Eine vergleichende Analyse der XLII. Fabel in Ulrich Boners Edelstein


Hausarbeit, 2015

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Ulrich Boner und die Fabelsammlung Der Edelstein

2. Fabel XLII: Von einer anbeize und einem Haustüffel. Von erbeit und von müezekeit.
2.1 Inhalt und Verbreitung
2.2 Analyse
2.2.1 Promythion
2.2.2 Erzählteil
2.2.3 Epimythion

3. Die Fabel im antiken Quellentext des Avian
3.1 Avians Fabulae Aesopicae
3.2 Die Fabel Die Ameise und die Grille
3.2.1 Promythion
3.2.2 Erzählteil
3.3 Vergleich von Avian zu Ulrich Boner

4. Die Fabel in der Version des Karlsruher Fabelcorpus
4.1 Der Karlsruher Codex
4.2 Die Fabel Von dem grillen vnd der emeyß/Von dem gryllen vnd von der ameißen
4.2.1 Erzählteil
4.2.2 Auslegungsteil
4.3 Vergleich zu Ulrich Boner

5. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung: Die Bewertung von Arbeit im Mittelalter

6. Literaturverzeichnis
6.1 Primärliteratur
6.2 Sekundärliteratur
6.3 Wörterbücher

7. Textanhang

1. Ulrich Boner und die Fabelsammlung Der Edelstein

Der aus bürgerlichem Geschlecht in Bern[1] stammende Dominikanermönch Ulrich Boner[2] verfasste um 1350 die wohl erste geschlossene Fabelsammlung deutscher Sprache. Neben einigen weiteren Zusatzquellen griff er vor allem auf die Äsopica des Avian und des Anonymus Neveleti zurück[3], bedeutende Fabelsammlungen des Mittelalters, und übersetzte diese vom Lateinischen ins Deutsche. Die 100 Reimpaarfabeln werden dabei von einem Prolog und Epilog umrahmt, was Hinweis gibt auf die literarische und rethorische Bildung, der Boner als Mönch sicher zuteil wurde. Die Fabeln sind innerhalb der Sammlung thematisch geordnet, die Sammlung trägt den Titel ihrer programmatischen Eingangsfabel: Der Edelstein. Gewidmet ist die Sammlung Johann von Ringgenberg, ein Freiherr aus dem Berner Land, der auch selbst als Spruchdichter tätig war. Im Prolog, einem Gebet, erfolgen die Selbstnennung des Verfassers, die Widmung, sowie die Titelgebung des Werkes. Zugleich macht Boner hier auch seine Intention deutlich, Beispiele aus dem Reich der Tiere geben zu wollen, um daraus praktische Lehren für das Leben der Menschen abzuleiten. Mit dem Titel leitet er über zur ersten Fabel, die veranschaulicht, wie man seine beispielhaften Erzählungen verstehen soll. Auch der Inhalt der nächsten beiden Fabeln (von einem affen und von einer nuz, von einem boume ûf einem berge) kann mit Bezug auf das allgemeine Verstehen der bîschaften gelesen werden.[4] Und auch die Setzung der letzten Fabel der Sammlung (Von ansehnunge des endes) gehört zu „der Komposition programmatischer Eckstücke“[5], die die Rahmung der Sammlung ausmacht. Jede Fabel trägt zwei Überschriften: Die erste nennt direkt Inhalt und auftretende Figuren. Die zweite nennt das Thema der Fabel auf einer schon abstrahierten Ebene, also in welche Richtung die Auslegung der Fabel moralisch gehen wird. Innerhalb der Sammlung werden die Fabeln nach Themenkomplexen zu Gruppen zusammengeschlossen, was sich teilweise an den Überschriften schon ablesen lässt. In dieser neuen, eigenen Komposition schon bekannter Fabeln liegt der literarische Verdienst Boners: „War die Fabel bei Thomasin, Freidank und Hugo von Trimberg nur gelegentlich aufgetreten, stand sie bei Stricker auf einer Linie mit der Novelle, so erscheint sie bei Boner zum ersten Mal innerhalb der deutschen Literatur als selbstständige Gattung gepflegt und systematisch in ein Buch gebracht.“[6]

Für die Epimythien der einzelnen Fabeln orientierte Boner sich formal am Reimpaarbîspel, dem Darstellungstyp in dem die ersten ins deutsche übertragene Fabeln auftauchten.

Sprachlich bietet das Werk einige mundartliche Färbungen und Dialekteigenheiten aus dem Berner Land.

Der Edelstein fand große Verbreitung, wovon die heute erhaltenen 36, zumeist illustrierten, Handschriften zeugen.[7] 1461 wurde das Buch in der Druckerei Albrecht Pfisters in Bamberg als zweites deutschsprachiges Buch gedruckt und 1463/64 erneut herausgegeben. Diese Druckauflagen können als älteste mit Holzschnitten gedruckte deutsche Bücher gelten.[8] Nachdem das Werk ein wenig in Vergessenheit geriet, wohl auch weil 1476 Heinrich Steinhöwels Aesop erschien und als Fabelsammlung sehr bekannt wurde[9], wurde Der Edelstein in der Epoche der Aufklärung im 18. Jahrhundert wiederentdeckt. 1757 wurde er in Zürich mit Glossar und Anmerkungen unter dem Titel Fabeln aus den Zeiten der Minnesinger von Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger neu herausgegeben.[10] Eine erste philologische Erforschung des Werkes setzte ein, wozu beispielsweise Gotthold Ephraim Lessing 1781 mit seiner Nennung Boners in dem Aufsatz Zur Geschichte und Litteratur einen Teil beitrug, er wies außerdem für 74 Fabeln Boners die Quellen nach.[11]

2. Fabel XLII: Von einer anbeize und einem Haustüffel. Von erbeit und von müezekeit.

2.1 Inhalt und Verbreitung

Eine Ameise arbeitet den ganzen Sommer lang hart, um in weiser Voraussicht Vorräte für den Winter zu sammeln. Eine Heuschrecke dagegen, in manchen Fabeln auch Grille, singt und tanzt sorglos. Als der Winter kommt, muss sie frieren und Not leiden und bettelt an der Tür der Ameise, die wohlbehalten im Warmen sitzt und genug zu essen hat. Diese verweigert ihr jedoch Hilfe und verweist sie auf ihre Faulheit im Sommer, sowie auf die Tatsache, dass sie die fleißige Ameise damals sogar für ihre Mühen verspottete. Dieser letzte Aspekt ist nicht immer Teil der Erzählung.

Diese Fabel des altgriechischen Fabeldichters Äsop ist weit verbreitet, sie ist unter anderem Teil der antiken Fabelsammlungen des Babrius, Avian und Romulus und gelangt so auch in die Fabelsammlungen des Mittelalters: Sie findet sich beispielsweise bei Hugo von Trimberg, im Wolfenbüttler Äsop, Magdeburger Äsop, Steinhöwels Äsop, sowie im Nürnberger Prosa-Äsop und dem Karlsruher Fabelcorpus.[12] Auch Martin Luther (1483-1546) griff sie für die Predigt auf. Auf französischer Seite ist beispielsweise die berühmte Dichterin Marie de France (um 1135 - um 1200) zu nennen, größte Bekanntheit erlangte die Fabel dann später in der Version La Cigale et La Fourmi des großen französischen Fabeldichters Jean de la Fontaine (1621-1695).

Immer grundsätzlich ist dabei die Polarität der beiden auftretenden Akteure: Die Ameise als fleißiges, stetig arbeitendes Tier, wie sie auch in der Bibel im Buch der Sprichwörter als ein weises Tier charakterisiert wird:„Die Ameisen – kein starkes Volk, aber sie sammeln im Sommer ihre Speise.“[13] Metaphorisch tritt die Ameise in Sprache und Literatur auf als Bild für Kleinheit, aber eben auch Stärke, Betriebsamkeit und Fleiß.[14] „Überhaupt erscheint die Ameise häufig als Symbol hartnäckiger Ausdauer, was man wohl begreift, wenn man dem Treiben dieser Tierchen zusieht, die mit unermüdlichem Fleiß stundenlang Material für ihren Bau herbeischleppen. [...] Auf dieser lobenswerten Eigenschaft beruht die Etymologie von emsig, das wohl von Ameise, bzw. dialektisch Emse kommt.“[15]

Die Grille dagegen steht mit ihrem unermüdlichen Zirpen metaphorisch für Fröhlichkeit, aber negativ konnotiert auch für Geschwätzigkeit. Da ihr Zirpen nur im Sommer zu hören ist, erscheint sie teilweise als Sinnbild der heißen Jahreszeit, ihre Töne als ein Charakteristikum der Sommerhitze.[16] Ebenso verhält es sich mit der verwandten Heuschrecke, deren charakteristisches Springen zum Bild der Sprunghaftigkeit wird.[17]

2.2 Analyse

Die Fabel von Ameise und Heuschrecke trägt bei Ulrich Boner die Nummer 42 und ist 68 Verse lang. Sie trägt die Überschrift von einer anbeize und einem Haustüffel. von erbeit und von müezekeit. In der ersten Überschrift werden die beiden auftretenden Figuren genannt, die zweite zeigt die Tendenz der Auslegung: Es wird um das Gegensatzpaar Arbeit und Faulheit gehen. Formal lässt sich die Fabel in drei Teile gliedern: Ein Promythion von Vers 1 bis 4, der Erzählteil von V. 5 bis 54 und das Epimythion von V. 55 bis 68.

2.2.1 Promythion

Boner setzt noch vor den Erzählteil vier Verse, die schon die Moral der Fabel vorausnehmen. Er eröffnet die Fabel, indem er die Auslegung als allgemein und sprichwörtlich bekannt darstellt: „Man“, also der Volksmund spricht, es ist also allgemein gültig, was auch seine Meinung ist:

wen spricht ein wort, und dunkt ouch mich (V. 1)[18]

Mit der Nennung seiner eigenen Meinung tritt der Verfasser als Person auf, der sich auf die breite Meinung stützt, was das Folgende angeht:

wer sich warnet, der wert sich; (V. 2)

Damit ist die grundlegende Lehre schon an den Anfang gesetzt, noch bevor die Handlung einsetzt. Diese Weisheit wird noch präzisiert, wenn es heißt:

wenn er ze sînen tagen kunt,

hât er denn guot, daz ist im gesunt. (V. 3-4)

Schon hier wird deutlich, dass Boners Deutung sich auf das praktische alltägliche Leben bezieht und auf den Gegensatz Jugend – Alter. Wer sich vorausschauend gut vorbereitet, hat es im Alter leichter. Nach dieser Vorausnehmung der Moral beginnt die eigentliche Handlung der Fabel.

