Optimaler Phasenverlauf einer Kurseinheit. Externe Bedingungen, Planung Wirbelsäulengymnastik


Einsendeaufgabe, 2015
17 Seiten, Note: 1,8

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Optimaler Phasenverlauf einer Kurseinheit

2 Besuch einer Kurseinheit
2.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses
2.2 Sportmotorische Fähigkeiten im besuchten Kurs
2.3 Betrachtung des Kursleiterverhaltens

3 Externe Bedingungen einer Kurseinheit

4 Planung einer Wirbelsäulengymnastik
4.1 Zielgruppe
4.2 Ziele der Wirbelsäulengymnastik
4.3 Material
4.4 Stundenplanung

5 Literaturverzeichnis

6 Tabellenverzeichnis

1 Optimaler Phasenverlauf einer Kurseinheit

Eine Kurseinheit ist in mehrere Phasen untergliedert. Eine Einleitung bestehend aus den Phasen Begrüßung, Allgemeinem Aufwärmen und Speziellem Aufwärmen, ein Hauptteil bestehend aus verschiedenen Übungen, variierend durch das Ziel der ausdauer-, kraft- oder gesundheitsorientierten Kurseinheit und ein Schlussteil bestehend aus Cool Down I und/oder Cool Down II, sowie der Verabschiedung. (Reiß & Eifler, 2004, S. 62)

Ein optimaler Phasenverlauf beinhaltet sämtliche eben genannte Bestandteile unter Beachtung der Kursinhalte und des somit bei ruhigen, entspannenden Kursen nicht durchzuführende Cool Down I.

Mit der beginnenden Phase „Begrüßung“ stellt sich der Kurstrainer kurz und freundlich vor, die Kursteilnehmer werden auf die bevorstehenden Kursinhalte und die besonderen Schwerpunkte des Kurses hingewiesen, sowie mental auf die körperliche Anstrengung vorbereitet.

Beim „Allgemeinen Aufwärmen“ absolvieren die Teilnehmer (TN) leichte Übungen zum Einstieg in den Kurs. Ziel dieser Phase ist die Erhöhung der Körpertemperatur, der körperlichen und mentalen Leistungsbereitschaft, der Verminderung der Verletzungsgefahr, eine angeregte Blutzirkulation und der Förderung der Gelenkflüssigkeitsproduktion, als auch der Gelenkmobilisation.

Das „Spezielle Aufwärmen“ dient der Vorbereitung der geforderten Hauptmuskelgruppen, auf denen im Hauptteil der Schwerpunkt gesetzt wird, sowie der Nutzung von benötigtem Trainingsequipment. Dabei wird die Intensität und der Bewegungsradius der Übungen bis auf das Ziellevel gesteigert.

Im Hauptteil finden nun je nach Orientierung des Kurses, die vom Gruppentrainer vorbereiteten Übungen zur Erreichung der Kursziele statt.

Die TN sind dabei vom Intensitätslevel so zu fordern, dass es in einem ausdauerorientierten Kurs zu einer Verbesserung der Ausdauerleistungsfähigkeit und einer Steigerung des Kalorienverbrauchs kommt.

In einem kraftorientierten Kurs wird dagegen die Verbesserung der Kraftausdauer angestrebt, sowie eine Steigerung des Kalorienverbrauchs, der Muskelaufbau und die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der Körperhaltung.

In einem gesundheitsorientierten Kurs wird im Allgemeinen die Verbesserung und Prävention von muskulären Dysbalancen, Haltungsstörungen und Beweglichkeitsdefiziten angestrebt. Den TN wird bei speziellen Kursangeboten außerdem die Möglichkeit geboten, sich körperlich und geistig zu entspannen und dem Alltagsstress zu entkommen.

Besonders anspruchsvolle Übungen mit einem möglichen Verletzungsrisiko sollten nicht vom Gruppentrainer ausgewählt und Überlastungen vermieden werden.

