Kursstunde Wirbelsäulengymnastik. Theoretische Vorüberlegungen und praktische Planung


Einsendeaufgabe, 2017

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 MOTORISCHE FÄHIGKEITEN IM KURSBEREICH
1.1 Lösung Teilaufgabe 1.1 Kraft
1.2 Lösung Teilaufgabe 1.2 Ausdauer
1.3 Lösung Teilaufgabe 1.3 Beweglichkeit
1.4 Lösung Teilaufgabe 1.4 Koordination

2 EXTERNE BEDINGUNGEN EINER KURSEINHEIT

3 KURSPLANANALYSE

4 PLANUNG EINER WIRBELSÄULENGYMNASTIK
4.1 Zielgruppe
4.2 Material
4.3 Stundenplanung
4.4 Begründung

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Tabellenverzeichnis
6.2 Abbildungsverzeichnis

1 Motorische Fähigkeiten im Kursbereich

1.1 Kraft

Als motorische Fähigkeit Kraft bezeichnet man die Kraftfähigkeit des Körpers mittels Nerv-Muskel-System, eine Muskeltätigkeit konzentrisch, exzentrisch und statisch auszuführen (Reiß & Eifler, 2005, S. 20). Man spricht von Kraft, wenn ein ausreichender Krafteinsatz erfolgt ist, denn „Kraftfähigkeit ist die Konditionelle Basis für Muskelleistungen mit Krafteinsätzen, deren Werte über 30 Prozent der jeweils individuell realisierbaren Maxima liegen“ (1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 21).

Die motorische Fähigkeit Kraft wird in 3 Formen unterschieden:

- Der Maximalkraft
- Die Schnellkraft
- Die Kraftausdauer

„Die Maximalkraft ist die höchstmögliche realisierbare Kraft, die das Nerv-Muskel-Sys- tem bei maximaler willkürlicher Kontraktion auszuüben vermag“ (1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 22). Die Maximalkraft kann mit der Übung Kniebeuge trainiert werden, in dem 3 Sätze mit 3 Wiederholungen ausgeführt werden. Das Gewicht wird dabei so gewählt, dass keine 4. Wiederholung mehr möglich ist.

Die „Schnellkraft ist die Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit einen möglichst hohen Kraftstoß zu realisieren“(1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 22). „Die Kraftausdauer charakterisiert die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei stati- scher oder dynamischer Arbeitsweise der Muskulatur gegen höhere Lasten (mehr als 30% der Maximalkraft). Die Kraftausdauer kennzeichnet damit die Fähigkeit, den Kraftverlust bei einer bestimmten Wiederholungszahl von Kraftstößen innerhalb eines bestimmten Zeitraums möglichst gering zu halten“(1993; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S. 22). Als Übungsbeispiel eignet sich wiederum eine Kniebeuge, welche im 90° Winkel statisch 90 Sekunden gehalten wird, es erfolgen 3 Sätze mit jeweils einer stati- schen Wiederholung. Mit dieser Übung wird die statische Kraftausdauer trainiert.

1.2 Ausdauer

Die motorische Fähigkeit „Ausdauer ist die Fähigkeit, physisch und psychisch lange ei- ner Belastung zu widerstehen, deren Intensität und Dauer letztendlich zu einer unüber- windbaren (manifesten) Ermüdung (=Leistungseinbuße) führt, und/oder sich nach physischen und psychischen Belastungen rasch zu regenerieren“(1997; zitiert nach Reiß & Eifler, 2005, S.24).

Die Ausdauer kann dabei in unterschiedliche Bereiche eingeteilt werden. Man spricht von lokaler und allgemeiner Ausdauer bei Betrachtung der eingesetzten Muskulatur. Es wird die aerobe und anaerobe Ausdauerleistung unterschieden. Bei der aeroben Ausdauer, wird im Gegensatz zur anaeroben Ausdauer, Sauerstoff zur Energiebereitstellung benötigt. Die anaerobe Ausdauerleistung, wird z.B. im Spinning Kurs, während den kurzen und intensiven Sprint-Intervallen beansprucht.

Ob eine Ausdauerleistung dynamisch oder statisch ist, hängt von der Muskelarbeitsweise ab (Reiß & Eifler, 2005, S. 25-26). Die statische Ausdauerleistung kann z.B. mit 5 Minuten Wandsitzen trainiert werden.