2.2.2 Erzählteil

An das, was dem Leser im Promythion als Lehre schon angeboten wird gedâchte ein anbeiz wol (V. 5). Mit dieser Formulierung leitet Boner geschickt von Vorwort zur Handlung über. Der Erzählteil lässt sich in zwei Teile gliedern: Sommer und Winter. Im ersten Teil tritt nur die Ameise auf, die sich den Sommer über darum kümmert, ihr Haus mit Vorräten zu füllen:

vil vast si erbeiten began;

ir gebein nie ruowe enphieng, (V. 9-10)

Die Betonung liegt hier auf der Beschreibung der Mühen der Ameise, früh und spät geht sie los und geht auf Nahrungssuche. Robert H. Blaser betont die Stärke der Bildkraft, mit der der Eifer der Ameise, ihre Voraussicht und Besonnenheit, dargestellt wird.[19] Die detaillierte Beschreibung des weisen Verhaltens der Ameise wird später den Unterschied zur zu verurteilenden Faulheit noch größer machen.

Nun folgt die erste direkte Rede des Erzählteils, die hier sieben Zeilen dauert und als innerer Monolog der Ameise gelesen werden kann. Vorausschauend schlussfolgert sie logisch, dass man im harten Winter, der bald kommt, nicht mehr arbeiten kann, weswegen die Arbeit jetzt getan werden muss. Sie bedenkt, dass dieser Tag auch früher als gedacht kommen kann und:

der iut gehielt, der vundez wol.

der wîse sich versehen sol

an spîs, daz gît im hôhen muot,

und ist ouch vür den hunger guot. (V. 15-18)

Der Begriff der wîsheit taucht hier auf, ein Begriff der in sich nicht nur Klugheit und Verstand trägt, sondern auch Wissen, Erfahrung und Kenntnis von einer Sache. Wer Erfahrung gesammelt hat und etwas weiß, kann dieses Wissen klug einsetzen, um sich vernünftig und aufmerksam zu verhalten. Danach will die Ameise handeln und sich mit spîs eindecken, denn – und das ist interessant – das verleiht dem Weisen hôhen muot. Dass die Nahrung auch ganz praktisch nützlich ist, da sie den Hunger stillt, taucht erst an zweiter Stelle auf. Das mittelhochdeutsche muot ist ein schwierig zu übersetzender Begriff, der aus unserem heutigen Verständnis kaum richtig begriffen werden kann. Von Gemüt über Seele, Herz und Charakter sind viele Deutungen möglich, in Kombination mit hôhe wird oft von Edelmut gesprochen. Fest steht für die Ameise: Vorausschauend zu handeln trägt zu einem festen und edlen Geist bei und verhindert den Hungertod, also arbeitet sie hart. Dass die Ameise selbst diese Gedanken in direkter Rede äußert betont ihre Positionierung als weise und intelligente Figur der Fabel. Auch werden dadurch die schon zuvor in der Einleitung genannten Gedanken aufgegriffen und verstärkt. Grubmüller sieht in der Vorgangsweise Boners, Akteure selbst ihre Überlegungen und Entschlüsse aussprechen zu lassen, einen Schritt vom Bericht zur Erzählung.[20]

Noch einmal wird beschrieben, wie hart die Ameise schuftet und welche Mühe sie auf sich nimmt:

die langen zît si wênig slief

des sumers; wan si wiste wol:

wer nicht erbeitet, sô er sol

werben um die spîse sîn,

der muoz lîden grôzen pîn. (V. 20-24)

Erneut leitet Boner über zu einer allgemeinen Lehre, indem er sie aus den Gedanken der Ameise herleitet. Nun wird gesagt, dass Arbeit nicht nur gut tut und vor Hunger schützt, also dass rechtes Handeln belohnt wird, sondern auch die Gegenseite: Wer nicht arbeitet, wenn er es eigentlich sollte, wird schlimm leiden müssen, also bestraft werden.

Die Ameise stattet ihr Haus aus mit Nahrung. Als der Winter kommt, was durch fallenden Frost und Schnee deutlich wird, zieht sie sich zurück mit ihren Freunden. Hier beginnt nun Teil zwei der Handlung. Das Handeln und die Gedanken der Ameise waren eher noch als Vorgeschichte zu verstehen, denn noch ist kein Konflikt oder Problem aufgetreten. Das folgt nun in Gestalt der Heuschre

dô kam ein höustüffel gerant,

der ûf dem velde nicht mê vant

sîner spîse. (V. 29-31)