Bei allen vom Gruppentrainer durchgeführten Übungen ist auf eine korrekte Übungsausführung zu achten. Des Weiteren sind Fehlerbilder zu beseitigen und auf eine richtige Atmung der TN hinzuweisen.

Der Gruppentrainer hat bei seinen Übungen die Wahl, diese statisch oder dynamisch, mit oder ohne Trainingsgerät durchzuführen. Dabei ist eine sinnvolle Reihenfolge von Übungen im Stehen, Sitzen, Liegen und von Übungen mit Trainingsgerät und ohne Trainingsgerät zu wählen.

Die zum Schlussteil gehörenden Phasen „Cool Down I“, „Cool Down II“ und „Verabschiedung“ dienen der Rückführung des Kurses in das reale Alltagsgeschehen.

Ähnlich wie beim Allgemeinen Aufwärmen führen die TN beim Cool-Down I Übungen aus, die eine niedrigere Intensität und Beanspruchung der Muskeln haben, als die Übungen aus dem Hauptteil des Kurses. Hier dienen diese einfacheren Übungen jedoch der Senkung der Körpertemperatur, des Pulses und der Beruhigung des Herz-Kreislauf-Systems.

Praktisch gesehen werden die Bewegungsamplituden geringer und die Bewegungen, durch die langsamer werdende Musik, ruhiger.

Das Cool-Down I findet jedoch nur bei ausdauerorientierten Kursen statt, da hier durch die Erhöhung des Pulses auf über 120 S/min ein Übergang geschaffen werden muss, der die TN auf mögliche Übungen des Cool-Down II auf dem Boden vorbereitet und somit Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugt.

Die Phase „Cool-Down II“ findet am Ende jedes Kurses statt.

Das Ziel dieser Phase ist es, den TN für Entspannung zu sorgen, die Muskulatur nachzubereiten, das heißt die Muskulatur zu lockern und zu dehnen. Der Puls wird auf seine Ausgangsposition gebracht und es wird für eine geistige Rückführung und Beruhigung gesorgt.

Auch hier ist auf eine sinnvolle Reihenfolge der Übungen zu achten, so dass der Kurs im Stehen endet und eine ordentliche Verabschiedung erfolgen kann, bei der sichergestellt ist, dass jeder TN ohne gesundheitliche Probleme den Kurs verlassen kann.

Die Verabschiedung ist die letzte Phase einer Kurseinheit, bei der der Gruppentrainer den TN ein Feedback geben kann oder von Diesen ein Feedback erhalten kann und noch ein paar abschließende Worte zum Verlauf des Kurses oder zu nachfolgenden Angeboten vorträgt.

2 Besuch einer Kurseinheit

2.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses

Bezeichnung des besuchten Kurses: Piloxing

Tab. 1: Einzelne Phasen des besuchten Kurses mit Beispielen (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im besuchten Kurs wurde der optimale Phasenverlauf zum größten Teil eingehalten.

Das einzig abweichende war die zu kurz geratene Einleitung, als auch der Schlussteil des Kurses, die beide bei einer Stunde Gruppentraining jeweils 12 Minuten beanspruchen müssen.

Der Kurs beinhaltete klare Übungsreihenfolgen mit guten Übergängen von bekannten zu unbekannten, leichten zu schweren und einfachen zu komplexen Übungen, als auch mit guten Übergängen vom Stehen zum Boden und abschließenden Übungen im Stehen.

Der Grund für die knappe Einleitung/ den knapp gehaltenen Schluss ist vermutlich die Fokussierung auf den Hauptteil, um die TN größtmöglich zu beanspruchen und Ihnen durch den vielfältigen Kursinhalt – Pilates, Boxen, Tanz – eine große Abwechslung zu bieten, ohne einen Teil davon zu kurz kommen zu lassen.

2.2 Sportmotorische Fähigkeiten im besuchten Kurs

Tab. 2: Hauptsächlich angesprochene sportmotorische Fähigkeiten im Kurs Piloxing (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Betrachtung des Kursleiterverhaltens

Die Funktionen eines Gruppentrainers als Lehrer, Dienstleister, Vorbild und Animateur wurden von der Gruppentrainerin gut erfüllt.

