Der Literaturunterricht hat unter anderem die Ausbildung und Ausreifung der Imagination, das Fremdverstehen und die Förderung der emotionalen Sensibilität zur Aufgabe. Gerade bei einem Thema wie Mobbing greifen viele verschiedene Prozesse, die nicht immer leicht zu entzerren und zu verstehen sind.
Durch verschiedene Möglichkeiten produktiven Schreibens, zum Beispiel durch das Einfügen einer weiteren Figur, das Erfinden eines Interviews und Ähnlichem, lassen sich solche Prozesse leichter aufschlüsseln, verstehen und Handlungskonzepte können erarbeitet werden.
Das Buch umfasst 190 Seiten, verteilt auf 24 Kapitel, welche äußerst übersichtlich sind und nicht vor dem Lesen abschrecken. Aufgrund einer geschickten Personenkonstellation ist für beide Geschlechter für eine Identifizierung gesorgt.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Sachanalyse
Didaktische Analyse
Beschreibung der Sequenz
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten eines produktiven und handlungsorientierten Literaturunterrichts am Beispiel des Jugendbuches "Klassenspiel" von Celia Rees aufzuzeigen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch verschiedene methodische Ansätze – wie das Einfügen von Figuren, das Verfassen von Interviews oder die Recherche im Internet – Mobbingprozesse für Schüler der achten Klasse transparenter gemacht, Empathie gefördert und Handlungskonzepte zur Konfliktlösung erarbeitet werden können.
- Mobbing als zentrales Thema im Schulalltag und dessen Auswirkungen auf das Klassenklima
- Methoden der handlungs- und produktionsorientierten Literaturdidaktik
- Förderung der Empathie und Perspektivübernahme durch Rollenarbeit
- Verbindung von Lehrplananforderungen mit aktueller Jugendliteratur
- Einsatz neuer Medien und Internetrecherche im Deutschunterricht
Auszug aus dem Buch
Der Inhalt des Buches „Klassenspiel“
Ohne Umschweife befindet man sich mitten im Schulalltag einer Siebtklässlerin, welche sich mit ihrer Freundin auf dem Pausenhof unterhält, aber irgendetwas scheint nicht zu stimmen, irgendetwas beschäftigt Alexandra Lewis – Michael Bailey. Michael Bailey war ein Schüler der Schule, an welche Alexandra, kurz Alex, geht. Seine Geschichte wird immer wieder in kleinen Sequenzen rückblickartig eingestreut und so erfährt der Leser erst nach und nach, welcher düstere Schatten auf der Klasse von Alex und welche schicksalhafte Geschichte hinter der Figur Michel Bailey steckt.
Doch warum erinnert sich Alex gerade jetzt immer wieder an ihren ehemaligen Mitschüler Micheal, liegt es an der neuen Mitschülerin Lauren Price, welche mit ihren Eltern von Australien nach England gezogen ist und jetzt in ihre Klasse geht? Lauren war zunächst eine Sensation in der Klasse, da sie aus Australien kam. Aber als sich herausstellte, dass Lauren nicht einmal in der Nähe der Ramsey Street, welche berühmt war für die TV-Serie Nachbarn war, legte sich das Interesse und die Anweisung der Lehrerin nett zu Lauren zu sein legte sich zunehmend, so dass man sie auf dem Pausenhof letztlich ignorierte. Aber dabei sollte es nicht bleiben. Zunehmend fanden die Klassenkammeraden, angestachelt von der „Klassenqueen“ Sandra Mitchel und dem Bandenoberhaupt Greg Simson allerlei fadenscheiniger Gründe, um Lauren das Leben zu erschweren.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Es wird die Bedeutung des Literaturunterrichts zur Förderung von Imagination, Empathie und emotionaler Sensibilität erläutert, insbesondere im Hinblick auf das komplexe Thema Mobbing.
Sachanalyse: Dieser Abschnitt bietet Informationen über die Autorin Celia Rees, die Einordnung des Jugendbuchs "Klassenspiel" in den Kontext der Jugendliteratur sowie eine inhaltliche Zusammenfassung der Romanhandlung.
Didaktische Analyse: Hier wird das Projekt in den bayerischen Lehrplan eingeordnet, wobei die Vermittlung von Werten, Sozialkompetenz und die Förderung des ganzheitlichen Lernens im Fach Deutsch im Vordergrund stehen.
Beschreibung der Sequenz: Dieser Teil beschreibt die methodisch-didaktische Planung und Durchführung der Unterrichtsreihe, inklusive eines detaillierten Verlaufsplans der ersten fünf Stunden.
Schlüsselwörter
Klassenspiel, Celia Rees, Mobbing, Literaturunterricht, handlungsorientiert, produktionsorientiert, Sekundarstufe I, Deutschunterricht, Medienkompetenz, Empathie, Figurenkonstellation, Lehrplan, Sozialverhalten, Gewaltprävention, Identifizierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufarbeitung des Jugendbuchs "Klassenspiel" im Deutschunterricht der achten Klasse, um das Thema Mobbing zu behandeln.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind Mobbing in der Schule, die psychologische Dynamik von Täter-Opfer-Strukturen, Freundschaftsnetzwerke unter Jugendlichen sowie die Möglichkeiten handlungsorientierten Lernens.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, durch produktive Auseinandersetzung mit dem Text das Verständnis für Mobbingprozesse zu schärfen und Schülern Handlungsstrategien zur Konfliktvermeidung und Zivilcourage zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer literaturdidaktischen Analyse und der praktischen Anwendung von handlungs- und produktionsorientierten Methoden im Unterricht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse des Romans, eine didaktische Begründung auf Basis des Lehrplans sowie eine detaillierte Sequenzplanung für den Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mobbing-Prävention, produktive Literaturdidaktik, Empathieförderung und Schulentwicklung charakterisiert.
Warum wurde das Buch "Klassenspiel" von Celia Rees ausgewählt?
Die Autorin wählt dieses Werk, da es durch seine realitätsnahen Themen aus der Lebenswelt Jugendlicher und seine strukturierte Erzählweise ein hohes Potenzial für produktive Unterrichtssequenzen bietet.
Welche Rolle spielt die Gruppenarbeit in der geplanten Unterrichtssequenz?
Die Gruppenarbeit dient dazu, dass Schüler ihre Interpretationen zu verschiedenen Textstellen austauschen, die Kommunikationskultur fördern und ein tieferes Verständnis für die Figurenkonstellation entwickeln.
- Citation du texte
- Dirk Simon (Auteur), 2009, Literaturunterricht zum Thema Mobbing. "Klassenspiel" von Celia Rees, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428888