Die Not der Heuschrecke ist groß, er müest von hunger ligen tôt (V. 32). Er klopft an die Tür der Ameise, die ihm öffnet und ihn in direkter Rede fragt, was ihn bedrängt. Hier findet nun der einzige direkte Dialog statt. Die Heuschrecke antwortet auf die Frage, indem sie ihre Not drastisch schildert: Fast tot ist sie vor Hunger, und Frost und Schnee fügen ihr große Schmerzen zu. Sie bittet die Ameise direkt um ihre Hilfe und fügt hinzu, ohne sie verloren zu sein:

teil mit mir die spîse dîn,

oder ich muoz verdorben sîn. (V. 39-40)

Diese Konsequenz erhöht die Dramatik des Geschehens. Die Ameise antwortet mit grôzen züchten (V. 42), sie sieht das große Leid der Heuschrecke. Nun taucht in einem Nebensatz etwas auf, dass in der vorherigen Handlung überhaupt nicht vorkam: Die Heuschrecke hatte der Ameise im Sommer gespottet (V. 44) und ihr grôz unruow (V. 45) gebracht. Dieser für die Entscheidung der Ameise ja sehr wichtige Umstand wird erst hier, als die Heuschrecke schon bettelnd vor der Tür der Ameise steht, erzählt. Es kann spekuliert werden, ob die nun folgende Antwort der Ameise aus verletztem Stolz und Kränkung wegen des Spotts der Heuschrecke oder „aus Prinzip“ wie folgend lautet:

junghêr, ir sült dâ ûze sîn;

iu wirt nicht der spîse mîn. (V. 47-48)

Sie verweist auf das Verhalten der Heuschrecke im Sommer, die fröhlich sprang und flog, während sie selbst sich genau die Nahrung hart erarbeitete, die sie sich nun zu Nutzen macht. Durch die schwere Arbeit hat die Ameise sich ihre Nahrung verdient und ein gutes Recht, sie auch nur für sich und die Ihren zu verwenden. Immer noch in direkter Rede der Ameise folgt eine Verallgemeinerung, die wieder auf die Moral hindeutet:

wer wol tut, der vint ouch wol. (V. 52)

Die Ameise bekräftigt ihre Entscheidung, dass die Heuschrecke ohne Hilfe von ihr zu erhalten von dannen gehen muss. Mit der direkten Rede endet auch der Erzählteil, es wird nicht mehr beschrieben, wie es der Heuschrecke ohne Hilfe ergeht oder wie sie auf die Ablehnung der Ameise reagiert. Insgesamt sind 21 Verse von 68 als direkte Rede verfasst, davon spricht die Ameise alleine 16. Der erste größere Block ihrer direkten Rede steht relativ am Anfang der Erzählung und steht für ihre moralische Selbstpositionierung. Der zweite große Block ihrer direkten Rede steht nun ganz am Schluss der Erzählung und bildet die logische Schlussfolgerung aus dem, was sie zuvor beschlossen hat, sowie die Rechtfertigung für ihre Verweigerung, der Heuschrecke zu helfen.

2.2.3 Epimythion

Der Auslegungsteil der Fabel kann noch einmal in zwei Teile gegliedert werden. In Vers 55 bis 62 werden im Gegensatz zum Promythion, in dem die positiven Folgen eines vorausschauenden Handelns gezeigt wurden, nun die negativen Folgen des falschen Handelns gezeigt:

Wer durch den sumer slâfen will,

und denn kunt ûf des winters zil,

durst und hunger muoz er hân;

vil kûm erz denn gebezzern kann. (V. 55-58)

Wer im Sommer nichts tut, wird im Winter leiden müssen. Diese Schlussfolgerung wird nun übertragen auf eine noch größere, allgemeiner geltende Ebene, indem Sommer und Winter zu Metaphern werden für die Jahreszeiten des Lebens: Der Sommer steht für die Jugend, der Winter für das Alter. Parallel aufbaut folgen nun wieder vier Verse, mit der Anapher wer... beginnend, die die Analogie deutlich machen:

wer müezig gât in sîner jugent,

noch stelt ûf êre noch ûf tugent,

wel wunder, üb dem missegât,

wenn er vor alter nicht vervât? (V. 59- 62)

Boner stellt hier eine rhetorische Frage, aus dem Müßiggang in der Jugend folgt notwendigerweise das Leid im Alter. Die Begriffe der êre und tugent werden an dieser Stelle eingebracht. Nicht nur ist das vorausschauende Handeln wie es die Ameise vertritt praktisch, weil man nicht den Hungertod erleiden muss, es ist auch das moralisch richtige. Dem Begriff der müezekeit stehen als Gegensatzpaar êre und tugent gegenüber. Nach der rhetorischen Frage folgen drei Sprichwörter, die jeweils aus zwei sich reimenden Versen bestehen. Jedes dieser drei Paare beginnt mit die wîl..., es handelt sich also um eine zweizeilige dreifache Anapher:

die wîl daz îsen hitz ist vol,

vil bald man es denn smiden sol. (V. 63-64)

Diese Formulierung ist auch heute noch genauso als Sprichwort bekannt: Man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist, was die Moral der Fabel schon auf einer abstrahierten, von der Erzählung unabhängigen Ebene mit einer neuen Metapher versieht.

die wîl der schoene sumer wert,

sol man gewinnen, des man gert. (V. 65-66)