Während der Kurseinheit fiel es ihr als Lehrerin leicht, den TN die richtige Ausführung zu zeigen, sie mehrmals zu korrigieren und auf Fragen zu antworten. Des Weiteren wurde während ihrer Übungseinweisungen oft auch der Übungsnutzen erwähnt, wobei dies im hohen Tempo des Hauptteils nicht immer möglich war. Ihre Blicke gingen stets durch die Reihen der TN und man konnte keine Haltungsfehler oder Beweglichkeitsdefizite/ -probleme feststellen.

Die räumlichen Gegebenheiten waren zu Beginn der Stunde aufgeräumt, gelüftet und sorgfältig vorbereitet, so dass die überpünktliche Gruppentrainerin mit bekannten und/oder unbekannten TN ein kurzes Gespräch führen, deren Stimmung mit einem sympathischen Eindruck heben und die TN mental auf den folgenden Kurs einstellen konnte. Das gesamte Auftreten der Gruppentrainerin ließ auf eine Ihr bewusste Dienstleisterfunktion hinweisen. Nach einem letzten kurzen Gang über die Trainingsfläche des Fitnessstudios, begann der Kurs mit neuen TN und der von der Gruppentrainerin ausgewählten Musik. Auch nach dem Kurs und der für Sie endenden Arbeitszeit, behielt Sie die Geduld und das Nachsehen der TN und beantwortete Fragen, betrieb Small-Talk.

Das Erscheinungsbild der Gruppentrainerin war vorbildlich – durchtrainiert, gesund, freundlich, zuvorkommend, selbstbewusst, überzeugt. Das Problem einer hohen und mit von der Musik übertönten Stimme löste Sie durch ein Headset-Mikrofon. Ausgestattet mit der passenden Sportbekleidung, zeigte Sie den TN einen möglichen Schuhersatz zur Erleichterung des barfüßigen Kurses. Während des Kurses konnte Sie die Übungen ohne Einschränkungen, Gleichgewichtsverluste oder körperliche Ermüdungserscheinungen durchführen, was die TN motiviert, ebenfalls keine Fehler zu machen. Außerdem war Sie durchgehend freundlich und locker, woraus Ihr Spaß am Sport zu erkennen war.

Die Funktion des Animateurs wurde ebenso gut erfüllt. Die Gruppentrainerin gab sich Mühe, freundlich zu sein, regelmäßig durch die Reihen der TN zu laufen und den Spaß durch Motivationsschreie und durchgehendes Lächeln weiterzugeben. Des Weiteren begab Sie sich während der Übungen auch in die Reihen der TN um mit Ihnen gemeinsam die Übungen zu absolvieren und den Spaßfaktor weiter anzukurbeln. Selbst bei mehrfacher Korrektur eines TN blieb Sie freundlich und fand motivierende, positive Worte.

3 Externe Bedingungen einer Kurseinheit

Externe Bedingungen einer Kurseinheit sollten noch vor der genauen Übungswahl und der Musikanpassung geklärt sein. Denn wenn diese Bedingungen nicht erfüllt sind, kann die komplette Kursplanung umsonst gewesen sein, sodass der Gruppentrainer improvisieren muss, was einen hohen Druck auf ihn verursacht, ihn in eine Stresssituation bringt und es somit nicht mehr möglich ist, die Kursziele zu erreichen und die Kundenzufriedenheit zu erhalten.

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Optimaler Phasenverlauf einer Kurseinheit. Externe Bedingungen, Planung Wirbelsäulengymnastik
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,8
Autor
Jahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V428829
ISBN (eBook)
9783668724594
ISBN (Buch)
9783668724600
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
optimaler, phasenverlauf, kurseinheit, externe, bedingungen, planung, wirbelsäulengymnastik
Arbeit zitieren
Jan Bausewein (Autor), 2015, Optimaler Phasenverlauf einer Kurseinheit. Externe Bedingungen, Planung Wirbelsäulengymnastik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428829

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