (Mt 13,31-32) und vom Sauerteig (Mt 13,33), um das Verständnis des Himmelreichs im Matthäusevangelium zu erarbeiten. Dabei werden die bildsprachliche Struktur, der Wachstumsprozess und die theologische Bedeutung der Kontraste zwischen kleinem Anfang und großem Ende untersucht.

  • Exegese der Gleichnisse vom Senfkorn und Sauerteig
  • Analyse des Wachstumsprozesses als Metapher für das Gottesreich
  • Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen (Elberfelder, Luther, Zürcher)
  • Synoptischer Vergleich und Einordnung in die jüdische Tradition
  • Herausarbeitung der Bedeutung von Zuversicht und Geduld im christlichen Glauben

Auszug aus dem Buch

4.2. Das Gleichnis vom Sauerteig

Im Gleichnis vom Sauerteig lassen sich folgende Leitworte finden: Sauerteig, Mehl, drei Maß, Frau, mengen, durchsäuern.

Um die Geschichte zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass die Gottesherrschaft nicht mit dem Sauerteig verglichen wird, sondern mit dem, was damit und durch ihn passiert. Hierbei greift er nämlich die jüdische Backtradition auf, um ein besseres Verständnis über den schwer greifbaren Begriff des Himmelreichs herzustellen.

Die Sauerteigherstellung hat schon ca. 10.000 v. Chr. begonnen und erfordert eine kleine Portion von angesetztem Mehlbrei, der anschließend zu Brot verarbeitet werden kann. Zu damaligen Zeiten hob man sich immer ein Stück des Sauerteiges in einem Krug auf und mischte ihn bei Bedarf unter neuen Teig, um diesen dann auch zu durchsäuern (vgl. Zerbe, 2010, S. 8).

Das anschließende Durchsäuern des Teiges nimmt dann nur noch wenige Stunden in Anspruch und wird wiederholt bis eine angemessene Teigmenge hergestellt ist. Das zeigt also, dass Jesus seine Gleichnisse mit der alltäglichen und greifbaren Erfahrungs- und Lebenswelt der damaligen Zeit verknüpfte, um so Betroffenheit zu erzeugen.

Die Frau ist in diesem Gleichnis die einzig handelnde und erwähnte Figur. Dabei kommt ihr, genauso, wie dem Mehl und seiner Einheit innerhalb der Parabel eine Nebenrolle zu. Sie ist lediglich die Person, die den Sauerteig mit neuem Mehl durchmengt.

Aber auch in diesem Gleichnis wird wieder der rasante Wachstumsprozess unterstrichen und deutlich gemacht, da hier ein kleines Stück Sauerteig ausreichend ist, um eine große Menge Mehl (ca. 40l) zu durchsäuern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Gleichnisse Jesu ein, stellt das Doppelgleichnis vom Senfkorn und Sauerteig vor und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2. Der Text: In diesem Kapitel werden verschiedene Bibelübersetzungen miteinander verglichen, um die bestmögliche Textgrundlage für die weitere Interpretation zu wählen.

3. Textklärung: Hier erfolgt die Verortung der Texte im Matthäusevangelium sowie eine detaillierte strukturelle Gliederung der beiden Perikopen.

4. Bildspendender Bereich: Dieses Kapitel analysiert die metaphorischen Elemente und den alltagsnahen Hintergrund der Gleichnisse, um ihre rhetorische Wirkung zu verdeutlichen.

5. Bildempfangender Bereich: Hier wird die theologische Bedeutung der Gleichnisse, insbesondere die Auslegung des Wachstumsprozesses des Himmelreichs, detailliert erörtert.

6. Textgeschichte und Grundsatzüberlegungen: Dieses Kapitel untersucht die Entstehungsgeschichte, Bezüge zur jüdischen Tradition und den synoptischen Vergleich mit anderen Evangelien.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung von Gottes Vertrauen sowie das Potenzial des Wachstums aus kleinen Anfängen.

Schlüsselwörter

Himmelreich, Gleichnis, Senfkorn, Sauerteig, Matthäusevangelium, Wachstum, Metapher, Exegese, Judentum, Bibel, Gottesherrschaft, Parabel, Tradition, Wachstumsprozess, Theologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Exegese und Interpretation der Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig im Matthäusevangelium.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die biblische Textkritik, die Analyse der Bild- und Sachebene von Gleichnissen sowie die theologische Deutung des Himmelreichs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das sogenannte Doppelgleichnis zu interpretieren und aufzuzeigen, wie Jesus das komplexe Konzept der Gottesherrschaft durch alltägliche Bilder verständlich macht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exegetische Analyse vorgenommen, die durch den Vergleich von Bibelübersetzungen, historische Kontextualisierung und einen synoptischen Vergleich gestützt wird.

Was ist der wesentliche Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Textklärung, die Analyse des bildspendenden sowie bildempfangenden Bereichs und eine textgeschichtliche Einordnung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Himmelreich, Senfkorn, Sauerteig, Wachstum und Matthäusevangelium beschreiben.

Warum wählt der Autor die Elberfelder Bibel als Grundlage?

Der Autor entscheidet sich für die Elberfelder Bibel, da sie im Vergleich zur Luther- und Zürcher Bibel die wenigsten Abweichungen aufweist und als besonders verständlich empfunden wird.

Welche Rolle spielen die Vögel im Gleichnis vom Senfkorn?

Die Vögel werden als Sinnbild für die Heiden gedeutet, denen das Reich Gottes Schutz und Geborgenheit bietet.

Was symbolisiert die Maßeinheit von drei Maß Mehl im Gleichnis?

Der Autor vermutet hierin einen möglichen Hinweis auf die Trinität Gottes, durch deren Kraft die Menschheit durchsäuert bzw. verwandelt wird.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Doppelgleichnis vom Senfkorn und Sauerteig
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Autor
Peter Stepper (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
17
Katalognummer
V428777
ISBN (eBook)
9783668745254
ISBN (Buch)
9783668745261
Sprache
Deutsch
Schlagworte
doppelgleichnis senfkorn sauerteig
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Stepper (Autor:in), 2018, Das Doppelgleichnis vom Senfkorn und Sauerteig, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428777
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Leseprobe aus  17  Seiten
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