Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen

Heinrich Heines "Dämmernd liegt der Sommerabend" (LXXXV.) aus dem Buch der Lieder und seine Vertonung durch Johannes Brahms

Titel: Heinrich Heines "Dämmernd liegt der Sommerabend" (LXXXV.) aus dem Buch der Lieder und seine Vertonung durch Johannes Brahms

Hausarbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sofie Neu (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das lyrische Frühwerk des Dichters Heinrich Heine versammelt sich im Buch der Lieder, seinem berühmtesten und populärstem Gedichtband. Wichtig für die Verbreitung dieses Werkes war auch die Fülle an Vertonungen namhafter Komponisten wie beispielsweise Robert Schumann, Franz Schubert oder in diesem Falle Johannes Brahms: Das Buch der Lieder kann als der meistvertonte deutsche Gedichtband gelten. In dieser Arbeit soll es darum gehen, einen Blick auf das Gedicht LXXXV. (Dämmernd liegt der Sommerabend) aus dem Zyklus der Heimkehr zu werfen, es zu analysieren und in das Werk Heines und seine motivischen Einflüsse einzuordnen. Johannes Brahms vertonte dieses Gedicht 1878 und verband es unzertrennlich mit dem im Buch der Lieder darauf folgenden Gedicht LXXXVI. (Nacht liegt auf den fremden Wegen). Diese Verbindung soll sowohl auf musikalischer, als auch auf textlicher Ebene untersucht werden. Kann diese persönlich gezogene Verbindung Brahms’ auch im Interesse des Dichters gelegen haben?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Zyklus Die Heimkehr im Buch der Lieder

3. Gedicht LXXXV. (Dämmernd liegt der Sommerabend)

3.1 Form, Inhalt und Entstehung

3.2 Interpretationsansätze

3.2.1 Romantische Motive

3.2.2 Bildhaftigkeit

3.2.3 Synästhesie und Synergie

3.2.4 Sensualismus und Erotik

4. Die Vertonung durch Johannes Brahms

4.1 Brahms’ Heine-Vertonungen

4.2 Op. 85,1 (Sommerabend) und seine Verbindung zu Op. 85,2 (Mondenschein)

5. Rückgriff: Zyklische Komposition und Gedichtstellung im Buch der Lieder

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gedicht LXXXV. (Dämmernd liegt der Sommerabend) von Heinrich Heine aus dem Zyklus Die Heimkehr und analysiert dessen Vertonung durch Johannes Brahms, wobei insbesondere die Frage geklärt werden soll, ob die vom Komponisten hergestellte Verbindung zwischen zwei Gedichten im Sinne der Intention des Dichters interpretiert werden kann.

  • Analyse der Form, Entstehung und inhaltlichen Motive des Gedichts LXXXV.
  • Untersuchung romantischer, bildhafter und sensualistischer Elemente in Heines Lyrik.
  • Darstellung der musikalischen Vertonung durch Johannes Brahms (Op. 85).
  • Erörterung der zyklischen Anordnung und der Bedeutung der Gedichtstellung im Buch der Lieder.
  • Reflexion über die musikalische Verarbeitung und deren Bezug zur dichterischen Absicht.

Auszug aus dem Buch

3.2.3 Synästhesie und Synergie

Doch nicht nur visuelle Reize werden angesprochen, alle Sinne werden angeregt: Die Hyperbel „duftig labend“ beschreibt den scheinenden Mond als erquickend, erfrischend und stärkend fast im schmeckenden Sinne. Auch akustische Phänomene werden beschrieben: Eine Grille zirpt, die Bewegung des Wassers wird durch die Onomatopoie „plätschert“ ausgedrückt und schließlich ist es so still, dass der Wanderer ein Atmen hört. Farben, Klänge, Gerüche und Geschmäcke werden zusammengeführt. Dieses synergetische Verschmelzen der Sinneswahrnehmungen bedeutet auch ein Verschmelzen der Erkenntnisebenen, ein Öffnen des Geistes und ein Erfahren der Welt mit allen dem Menschen zur Verfügung stehenden Mitteln.

Dieses Miteinander der verschiedenen Sinnesreize könnte man auch als Synästhesie bezeichnen, ein Phänomen, bei dem ein Reiz nicht nur einen Sinn stimuliert, sondern einen zweiten anregt: Zwei Wahrnehmungsbereiche werden gekoppelt. In der Rhetorik wird der Begriff benutzt, um das Vermischen verschiedener Sinnesebenen zu beschreiben. Das Verwenden von synästhetischen Elementen war in der Lyrik der Romantik weit verbreitet: Gesehenes, Gehörtes, Gefühltes werden miteinander vermischt, die getrennten Bereiche der Sinne und auch Künste sollen aufgebrochen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das lyrische Frühwerk Heinrich Heines ein und erläutert das Ziel der Arbeit, das Gedicht Dämmernd liegt der Sommerabend sowie dessen Vertonung durch Johannes Brahms zu untersuchen.