Dieses Sprichwort ist noch einmal näher an der Handlung der Fabel, da es das Motiv des Sommers aufgreift: Solange die warme Jahreszeit dauert, sollte man sie nutzen, um das zu erlangen, das man begehrt. Das letzte Sprichwort greift noch einmal die Analogie Sommer – Jugend, Winter – Alter auf:

die wîl der junge krefte hât,

sô werb um guot, daz ist mîn rat. (V. 67-68)

Solange ein Mensch auf der Höhe seiner Kräfte ist, soll er sich um Gutes bemühen. Hier wird aus der spîs, um die es sich vorher zu bemühen galt, nun ganz allgemein guot, was also auch etwas Moralisches darstellen kann. Sich ganz allgemein um Gutes zu bemühen ist der Rat des Verfassers. Wie schon im ersten Vers der Fabel tritt der Autor hier persönlich mit seiner Meinung auf, er gibt einen Ratschlag an den Leser. Die beiden Nennungen der Meinung des Autors, erkennbar an dunkt ouchmich (V. 1) und mîn rât (V. 68), rahmen die Fabel ein. Der Auslegungsteil nimmt mit 14 Versen einen deutlich kleineren Teil ein als der Erzählteil, dem ja aber auch schon ein vorausdeutendes Promythion von vier Versen vorangestellt ist. Außerdem sind in den Erzählteil mehrmals deutende moralische Einschübe gefügt (V.12-18, V. 22-24, V. 52). Diese Einschübe und die Aneinanderreihung lehrhafter Sentenzen im Epimythion sind typisch für Boner, der so ein „Auswahlangebot für Deutungsvarianten“[21] bietet. Die Häufung der vielen eingeschobenen, sowie einrahmenden Moralsätze verstärkt die Lehrhaftigkeit der Fabel. Sie wirken hier ergänzend und aufeinander aufbauend, teilweise aber auch etwas willkürlich, wie das Sprichwort des heißen Eisens, das sehr unvermittelt auf sonst auf die Handlung bezogene Sätze folgt. Diese hier angewandte Kumulierungstechnik Boners funktioniert so, „dass einzelne Aspekte, Eigenschaften oder Wirkungsweisen des besprochenen Themas in Blöcken von Zwei- oder Vierzeilern aufgereiht werden. Ihre Aufzählung, wiederum meist verdeutlicht durch Parallelismen und Anaphern in ihrem summativen Charakter verdeutlicht, addiert Einzelaspekte zu einem Gesamtbild.“[22]

Verbindend ist das Thema der, trotz Mühen gänzlich positiv konnotierten, erbeit.

Betrachtet man die Wortwahl finden sich zahlreiche Beispiele aus diesem Themenfeld: sich warnen (V. 2), schicken (V. 6) im Sinn von bewirken oder schaffen, erbeiten (V. 8), werben (V. 11), werken (V. 13), versehen (V. 25) im Sinne von „mit etwas versorgen“ und vervâhen (V. 62). Diese Begriffe sind positiv konnotiert und stehen im Zeichen von wîshheit (wîse, V. 15), hôhen muot (V. 17), êre (V. 60), tugent (V 60) und guot (V. 68). Im Gegensatz dazu stehen die beiden Verben, die die Tätigkeiten der Heuschrecke im Sommer darstellen: springen (V. 49) und vliegen (V. 49) und werden im Epimythion noch erweitert um slâfen (V. 55) und müezig gân (V. 59). Diese stellen ein für den Zeitpunkt unangebrachtes Handeln da, sie sind nicht unbedingt generell zu verteufeln, aber falsch, wenn es gerade wichtig wäre, etwas anderes zu tun. Die Betonung des Zeitpunktes ist dabei interessant, sie ist gegeben durch zahlreiche Formulierungen, die deutlich machen, dass es richtige und falsche Zeitpunkte gibt: Formulierungen mit Zeitwörtern wie in wer nicht erbeitet, sô er sol (V. 22) oder die Gedanken der Ameise dâ kunt ein winter har, sô man nicht wol werken mag; vil lîcht kunt etswenn ouch der tag (V. 12-14) verdeutlichen diesen Gedanken ebenso wie die dreifache Anapher die wîl (V. 63, 65, 68).

Das Epimythion verhandelt also drei grundlegende Aspekte von erbeit und müezekeit:

Erstens gibt es richtige und falsche Zeitpunkte für die beiden gegensätzlichen Handlungen, wann man etwas tut, sollte wohl bedacht sein. Die Zeit spielt insofern eine Rolle, dass schon in der Gegenwart an die Zukunft gedacht werden muss, um späteres Leid zu vermeiden. Dass die Ameise sich im Winter in ihrem Haus ausruht, ist nicht zu verurteilen, da sie ja im Sommer richtig gehandelt und vorgesorgt hat. Boner veruteilt also die müezekeit vor allem dann, wenn sie übermäßig und unbedacht ausgeübt wird.

Zweitens bringt Arbeit und Mühe viel Gutes mit sich, man sichert seine Lebensgrundlage sowie sein Leben im Alter, stärkt damit aber auch auf einer höheren Ebene seinen Geist und seine Seele.

Drittens führt unbedachtes Handeln und Faulheit zu Leid, Not und Verderben, an der dann zu diesem Zeitpunkt kaum noch etwas geändert werden kann. Die innere Logik einer belehrenden Fabel verlangt, dass „der Vertreter einer ethisch nicht richtigen Handlung Schaden erleidet“[23].

Das Epimythion gibt der Ameise in der Fabel Recht, wenn sie der Heuschrecke in ihrer Not nicht hilft. Ein Umstand der nicht uninteressant ist, wenn man bedenkt dass ja auch die Nächstenliebe als Tugend gilt und gute Christen dazu angehalten waren, den Armen zu helfen. Der Fakt, dass die Heuschrecke jedoch falsch gehandelt und die Ameise in ihrem guten Tun auch noch verhöhnt hat, rechtfertigt die Entscheidung der Ameise. Interessant ist auch, dass Boners Auslegung nicht wirklich theologisch motiviert ist. Die Faulheit als Todsünde könnte hier auch schlimmere Verteuflung erfahren, aber „die Anschaulichkeit des Bildes, die Beweiskraft des Beispiels schätzt er höher als theoretische Ermahnungen.“[24] Der Autor konzentriert sich aber auf den praktischen Nutzen, den vorausschauendes Handeln im irdischen Leben haben kann und auf den Nachteil, den man sich selbst durch falsches Tun schafft. Es wird daher weniger eine religiöse, als eine pragmatisch-innerweltliche Verhaltensanleitung gegeben. Wie in vielen seiner Fabeln bringt Boner keine reinen „Erfahrungssätze oder Klugheitsregeln, sondern es geht ihm darum, das Gute zugleich auch als das Nützliche zu erweisen.“[25]

3. Die Fabel im antiken Quellentext des Avian

3.1 Avians Fabulae Aesopicae

Avian, auch Avianus, war ein römischer Dichter, der circa 400 n. Chr. lebte und griechische Fabeln lateinisch nachdichtete. Erhalten ist eine geschlossene Sammlung von 42 Fabeln in elegischen Distichen, die wahrscheinlich Ende des 4. / Anfang des 5. Jahrhunderts entstand. Dem Metrum geschuldet, beschreibt Avian in seinen Fabeln sehr ausführlich und kommt nicht so zügig zum Auslegungsteil wie für die Gattung eigentlich üblich.[26] Die Sammlung geht zurück auf die griechische Sammlung des Babrios und erlangte im Mittelalter große Beliebtheit als Schullektüre.

3.2 Die Fabel Die Ameise und die Grille

Bei Avian trägt die Fabel die Nummer 34 und den schlichten Titel Die Ameise und die Grille. Es handelt sich hier also auch um eine leicht abweichende Tierbezeichnung, wenn Grille und Heuschrecke auch verwandt sind. Die Fabel von 20 Versen ist in nur zwei Teile zu gliedern: Einem Promythion, das die Auslegung enthält und einem darauffolgenden Erzählteil.

3.2.1 Promythion

Das Promythion umfasst vier Verse:

„Wer träge läßt vorüberziehn die Jugendzeit

und nicht mit Vorbedacht fürs spätre leben sorgt,

wird, wenn die Jahre ihn bedrängen und die Last des Alters,

vergebens Fremder Hilfe sich erbitten.“ (V. 1-4)[27]

Der gesamte Auslegungsteil steht am Anfang der Fabel. Trägheit in der Jugend erschwert das Leben im Alter, „Vorbedacht“ ist wichtig, um für sein späteres Leben zu sorgen. Jugendzeit und Alter stehen sich dabei als diametrale Begriffe gegenüber. Wer falsch handelt, wird vergeblich um Hilfe von anderen bitten. Mit diesem letzten Satz wird schon auf die folgende Handlung vorausgedeutet.

3.2.2 Erzählteil

Die Ameise arbeitet hart, bei Avian verdeutlicht durch den Zusatz, dass sie „in Sonnenglut“ (V. 5) arbeitet, und füllt ihre Vorratskammern für den Winter. Als dann Frost und Reif den Beginn des Winters anzeigen und die Arbeit auf dem Feld unmöglich wird, da die „Saat verborgen lag“ (V. 8), ruht sich die Ameise aus. Avian setzt hinzu, dass ihr „kleiner Körper den Stürmen draußen nicht gewachsen war“ (V. 9-10), eine zusätzliche Begründung, warum sie im Winter nicht arbeitet. Als sie in ihrem Zuhause sitzt und auf das „säftereiche Korn“ (V. 10) aufpasst, komm eine Grille vorbei und bittet „flehentlich“ (V. 11) um Nahrung. Im Sommer erfüllte sie durch „elegisch Lied die Luft“ (V. 12), sie erklärt in indirekter Rede der Ameise:

„Als damals auf der Tenne man die reiche Ernte drosch, da habe sie mit ihrem Sang den sommerlichen Tag verbracht.“ (V.13-14)

Der Gegensatz wird so bei Avian sehr deutlich gemacht: Während die Ernte gedroschen wurde, sang die Grille, eine Gleichzeitigkeit tritt auf. Avian lässt die Ameise, er nennt sie „die Kleine“ (V.15) , lächelnd antworten und schiebt den Grund hierfür ein:

„denn beiden war’s vergönnt, noch fortzuleben:“ (V. 16)

Der Leser erfährt also schon an dieser Stelle, dass auch wenn die Grille Not leidet und die Ameise ihr nicht helfen wird, sie dennoch nicht sterben wird. Die abweisende Antwort der Ameise wirkt daher auch nicht boshaft, sondern harmlos spöttisch:

„ich hab mit großer Mühe meine Existenz errungen

und mitten jetzt im Winter hab ich lange Muße.

Doch dir bleibt nun zuletzt Gelegenheit zum Tanzen,

weil mit Gezirp zuvor dein Leben du vertrödelt.“ (V. 17-20)

Betont wird hier, dass die Ameise sich ihre Lebensgrundlage verdient hat, sie hat sie mit Mühe errungen. Nun im Winter kann sie sich guten Gewissens ausruhen, denn was zu tun war, hat sie zum richtigen Zeitpunkt erledigt. Ihre Aussage, der Grille bleibe jetzt nur noch weiter zu tanzen, da sie mit ihrem Verhalten ihr Leben vertan hätte, wirkt fast zynisch. Dieser Teil ist die einzige direkte Rede in Avians Fabel. Es ist daher von Bedeutung, dass die Ameise sie spricht und sie am Ende der Fabel steht. Ein Epimythion ist nicht mehr nötig, die zuvor im Promythion gestellte These wurde durch das Beispiel im Erzählteil bekräftigt.

Der Verfasser nennt keine Quelle für seine Erzählung und nennt sich auch nicht selbst. Die Begriffe „Vorbedacht“, „Arbeit“ und „Mühe“ sind zentral. Die Muße ist kein negativer Begriff, sondern wenn sie, wie im Fall der Ameise, redlich verdient wurde, etwas positives. Der verdienten Muße stehen aber das Adjektiv „träge“ und das Verb „vertrödeln“ gegenüber.

3.3 Vergleich von Avian zu Ulrich Boner

Boners Fabel ist deutlich länger mit 68 zu 20 Versen. Er übernimmt von Avian direkt das vorangestellte Promythion, das schon eine Ausdeutung vornimmt. Bei beiden geht es darin um das vorausschauende Handeln in der Jugend, damit man im Alter ruhig leben kann, bei Avian jedoch ist es negativ formuliert: Wer in der Jugend träge ist, hat es im Alter schwer. Bei Boner heißt es, wer sich früh vorbereitet, hat später im Alter keine Sorgen. Bei Avian findet sich außerdem der Hinweis auf die ausbleibende Hilfe Fremder, was schon die spätere Handlung der Fabel vorausnimmt und bei Boner gänzlich fehlt.

Der Erzählteil ist deutlich ausgestalteter bei Boner, vor allem durch die eingeschobenen Gedanken der Ameise, sowie durch ihre programmatische Rede, die ihr eigenes Handeln selbst erklärt, was bei Avian gar nicht vorkommt. Dort wird mehr Betonung darauf gelegt, dass die Ameise im Winter ruht und somit auch müßig ist. Dafür werden aber Gründe genannt: Die Saat liegt verborgen, ihr Körper ist den Stürmen nicht gewachsen.

Bei Boner wirkt die Handlung dynamischer, die Heuschrecke kommt gerant (V. 29) und gestôzen an die tür (V. 33), bei Avian tritt sie direkt bittend auf ohne dass ihr Kommen näher beschrieben wird. Bei Boner entsteht sodann ein -wenn auch kurzer- Dialog, bei dem auch die Heuschrecke in direkter Rede spricht und ihre Not schildert. In direkter Rede darf bei Avian nur die Ameise sprechen, die Erklärung der Grille, was sie den Sommer über getan hat, wird indirekt erzählt. Boners Ameise antwortet ihr mit grôzen züchten (V. 42), während sie bei Avian lächelnd antwortet. Fällt die Antwort bei Boner mit 8 Versen lang aus, sind es bei Avian nur vier. Boners Ameise spricht voll Tadel, der Zusatz, dass die Heuschrecke sie im Sommer verspottet hat für ihre Arbeitsamkeit, geben ihrer Antwort eine weitere Dimension: Die Heuschrecke hat sich doppelt falsch verhalten, sie war nicht nur faul, sondern auch hochmütig und beleidigend. Bei Avian findet sich kein Hinweis aus ein solches Verhalten, auch wird mit der Information, dass beide noch länger leben werden, die Dramatik der Situation völlig entschärft. Die Verweigerung der Ameise bleibt zwar eine Verweigerung, wirkt aber fast humorvoll. Diese Entschärfung zeigt die „zahmere Haltung“[28] Avians wegen der seine Fabelsammlung leicht Einzug in den Schulunterricht erhielt: Der aurea mediocritas ergeben predigt er eine Moral voll von Gemäßigtheit und gesundem Menschenverstand.[29]

Bei Boner folgt nun noch ein Epimythion, dass ergänzend zum Promythion fungiert. Hat er zuvor die positiven Folgen des vorausschauenden Handelns aufgezeigt, kommt er nun zur negativen Gegenseite. Ganz ans Ende setzt er drei Sprichwörter, die wieder zu klugen Verhaltensweisen anleiten. Mit dieser positiv formulierten Lehre beschließt er seine Fabel. Die positiv formulierten Lehren rahmen so seine Erzählung ein, das negative Beispiel wird dazwischen verhandelt. Boners Komposition wirkt aufwendig, die lehrhaften Sätze tauchen immer wieder im Erzählteil auf, bis dann am Ende mehrere Sinnsprüche und Lehren als Auslegungsvarianten angeboten werden. Er verhandelt sowohl das richtige, als auch das falsche Handeln ausführlich

Avian beendet die Fabel mit der direkten Rede der Ameise, es wird kein so vielfältiges Deutungsangebot gemacht.

In beiden Versionen wird Wert gelegt auf den Aspekt der rechten Zeit, wann Muße angebracht ist und wann nicht. Dieser zeitliche Aspekt tritt in beiden Fabeln auf, wenn formal und stilistisch auch unterschiedlich eingebracht.

[...]


[1] Belege und Argumente für die Identifizierung erbringt nach Klaus Grubmüller, Meister Esopus. Untersuchungen zu Geschichte und Funktion der Fabel im Mittelalter, München 1977, S. 297: M. v. Stürler, Das bernische Geschlecht der Boner, Germania I (1856), S. 117-120).

[2] In Prolog und Epilog nennt der Autor sich selbst als „Bonerius“ (Prolog V. 39, Epilog V. 45). Urkundlich erwähnt wird Ulrich Boner zuerst 1324, zuletzt 1350, vgl. Katharina Mayer, Von nîde und von gîtekeit. Habgier, Geiz und Neid in Ulrich Boners ‚Edelstein’, Wien 2006, S. 32.

[3] Vgl. Grubmüller 1977, S. 298.

[4] Vgl. Mayer 2006 S. 34.

[5] Grubmüller 1977, S. 304.

[6] Wilhelm Scherer, Geschichte der deutschen Literatur, Berlin 1883, S. 230.

[7] Vgl. Gerd Dicke, ...ist ein hochberümt Buch gewesen bey den allergelertesten auff Erden. Die Fabeln Äsops in Mittelalter und Früher Neuzeit, in: Von listigen Schakalen und törichten Kamelen. Die Fabel in Orient und Okzident, hg. von Mamoun Fansa und Eckhard Grunewald, Wiesbaden 2008 (Schriftenreihe des Landesmuseums Natur und Mensch 62), S. 22-36, hier S. 32.

[8] Vgl. Dicke 2008, S. 32.

[9] Vgl. Mayer 2006, S. 37.

[10] Vgl. Erwin Leibfried, Fabel, 1982 Stuttgart, S. 55.

[11] Vgl. Leibfried 1982, S. 55.

[12] Eine detaillierte Auflistung der Belege: Nr. 35, Ameise und Grille in: Gerd Dicke; Klaus Grubmüller, Die Fabeln des Mittelalters und ihre lateinischen Entsprechungen, München 1987, S. 42-47.

[13] Die Bibel, AT, Buch der Sprichwörter 30, 25.

[14] Vgl. Richard Riegler, Das Tier im Spiegel der Sprache, Dresden 1907, S. 240-243.

[15] Riegler 1907, S. 242.

[16] Vgl. Riegler 1907, S. 264-267.

[17] Vgl. Riegler 1907, S. 267.

[18] Das Zitieren erfolgt nach Ulrich Boner, Der Edelstein, hg. von Franz Pfeiffer, Leipzig 1844 (Dichtungen des dt. Mittelalters, Bd. 4); Faks. 2007, University of Michigan. Siehe Textanhang.

[19] Vgl. Robert H. Blaser, Un fabuliste suisse du XIVe siècle, Paris 1949, S. 94.

[20] Vgl. Grubmüller 1977, S. 325.

[21] Grubmüller 1977, S

[22] Grubmüller 1977, S. 330-331.

[23] Leibfried 1982, S. 36.

[24] Leibfried 1982, S. 56.

[25] Mayer 2006, S. 36.

[26] Vgl. Niklas Holzberg, Äsop und die griechisch-römische Fabeltradition, in: Von listigen Schakalen und törichten Kamelen. Die Fabel in Orient und Okzident, hg. von Mamoun Fansa und Eckhard Grunewald, Wiesbaden 2008 (Schriftenreihe des Landesmuseums Natur und Mensch 62), S.11-21, S. 16.

[27] Das Zitieren erfolgt in Übersetzung von Johannes Irmscher (Hg.), Antike Fabeln. Griechische Anfänge. Äsop. fabeln in römischer Literatur. Phaedrus. Babrios. Romulus. Avian. Ignatios Diakonos, Berlin/Weimar 1991, S. 429-430, hier S. 429. Siehe Textanhang.

[28] Grubmüller 1977, S. 59.

[29] Vgl. Grubmüller 1977, S. 60.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Eine vergleichende Analyse der XLII. Fabel in Ulrich Boners Edelstein
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Ulrich Boners Edelstein
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
31
Katalognummer
V428834
ISBN (eBook)
9783668726925
ISBN (Buch)
9783668726932
Dateigröße
1283 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ulrich Boner, Fabel, Edelstein, Arbeit im Mittelalter, Avian, Karlsruher Codex 408, Äsop, Ameise, Grille
Arbeit zitieren
Sofie Neu (Autor), 2015, Eine vergleichende Analyse der XLII. Fabel in Ulrich Boners Edelstein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428834

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