Als letztes kann die Ausdauer zusätzlich in Kurz- und Langzeitausdauer eingeteilt werden, je nach Dauer der auszuführenden Belastung. (Reiß & Eifler, 2005, S. 25)

1.3 Beweglichkeit

Die „Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen willkürlich und gezielt mit der erfor- derlichen bzw. optimalen Schwingungsweite der beteiligten Gelenke ausführen zu kön- nen“ (1993; zitiert nach Reiß und Eifler, 2005, S.27).

Die Beweglichkeit wird durch anthropometrische, personenspezifische und äußeren Faktoren stark beeinflusst wie z.B. Gelenkigkeit, Dehnfähigkeit, Alter, Geschlecht, Temperatur, Tageszeit und weiterer Faktoren. (Reiß und Eifler, 2005, S. 29) Eine statische Dehnung des großen Brustmuskels (M.pectoralis major) wird erreicht, in dem man aus dem Stand die Hände hinter den Körper verschränkt. Die gestreckten Arme werden Aktiv nach oben angehoben, bis die Dehnposition erreicht wird. Für eine statische Dehnung wird die Dehnposition gehalten. Beim passiven Dehnen wiederum, werden die nach hinten verschränkten Arme, von einem Partner leicht nach oben ge- drückt. (Reiß und Eifler, 2005, S.119-120)

1.4 Koordination

„Aus neuromuskulärer Sicht bezeichnet Koordination das Zusammenwirken von Zen- tralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes“ (1190; zitiert nach Reiß und Eifler, 2005, S. 30). Dabei kann man diese in die intra- und intermuskuläre Koordination einteilen. Mit der intramuskulären Koordination wird „das Zusammenspiel zwischen Nerven und Muskelfasern innerhalb eines Muskels bei einem Bewegungsablauf“ beschrieben, im Gegensatz zur intermuskulären Koordination, hier wird „das gezielte Zusammenwirken von Agonisten, Synergisten und Antagonisten bei einem Bewegungsablauf“ als Merkmal genannt.(Reiß & Eifler, 2005, S. 31-32) Mit den Übungen Arnold Dips am Steppbrett und Bizeps Curls mit der Langhantel wird die in- termuskuläre Koordination zwischen Bizeps und Trizeps sowie deren Synergisten ver- bessert.

2 Externe Bedingungen einer Kurseinheit

Bevor eine Kurseinheit erfolgreich geplant werden kann, können einige externe Bedingungen Auswirkungen auf die zu planende Kursstunde nehmen. Im folgenden werden ein paar Beispiele mit ihren Folgen erläutert.

Die Rahmenbedingungen

Vor der Kursstunde ist zu klären, welches Equipment für die geplante Kursstunde zur Verfügung steht und ob dieses in ausreichender Menge vorhanden ist. Nur wenn für die maximale Teilnehmerzahl das benötigte Equipment vorhanden ist, kann dieses in die Kursstunde eingeplant werden. Befinden sich im Kursraum keine Spiegel, können nur schwer Kurse mit einer anspruchsvollen Choreographie ausgeführt werden, hier sollten nur Kurse mit einfachen oder keinen Choreographien geplant werden.

Die Zielgruppe

Wird ein Kurs für ältere Menschen angeboten, so sollte die Teilnehmerzahl begrenzt werden, da hier viel Korrekturarbeit geleistet werden muss. Des weiteren sollte man Übungsvarianten einplanen für eventuelle Übungseinschränkungen der Kursteilnehmer. Sind für den zu planenden Kurs fortgeschrittene Kursteilnehmer eingetragen, sollte die Übungsauswahl anspruchsvoll sein und auch hier eine ausreichende Anzahl an Übungs- varianten vorhanden sein, um die Übungen individuell an das Leistungslevel des ein- zelnen anpassen zu können. Dies ist wichtig, damit sich die einzelnen Kursteilnehmer weder über- noch unterfordert fühlen.

Die Zielsetzung

Die Zielsetzung kann in langfristige und kurzfristige Ziele unterteilt werden. Ein kurzfristiges Ziel ist es einen möglichst hohen Kalorienverbrauch zu erzielen wie es z.B. in einer Aerobic Stunde oder mit einem intensiven Intervalltraining in einer Spinning Stunde der Fall ist. Ein langfristiges Ziel hingegen ist es, die Rückenmuskulatur zu stärken, so wird z.B. in der Wirbelsäulengymnastik der Hauptteil mit dem Augenmerk auf die Kräftigung des Rückens geplant.

3 Kursplananalyse

Für die Kursplananalyse wurde der Kursplan des Bodystyle in Trier abgebildet. Der Kursplan wird nun anhand organisatorischer, trainingswissenschaftlicher und/oder wirtschaftlicher Sicht betrachtet und analysiert.

Angebotsstruktur:

Das Bodystyle bietet für seine Kunden, eine breite Palette verschiedenster Kurse an. So werden gefragte lizenzierte Kurse von Les Miles aber auch nicht lizenzierte Kurse an- geboten. Es können ausdauerorientierte, kraftorientierte und gesundheitsorientierte Kurse besucht werden. Des weiteren hat der Kunde die Möglichkeit an §20 zertifizier- ten Kurse teilzunehmen.

Kursraumauslastung:

Für das große Kursangebot stehen drei Kursräume zur Verfügung. Diese Kursräume sind jedoch nicht optimal ausgelastet, da hier trotz des hohen Kursangebotes die Räumlichkeiten oftmals leer stehen. Gerade in den Mittagsstunden von 12-17 Uhr stehen diese oftmals leer. In dieser Zeit kann der Kursraum an Schulen oder andere Organisationen und Vereinen vermietet werden.

Räumliche Voraussetzungen:

Die Kurse werden auf drei Räume verteilt, so dass hier mindestens 10 Minuten zum Lüften der Räumlichkeiten eingeplant wurde. Das setzt Voraus, dass die Kurse pünktlich beginnen können, auch wenn der vorherige Kurs die Zeit etwas überzogen hat. Die Spinningkurse finden in einem separat ausgestatteten Raum statt, welches den Vorteil hat, dass die Spinning Bikes immer an ihrem festen Platz stehen.

Zeiten der Kurse:

Die Kurse beginnen erst weit nach Öffnung des Studios und enden min. 1 Stunde vor Schließung. So hat der Kunde genügend Zeit sich vor und nach seiner Kurseinheit um- zuziehen.

Zu den regulären Stoßzeiten werden viele Kurse parallel angeboten, so kann eine Vielzahl der trainierenden Mitglieder betreut werden, so kommt es im Studio zu weniger Wartezeiten an den Geräten. (Reiß & Eifler, 2005, S.145)

Verteilung der Kursangebote im Vormittags- und Nachmittagsprogramm

Der Kunde findet sowohl am Vormittag, als auch am Nachmittag gleichermaßen kraft- orientierte, ausdauerorientierte und gesundheitsorientierte Kurse vor. Am Wochenende wird zusätzlich eine Kinderbetreuung angeboten, in der auch Mütter oder Väter am vielseitigen Programm teilhaben können. In dieser Zeit wurde darauf geachtet, dass das Programm unterschiedlicher Ziele (Ausdauer, Entspannung, Kraft) abdeckt.

Zielgruppen:

Das Kursangebot bietet gerade in den ausdauerorientierten Spinningkursen, eine Einteilung in die verschiedenen Leistungslevel.

So können diese Kurse speziell auf das Leistungslevel ausgerichtet werden und führen zu keiner Über- oder Unterforderung der Kursteilnehmer. Für Menschen mit einer ein- geschränkten Trainingszeit wurden spezielle Express Trainingseinheiten von nur einer halben Stunde eingeplant. Ältere Menschen oder Alltagsgestresste Menschen finden z.B. ein passendes Programm mit den Kursen Rückenfitness, Yoga, Pilates, Body-Balance und Vital Club vor. Mit den Kursen wie Body Pump, Sh´bam und Dance werden aktuelle Trendkurse angeboten, diese gewinnen gerade bei jüngeren Trainieren- den immer mehr an Beliebtheit.

Abschließend kann das Kursprogramm des Bodystyle in Trier als sehr abwechslungsreiches und gut durchdachtes Programm bewertet werden, lediglich die Kursraumauslastung kann optimiert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Kursplan Bodystyle Sportsclub Trier

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Kursstunde Wirbelsäulengymnastik. Theoretische Vorüberlegungen und praktische Planung
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V428908
ISBN (eBook)
9783668753068
ISBN (Buch)
9783668753075
Dateigröße
1749 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
motorische fähigkeiten, kraft, ausdauer, beweglichkeit, koordination, externe bedingungen kurseinheit, kursplananalyse, planung wirbelsäulengymnastik, zielgruppe, material, stundenplanung
Arbeit zitieren
Mandy Schmiedel (Autor), 2017, Kursstunde Wirbelsäulengymnastik. Theoretische Vorüberlegungen und praktische Planung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428908

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