2. Der Zyklus Die Heimkehr im Buch der Lieder: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Entstehung, Struktur und thematische Schwerpunkte des Zyklus Heimkehr als Teil des Buch der Lieder.

3. Gedicht LXXXV. (Dämmernd liegt der Sommerabend): Der Hauptteil widmet sich der detaillierten literaturwissenschaftlichen Analyse des Gedichts hinsichtlich seiner Form, der romantischen Motive, Bildhaftigkeit, Synästhesie und der sensualistischen sowie erotischen Dimensionen.

4. Die Vertonung durch Johannes Brahms: Hier wird die Auseinandersetzung Brahms' mit Heines Lyrik beschrieben und die kompositorische Verknüpfung der Gedichte Sommerabend und Mondenschein analysiert.

5. Rückgriff: Zyklische Komposition und Gedichtstellung im Buch der Lieder: Dieses Kapitel erörtert die Bedeutung der bewussten Anordnung der Gedichte durch Heine und wie diese Anordnung die Interpretation der Einzelwerke innerhalb des Gesamtgefüges prägt.

6. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die enge Verbindung zwischen Heines zyklischer Dichtweise und Brahms' musikalischer Interpretation resümiert wird.

Schlüsselwörter

Heinrich Heine, Buch der Lieder, Johannes Brahms, Dämmernd liegt der Sommerabend, Die Heimkehr, Vertonung, Romantik, Sensualismus, Synästhesie, Naturlyrik, zyklische Komposition, Kunstlied, Impressionismus, Wanderlied, Erotik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Gedicht LXXXV. (Dämmernd liegt der Sommerabend) von Heinrich Heine aus dem Zyklus Die Heimkehr und die dazugehörige Vertonung von Johannes Brahms.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die literaturwissenschaftliche Analyse romantischer Motive, Heines sensualistisches Weltbild, die zyklische Anordnung im Buch der Lieder sowie die musikalische Interpretation durch Brahms.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Gedicht zu analysieren und zu prüfen, ob die von Brahms hergestellte enge Verbindung zwischen zwei Gedichten im Sinne der künstlerischen Absicht Heines liegen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt literaturwissenschaftliche Interpretationsmethoden sowie eine musikhistorische Analyse, um Text und Vertonung in ihrem Entstehungskontext zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Gedicht LXXXV detailliert in Bezug auf Form, Bildhaftigkeit und Sinne, sowie die spezifische musikalische Verknüpfung der Lieder Op. 85 Nr. 1 und Nr. 2 durch Brahms.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Heinrich Heine, Buch der Lieder, Johannes Brahms, Romantik, Sensualismus, Synästhesie und zyklische Komposition.

Welche Rolle spielt die Elfe im Gedicht?

Die Elfe dient als phantastisches Element, das sich aus der Naturbeschreibung entwickelt und als Versinnbildlichung der Natur sowie als voyeuristisches, erotisches Motiv fungiert.

Warum verbindet Brahms Sommerabend mit dem Folgetext?

Brahms interpretiert die Gedichte als zusammenhängendes Liederpaar, da er durch die thematische Nähe und seine Sensibilität für den emotionalen Verlauf eine inhaltliche Entwicklung des Wanderers musikalisch nachzeichnen wollte.

Inwiefern ist Heine ein Sensualist?

Heine vertritt ein sensualistisches Weltbild, das physisches Empfinden als Ursprung der Erkenntnis begreift und sich gegen die religiöse Trennung von Körper und Geist richtet.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Heinrich Heines "Dämmernd liegt der Sommerabend" (LXXXV.) aus dem Buch der Lieder und seine Vertonung durch Johannes Brahms
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Literatur und Musik im Biedermeier
Note
1,0
Autor
Sofie Neu (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V428832
ISBN (eBook)
9783668726079
ISBN (Buch)
9783668726086
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Biedermeier Heinrich Heine Sommerabend Brahms Lied Vertonung Romantik Heimkehr Buch der Lieder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sofie Neu (Autor:in), 2015, Heinrich Heines "Dämmernd liegt der Sommerabend" (LXXXV.) aus dem Buch der Lieder und seine Vertonung durch Johannes Brahms, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428832
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  18  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum